Kendran Brooks - Tal der Hoffnung
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Das fast ausdruckslose Gesicht des Großen Führers und höchsten Genossen stand im Widerspruch zu den so markigen und angriffslustigen Worten. Doch das war man von ihm gewöhnt. Kim Jong-un besaß nun einmal nicht die Ausstrahlung seines Großvaters oder die seines Vaters. Doch er würde im Laufe der Jahre weiter an seiner Aufgabe wachsen. Da waren sich alle Zuseher und Zuhörer sicher. Selbst unter den hungernden Gesichtern an den Fernseh-Bildschirmen des Landes gab es bestimmt keinen einziges, das nicht verstanden hatte, wie sehr alle seine Entbehrungen der Erhaltung des gemeinsam Geschaffenen diente. Was Mao Zedong im großen China geschaffen hatte, das würde auch Kim Jong-un irgendwann in Nordkorea gelingen.
Noch musste man all die Sanktionen und bösen Anfeindungen der westlichen Imperialisten über sich ergehen lassen, musste man darben, zum Wohle der Zukunft. Dank der Atombomben und der Langstrecken-Raketen hatte man sich aber bereits eine Machtposition in der Welt erarbeitet, die selbst die größten, feindlichen Mächte USA, Japan und Südkorea im Zaum hielten. Nicht mehr lange und ganz Amerika musste vor Nordkorea zittern, musste in der Folge endgültig einknicken und dem Land die ihm zustehende, hervorragende Stellung in der Welt einräumen.
Auch Chang Seung-zin und Ri Chol-hwan, zwei Leutnants des 3. Panzerregiments zweifelten keine Sekunde daran. Die beiden Männer Ende zwanzig waren stolz auf ihren noch so jungen Großen Führer, auf seine Umsicht, seine Tatkraft, auf seinen unerbittlichen Kampf für die Rechte der Bevölkerung. Sie schauten sich deshalb begeistert an und nickten sich kurz zu, wurden von den nächsten Worten von Kim Jong-un jedoch geradezu elektrisiert.
»Doch wir haben eine große Sorge, Genossinnen und Genossen. Denn es gibt Verräter in unseren Reihen, Abtrünnige, die mit dem feindlichen Ausland korrespondieren und sich mit ihm heimlich verbünden. Ich rufe deshalb jeden Mann, jede Frau, ja auch jedes Kind auf, in nächster Zeit ganz besonders aufmerksam zu sein. Beobachtet eure Nächsten, schaut, was sie tun, wie sie sich verhalten. Jeder Auffälligkeit solltet ihr gründlich nachgehen und eurem Vorgesetzten, euren Lehrern oder einem höheren Parteimitglied sogleich berichten. Nur wenn wir alle fest zusammenhalten, können wir gegen all die fremden Feinde bestehen.«
Wiederum sahen sich Chang Seung-zin und Ri Chol-hwan verstehend an und bei beiden leuchteten die Augen kurz auf. Ja, sie würden wachsam sein und wachsam bleiben. Denn ihre geliebte Heimat war von immer mehr Feinden umgeben, die ständig weiter aufrüsteten, um das große Nordkorea irgendwann zu überfallen. Auch etwas Kummer war in den Gesichtern der beiden Leutnants zu sehen. Denn die Volksarmee verfügte zwar über weit mehr als dreitausend Panzer. Doch die allermeisten waren alt, viele sogar uralt. Manche stammten noch aus dem Zweiten Weltkrieg, wiesen mit ihrer geringen Panzerung, ihrer Zielungenauigkeit und ihrer wenig schlagkräftigen Bewaffnung große Defizite zu den modernen Geräten anderer Mächte auf. Doch wo ein Wille, da war immer auch ein Weg. Und so würde gerade die 3. Panzerdivision jedem Beschuss standhalten, wenn nötig bis zur totalen Vernichtung oder dem endgültigen Sieg.
Der Große Führer, Genosse Kim Jong-un, hatte seine Ansprache beendet. Es folgten aktuelle Informationen zur erwarteten Rekordernte an Getreide und Gemüse in diesem Jahr. Die vor drei Jahrzehnten begonnene Anbauschlacht sollte endlich aufgehen, würde jeden Mann, jede Frau und jedes Kind schließlich ausreichend ernähren und so Nordkorea endgültig unabhängig vom Ausland machen.
Chang und Ri rückten ihre Stühle und setzten sich an ihrem Tisch in der Offiziersmesse wieder gegenüber, steckten dann ihre Köpfe zusammen.
»Was meinst du?«, begann Chungwi Seung-zin, »könnte es auch in unseren Reihen Verräter geben?«
Chungwi Chol-hwan hob seine Schultern, ließ sie unschlüssig sinken.
»Nein, das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Oder doch?«
»Jeder Fisch beginnt am Kopf zu stinken«, meinte Leutnant Seung-zin bedeutungsvoll.
»Unser Großer Führer ist doch über jeden Zweifel erhaben?«, reklamierte sogleich Leutnant Chol-hwan.
»Ich sprech doch nicht von Genosse Jong-un«, entrüstete sich Chang, »nein, ich spreche von unserem Kommandanten, Oberst Chung Syng-man.«
Nun schwiegen sich die beiden jungen Männer erst einmal aus, wobei Chang beinahe gierig seinen Leutnant-Kollegen Ri anstarrte. Der rief sich seine wenigen Begegnungen mit dem drahtigen Kommandanten des 3. Panzerregiments in Erinnerung.
»Ja, du hast womöglich recht«, stimmte Chungwi Chol-hwan endlich seinem Kollegen halbherzig und durchaus skeptisch zu, »Genosse Syng-man fällt schon etwas aus dem Rahmen, wenn man ihn mit anderen Kommandeuren vergleicht.«
»Sag ich doch«, meinte Chungwi Seung-zin, »ich habe gehört, Oberst Syng-man soll in seinem persönlichen Quartier einen UKW-Sender verstecken, mit dem er ausländische Sender empfangen kann.«
Ri Chol-hwan blickte höchst erstaunt drein und ereiferte sich gleich danach entrüstet: »Nein! Das kann nicht sein! Oder doch? Wer hat dir denn das gesteckt? Wenn das stimmt, so ist das Hochverrat!«
Chungwi Chang Seung-zin nickte bedeutungsvoll und verlangte verschwörerisch: »Du darfst es aber niemandem weitererzählen...«
Ri Chol-hwan nickte zustimmend.
»... Pak Su-yong, der Adjutant des Obersts. Nach den Feierlichkeiten zum Todestag von Genosse Kim Il-sung und nach viel zu viel Bier.«
»Und du hast dich nicht verhört?«, staunte Leutnant Chol-hwan immer noch ungläubig.
Leutnant Seung-zin schüttelte verneinend den Kopf.
»Was brütet ihr denn aus?«
Die laute, aufdringlich Stimme von Hauptmann Han Myong-hui ließ die beiden am Tisch zusammenzucken und aufschrecken.
»Ihr hockt hier wie zwei Verschwörer zusammen«, lachte er sie dröhnend aus, packte einen Stuhl vom Nebentisch und setzte sich zu ihnen hin. Doch seine Mimik und vor allem seine Augen verrieten ihn, straften seine lockeren Worte Lüge, zeigten deutlich ein abschätzendes Lauern.
»Wir haben uns bloß über die Schwester von Chang unterhalten, Genossin Lee. Sie will heiraten. Einen Fremdenführer aus Pjöngjang«, warf Ri Chol-hwan geistesgegenwärtig ein.
»Einen Fremdenführer? Nichts für Ungut, Chang, aber das sind doch alles verkappte Kapitalisten«, ereiferte sich Hauptmann Myong-hui sogleich, »ich kann eh nicht verstehen, warum man diese Fremden in unserem Land duldet und sie sogar herumführt und ihnen alles zeigt. Die verbreiten im Ausland doch bloß Lügen über uns und unseren Großen Führer.«
Hauptmann Myong-hui hasste alles Fremden, das wussten beide Chungwi.
»Aber sie bringen Devisen ins Land«, meinte Ri Chol-hwan versöhnlich.
»Und meine Schwester will endlich von zu Hause ausziehen. Du weißt selbst, dass man keine Wohnung zugewiesen bekommt, solange man nicht verheiratet ist.«
»Also eine Zweckehe?«, fragte der Hauptmann den Leutnant und der nickte, »na dann kann ich es verstehen. Wir allem müssen manchmal Kompromisse eingehen.«
Hauptmann Han Myong-hui war ein Arschloch. Doch einer seiner Onkel gehörte zu den höheren Tieren in der Partei der Arbeit Koreas. Und Vitamin B war und blieb nun einmal eines der wirksamsten Mittel, um rasch Karriere zu machen, ob in der Armee, in der Verwaltung oder in der Industrie. Besser man stellte sich gut mit solchen Leuten, bot ihnen möglichst keine Angriffsfläche.
»Und was haltet ihr von der Rede unseres Großen Führers?«
»Die Volksarmee steht wie ein Mann hinter ihm«, befleißigte sich Ri Chol-hwan sogleich klar zu stellen und warf sich in die Brust.
»Lang lebe Genosse Kim Jong-un«, beeilte sich Chang Seung-zin zu ergänzen.
Hauptmann Myong-hui erhob sich, grüßte sie militärisch, aber äußerst lässig, und verließ ihren Tisch ohne Abschied, ging hinüber zur Theke, wo ein paar seiner besonderen Kumpels saßen, die vor wenigen Augenblicken lachend und lärmend in die Offizierskantine gedrängt waren.
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