Kendran Brooks - Tal der Hoffnung
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»Und was hältst du von ihm«, meinte Chang und deutete verstohlen auf den Rücken ihres direkten Vorgesetzten.
»Er ist ein Idiot und wird immer ein Idiot bleiben.«
»Doch er hat gute Beziehungen bis hoch hinauf«, gab Leutnant Seung-zin zu bedenken.
»Ja, er könnte uns nützlich sein.«
Beide sahen sich an und dachten unabhängig voneinander an Oberst Syng-man, dem Kommandanten des 3. Panzerregiments und möglichen Kollaborateur mit dem feindlichen Amerika.
»Aber behutsam müssen wir vorgehen«, mahnte Chang sich selbst und seinen Kollegen.
»Vorsichtig wie der Mungo, der die Schlange jagt«, antwortete Ri ebenso leise.
»Zum Wohle des Großen Führers.«
»Und zum Wohle unserer geliebten Heimat.«
*
Kenia
Fu Lingpo kam von der Arbeit nach Hause, falls man das, was er tat, als Arbeit bezeichnen wollte und dort, wo er anlangte, als sein Zuhause. Sophie Shi hatte das Abendessen fast schon fertig, warf nun eine Handvoll Spaghetti in den großen Topf mit dem kochenden Wasser. Denn die Sauce wartete stets auf die Pasta, nie umgekehrt.
Das chinesisch-stämmige Paar war um die sechzig, hatte sich erst vor ein paar Jahren kennen gelernt. Fu Lingpo arbeitete damals für eine der Triaden in Hongkong, Sophie Shi verdiente sich den Lebensunterhalt als selbstständige Telefon-und Internet-Sex-Anbieterin. Als sich die beiden ineinander verliebten, mussten sie vor der chinesischen Gangsterbande fliehen, gelangten nach Kenia, versuchten seitdem hier nicht nur Fuß zu fassen, sondern ein neues, gemeinsames Leben aufzubauen. Einige Chancen hatten die beiden ausprobiert und leider allesamt vertan. Vor zwei Jahren versuchten sie es in Garissa, einer größeren Stadt im Osten des Landes, nahe der Grenze zu Somalia. Fu verdingte sich dort als kleiner Angestellter der Universität, während Sophie einen Laden für chinesische Medizin betrieb. Doch die beiden hatten kein Glück und kehrten nach Nairobi zurück, noch bevor die al-Shabaab-Miliz im April 2015 an der Universität von Garissa zuschlug. Fast zweihundert Menschen starben damals bei dem Überfall der Terroristen aus Somalia. Professoren, Studenten, Angestellte wurden als Ungläubige gemeuchelt, falls sie keine Koran-Verse auswendig aufsagen konnten, wurden von dem halben Dutzend eingedrungene Mörder gnadenlos erschossen. Das Töten der unschuldigen Zivilisten durch die Selbstmord-Attentäter war als Racheakt für die Einmischungen der kenianischen Armee im Bürgerkrieg des Nachbarlandes gedacht.
Kurz nach ihrer Rückkehr in die Hauptstadt konnten Fu und Sophie den Terroranschlag auf die Universität in Garissa beinahe live im Fernsehen mitverfolgt. Dass Fu dem Morden der Terroristen entgehen konnte, beruhte auf seiner Erfahrung und seinem ständig vorhandenen Misstrauen. So kam er hinter die Verschwörung einiger Studenten. Sie spionierten für die Terror-Miliz den Campus und die Stadt aus, lieferten die Informationen an die Terror-Miliz. Die eigentlichen Drahtzieher waren Chemal Njoroh und sein Vater Heri Njoroh, ein bekannter Industrieller in Garissa. Beim Terror-Akt der al-Shabaab wurde auch der damalige Vorgesetzte des Chinesen getötet. Fu Lingpo hatte Hughudu wirklich gemocht. Denn der Einheimische hatte ihn, den eingewanderten Fremden, von Beginn an unterstützt. Deshalb kehrte Fu Lingpo zwei Wochen nach dem Anschlag nach Garissa zurück, entführte zuerst den Sohn des Industriellen, quälte ihn solange, bis er von Chemal alles über das Anwesen des Vaters mit all den Sicherheitsvorkehrungen wusste, zog ihm danach einen Plastikbeutel über den Kopf, klebte ihn an dessen Hals fest, ließ den Erstickenden in der Wüste als Mahlzeit für die Schabracken-Schakale und für andere Wildhunde liegen. Noch in derselben Nacht besuchte Fu Lingpo auch Heri Njoroh, fand ihn wie vom Sohn beschrieben allein im großen Schlafzimmer vor, schlug ihn bewusstlos, verklebte ihm den Mund, fesselte Arme und Beine an die Bettpfosten, verwendete dazu breite, ziemlich weiche Bandagen, die keine Spuren an den Gelenken hinterließen. Dann setzte sich der Chinese auf die Brust des Sechzigjährigen und weckte ihn mit leichten Ohrfeigen auf. Als Heri wieder klar sah, erklärte Fu ihm ausführlich die Gründe, warum er nun sterben musste, drückte anschließend mit Daumen und Zeigefinger seiner rechten Hand die Nasenlöcher des Gefesselten zu, dachte dabei an Hughudu, sah das stets freundlich lächelnde Gesicht seines ermordeten Vorgesetzten vor sich, während Njoroh unter ihm die Augen aus dem Kopf quollen, der kenianische Industrielle sich unter dem Chinesen aufbäumte und an seinen Fesseln zerrte, hinter dem zugepflasterten Mund auch schreckliche Schreie auszustoßen versuchte, bis er plötzlich erschöpft inne hielt, dann noch einmal ungläubig und fassungslos den Asiaten über ihm anstarrte, bevor seine Augen brachen.
Fu zog das Klebeband von den Lippen des Toten, nahm auch die Fesseln ab, verstaute alles in den Taschen seiner Jacke, richtete das Bett wieder her, verließ die Villa so unbemerkt, wie er sie betreten hatte.
Der junge Sohn spurlos verschwunden, der alte Vater am nächsten Morgen leblos im Bett gefunden. Die Familie war ratlos. Die Autopsie bei Heri ergab als Todesursache einen Erstickungstod. Doch die Atemwege der Leiche waren nicht etwa durch Erbrochenes verstopft. Zudem übersah der Coroner die kaum sichtbaren Leimreste vom Klebeband um den Mund des Toten herum. So änderte der Leichenbeschauer kurzerhand seine eigene erste Diagnose ab und entschied auf plötzlichen Herzinfarkt, auch wenn seine diesbezüglichen Untersuchungen keine Anzeichen lieferten. Doch niemand sollte an seinem Fachwissen oder gar an seinen Fähigkeiten zweifeln.
Nach ihrer Rückkehr in die Hauptstadt des Landes hatte Sophie Shi in der Nachbarschaft zu ihrer Wohnung erneut einen Laden für chinesische Medizin eröffnet. Zu Beginn lief das Geschäft einigermaßen ansprechend, trug sich zumindest selbst. Doch mit den vielen chinesischen Migranten in der Stadt schossen auch spezielle chinesische Geschäfte in Nairobi wie Pilze aus dem Boden und die Konkurrenz gerade unter den Apotheken war immens groß. Die Umsätze von Sophie sanken, die finanzielle Situation verschlechterte sich von Monat zu Monat. Während dessen hatte sich Fu Lingpo erfolglos bei Dutzenden von Firmen beworben, ähnlich wie zwei Jahre zuvor, bevor sie gemeinsam nach Garissa auswichen. Der Chinese wurde nur selten zu einem Anstellungsgespräch eingeladen, erhielt danach auch stets Absagen. Denn wer stellte schon einen fast sechzigjährigen Chinesen ein, wenn er halb so alte, ach was, ein Drittel so alte Einheimische an jeder Straßenecke fand? Fu hatte zudem nie einen Beruf ordentlich erlernt, war schon als Halbwüchsiger ins Triaden-Geschäft eingestiegen, kannte sich bestens mit Erpressung, Entführung und Ermordung aus, alles Fähigkeiten, die er in Afrika und in seinem neuen Leben nicht hauptberuflich ausüben wollte. So war er gezwungenermaßen zu einem Spitzel geworden, für die Polizei genauso, wie für andere interessierte Kreise. Den ganzen Tag über trieb er sich in den chinesischen Lokalen und Läden herum, galt dort als erfolgreicher Zuhälter, der zwei Bordelle in Pretoria betrieb und sich hier in Nairobi nach weiteren Geschäftsstandorten umsehen wollte. Auf dieser halb-kriminellen Basis bekam er zunehmend Kontakt zu einheimischen Gangster-Organisationen und wenig später auch die ersten unzweideutigen Angebote. Doch er lehnte Drogendeals genauso ab, wie die Vermittlung einheimischer Tänzerinnen.
»Ich nehme nur Ausländerinnen, aus Ghana und der Elfenbeinküste. Und blutjung müssen sie sein. Alles über vierzehn interessiert mich nicht.«
Das war seine Standard-Ausrede und sie löste auf der Gegenseite eher Respekt und niemals Ekel aus.
Die andere Hälfte seines Lebensunterhalts verdiente sich Fu mit dem Ankauf gestohlener Waren. Er bevorzugte dabei Schmuck, Münzen und Medaillen und zahlte überdurchschnittlich gut. Edelmetall und Steine verschob er nach Südafrika zu einem Hehler, der sie über längst stillgelegte Minen wieder in den ordentlichen Wirtschaftskreislauf führte. Doch von der gelegentlichen Hehlerei und seinen Diensten als Spitzel lebte Fu Lingpo mehr schlecht als recht, ähnlich wie Sophie Shi mit ihrem Laden. Und so warteten die beiden im Grunde genommen auf eine neue Chance, hofften, dass sie sich irgendwann zu erkennen gab. Auch ein Tal der Hoffnung , das die beiden nun schon seit zwei Jahren durchschritten und aus dem sie noch nicht herausgefunden hatten. Doch Zukunftsängste, die kannten die beiden nicht. Jedenfalls versicherten sie sich dies immer wieder gegenseitig. Und litten weiter.
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