Beate Morgenstern - Tarantella

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Eine Tänzerin nach der anderen stürzt sich liebeshungrig in Rosalias Arme. Spät ist sie zur Erkenntnis ihrer wahren Bestimmung, ihres wahren Glücks gekommen. Nichts weniger wünscht sie sich als das Dasein einer lesbischen Troubadoura. Doch auf der Suche nach der Einzigen findet sie im Laufe der Jahre kaum noch begehrenswerte Damen. Als die Mauern in Ostberlin fallen und die Freiheit angebrochen ist, schöpft sie erneut Hoffnung.

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Ich hoffe nur auf die eine, sagte ich kraftlos und geschockt davon, wie jung und schon so erfahren meine Freundin war.

Natürlich will ich nur meinen Freund. Er ist der herrlichste. Ich hab den Vergleich, ich kann es beurteilen. Ich liebe ihn. Und in ihm liebe ich alle Männer zusammen.

Mein Kopf schwamm groß auf einer Nebelwolke, meine Beine trugen mich nicht mehr. Ich glitt zu Boden, sehr elegant, wie ich noch bemerkte, das Tablett in meinen Händen rettete ich neben mich.

Was ist dir?, rief Ute,

Nichts, hauchte ich. Du hast soeben mein Todesurteil verkündet.

Aber nicht doch.

Aber nicht. Oder aber doch, scherzte ich, auf dem Boden liegend, um die Peinlichkeit meiner plötzlichen Schwäche zu mildern.

Wasser? Alkohol? Nun sag schon, was du brauchst! Mein liebes Utchen war ganz außer sich vor Sorge. Das wiederum genoss ich. Sie brachte mir ein Glas Wasser, setzte es an meinen Mund. Ich rappelte mich, ließ mich auf die Liege fallen.

Es tut mir so leid, sagte Ute. Tränen standen in ihrem erröteten Blondgesicht. Ich war so taktlos. Das passiert mir sonst nie. Natürlich respektiere ich, wenn du Frauen liebst. Ich kann es nicht verstehen. Aber ich respektiere es.

Ich versteh mich selbst nicht, sagte ich.

Ja, nun, sagte Ute weise. Wie die Natur es will. Und wenn es deine Natur ist. Wie du glaubst. Ich glaube es übrigens nicht. Ich glaube, dass du nur noch nicht den richtigen...

Ute, röchelte ich.

Ich bin ein Tollpatsch, sagte Ute. Entschuldige. Ich bin heute unmöglich. Wie kann ich es wiedergutmachen?

Gar nicht. Ich begann zu weinen. Mir war ja klar, dass ich nie hoffen durfte, Ute würde jemals meine Gefühle erwidern. Sie gehört zu den dreißig Prozent Frauen, die nur auf die Art zu ihrem Höhepunkt kommen, der siebzig Prozent der Frauen wenig oder gar nichts abgewinnen können. Wir Frauen haben ja die Wahl und vielfaches Vergnügen, würde ich sogar behaupten. Über meinen gestrigen Besuch schwieg ich mich aus, ließ nur verlauten, dass ich, was ich gesucht, nicht im entferntesten gefunden hätte.

Zwei Wochen vergingen, in denen ich mich abends an Julias Arien und Liedern ergötzte, nun Kopfhörer übergestülpt, mit Rücksicht auf meinen andersorientierten Nachbarn und vor allem seine nervenzerrüttete, schreiwütige Frau. Ade! Ade! Ja Scheiden und Meiden tut weh, tut weh! Julias Bild hatte sich mir so eingeprägt, dass ich die Plattencover nicht benötigte. Ich sah, wie sie sich bewegte, ihre Hände, ihr Gesicht. Ich schwelgte in Klängen und Vorstellungen aus der Lieder- und Opernwelt und wartete darauf, dass meine Tränen vor Glück und Schmerz flossen, was sich - zugegeben - nicht immer einstellte.

Aber dann wurde ich heil wie nach Erlebnissen, die in ferner Erinnerung lagen. Ich dachte, Erfüllung meines Lebens könnte sein, Julia einmal auf der Bühne zu sehen. So ungefähr: Julia sehen und dann sterben...

Unschuldig träumte ich dahin, als es eines Sonntagabends klingelte. Ute war gerade gegangen. Die Sprechanlage gab ein schnarrendes Geräusch von sich. Bromelia!, sagte ich mir. Nun gut, sie ist ein Mensch, aufrecht und ohne Falsch. Soll sie mir Patiencen legen. Denke ich sie mir in ein Bernhardinerfell, wird mir ihre Gesellschaft vielleicht sogar angenehm.

Doch nicht Bromelia stand vor meiner Tür, sondern eine junge Frau, schmal, dunkelhäutig, zigeunerisch, kurze, sich krümmende Haare. Die braunen Augen groß, etwas heraustretend, die Nase leicht gebogen, der Mund schön geformt, der Kopf ein vollkommenes Oval. Ihr Mund verbreiterte sich ungeheuer und ließ makellose weiße Zähne sehen, so dass ich mich fragte, ob sie gekommen war, mich kurzerhand aufzufressen. Auf jeden Fall wollte sie weder Kleider für mich nähen noch mir Patiencen legen.

Entschuldigen Sie, sagte Olivia, ihre Aussprache stark artikuliert.

Ich winkte ab.

In der Wohnung begannen Olivias Augen zu funkeln. Sie liefen das Regal auf und ab. Schöne Bücher und was Sie alles noch haben!, sagte sie. Ich dachte an die zwei Bildbände von Violetta, wurde aber nicht rot.

Sie wundern sich über meinen Besuch, sagte Olivia.

Etwas, erwiderte ich nicht wahrheitsgemäß, denn ich vermutete Violettas uneigennützige Vermittlung und war ihr nun doch dankbar. Sie nahm mir die Arbeit des Suchens ab. Sie ließ mich finden.

Ich dankte ihr wieder leise. Ein Aberglaube aus meiner Kindheit, der besagt, dass mir Gutes weggenommen werden könne, wenn ich mich nicht als dankbar erweise, hieß mich dies tun.

Sie kennen eine... Sie nannte Violettas bürgerlichen Namen.

Ich hatte richtig vermutet. Durch sie weiß ich Ihre Adresse.

Wie gut sind Sie mit ihr bekannt?, fragte ich ein wenig hinterhältig.

Wie man sich eben so kennt.

Sie haben mit der bildenden Kunst zu tun, sagte Olivia. Das interessiert mich. Sie sind Kunstwissenschaftlerin. Und ich trage mich mit dem Gedanken, einen Kurs an der Weißenseer Kunsthochschule zu belegen. Akt zum Beispiel. Das Studium der menschlichen Anatomie ist eine unentbehrliche Voraussetzung, es ist das Handwerk des Künstlers.

Gewiss, sagte ich geduldig.

Sie sah mich dringlich an, und ich beschloss, mich nicht zu widersetzen. Ich hatte mir ein Versprechen gegeben. Und dies war die Chance, es einzulösen. Olivia entnahm ihrer schwarzen Tasche eine Flasche Rotwein, redete auf mich ein, mit großen Augen und bewegtem Gesicht, lächelte hin und wieder burschenhaft charmant im Bewusstsein der tadellosen weißen Zähne. Meine rechte Hand verschwand in der Olivias. Ich sah es, unternahm aber nichts dagegen. Der Rotwein hatte mich ein wenig müde gemacht. Ihre Augen näherten sich den meinen. Sie sah mich starr an, ohne einmal zu blinzeln. Und mir schien, es ging eine Art Kräftemessen vonstatten, wer es länger ohne zu blinzeln aushalten könne. Während ich mich kräftig bemühte, meine Augen offenzuhalten, bohrten sich ihre tief in meine Seele. Es schwindelte mir. Ja, sagte ich, ja, ja. Sagte es leise für mich hin. Olivia beugte sich zu mir herüber, ergriff schnell die Rotweinflasche, ehe sich der Rest Wein auf und davon machen konnte, trank ihn und küsste mich nieder, als handelte es sich auch da um eine sportliche Leistung. Mit schnellen Händen entledigte sie mich und sich aller Kleidung und machte sich auf, mir zu zeigen, zu welchen Taten sie in einem fort imstande sei. Ich wusste mich meiner Lust nicht zu erwehren. Wie ein im Meer lebender Säuger tauchte bisweilen ihr Kopf auf, nach Luft schnappend, tauchte wieder ab, so dass ich nur ihren schwarzen, kurzlockigen Haarschopf zwischen meinen Beinen sah. Sie gab nicht nach, bis ich um Gnade flehte. So gut hat es dir noch keine gemacht?, sagte sie. Ich dachte an Amanda und ihre herrischen, mit langen Fingernägeln bewehrten Hände. Nein, antwortete ich und meinte, nun sei es an mir, auch an ihr Gutes zu vollbringen. Ich hatte nicht die geringste Erfahrung. Wie gesagt, Amanda hatte nie geduldet, dass ich mich ihr näherte. Aber ich wollte mich kühn hineinstürzen wie in eine wilde Flut, es würde mich schon irgendwohin tragen.

Sie entzog sich mir, wie ich dies nun schon einmal erlebt hatte. Besser eine sehr tatkräftige Gefährtin als eine träge, sagte ich mir nach kurzem Erstaunen.

Der nächste Morgen sah mich im glücklichen siebenten Himmel sitzend. Olivia wanderte nackt durch die Wohnung, olivfarben ihre Haut, jungenhaft ihr Körper. Ihr kleiner Hintern entzückte mich mehr als alles andere. Sie hieß mich liegenzubleiben.

Es roch nach Kaffee, gebratener Wurst und Spiegelei. Ich hatte mächtigen Appetit, und es wurde auch Zeit, zur Arbeit zu gehen. Ich rief nach Olivia, konnte mir nicht denken, was sie abhielt zu servieren.

Sofort!, sagte sie. Und: gleich! Doch nichts geschah, so dass ich mich duschte und schließlich in der Kochnische nach ihr schaute. Ich fand Eier und Wurst in der Pfanne, die Herdplatte abgedreht, den Kaffee durchgelaufen. Träumerisch besah Olivia meinen kleinen Vorrat an Dosen, ausgewählte Gerichte für die schnelle Zubereitung am Sonntag geeignet, aus unseren Deli-Läden stammend, den Delikatessläden, in denen man zu der Zeit schon für viel Geld nicht subventionierte Waren kaufen konnte, die sonst in den Export gingen. Toll, sagte sie, nahm sich eine Champignonbüchse und fragte mich nach einer Zwiebel.

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