Kendran Brooks - Im Fegefeuer

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Drei voneinander unabhängige Handlungsstränge erzählen Geschichten in Grossbritanien, in Brasilien und in Kenia. Wir begleiten Sophie Shi und Fu Lingpo ein Stück weit. Die beiden bauen sich im Nordosten des Landes ein neues Leben auf. Doch die al-Shabaab Milizen und alte Bekannte aus Hongkong hängen wie Damoklesschwerter über ihrem zukünftigen Glück. In Brasilien erfahren wir endlich, warum und wohin Shamee Ling zweimal spurlos verschwand. Und wir begleiten die chinesstämmige Brasilianerin ein Stück auf ihren steinigen Wegen. In London ist Sheliza bin-Elik mit ihrer neugeborenen Tochter nur scheinbar sicher und dem Terror-Regime der ISIS entkommen. Denn Verblendete gibt es überall. Wer schützt die junge Mutter und ihr Kind vor den radikalen Islamisten in Grossbritannien?
Die drei Erzählungen werden vom Besuch einer katholischen Messen in Lausanne umrahmt. Jules begleitet Alabima und Alina an diesem Sonntagmorgen und macht sich seine ganz eigenen Gedanken zu dem, was er dort sieht und hört und fühlt.

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»Mit Freiheiten muss man umzugehen lernen«, meinte Holly lächelnd und legte ihre rechte Hand auf Shelizas linke Schulter, »das Treiben hier muss dir wie die Hölle vorkommen, ich weiß. Doch das, was du hier siehst, hat nicht wirklich viel mit dem echten Leben zu tun. Denn spätestens am Montagmorgen sitzen alle diese jungen Leute wieder ordentlich hinter ihren Schreibtischen oder stehen an der Theke der Läden und Imbiss-Buden und gehen ihrer Arbeit nach. Das, was du hier siehst, ist nichts anderes als ein Ventil. Doch die meisten von diesen jungen Menschen arbeiten unter der Woche hart, strengen sich im Studium oder als Angestellte richtig an, verdienen sich ihren Lebensunterhalt und hoffen auf ein bisschen persönliches Glück. Bitte sei ihnen nicht böse, wenn sie den richtigen Weg für sich selbst noch nicht entdeckt haben. Denn jeder Mensch muss ihn eigenständig für sich aufspüren und kann ihm erst danach folgen. Viele dieser jungen Männer und Frauen werden in wenigen Jahren bereits Eltern sein, so wie du. Sie werden ihre Kinder großziehen, sich ein Häuschen in einem Vorort mieten und alle Wildheit von früher abgestreift und rasch vergessen haben. Denn sie sind allesamt bloß auf der Suche, genauso wie du, Sheliza.«

Die junge Syrierin nickte.

»Ich verstehe schon, was du mir mit dem Besuch hier klar zu machen versuchst. Doch ich kann es noch nicht wirklich begreifen und schon gar nicht akzeptieren oder in Ordnung finden.«

»Das kommt alles noch. Lass dir dafür Zeit. Du bist wie ein Tiger, der in einem ihm fremden Dschungel unterwegs ist. Er muss vorsichtig bleiben, spürt vielleicht sogar Angst, kennt nichts, sieht überall nur mögliche Gefahren und unbekanntes Gebiet, ist deshalb höchst misstrauisch gegen alles und erwartet jederzeit einen Überraschungsangriff. Doch so fühlen sich in einer Großstadt wie London sehr viele Menschen. Wie einsame Tiger in einem dichten Dschungel, den niemand durchschaut. Die Wildnis kommt auch ihnen jeden Tag von Neuem fremd und manchmal gefährlich vor, selbst wenn sie schon Jahre darin leben. Und trotz all der Probleme und möglichen Gefahren bleiben sie hier wohnen, stellen sich den wiederkehrenden Herausforderungen und wachsen an ihnen. So wird es auch dir ergehen. Hab nur ein wenig Geduld.«

Wiederum nickte die Syrierin tapfer.

Die Verriegelung der Kabine drehte sich und die Tür schwang auf. Eine junge Frau torkelte auf hohen Stilos heraus. Sie trug langes, gewelltes, dunkelbraunes Haar, das ihr bis zur Brust herunterhing. Sie war nur mäßig hübsch, hatte eine zu kleine Stupsnase und einen zu schmalen Mund, die ihrem Gesicht etwas Verschlagenes gaben. Leicht schwankend ging sie hinüber zu einem der Waschbecken, ohne Holly oder Sheliza auch nur anzusehen, blickte mit ihren entzündeten Augen in den Spiegel, entdeckte die hängengebliebene Kotze an einigen ihrer Haarsträhnen, fluchte erneut, aber leiser, und beugte sich tief hinunter, um sie unter dem Wasserstrahl recht unbeholfen auszuwaschen, schaute wieder hoch und betrachtete sich den verschmierten Mascara im Spiegelbild, kramte in ihrer winzigen Umhängetasche nach dem Stift, versuchte eine Korrektur, die jedoch gänzlich misslang, weil ihre fahrige Hand unkontrollierbar blieb. Sie fluchte erneut, diesmal wieder lauter, und stopfte die Mascara zurück in die Tasche, reckte sich noch einmal vor dem Spiegel zurecht und schwankte dann an Holly und Sheliza vorbei zur Türe.

»Guter Spruch«, meinte sie dann doch noch und drehte sich zu den beiden um, »ich mein, das mit dem Tiger.«

Die Tür schlug hinter ihr zu.

Holly und Sheliza blickten sich an und lächelten einander zu.

»Musst du auch?«, fragte die Britin die Syrierin und wie zwei gleichaltrige Kolleginnen setzten sie sich in zwei nebeneinanderliegende Kabinen, das heißt, sie hockten sich stehend über die schmutzigen Schüsseln ohne Deckel oder Toilettensitz. Wenig später und wieder vor den Waschbecken und den fleckigen Spiegeln, schauten sie einander stumm lächelnd an, während andere Frauen und Mädchen hereinkamen oder wieder gingen.

»Lektion gelernt«, meinte Sheliza nach einer Weile, »ich beiß mich schon durch, keine Sorge, Holly.«

»Du musst die Tigerin sein, vergiss das nie. Die Tigerin, nicht das Reh.«

*

Fu Lingpo kam an diesem Abend sehr spät von der Arbeit nach Hause, wurde von Sophie Shi ungeduldig erwartet. Sie hatten sich im Hidding einen Tisch reservieren lassen, zur Feier des Tages, nämlich dem Jahrestag ihrer Flucht aus Hongkong nach Kenia. Fu Lingpo war viele Jahre lang ein treues Mitglied der Tong Triade gewesen, hatte für das alt-eingesessene Verbrecher-Syndikat gestohlen, erpresst und auch gemordet. Doch als er ein einziges Mal Erbarmen einem Opfer gegenüber gezeigt hatte, fiel er in Ungnade und musste ausscheiden. Wenig später verliebte er sich in seine Wohnungsnachbarin Sophie Shi. Die arbeitete damals heimlich als Telefon- und Internet-Prostituierte, verkaufte ihre Zeit, ihre Stimme und den Anblick ihres Körpers an zahlungswillige Männer. Auch der Anführer der Tong Triade, Lao-tse, gehörte zu ihren treuen Kunden. Und als der von ihrer Beziehung zu Fu Lingpo erfuhr, wollte er zumindest seinen früheren Mitarbeiter töten lassen, womöglich aber auch Sophie Shi zum Schweigen bringen. Mit Hilfe von Jules Lederer konnten die beiden Chinesen allen Verfolgern entkommen, reisten auf abenteuerlichem Weg nach Afrika, gelangten unerkannt nach Nairobi, begannen sich in Kenia ein neues, gemeinsames Leben aufzubauen.

Fu Lingpo arbeitete seit einem halben Jahr als Gärtnergehilfe auf dem Campus des University College in Garissa, einer Kleinstadt nahe der Grenze nach Somalia. Die Arbeit war nicht anspruchsvoll, jedoch in der tropischen Dauerhitze des äquatornahen Landes anstrengend, wenn er beispielsweise in zwanzig Metern Höhe mittels einer Hebebühne und einer Machete abgestorbene Wedel sorgfältig von Palmen entfernen musste oder den Campus-Wegen entlang neue Hecken angelegt wurden, zu deren Bewässerung man Wasserschläuche über hunderte von Metern in den Boden vergrub. Doch dieses Mit-den-Armen-und-Händen-Arbeiten besaß auch eine ganz besondere Qualität, wie Fu von Anfang an fand. Denn man erkannte am Abend nicht nur sein Tagewerk, man konnte auch dessen Wertbeständigkeit über die Wochen und Monate hinweg weiter beobachten, wenn sich zum Beispiel der vorgängig geplante und entsprechend gesteuerte Pflanzenwuchs auch tatsächlich einstellte.

Ausgeglichenheit .

Das wäre wohl der Begriff gewesen, mit dem Fu Lingpo sein derzeitiges Wohlbefinden in einem einzigen Wort zusammengefasst hätte.

»Du kommst spät. War was?«, fragte die Chinesin etwas ungehalten, als er die Wohnungstüre aufgeschlossen hatte und in den kurzen Flur getreten war. Sophie Shi war um die fünfzig Jahre alt, schlank, aber nicht dürr, hübsch, jedoch nicht schön.

»Nein. Oder doch. Hughudu wollte mich nach der Arbeit noch sprechen, lud mich auf ein Bier ein.«

»Und?«

Die Frage klang eher abschätzig als neugierig, denn Sophie Shi hatte seit mehr als einer Stunde auf das Eintreffen von Fu gewartet. Immerhin musste er noch duschen und sich umziehen und ihr Tisch im Restaurant war schon auf halb acht reserviert und bis dahin waren es nur noch knapp vierzig Minuten.

»Er hat mir sein Herz ausgeschüttet. Hat Probleme mit seinem ältesten Sohn. Der scheint in schlechte Gesellschaft geraten zu sein, schwänzt oft die Schule, wurde vor Kurzem bei einem Ladendiebstahl erwischt. Der übliche Ärger mit Teenagern.«

»Aber warum fragt er ausgerechnet dich um Rat? Er weiß doch, dass wir keine Kinder haben?«

Fu Lingpo zuckte mit den Schultern: »Was weiß ich. Wir verstehen uns gut. Er hat Zutrauen zu mir gefasst. Vielleicht glaubt er, ich kenne den Konfuzius auswendig und wüsste ihm darum Rat.«

Er zog sein verschwitztes Hemd aus und ging hinüber ins Bad, stopfte es dort in den Kübel für die Schmutzwäsche, streifte die Hose zusammen mit dem Slip ab, ließ die Unterhose auf das Hemd fallen, legte die Hose ordentlich über einen an der Wand hängenden Kleiderbügel, wollte sie am nächsten Morgen wieder anziehen. Sophie war ihm ins Bad gefolgt, sah auf seinen breiten, muskulösen Rücken und die feste, gar nicht schlanke, aber vor Kraft strotzende Taille mit dem immer noch schmalen, festen Po darunter. Sie lächelte versonnen.

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