Kendran Brooks - Tal der Hoffnung
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»Hier ist eine Tür, aber abgeschlossen«, meldete er seinem Freund Haschib, ging danach weiter.
Die Wand des Kellerraums, der eher ein Turm war, führte Saleh nach fast endlos lang empfundener Zeit wieder zur wohl selben Türfüllung, ohne dass Saleh etwas anderes als Stein gefühlt hatte, was er Haschib vermeldete. Der saß oder stand wahrscheinlich immer noch in der Mitte des Raums, wo man sie beide bewusstlos abgelegt hatte, beteiligte sich weiterhin nicht an der Suche nach einem Ausgang oder Fluchtweg.
»Warum haben die uns bloß kassiert und eingesperrt?«, wunderte sich Saleh.
»Wie spät es wohl ist? Sollen wir mal rufen?«
»Um Hilfe?«
»Warum nicht? Irgendetwas müssen wir unternehmen.«
Gemeinsam bemühten sie ihre Lungen, schrien sich die Kehle wund, verstummten immer wieder, horchten nach Antwort, auf Schritte oder wenigstens irgendein Geräusch von draußen. Doch alles blieb still.
»Ich hab einen wichtigen Termin am Nachmittag«, meinte Saleh, »Professor Endogo wollte mir mitteilen, ob er mich in sein neues Projekt übernimmt«, jammerte der Architektur-Student nach einer Weile.
»Den hast du bestimmt längst verpasst«, meinte Haschib niedergeschlagen, »was werden die bloß zu Hause denken?«
Und wie auf Kommando schrien und krächzten sie erneut nach Hilfe.
»Niemand in meiner Familie darf erfahren, dass ich schwul bin«, jammerte Haschib, als sich weiterhin nichts tat.
»Bei mir dasselbe. Die werden sich doch längst riesige Sorgen machen. Bisher bin ich immer spätestens zum Mittagessen zu Hause erschienen«, meinte Saleh niedergeschlagen.
Die beiden Freunde schwiegen, hatten sich längst wieder gesetzt oder hingelegt, fragten sich, ob man sie hier elend zugrunde gehen ließ.
*
Schweiz
»Wunderbar. Genau so, wie ich es mir vorgestellt haben. Antoine, Sie sind ein Genie.«
Alabima Lederer blickte in den großen Spiegel, drehte ihren Kopf nach links und dann nach rechts, besah sich mit Wohlgefallen ihre neue Frisur. Der schwule Friseur Antoine stand knapp hinter ihrem Stuhl und strahlte sie mit seinen hellblauen Augen und einem stolz-süßen Lächeln an, hielt noch in seiner linken Hand den Trockner lässig in die Höhe, in der rechten die Bürste, mit denen er den Haaren seiner Kundin den allerletzten Schliff verliehen hatte.
Alabima war die Ehefrau und Lebensgefährtin von Jules Leder, einem Selfmade-Millionär, der sich sein Geld in früheren Jahren mit der Erledigung von heiklen und gefährlichen Aufträgen für eine reiche Klientel verdient hatte. Die aparte, dunkelhäutige Frau stammte aus Äthiopien, gehörte zum Stamm der Oromo, hatte Medienwissenschaften in Addis Abeba studiert und als Radiomoderatorin gearbeitet. Vor zwölf Jahren lernte sie Jules Lederer kennen und lieben. Die beiden heirateten, adoptierten den damals fünfzehnjährigen philippinischen Waisenjungen Chufu, bekamen ein Jahr später ihre Tochter Alina. Chufu lebte allerdings schon seit einigen Jahren in Rio de Janeiro, wo er zusammen mit seiner Freundin Mei Ling Psychologie studiert hatte. Mei war eine chinesisch-stämmige Brasilianerin. Ihre Eltern betrieben eine Kette von Restaurants und galten als ähnlich vermögend wie die Lederers. Seit dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums arbeiteten Chufu und Mei für eine Universitätsklinik und versorgten dort traumatisierte Kinder aus zerrütteten Familienverhältnissen. Sie waren jedoch weiterhin auf der Suche nach ihrer wahren Berufung und Bestimmung, die sie wahrlich nicht in einer Lohnarbeit für einen Staatsbetrieb sahen.
Alabima und Jules Lederer lebten zusammen mit ihrer fast 10-jährigen Tochter Alina in einer großzügigen Villa direkt am Ufer des Genfersees in der Ortschaft La Tour-de-Peilz, unweit der Kleinstadt Lausanne, wo Antoine, der schwule Friseur von Alabima, schon viele Jahre lang seinen Salon betrieb.
Die Äthiopierin hatte an diesem Vormittag nicht mehr viel vor. Sie wollte noch ein wenig durch die Stadt bummeln, auf dem Markt Gemüse und Früchte kaufen, vielleicht noch kurz im Café Saint Pierre vorbeischauen, bevor sie wieder nach Hause fuhr. Schon seit vielen Jahren ließ sie ihr langes, schwarzes Haar glätten und in sanfte Wellen legen, hatte sich diesmal jedoch für eine deutlich kürzere und damit frechere Frisur entschieden. Und nun blickte ihr aus dem Spiegel eine weitaus jüngere und damit attraktiver erscheinende Frau an. Entsprechend aufgeräumt und in Hochstimmung fühlte sich die Frau, die wohl gegen die vierzig ging.
Was würde wohl ihr Jules zu seiner neuen Alabima sagen?
Sie seufzte innerlich nun doch auf, als sie an ihren Ehemann dachte. Die beiden hatten in ihren gemeinsamen zwölf Jahren schon manchen steinigen Weg gehen müssen, hielten jedoch weiterhin aneinander fest, ob aus Gewohnheit oder aus Liebe. Wer mochte das entscheiden? Zumindest der früher wirklich tolle Sex und selbst der Austausch gewöhnlicher Zärtlichkeiten hatten in den letzten Jahren merklich nachgelassen. Doch das war wohl der Zahn der Zeit in jeder guten Ehe, dachte sich die Frau.
Sie bezahlte mit der Karte, schaute sich noch einmal kontrollierend im Spiegel an der Tür an, lächelte glücklich auf und schritt in die Welt hinaus, ganz im Bewusstsein, erneut viele bewundernde und durchaus auch neidische Blicke auf sich zu ziehen, denen sich alle attraktiven Menschen nun einmal ständig ausgesetzt sahen.
Sie schlenderte den Gehsteig entlang, blickte in die Auslagen der Geschäfte, musterte ab und zu die Passanten, traf auf keine Bekannten. Zwei junge Männer kamen ihr entgegen, schienen etwas heftig miteinander zu diskutieren, waren völlig in ihrem Gespräch vertieft, hätten die Äthiopierin beinahe umgerannt, wichen ihr im letzten Moment doch noch geschickt aus und umrundeten sie, ließen ein knappes »Excusez-moi, Madame« hören, gingen auch schon weiter, ohne sie richtig angesehen zu haben. Alabima hatte sich umgedreht und schaute den zwei amüsiert nach, betrachtete sich ihre strammen Hintern, lachte gleichzeitig ein wenig irritiert auf, weil die beiden jungen Männer so gar nicht auf ihre aparte Erscheinung angesprochen hatten. So zuckte sie kurz mit ihren Schultern und ging beschwingt weiter die Ladenfront entlang.
Vermehrt achtete sie nun aber auf die anderen Passanten, wie sie von ihnen gemustert oder gar taxiert wurde. Die Ausbeute fiel bescheiden aus, wie sie sich verwundert eingestand. Ihre neue Frisur schien niemanden anzusprechen. Dabei sah sie mit ihr doch so viel jünger und noch attraktiver aus?
»Na, wenn schon«, sagte sie laut zu sich selbst, betrat das Café Saint Pierre und setzte sich an einen freien Tisch am Fenster, bestellte sich einen Cappuccino, denn die Uhr hatte noch nicht halb elf Uhr vormittags geschlagen. Der Mann hinter dem Tresen war keine dreißig. Ihn hatte sie hier noch nie gesehen, obwohl sie doch jeden Monat ein paar Mal hier hereinschaute. Und so fragte sie ihn, als er ihr den Milchkaffee an den Tisch brachte: »Sie sind neu hier, Monsieur? Wann haben Sie angefangen?«
» Hier «, meinte er auf Französisch und damit gestern , »heute ist mein zweiter Tag.«
»Und Sie schmeißen den Laden bereits ganz alleine? Wow«, wunderte sie sich ein wenig gespielt theatralisch. Der junge Mann verzog keine Miene, sondern warf sich in seine schmächtige Brust: »Ich bin ausgebildeter Barista, Madame.«
»Aha«, erwiderte die Äthiopierin mit einem etwas schrägen Lächeln, denn dass auch dieser Kerl so überhaupt nicht auf ihre aparte Erscheinung reagierte, sondern sie wie einen durchschnittlichen Gast behandelte, irritierte sie nun doch. Normalerweise wurden in solchen Situationen wenigstens ein paar tiefere Blicke ausgetauscht, man lächelte sich wissend zu und gab sich so gegenseitig anerkennend zu verstehen, wie sehr einen das Aussehen des anderen überzeugte. Doch auch dieser Mann reagierte nicht auf ihre neue Frisur und ihr verjüngtes Aussehen.
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