Kendran Brooks - Menetekel

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Jules ist schwer erkrankt und kämpft mit dem Tod. Kann ihm die Wissenschaft helfen, obwohl der Schweizer Staat und seine Behörden dagegen sind? In Brasilien beherrscht die Wirtschaft alles und hat sich zu diesem Zweck mit dem Staat gegen die Ureinwohner verbündet. In Äthiopien kämpft ein Entwicklungsprojekt gegen die Religion. Und in Indien muss die Wirtschaft religiöse Schranken überwinden.
Viel zu häufig übersehen wir in der Flut der täglichen Pressemeldungen die eigentlichen Hintergründen von Geschehnissen. Denn nicht immer steht der Mensch mit seinen Trieben und seinen Zielen im Zentrum der Handlung. Oft genug sind es die drei mächtigen Säulen der Menschheit, der Staat, die Religionen und die Kultur, die einen gehörigen Beitrag zur weltweiten Unruhe leisten.

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Als Alabima in der Zeitung von der Schließung des Forschungsstandortes erfuhr, rief sie sogleich Professor Monroe in Jersey an. Es meldete sich jedoch nur eine Telefonistin. Alabima verlangte nach Monroe, doch dieser war wohl in seinem Büro nicht zu erreichen oder er ließ sich verleugnen. Alabima hinterließ ihm eine Nachricht mit der Bitte um Rückruf.

Sie hatte Jules nichts von Monroe und seiner neuen Substanz Certumpro gegen Gehirnkrebszellen erzählt, hatte ihm für ihre Fahrt nach Basel auch einen Vorwand genannt, warum sie ihn an diesem Tag nicht besuchen kam. Sie wollte ihm keine unbegründete Hoffnung machen, solange sie ihren Gatten noch nicht in der Studie zum neuen Medikament untergebracht hatte. Zwei Tage saß die Äthiopierin wie auf glühenden Kohlen, dann endlich, eines Abends, kam der ersehnte Anruf aus Jersey.

»Sie sind äußerst hartnäckig, Misses Lederer«, war die einzige Begrüßung von Professor Monroe. Seine Stimme klang leicht amüsiert und auch ein wenig überheblich. Alabima registrierte ersteres mit Wohlgefallen, blendete das Zweite einfach aus.

»Hallo, Professor Monroe, schön, dass Sie mich zurückrufen.«

Einen Moment lang schwiegen beide, so als wenn sie sich über die Bedeutung ihrer Begrüßungsworte erst noch klar werden mussten. Monroe räusperte sich.

»Sie haben es selbstverständlich erfahren?«

Die Frage des Professors kam knapp und hart.

»Ja.«

»Und was versprechen Sie sich davon?«, fuhr er nun deutlich angriffslustiger fort.

Alabima ließ sich nicht beirren.

»Ich will Ihnen einen geschäftlichen Vorschlag unterbreiten.«

Der Äthiopierin war selbstverständlich eines bewusst. Nach dem Entscheid des Pharmakonzerns zur Aufgabe der Forschung in den USA hatte sie keinerlei Chancen mehr, Jules doch noch in der längst gestarteten Studie unterzubringen. Darum hegte sie einen anderen Plan.

»Ab wann sind Sie und Ihr Forschungsteam frei für eine neue Aufgabe?«

Die Antwort von Monroe glich dem Schnappen eines Hundes nach einem zugeworfenen Fleischbrocken: »Was haben Sie vor?«

»Nun, ich denke, Sie und Ihr Team sollten ihr eigenes Forschungsunternehmen gründen. Mein Mann und ich würden Sie dabei unterstützen.«

Der Professor schien wohl mit etwas Ähnlichem gerechnet zu haben, denn er fiel ihr mit seiner Entgegnung beinahe noch ins Wort.

»Und unsere erste Tätigkeit bestünde in der Versorgung Ihres Gatten mit Certumpro?«

»Ja, selbstverständlich.«

Alabima hatte zur Unterstreichung ihrer Worte heftig genickt, auch wenn der Professor dies nicht sehen konnte. Doch er schien es zu fühlen, denn er schwieg einen langen, bangen Moment lang. Zwar ein gutes Zeichen für die Äthiopierin, doch auch ein nervenaufreibendes.

»Und an welchen Betrag haben Sie dabei gedacht? Wie viel wollen Sie und Ihr Gatte denn anlegen?«

»Fünfzig Millionen Dollar«, kam die Antwort der Afrikanerin ohne Zögern.

»Fünfzig Millionen?«

Die Stimme von Monroe vibrierte nun doch ein wenig, deutliches Zeichen für seine Überraschung über die Höhe der in Aussicht gestellten Summe.

»Ja, wir beteiligen uns an Ihrem neuen Unternehmen mit diesem Betrag. Unsere einzige Bedingung ist die Versorgung meines Mannes mit Ihrem Medikament. Daneben bekämen Sie völlig frei Hand in allen Entscheidungen, auch woran Sie mit Ihrem Team in Zukunft forschen wollen.«

Professor Monroe sah seine Zukunft auf einmal sehr klar vor sich. Noch wenige Minuten zuvor hatte er mit leichtem Grauen daran gedacht. Sein Arbeitgeber hatte ihm zwar eine Stelle Nahe Peking angeboten. Doch das kam für seine Frau Helene niemals in Frage. Sie war mit Leib und Seele New Yorkerin, seit ihrer Geburt, wäre niemals aus dem Penthouse in Manhattan gezogen, dass sie mit viel Liebe und Kitsch über all die gemeinsamen Jahre hinweg ausgestattet hatte. Der Pharmakonzern hatte ihm allerdings auch angeboten, seine Forschung an Certumpro in einem eigenen Unternehmen weiterzuführen. Man würde ihm die bisherige Arbeit kostenlos überlassen, war zudem bereit, ihm und seinem Team mit einer Starthilfe von zehn Millionen Dollar unter die Arme zu greifen. Der Konzern versprach sich davon die Entwicklung eines marktfähigen Medikaments, das man anschließend gemeinsam vermarkten konnte, ohne dass der Pharmakonzern selbst noch weitere Dutzende, wenn nicht Hunderte von Millionen Dollar hineinstecken und riskieren musste. Gelang die Zulassung bei der FDA, dann war Certumpro bestimmt eine Milliarde Umsatz pro Jahr wert und warf vierhundert Millionen Gewinn ab, den man sich teilen konnte. Wurde die Marktreife dagegen verfehlt, dann hatte man bloß unnütze Patente verschenkt und zehn Millionen Dollar zusätzlich riskiert. Professor Monroe war ganz und gar nicht abgeneigt, die Unterstützung anzunehmen. Doch gleichzeitig war ihm bewusst, dass zehn Millionen Dollar nur für den Abschluss der Studie reichen würde und niemals für die hohen Kosten einer Zulassung. Er hatte sich darum bereits in seinem Bekanntenkreis nach möglichen Investoren umgeschaut, auch mit zwei Beratungsfirmen von Investmentgesellschaften unterhalten. Doch niemand schien vorerst interessiert an eine angemessen hohe Investition in ein mögliches Medikament zu sein, dessen Wirksamkeit noch nicht bewiesen war. Darum hatte Monroe die Option seines bisherigen Arbeitgebers zwar dankend entgegengenommen, jedoch keine Möglichkeit für eine Nutzung gesehen.

Doch fünfzig Millionen Dollar an zusätzlichem Startkapital würden automatisch weitere Geldmittel anlocken. Risikofreudige Investoren gab es in den USA in genügender Zahl. Zudem konnte er sich im Labor seines Noch-Arbeitgebers günstig für die ersten zwei oder drei Jahre einmieten. Weil der ihm die bisherigen Rechte an Certumpro kostenlos überließ und ihn gegen die entsprechende Bezahlung auch weiterhin mit allen notwendigen Grundsubstanzen beliefern wollte, passten mit dem Angebot von Alabima auf einmal alle Bausteine für seine Zukunft zusammen.

»Wir sollten uns unbedingt treffen«, beendete Monroe seinen gedanklichen Kurzausflug.

»Dann sehen wir uns doch morgen Nachmittag, sagen wir um fünf Uhr, auf JFK, Terminal 8, in Bobby Van’s Steakhouse? Ich reserviere uns einen Tisch auf meinen Namen.«

»Bobby Van’s, Terminal 8«, wiederholte der Professor und schrieb wohl mit, fügte dann respektvoll hinzu, »ich mag entschlossene Menschen.«

»Wir werden uns bestimmt glänzend verstehen.«

*

Das große Abenteuer sollte noch an diesem Abend für sie losgehen. Gestern erreichte sie der Einsatzbefehl aus der Zentrale der Ouro Floresta. Um 22:00 Uhr sollten sie von Rio de Janeiro aus starten und über Sao Paulo nach Porto Velho fliegen, der Hauptstadt der Provinz Rondônia. Hier würden sie den deutschen Biologen Kevin Borner und zwei einheimische Aktivisten treffen und mit ihnen zusammen in einer kleineren Maschine weiter nach Ariquemes fliegen. Von dort aus mussten sie die letzten dreihundert Kilometer bis zum Indianerreservat Igarapé de Lourdes in einem Jeep zurücklegen.

Das recht kleine Schutzgebiet lag am Madeirinha, einem sechshundert Kilometer langen Zufluss des Roosevelt River, der nach weiteren dreihundert Kilometern in den Madeira mündete, in einen der Hauptzuflüsse des Amazonas. Igarapé de Lourdes umfasste 1’855 Quadratkilometer und war Heimat von gut sechshundert Indios geworden. Ein Drittel von ihnen gehörten dem Stamm der Karo an, zwei Drittel zu den Ikolen.

Vier bis sechs Wochen würden sie im Reservat herumstreifen und mit Unterstützung der Indios Pflanzen und Tiere fotografieren und sammeln, ihre Art bestimmen und hoffentlich bislang unentdeckte Lebewesen ausfindig machen und auf diese Weise das bereits bestehende Register über die Flora und Fauna des Regenwaldes mit möglichst vielen seltenen oder gar einmaligen Arten ergänzen.

Denn die Regierung wollte unbestätigten Gerüchten zu Folge auch hier, am Oberlauf des Madeirinha und im Schutzgebiet der Indios, nach geeigneten Standorten für weitere Staudämme suchen.

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