Kendran Brooks - Tal der Hoffnung

Здесь есть возможность читать онлайн «Kendran Brooks - Tal der Hoffnung» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Tal der Hoffnung: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Tal der Hoffnung»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Präsident Duterte auf den Philippinen wendet sich von den USA ab und China zu. Was hat er vor? US-Präsident Trump tobt und leitet Gegenmassnahmen ein. In Nordkorea vermischen sich Patriotismus mit fatalen Fehleinschätzungen, während in Kenia unter den Augen der Justiz bösartige Morde um sich greifen. In Brasilien hingegen sieht eine Frau nur noch sich selber und ihren Hautkrebs.

Tal der Hoffnung — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Tal der Hoffnung», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Dreißig Sekunden später waren Duterte und seine Leibwächter entschwunden und Professoren und Studenten saßen und standen entsprechend verunsichert und ratlos herum.

Danilo Concepcion, der Präsident der Universität, stellte sich ans Rednerpult und löste die Versammlung offiziell auf, ermahnte alle Anwesenden, dass am Nachmittag der ordentliche Universitäts-Betrieb ab dreizehn Uhr wieder starten sollte.

*

Brasilien

Sihena war die Mutter von Mei Ling. Der Vater hieß Zenweih. Die beiden Elternteile betrieben eine gut gehende Kette von China-Restaurants in Rio de Janeiro, mit einigen Ablegern in weiteren Großstädten Brasiliens. Die Lings waren wohlhabend, für hiesige Verhältnisse ausgesprochen reich. Doch Sihena und Zenweih waren nur noch geschäftlich ein Paar, hatten sich privat schon lange nichts zu sagen, hatten sich vor Jahren getrennt und waren in der Zwischenzeit geschieden worden. Seitdem spielte Sihena mehrheitlich die stille Teilhaberin, bekam jeden Monat ihren Check und Ende Jahr die Abrechnung mit ihrem Gewinnanteil, lebte und liebte den Müßiggang, genoss ihr Vermögen.

Während sich Zenweih eine luxuriöse Penthouse-Suite in einem Geschäftsviertel der Stadt leistete, bewohnte Sihena weiterhin die Familien-Villa in einem ruhigen Quartier, wo sich hinter hohen Mauern ein großes Anwesen an das nächste reihte. Fünf ständige Angestellte umsorgten die Frau. Neben dem Chauffeur und dem in Rio notwendigen Wächter und Bodyguard gab es einen fest angestellten Gärtner für den großen Park. Die Köchin Marta Gonzales-Vinerva und die Zofe Naara Huaterdo besorgten den Haushalt. Beide arbeiteten schon seit vielen Jahren für die Lings. Der Gärtner, der Chauffeur und der Hauswächter waren dagegen in den letzten Monaten ausgewechselt worden. Denn Sihena hatte das beklemmende Gefühl, von ihnen im Sinne ihres geschiedenen Mannes überwacht und ausspioniert zu werden. Das war zwar reine Einbildung von Sihena, doch wer konnte schon mit der Angst leben, ständig beobachtet zu sein? Da half auch die Fürsprache von Marta nichts, nein, im Gegenteil. Die gute Seele bekam von Sihena zu hören, auch sie könnte jederzeit gehen, wenn ihr die Entscheidungen der Herrin des Hauses nicht schmeckten. Marta war ebenso verstummt, wie Naara schweigend zugehört hatte. Beide Frauen lebten in wenig ersprießlichen Beziehungen. Die verheiratete Marta musste zu Hause einen Säufer versorgen, der ihr den Verdienst stahl und vertrank und sie sogar schlug, wenn sie sich dagegen wehrte. Und Naara wurde fast regelmäßig von ihren wechselnden festen Freunden betrogen und ausgebeutet. Denn auch wenn die junge Frau von Ende zwanzig nicht schlecht aussah und zudem über ein zwar tiefes, dafür regelmäßiges Einkommen verfügte, so war sie einfach nicht zum Heiraten bestimmt. So jedenfalls dachte mittlerweile das Mädchen fürs Putzen und Waschen und Bettenmachen und und und ...

Das Leben war hart. Doch vielen Brasilianern ging es weit dreckiger. Was sollte man sich da über die Arbeitgeberin oder die Umstände oder die geringe Bezahlung aufregen? Denn eines blieb einem doch stets, nämlich die Hoffnung, dass es irgendwann besser wurde, der Säufer endlich an Leberversagen starb oder einer der wechselnden Freunde sich doch irgendwann zur Ehe durchrang.

»Unser Leben ist wie das Wandern durch ein Tal der Tränen«, hatte Köchin Marta dem Dienstmädchen Naara eines Nachmittags erklärt. Sie saßen zusammen in der Küche, genossen gemeinsam ihre fünfzehn Minuten gewerkschaftlich durchgesetzte Pause, hatten sich eine Tasse Kaffee gemacht, die ihnen Sihena vorsorglich und von Beginn an vom Lohn abgezogen hatte, auch wenn sie nicht jeden Tag einen tranken.

»Oder ein Wandern durch ein Tal der Hoffnung?«, fragte die nicht einmal halb so alte Naara die Köchin von Mitte fünfzig.

»Für dich mag es ja noch Hoffnung geben«, meinte Marta und wirkte verdrießlich, was so gar nicht zur meist gut gelaunten, den Schmerz und die Schmerzen verdrängende Brasilianerin passte, »doch in meinem Alter wird alles immer nur noch schlimmer und schlechter.«

»Wieso denn das?«, fragte Naara zurück, auch wenn sie die Antworten darauf längst von früheren Nachmittags-Pausen kannte.

»Solange mein Alter lebt, macht er mich zur Schnecke. Und stirbt das Scheusal endlich, flieg ich mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Wohnung. Sie gehört einem Verwandten von Marinos und der droht uns ständig mit Rausschmiss, weil er sie zu einem weit höheren Preis vermieten könnte, wie er immer behauptet.«

Naara sagte nichts darauf, wusste auch so, was gleich folgen musste.

»Entweder geschlagen werden oder obdachlos sein. Was ist das schon für ein Leben?«

»Aber Marta«, warf nun Naara doch noch ein und wiederholte das, was sie schon so manches Mal zur Köchin gesagt hatte, »du siehst alles viel zu negativ, viel zu schwarz. Du bist doch eine gute Köchin? Du könntest ein eigenes Restaurant eröffnen und hättest bestimmt großen Erfolg«, und ebenso wie in ihren früheren Gesprächen driftete die junge Frau an dieser Stelle auch schon in ihre Tagträume ab, »und ich serviere für dich und werde den Männern so richtig einheizen, damit sie immer wiederkommen und uns beide reich machen.«

Nun war es an Marta Gonzales-Vinerva zu schweigen, was sie auch tat.

Manches Mal sprach sie allerdings von »du gutes Kind« und von »wunderschönen Träumen, die nicht wahr werden können«, weil sie niemals das Geld für ein eigenes Lokal zusammensparen konnten und niemand ihr eine derart große Summe vorstrecken würde.

Ja, vor ein paar Jahren, als Zenweih die Villa verließ, da hatte auch Marta noch gehofft, dass er sie in sein neues Penthouse mitnehmen würde, ja dass sie beide auf diese Weise von der schrecklichen Sihena loskommen könnten. Doch schon bald wurde ihnen schmerzlich bewusst, dass weder Naara, noch sie ein solches Glück verdient hatten.

Selbstverständlich versuchen beide Angestellte immer wieder, in einem anderen wohlhabenden Haus zu einem besseren Lohn unterzukommen. Sie hatten im Internet die Stellenangebote durchsucht, sich auch über Bekannte erkundigt. Mancher Arbeitsort klang verlockend und die Bedingungen schienen ausgezeichnet. Dann wieder hörte man von irgendwoher irgendwelche Gerüchte, über Schläge und andere Misshandlungen, über ausgebliebene Bezahlung und ständige Überstunden ohne zusätzliches Geld.

»Was man hat, das hat man«, war so ein Spruch von Marta, die sich genötigt sah, Naara immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen, wenn die junge Frau von all den Möglichkeiten in anderen Häusern schwärmte, von einer besseren Zukunft, mehr Geld und weniger Schelte.

»Alle diese Geldprotze gehen doch mit uns kleinen Leuten wie mit Abfall um«, meinte die Köchin, »für die sind wir kaum mehr als Tiere. Erst letzte Woche stand in den Zeitungen wieder ein solcher Fall. Hübsches Dienstmädchen, vergewaltig, erdrosselt und danach in einem Straßengraben entsorgt. Die Familie ihres Arbeitsgebers wusste selbstverständlich von nichts. Und die Polizei schaute weg, nahm noch nicht einmal Sperma-Proben von den männlichen Angehörigen des Arbeitgebers, um sie mit den Proben an der vergewaltigten Leiche zu vergleichen. Kleine Leute sind kleine Leute, weil sie niemanden kümmern und sich niemand um sie kümmert. So ist das.«

»Nicht alle reichen Leute sind böse«, warf Naara ein, »Isabella, du kennst sie doch?«, und Marta nickte stumm und kurz, »also Isabella erzählt mir Dinge über die Franchescos«, und die junge Frau verdrehte träumerisch ihre Augen, »tolle Feste und ausschweifende Partys, mit hunderten von Gästen und darunter immer wieder auch junge Männer, die ihr deutliche Avancen machen.«

»Na und? Jeder von denen fickt zwischendurch gerne mal ein hübsches Dienstmädchen, wenn es nur leichtsinnig und naiv genug ist, seine Beine zu spreizen«, warf Marta griesgrämig ein.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Tal der Hoffnung»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Tal der Hoffnung» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Kendran Brooks - Retourkutsche
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Im Fegefeuer
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Elendiges Glück
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Ägyptischer Frühling
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Sapientia
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Head Game
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Moskau und zurück
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Menetekel
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Justice justified
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Das entzweite Herz
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Il Principio
Kendran Brooks
Отзывы о книге «Tal der Hoffnung»

Обсуждение, отзывы о книге «Tal der Hoffnung» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x