Kendran Brooks - Tal der Hoffnung

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Präsident Duterte auf den Philippinen wendet sich von den USA ab und China zu. Was hat er vor? US-Präsident Trump tobt und leitet Gegenmassnahmen ein. In Nordkorea vermischen sich Patriotismus mit fatalen Fehleinschätzungen, während in Kenia unter den Augen der Justiz bösartige Morde um sich greifen. In Brasilien hingegen sieht eine Frau nur noch sich selber und ihren Hautkrebs.

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In einer Familie war es in der Regel ein großer Vorteil, das Nesthäkchen zu sein. Man wurde von der gesamten Verwandtschaft besonders nett behandelt, erhielt vielerlei Unterstützung und niemand konnte einem selbst nach einem Streich so richtig böse sein.

Eine Schulklasse war aber keine Familie, oh nein. Eine Schulklasse war ein Ort, an dem man sich seinen Rang verdienen oder erstreiten musste. Das hatte Alina innerhalb der letzten Tage bereits mehrfach und schmerzhaft erfahren müssen.

»Schau nur, da kommt das hässliche braune Entchen«, war eine oft gehörte Begrüßung, wenn sie auf den Schulhof trat. In jeder Klasse gab es Rädelsführer. In dieser vierten waren das vor allem Susanne, die strohblonde und strohdumme Elfjährige. Passend zu ihr gab es noch einen Stefan, den hochaufgeschossenen Zwölfjährigen, dessen Vater die Filiale der Kantonalbank in Vevey leitete und der sich deswegen ungeheuer wichtig vorkam, obwohl er einmal sitzengeblieben war. Die zwei konnten Alina gestohlen bleiben. Doch leider gab es für die beiden keine interessierten Diebe.

Schon an ihrem ersten Tag in der Vierten begannen die Hänseleien, Sticheleien und Anfeindungen. Die anderen Schüler in ihrer neuen Klasse waren nämlich mehr oder weniger seit der ersten Primar zusammen, kannten einander seit Jahren, hatten längst ihre Gruppen und Grüppchen gebildet, in denen sie sich akzeptiert fühlten und sich entsprechend frei bewegten, die sich aber auch eifersüchtig gegen außen abschotteten, als gelte es, einen Stellungskrieg zu gewinnen. Alina war offen auf alle Mitschüler zugegangen, hatte sich von den ersten, spitzen Bemerkungen kaum irritieren lassen, war freundlich und höflich geblieben. Doch die Mauern um sie herum wurden unerbittlich hochgezogen. Man isolierte sie, verhöhnte sie, ließ sie sogar Verachtung spüren.

Warum das so war? Alina hatte keine Ahnung, wusste auch nicht, wie sie auf die kompakte Ablehnung reagieren konnte.

Ihre Lehrer jedenfalls schien nichts von all dem zu bemerken, selbst nicht, als Stefan sie einmal vor der gesamten Klasse und nach einer falschen Antwort niedermachte. Im Gegenteil. Mademoiselle Grandson musste über das Wortspiel des vorlauten Jungen sogar selbst verschmitzt lächeln.

Auf die Frage in Schweizer Geographie: »Wo mündet die Vièze in die Rhone«, hatte Alina »Martigny« geantwortet, statt »Monthey«. Zuerst wollte sie zwar Monthey sagen, war sich plötzlich nicht mehr sicher, verwechselte die Vièze mit der Dranse und schwenkte deshalb um. Und dieser blöde Stefan hatte nichts anderes zu tun, als aus der hintersten Bankreihe hämisch nach vorne zu rufen: »Alina Lederer ist in Martine verliebt«.

Martine Joicy aber war ihre Sportlehrerin, eine freundliche, klein gewachsene, blonde junge Frau, für die wohl die meisten ihrer männlichen Schüler heimlich schwärmten. Und auch Alina mochte die hübsche Lehrerin sehr gut leiden.

Selbstverständlich lachten die anderen Kinder in der Klasse sogleich laut auf und Alina fühlte sich zutiefst verletzt. Nicht so sehr durch die dummen Worte des doofen Stefan, vielmehr vom unterdrückt-amüsierten Lächeln der Mademoiselle Grandson, ihrer Geographie- und Geschichts-Lehrerin.

Alina war nur als Kleinkind mit ihrem um sechzehn Jahre älteren Adoptiv-Bruder Chufu aufgewachsen. Denn als sie fünf war, zog es den Philippinen bereits nach Brasilien, um dort Psychologie zu studieren. Seit diesem Tag war Alina wie ein Einzelkind in der Familie behandelt worden und so hatte sie schon früh damit begonnen, sich fast ausschließlich auf Erwachsene einzustellen, ihnen zu gefallen und von ihnen respektiert zu werden. Mit Gleichaltrigen kam Alina zwar fast immer gut zurecht. Doch Anerkennung suchte die fast Zehnjährige vor allem von ihren Eltern und den Lehrern, nicht von ihren Klassenkameraden.

Mit ihrem halb-verschämten Schmunzeln hatte Mademoiselle Grandson jedoch viel zerstört, vor allem die Hoffnung der kleinen Alina Lederer auf Schutz vor den größeren und älteren Klassenkameraden. Auch die Hoffnung auf Anerkennung ihrer Leistungen. Eine ganze Welt war für die fast Zehnjährige zusammengebrochen und sie fühlte sich von diesem Moment an entsetzlich einsam und allein.

Schon in der nächsten Unterrichtspause machte der unsägliche Spruch von Stefan die Runde im Schulhof. Von überall her wurde sie nur noch mit Loulou Martine angesprochen. Es war entsetzlich demütigend und sie konnte den Rest des Tages dem Unterricht kaum noch folgen, dachte nur noch an die erlebten, hässlichen Szenen und immer, immer wieder an das schmunzelnde Lächeln ihrer Geographie-Lehrerin. So wirkte sie immer noch ziemlich verstört, als sie von Maman am späteren Nachmittag abgeholt wurde.

»Wie war dein Tag?«, kam die fast schon obligatorische Frage von Alabima.

»Ganz gut. Nichts Besonderes«, log sie ihre Mutter an, hoffte, dass man ihr die wilden Gedanken nicht ansah.

»Du siehst bedrückt aus? Ist was?

»Nur etwas Bauchschmerzen.«

Das fehlte ihr noch. Dass sich Maman einschaltete, womöglich bei der Schulleitung vorsprach, um ihre Tochter in Schutz zu nehmen. Alina hätte vor Scham im Boden versinken müssen. Nein, mit derartigen Problemen musste sie in ihrem Alter selbst fertig werden. So hatte sie ihr Vater angeleitet. So waren nun mal die Regeln bei den Lederers.

»Wir alle sind Kämpfernaturen, Alina«, hatte ihr Vater einmal eindringlich gesagt, »wir beißen uns durch, auch wenn es mal schwierig wird.«

Ja, sie wollte ihrem Vater gefallen, wollte ihrer Familie genügen. Denn es durfte doch nicht sein, dass gerade sie, die hochbegabte Alina Lederer, wie ihr die früheren Lehrer sogar schriftlich bestätigt hatten, an ihrer neuen Klasse und der neuen Lehrerin scheiterte.

»Du wirst stolz auf mich sein, Papa«, flüsterte sie unhörbar für Alabima vor sich her, blickte dabei starr auf die Kopfstütze von Maman, sah die Naht im geprägten Leder ganz scharf und deutlich vor sich und überlegte fieberhaft, wie sie diesen Kampf gewinnen konnte.

Denn gewinnen, das war nun einmal der Segen und gleichzeitig der Fluch der Lederers. Doch das wurde Alina erst bewusst, als sie viel älter war.

*

Nordkorea

Kim Jong-un war auf allen Bildschirmen des Landes zu sehen, so auch in der Offiziersmesse des 3. Panzerregiments, dessen Stützpunkt im Goljjagi Gidae, dem Tal der Hoffnung, lag. Der alte Fernseher flackerte allerdings bedenklich, schien seine Bildröhre durch ein eigentliches Blitzlichtgewitter gleich selbst zerstören zu wollen. Trotzdem war hinter dem vielen Schnee und dem Geflacker die Erhabenheit des Großen Führers deutlich zu erkennen, wie er hinter einem Pult und vor einem halben Dutzend Mikrophonen saß und einmal mehr zu seinem Volk sprach. Es war der 10. Juli im Jahre 106 und die Feierlichkeiten zum Todestag des Großen Führers Genosse Kim Il-sung erst zwei Tage her.

Nach einer etwas langatmigen und irgendwie trotzdem schnoddrigen Begrüßung kam der junge Machthaber auf sein Lieblingsthema der letzten Wochen zurück, den so plötzlichen und bedauerlichen Tod von Kim Jong-nam, dem älteren Bruder des Großen Führers. Er war vor wenigen Monaten auf dem Flughafen in Kuala Lumpur von ausländischen Agenten getötet worden. Allerdings schoben dekadente, westliche Medien die Ermordung des allseits beliebten Mannes Nordkorea zu. Eine bösartige Unterstellung, selbstredend, eine ungeheure Frechheit, ein eigentlicher Skandal, mit Sicherheit gesteuert vom verhassten Amerika.

»Zweifelsfrei hat unser Geheimdienst die wahre Täterschaft hinter der feigen Tötung unseres geliebten Bruders und Genossen ermittelt. Es waren von der CIA gekaufte Agenten, die unseren werten Kim Jong-nam aus der Mitte unserer Gemeinschaft rissen. Und nicht nur das. Ich erwarte weitere und noch weit schwerwiegendere Übergriffe der westlichen Imperialisten, allen voran die USA und Japan. Doch wir sind gewappnet und werden uns zu wehren wissen und genauso siegreich sein, wie in all unseren Schlachten zuvor. Teile der Volksarmee wurden von mir höchst persönlich in Bereitschaft gesetzt und die Grenzen unseres Landes werden von zusätzlichen Kontingenten abgeriegelt und beschützt. Die Volksarmee ist bereit, unsere geliebte Heimat bis zum letzten Tropfen ihres Blutes zu verteidigen.«

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