Kendran Brooks - Tal der Hoffnung

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Präsident Duterte auf den Philippinen wendet sich von den USA ab und China zu. Was hat er vor? US-Präsident Trump tobt und leitet Gegenmassnahmen ein. In Nordkorea vermischen sich Patriotismus mit fatalen Fehleinschätzungen, während in Kenia unter den Augen der Justiz bösartige Morde um sich greifen. In Brasilien hingegen sieht eine Frau nur noch sich selber und ihren Hautkrebs.

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Waren ihre Haare unbemerkt verrutscht oder gar zerzaust? Hatte sich die Frisur aus irgendeinem Grund aufgelöst?

Der Barista verzog sich wieder hinter seine Theke und Alabima kontrollierte ihr Aussehen mit Hilfe des kleinen Spiegels in der Puderdose ihrer Handtasche. Alles saß perfekt wie zuvor im Salon. Wiederum erblickte sie eine weitaus jüngere Ausgabe von sich selbst, zuerst durchaus skeptisch, dann aber doch wieder äußerst selbstbewusst und zufrieden.

War die gesamte Männerwelt über Nacht etwa schwul geworden?

Sie musste über ihren Gedanken lächeln. Und nun freute sie sich erst recht auf das Nach-Hause-Kommen und auf die Reaktionen von Jules. Er würde die Veränderung an ihr bestimmt erkennen und auch lieben. Denn welcher Ehemann hielt nicht gerne eine verjüngte Ausgabe seiner Lebenspartnerin im seinen Armen und später im Bett?

Sie trank rasch aus, bezahlte, eilte über den Markt und kaufte ein, fuhr danach direkt nach Hause.

*

Philippinen

An diesem frühen Morgen war einige Aufregung in den Räumen der U.P. zu spüren und zu sehen. Professoren eilten aus ihren Büros und durch die Gänge, strebten alle dem größten Vortragssaal zu. Studenten sammelten sich vor den Gebäuden, gaben sich meist lässig und unaufgeregt, ließen ihre Anspannung trotzdem erkennen, in ihren erwartungsvoll blickenden Augen, den lockeren Sprüchen, der gespielten Unbekümmertheit. Denn heute besuchte Präsident Rodrigo Duterte die University of the Philippines, hielt vor Lehrkörper und Studierenden eine Rede, wollte sich angeblich hinterher gar den freien Fragen der Zuhörer stellen.

Rodrigo Duterte war kein unbestrittener Mann an der Spitze seines Landes. Als Bürgermeister der Millionenstadt Davao City hatte er sich einen Namen als überharter Kämpfer gegen die Kriminalität gemacht. Mehr als eintausend Menschen waren durch Todesschwadronen, die Duterte schützte oder gar unterstützte und organisierte, umgekommen, die meisten von ihnen Kleinkriminelle aus armen Stadtteilen. Und im Präsidentschaftswahlkampf gab er als Ziele seiner Amtszeit die Ermordung von mindestens 100´000 Kriminellen an, die Wiedereinführung der Todesstrafe, die Auflösung des Kongresses und die Einsetzung einer Revolutionsregierung, wobei alle Beamte und Offiziere freiwillig ihre Posten räumen sollten, um sie durch fähigere zu ersetzen. Er bezeichnete Papst Franziskus als Hurensohn, nannte die Mutter des US-amerikanischen Präsidenten Obama eine Hure. Seitdem er mit 39% der Stimmen zum Präsidenten gewählt worden war, starben bereits viele Tausende von Drogensüchtige und Kleinkriminelle im ganzen Land. Sie wurden regelrecht hingerichtet, von Todesschwadronen, aber auch von Polizei und Militär. Die hatten die präsidiale Anweisung, stets gezielt zu töten und keine Warnschüsse abzugeben. Niemand wurde auf den Philippinen für die Ermordung dieser vielen Menschen verfolgt oder gar angeklagt. Und die Bevölkerung nahm diese Art der Säuberung nicht nur hin. Die Mehrheit begrüßte sie sogar. Duterte war beliebt, für seine schnoddrige Art, für seine Frechheiten, trotz seiner Nähe zum wiedererstarkten Familienclan der Marcos, die zu ihrer Zeit so viel Elend unter der Bevölkerung auslösten.

Die Mehrzahl der Professoren und Studierenden der U.P. gehörten allerdings nicht zu den Anhängern des neuen Präsidenten. Sie hatten die zunehmende Verrohung in der Bevölkerung längst auch empirisch festgehalten. Während der Einfluss der katholischen Kirche von Rodrigo Duterte systematisch zurückgedrängt wurde, beispielsweise durch seine Anti-Diskriminierungs-Verordnung gegenüber Homosexuellen, Transgendern und Behinderten. Allein die seltsame Vermischung dieser Minderheiten zeigte die wahre Gesinnung dieses Präsidenten auf, der sich selbst gar mit Adolf Hitler verglich.

Es ging gegen neun Uhr und die Studenten strebten nun ebenso dem Vortragssaal zu, wo die Sitzplätze rasch belegt waren und sich auch die Treppenstufen und die Gänge dazwischen immer mehr füllten. Um halb zehn trat Präsident Duterte auf. Zuerst betraten zwei finster blickende Body-Guards die Bühne über einen Seiteneingang, wohl um sie zu sichern. Sie hätten bestens in jedem Film als skrupellose Gangster auftreten können. Dermaßen arrogant und brutal wirkten sie auf die Anwesenden. Nur Sekunden später stürzte Duterte herein, winkte den Studenten leutselige zu, schüttelte einigen Professoren die Hände, trat ans Rednerpult.

Eine volle Viertelstunde lang traktierte er die Versammlung mit einem endlos scheinenden Redeschwall. Er sprach kurz seine bisherige Amtszeit an, die großen Erfolge gegen die Kriminalität, die Wiedereinführung der Todesstrafe als wirksames Mittel gegen das Bandenunwesen, aber auch ein paar soziale Errungenschaften, die zwar nach Meinung von Experten kaum Wirkung zeigten, die trotzdem als wichtige Meilensteine für das Land dargestellt wurden. Nach dieser Einleitung kam er auf den Westen zu sprechen, insbesondere auf die USA und ihren neuen Präsidenten, aber auch auf Europa und Japan. Er bezeichnete alle diese Länder als Schmarotzer Asiens, als Blutsauger, als Vampire am philippinischen Volk und anderen Nationen. Und er lobt im gleichen Atemzug China, seine kluge Führung, das vorbildliche Volk. Selbst auf Nordkorea und seine Bedrohung kam er zu sprechen, milderte jedoch seine früheren Worte, geißelte dafür die viel zu große Präsenz des US-Militärs in den asiatischen Gewässern.

»Die Aggressionen des Westens sind beispiellos«, übertrieb der Präsident wie so oft, »und falls in unserer Weltregion ein Krieg ausbrechen sollte, dann werden dafür einzig die imperialen Drohgebärden der USA und seiner westlichen Verbündeten verantwortlich sein.«

Duterte schob eine Kunstpause ein, erwartete von der versammelten Menge für diese ungeheuren Anschuldigungen Applaus und lärmende Zustimmung. Einige Studenten und zwei der Professoren klatschten tatsächlich in die Hände. Der Rest ließ sich jedoch keineswegs anstecken, hielt mehrheitlich und demonstrativ ihre Arme verschränkt, so, wie sie es vorgängig abgesprochen hatten, zeigten ihrem Präsidenten, wie wenig sie von ihm hielten. Doch Rodrigo Duterte ließ sich nicht beirren, im Gegenteile. Er grinste seine Zuhörer an, zeigte dabei seine Zähne wie ein Wolf seinen Fang, so als wollt er sie jeden Moment anspringen und zerreißen, wandte sich auch zu den Professoren um, betrachtete sie, als müsste er sich ihre Gesichter einprägen. Dann stellte er sich wieder vors Pult, umfasste die Kanten der Notiz-Auflage mit beiden Händen, blickte die Studenten zwingend an.

»Wer weiterhin glaubt, der Westen wäre unser Freund, unser Verbündeter, der hat nicht erkannt, wie hinterlistig er gegen uns operiert. Die US-Basen in unserem Land beispielsweise sind Ausgangspunkte subversiver Tätigkeiten in der gesamten Region. Ich habe mit Präsident Trump darüber gesprochen. Er wollte sich darum kümmern, hat es mir versprochen. Doch bislang ist nichts dergleichen geschehen. Weiterhin stiften die Geheimdienste der USA immer wieder Unfrieden zwischen den Südost-asiatischen Ländern. Nehmen wir als Beispiel nur die nachvollziehbaren Ansprüche des großen Chinas im südchinesischen Meer und die Haltung der US-Amerikaner und Japaner. China war über viele Jahrhunderte unsere Schutzmacht und wir pflegten eine tiefe Freundschaft. Und seit die dortige Regierung das Land zunehmend öffnet und so ihre früheren, kommunistischen Doktrin aufweicht, kann China wieder zum großen Freund und Bruder aller asiatischen Nationen werden. Die Zukunft der Philippinen liegt auch und nicht zuletzt in China.«

Fassungslosigkeit hatte sich in vielen Gesichtern breit gemacht. Rodrigo Duterte schien den Verstand verloren zu haben. China war doch der wirkliche Aggressor im südchinesischen Meer, schüttete sogar künstliche Inseln auf, um von ihnen immer noch größere Seerechte abzuleiten. Was für eine seltsame Freundschaft entwickelte sich da zwischen ihrem Präsidenten und der Großmacht China? War das zum Wohle des Landes und des Volkes? Und warum vergraulte Duterte die US-Amerikaner? Wollte er die beiden Gegner gegenseitig ausspielen, um lukrative Freihandelsabkommen zu erzwingen? Zumindest die Wirtschaftsstudenten dachten und hofften auf einen solchen Plan. Denn weitere Zoll-Erleichterungen gegenüber den mächtigen Nationen der Erde zahlten sich mit Sicherheit aus. Vielleicht deshalb applaudierten nun weitaus mehr Anwesende, als Duterte erneut eine kurze Redepause einlegte. Viele der Zuhörer erwarteten nun zusätzliche Ausführungen, womöglich konkrete Schritte oder die Aufzeichnung des zukünftigen Wegs dieser Regierung. Doch stattdessen meinte der Präsident nur, dass er leider wichtige Termine wahrzunehmen hätte und man deshalb die Fragestunde ausfallen lassen müsste, was er unendlich bedauerte.

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