Kendran Brooks - Elendiges Glück
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»Was tut Arne Jacobson in al-Hazm, Miss Lederer?«
»Ein neuer Bericht steht an. Über das Infrastrukturprojekt«, gab ich wage zurück.
»Das weiß ich selbst. Doch Ihr Mitarbeiter stellt dort unten mehr als seltsame Fragen.«
Ich antwortete noch nicht, wollte auf diese Weise zuerst mehr über den Verbleib des Schweden erfahren.
»Sind Sie Teil dieser Sache? Haben Sie ihn gegen mich aufgehetzt?«
»Ich verstehe nicht …?«, tat ich unschuldig, »…wieso gegen Sie aufgehetzt?«
Taio Ouko sah mich mit seinen fast schwarzen Augen stechend an, schien die Wahrheit in meinem Gesicht zu suchen, wollte mich womöglich auch bloß verunsichern.
»Wir spielen hier keine Spielchen, Miss Lederer. Wir sind die United Nations.«
Er schien nachzudenken, war deshalb verstummt, schaute mich jedoch unverwandt an. Erst nach einer Weile sprach er weiter.
»Jetzt verstehe ich erst. Mein Gott, ich habe eine Natter an meiner Brust genährt«, und er erschien mir auf einmal höchst aufgewühlt und verunsichert, ähnlich einem einzelnen Löwen, der unvermutet einem großen Rudel Hyänen gegenüberstand. Jedem einzelnen dieser Tiere war er weit überlegen. Doch gegen alle zusammen konnte er nicht bestehen, musste er in einem Kampf untergehen.
»Gehen Sie«, schrie er mich plötzlich an, »verlassen Sie das Gebäude. Sofort«, und er drückte auf einen der Knöpfe am Schaltkästchen vor ihm. Kaum eine Sekunde später traten bereits zwei uniformierte und bewaffnete Männer des Sicherheitsdienstes ein. Sie mussten direkt hinter der Tür gewartet haben. Taio Ouko deutete mit dem Zeigefinger auf mich und befahl den beiden: »Führt Miss Lederer aus dem Haus. Sie darf ihr Büro nicht mehr betreten. Nehmt ihr auch sämtliche Ausweise ab und durchsucht ihre Taschen, nein, am besten auch ihre Kleidung. Konfisziert alles, was den United Nations gehören könnte und bringt es in mein Büro.«
So wurde ich wenig sanft aus dem Besprechungsraum geführt, musste mich vor einer weiblichen Uniformierten nackt ausziehen. Jedes Kleidungsstück wurde penibel untersucht, sogar manche der Nähte aufgetrennt. Danach durfte ich mich wieder anziehen, musste das Gebäude unverzüglich durch einen Seitenausgang verlassen. Meine privaten Habseligkeiten in Pult und Schrank versprach man mir in den nächsten Tagen an meine Adresse in Wien zu senden.
Und ich? Nun, ich war äußerlich wohl ziemlich ruhig geblieben. Doch innerlich kroch längst die nackte Angst durch meinen Körper. Denn ich hatte die große Mordlust in den Augen von Taio Ouko gesehen.
Ich war aufgewühlt, höchst verunsichert, vom hohen Podest des Moralapostels in einem einzigen Moment tief hinabgestürzt und auf dem Boden einer gewöhnlichen Kriminellen aufgeschlagen. Vom UN-Sitz aus ging ich quer über die Straße und danach den Gehweg entlang, sah immer wieder zurück, versuchte mögliche Verfolger zu entdecken, fand zwar keine, spürte jedoch Augenpaare auf meinen Rücken starren. Ich begann zu zittern und der Klumpen in meinem Magen wurde immer größer. Mir war schlecht. Einen klaren Gedanken oder gar folgerichtige Pläne konnte ich in diesen Minuten noch keine fassen. Am liebsten wäre ich kopflos weggerannt, zu meiner Wohnung oder noch besser direkt bis in die Schweiz und zu meinen Eltern. Ja, mein Vater kam mir als erster in den Sinn. Er hatte in seinem Leben einige höchst bedrohliche Situation überlebt, war zum Profi für Gefahren geworden. Er wusste, was möglich war, was man dagegen unternehmen konnte. Dass Jules alt und verbraucht war, auch etwas wirr im Kopf, nahm ich in diesem Moment nicht bewusst wahr. Vielmehr erschien mir die Villa meiner Eltern als der einzig sichere Ort für mich.
Wieder wirbelte ich herum, suchte die Straße und die Gehwege hinter mir nach Verfolgern ab, sah noch, wie sich ein Mann wegdrehte, damit ich sein Gesicht nicht erkennen konnte. Der Kerl starrte in ein Schaufenster, sah nicht zu mir hinüber. Sollte ich zu ihm hingehen? Ihn direkt zur Rede stellen und so vielleicht vertreiben? Angst überflutete meinen Körper. Was war, wenn sie nur noch nach einer passenden Gelegenheit oder einen nützlichen Ort suchten, um mich umzubringen oder zu entführen? Im UN-Gebäude konnten sie dies schlecht tun. Sie benötigten erst Video-Aufnahmen als Beweismittel, dass ich die Zentrale gesund verlassen hatte. Doch von diesem Moment an war ich zum Freiwild geworden, konnte man mit mir machen, was man nur wollte.
Ein Verkehrsunfall? Eine schnelle Kugel aus dem schallgedämpften Lauf einer Waffe? Oder ein scharfer, schneller Stich in den Rücken, ausgeführt im Vorbeigehen und mit einem schmalen, biegsamen Stilett? Mein Vater hatte mir in meiner Jugend viel zu viel über erfolgversprechende Methoden zum Töten erzählt. Ich rannte nun doch einfach los, in heller Panik, der Hauptstraße entlang, aber nicht in Richtung meiner Wohnung. Denn zuerst musste ich mich in Sicherheit bringen, danach Geld und Ausweispapiere besorgen, um das Land schnellstmöglich zu verlassen.
Das Wachpersonal hatte auch alle meine Wertsachen konfisziert, die ich an diesem Tag auf mir trug, selbst den Schmuck und die Armbanduhr. Bestimmt wollte man mich auf diese Weise zwingen, direkt zu meiner Wohnung zu gehen, wollte mich vielleicht schon auf dem Weg dorthin oder spätestens in meinem Appartement beseitigen.
Endlich dachte ich an meine Mitstreiter im Netzwerk. Die musste ich so rasch als möglich warnen. Doch für Letzteres würden wohl meine Kolleginnen und Kollegen bei der UNO unfreiwillig sorgen, wenn sich die Nachricht über meine fristlose Entlassung und sofortige Wegweisung brühwarm und schneller als der Wind intern verbreitete. Nein, zuerst einmal musste ich für mich selbst sorgen.
Ich rannte weiter und gelangte über die Reichsbrücke in den 22. Bezirk, konnte dort ein freies Taxi ergattern, das mich an den Stadtrand brachte. Dort blickte ich mich zuerst sorgfältig um, schien mögliche Verfolger abgeschüttelt zu haben. Ich betrat wenig später die seit Jahren unbewohnte und verwahrloste Mietskaserne, in der sich einer unserer Toten Briefkästen befand, ging jedoch in eine der anderen Wohnungen, wischte in einer Ecke des Schlafzimmers den Staub und den Dreck weg, hob zwei Dielenbretter hoch und nahm das Geldbündel und den gefälschten Personalausweis heraus, dachte dankbar an meinen Vater, der mir beides schon vor Wochen aufgedrängt hatte und mir gleichzeitig riet, sie an einem sicheren Ort zu verwahren, den ich auch in höchster Not aufsuchen konnte und von dem sonst niemand etwas wusste oder ahnte.
Ich setzte mich auf den Fußboden und dachte angestrengt nach, versuchte mich in meinen Vater hinein zu versetzen, der in seinem Leben schon oft gefährliche, ja beinahe aussichtslose Situationen durchgestanden hatte. Wie würde Jules das Land möglichst rasch und unerkannt verlassen?
Taio Ouko würde wohl kaum die österreichischen Behörden einschalten. Doch ich musste gar nicht in erster Linie den UN-Funktionär fürchten, sondern ganz andere Leute, die selbst derart viel Dreck am Stecken hatten, dass es ihnen auf einen weiteren Mord nicht ankam. Die CIA gehörte zu dieser Gruppe. Deren Mitarbeitende steckten generell tief im Sumpf der UNO-Korruption, profitierten milliardenfach. Meinem Vater war vor vielen Jahren eine gütliche Regelung mit dem wohl mächtigsten Geheimdienst der Erde gelungen. Er brachte auf diese Weise sich und seine Familie aus deren Schusslinie. Doch damals verfügte Jules über ein mächtiges Druckmittel und konnte deshalb Bedingungen stellen. Wo aber stand ich? Stand mein Netzwerk?
Man hatte mich zu früh entdeckt und zu konsequent gehandelt. Auf unsere gesammelten Beweise besaß ich keinen Zugriff mehr, denn ich bewahrte sie in den endlosen Archiven der UNO auf. Dort war eine Entdeckung praktisch ausgeschlossen. Doch wie viel konnten sie von unserer Organisation schon kennen? Ich dachte an Arne Jacobson. Er hatte sich seit mehreren Tagen nicht mehr gemeldet. Hatte er mich verraten? Fast jeden Menschen konnte man in wenigen Stunden zerbrechen und ihn gefügig machen. Doch was wusste Arne über die anderen Mitglieder unserer Bewegung? Wie viele von ihnen kannte er mit Namen oder gar persönlich? Mehr als drei Dutzend, durchlief es mich heiß. Waren sie alle gefährdet so wie ich? Was konnte man ihnen nachweisen? Wie sehr würde man ihnen die Daumenschrauben anlegen?
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