Kendran Brooks - Tal der Hoffnung
Здесь есть возможность читать онлайн «Kendran Brooks - Tal der Hoffnung» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Tal der Hoffnung
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Tal der Hoffnung: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Tal der Hoffnung»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Tal der Hoffnung — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Tal der Hoffnung», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Gegen Abend
Kenia
Endlich tat sich etwas. Sie hörten zuerst das harte, metallische Wegschieben eines Riegels und waren sogleich hellwach. Dann öffnete sich quietschend die Tür zu ihrem Verlies. Gleichzeitig drang Lichtschein ein. Ein korpulenter Mann in einfacher Kleidung trug mit schweren, schleppenden Schritten eine Karbidlampe vor sich her, hielt sie tief, auf Schenkelhöhe, so dass vor allem der Boden, die Wände und eines seiner Hosenbeine angestrahlt wurden. Haschib und Saleh starrten stumm und mit angstvoll geweiteten Augen auf Mann und Lampe, brachten kein Wort heraus, warteten voller Furcht auf das, was kam.
Der Korpulente trat näher, beugte sich etwas nieder und betrachtete sich die Gesichter der beiden Gefangenen, lange und genau. Haschib und Saleh sahen einen haarlosen Schädel, wulstige, schwarze Augenbrauen, eine breite, knotige Nase und dumpfe Augen, die weder gut, noch böse blickten.
»Binde mich los«, verlangte Haschib, »bitte. Warum hält man uns hier fest? Wer bist du? Was willst du von uns.«
Der Korpulente grunzte unverständlich.
»Hilfeee…«, schrie Saleh plötzlich und Haschib stimmte sogleich ein, »Hilfeeeeee…«
Sie hofften auf die immer noch offenstehende Tür, auf die Möglichkeit, dass sie nun gehört wurden.
Der Dicke grunzte erneut, als sie verstummten um Atem zu schöpfen. Diesmal klang der Laut allerdings unwirsch, beinahe drohend. Trotzdem schrien die beiden Freunde erneut los, so laut und so lang anhaltend sie nur konnten. Doch da sich der Korpulente nicht zur Tür wandte, um sie rasch zu schließen, war zumindest Saleh bereits klar geworden, wie sinnlos ihr Schreien war.
Der Mann mit der Lampe trat nun mit zwei kurzen Schritten näher an Haschib heran, holte langsam mit seinem rechten Fuß aus und trat dem jungen Mann mit aller Kraft in den Bauch. Einmal, zweimal und noch ein drittes Mal. Haschib hatte nur beim ersten Tritt laut aufgeheult, konnte hinterher nur noch voller Schmerzen keuchen und stöhnen, spuckte Speichel und Blut, lag wie ein weidwundes Tier auf dem gestampften Boden, als müsste er sterben.
Der Dicke ging langsam und bedächtig hinüber zu Saleh, der ihn mit weit aufgerissenen Augen angstvoll anstarrte. Als der Lampenträger erneut seinen Fuß nach hinten zog, rollte sich der junge Kenianer rasch von ihm weg, drehte sich zur Seite und trat mit seinen Füßen um sich wie ein Esel, der sich gegen ein Rudel Schakale wehren musste, traf dabei das linke Schienbein des Korpulenten und seine Wade. Der Kerl quiekte erschrocken und schmerzvoll auf, ruckte auch zwei Schritte zurück, um weiteren Tritten seines Gefangenen zu entgehen. Dann beugte er sich schnaufend hinunter und rieb sich den misshandelten Schenkel, starrte Saleh jedoch keineswegs hasserfüllt an, sondern immer noch mit diesem dumpfen Blick ohne bestimmten Ausdruck. Er schien zu überlegen, wie er den jungen Kenianer am besten erwischen konnte.
Saleh drückte sich mit seinen Füßen ab, rutschte so in Richtung der Wand, fühlte bald die Steinklötze in seinem Rücken, richtete sich an ihnen etwas auf. Denn er wollte seine Haut weiterhin so teuer wie möglich verkaufen, machte sich selbst Mut.
»Komm doch, wenn du dich traust«, rief er dem Dicken zu, »ich lass mich nicht einfach so treten. Ich geb dir alles mit Zinsen zurück.«
Der korpulente Mann glotzte ihn an, als hätte er kein Wort verstanden. Dann drehte er sich langsam ab und ging in Richtung Tür.
»Ja, hau bloß ab. Und sag deinem Boss, dass er uns endlich freilassen soll.«
Ein weiterer, unverständlicher Grunzer war die einzige Antwort, als der Lampenträger durch die Tür schritt, sie jedoch offen stehen ließ. Saleh sah dahinter einen niedrigen, schmalen Gang, von dem weitere Türen abgingen. Und an seinem Ende lehnte eine lange Gabel an der Wand, wie man sie fürs Ausmisten von Ställen benutzte. Die griff sich der Mann und kehrte schnaufend zurück in den Kerker.
»Oh … geht’s mir schlecht …«, stöhnte Haschib derweil und drehte seinen Kopf herum, suchte Blickkontakt zu seinem Freund. Er hatte wohl noch gar nichts von der Auseinandersetzung zwischen dem Korpulenten und Saleh mitbekommen. Doch als der Dicke mit Lampe und Gabel näher trat, erkannte er endlich die voller Schrecken geweiteten Augen seines Liebhabers. Saleh wirkte wie ein in die Enge getriebenes Tier, lehnte mit seinem Rücken an die Mauer und zitterte trotzdem voller Furcht.
Haschib drehte sich mühsam schnaufend wieder herum, sah zum nähertretenden Dicken: »Oh, Gott. Was will der Kerl mit der Mistgabel …?«
Saleh sagte nichts, bereitete sich innerlich auf den Kampf vor, spürte von einem Augenblick zum nächsten keinerlei Furcht mehr, war nur noch angespannt und konzentriert.
Als Junge hatte er sich in seinen Träumen oft ausgemalt, wie er in Bedrängnis geriet und sich heldenhaft herausschlug. In der Schule, es war in der Dritten, musste er gegen den Klassen-Grobian kämpfen. In der langen Pause am Vormittag stürzte sich der viel größere und schwerer Kerl, der zwei Mal sitzen geblieben war, auf ihn und traktierte ihn mit Fäusten und Tritten, wollte ihn, wie so viele andere zuvor, nach kurzem Kampf besiegt am Boden sehen, zertreten wie ein Wurm. Doch nicht mit ihm, nicht mit Saleh. Er war vor dem ersten, schlecht koordinierten Angriff ein paar Schritte zurückgewichen, stürzte sich dann aber vor und haute dem stärkeren Jungen seine Faust unters Kinn, traf äußerst glücklich dessen Gurgelknoten. Der andere bekam sogleich keine Luft mehr und sein Kopf lief rot an. Dazu röchelte er verzweifelt, ließ sich zu Boden sinken und sah angstvoll zu Saleh hoch, der längst von den anderen umringt war und als glorreicher Sieger gefeiert wurde.
Das war zwar lange Zeit her, schon mehr als zehn Jahre. Doch seit diesem Tag floss echtes Heldenblut in Salehs Körper, brodelte immer dann hoch, wenn er sich in Gefahr sah, schenkte ihm eine unnatürliche Gelassenheit angesichts einer direkten Bedrohung.
Der Korpulente stellte die Lampe sorgfältig auf dem Boden ab, um beide Hände für die Gabel mit den vier langen, stählernen Zinken frei zu haben. Saleh zog seine Beine an, machte sich bereit. Auch wenn er wusste, dass der Holzgriff des Werkzeugs weit länger als seine Schenkel war, würde er seine Haut so teuer wie möglich verkaufen.
Der Dicke stieß eher spielerisch mit der Mistgabel ein paar Mal zu. Saleh trat immer wieder zu, traf auch mit der Spitze seines Turnschuhs immer wieder die Seite des Werkzeugs, brachte es aus der Richtung. Doch der Korpulente stellte sich rasch darauf ein, drehte blitzschnell die Gabel um und stieß erneut zu, erwischte diesmal Salehs rechten Unterschenkel mit einem der Zinken und piekte ihn auf dem Boden fest.
Als der Stahl durch sein Muskelfleisch fuhr, fühlte Saleh zuerst nur, dass sein Bein festgehalten wurde. Doch gleich danach, als er sich frei treten wollte, spürte er den schlimmen Schmerz und heulte auf. Das Gesicht des Dicken zeigte nun ein zufriedenes Lächeln, wie bei einem Fischer, der sein Netz einholte und reiche Beute darin fand. Vorsichtig zog er die Gabelspitzen aus der Erde, aber nicht aus dem Schenkel und ging danach langsam in Richtung Mitte des Kerkers. Saleh musste notgedrungen hinterher rutschen, um den Schmerz im Bein einigermaßen erträglich zu halten. Der Dicke stellte dort die Gabel an und trat sie mit seinem Fuß tief in die Erde, fixierte auf diese Weise Salehs Bein wie ein Sammler den Schmetterling mit einer Nadel.
Saleh lag nun ganz ruhig da, atmete flach, fühlte, wie die zurückgekehrte Furcht sich immer mehr in Panik wandelte, als der Dicke langsam um Gabel und Bein herumging und sich vor seinem Bauch und der Brust aufbaute. Er sah auch zu, wie der Schinder seinen rechten Fuß nach hinten anhob und Schwung holte. Mit angstvoll geweiteten Augen blickte er auf den Lederschuh, auch als der plötzlich vorschnellte und sich in seinen Körper grub, versuchte noch seine Bauchmuskeln anzuspannen, auf die er so stolz war, fühlte trotzdem den überaus harten Aufprall und wie sein Magen gestaucht wurde, spürte eine starke Schmerzwelle durch seinen Körper schwappen, schrie auf, hob seine Hände vor den Unterleib, wollte so den nächsten Tritt dämpfen. Doch der Schuh durchbrach diese schwache Sperre und Saleh schrie erneut laut auf, hatte das Gefühl, seine Unterarme müssten gebrochen sein. Noch vier oder fünf Mal trat der Schinder zu. Dann erst schien es ihm genug der Mühe. Grunzend wandte er sich ab, zog die Gabel aus Dreck und Schenkel, packte auch die Lampe vom Boden und ging langsam hinaus, zog das Türblatt hinter sich ins Schloss, schob den Riegel wieder vor.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Tal der Hoffnung»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Tal der Hoffnung» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Tal der Hoffnung» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.