Kendran Brooks - Im Fegefeuer

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Drei voneinander unabhängige Handlungsstränge erzählen Geschichten in Grossbritanien, in Brasilien und in Kenia. Wir begleiten Sophie Shi und Fu Lingpo ein Stück weit. Die beiden bauen sich im Nordosten des Landes ein neues Leben auf. Doch die al-Shabaab Milizen und alte Bekannte aus Hongkong hängen wie Damoklesschwerter über ihrem zukünftigen Glück. In Brasilien erfahren wir endlich, warum und wohin Shamee Ling zweimal spurlos verschwand. Und wir begleiten die chinesstämmige Brasilianerin ein Stück auf ihren steinigen Wegen. In London ist Sheliza bin-Elik mit ihrer neugeborenen Tochter nur scheinbar sicher und dem Terror-Regime der ISIS entkommen. Denn Verblendete gibt es überall. Wer schützt die junge Mutter und ihr Kind vor den radikalen Islamisten in Grossbritannien?
Die drei Erzählungen werden vom Besuch einer katholischen Messen in Lausanne umrahmt. Jules begleitet Alabima und Alina an diesem Sonntagmorgen und macht sich seine ganz eigenen Gedanken zu dem, was er dort sieht und hört und fühlt.

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Jules hatte seine Schultern hochgezogen, so als ginge er in Deckung.

*

Womit Henry Huxley früher sein Geld verdient hatte, war nur ihm bekannt. Denn nicht einmal sein langjähriger Freund Jules Lederer wusste viel über die Vergangenheit des Briten. Der 62-jährige wirkte auf einen Betrachter wie der kühne Major einer Spezialeinheit, der es gewohnt war, mit seinen Männern hinter feindlichen Linien gefahrvolle Aufträge zu erledigen. Hoch aufgeschossen, ausgesprochen schlank, beinahe hager, wirkte er trotz seines Alters immer noch drahtig und durchaus fit und leistungsfähig. Seine Lebenspartnerin Holly Peterson lernte er erst vor knapp zwei Jahren kennen. Die Mitte-Vierzigerin hatte bis dahin als selbstständiges Escort-Girl gearbeitet, sah immer noch blendend aus und wäre wohl von den meisten Männern auf höchstens fünfunddreißig geschätzt worden. Auch sie hatte in ihrem Beruf sehr erfolgreich agiert und war zudem umsichtig mit dem verdienten Geld umgegangen. So war sie heute finanziell ebenso unabhängig wie Henry Huxley. Die Engländerin und der Engländer lebten allerdings nicht in Saus und Braus, hätten ihr gemeinsames Leben eher als bescheidenen Wohlstand beschrieben. Denn Understatement war für die beiden Briten eine Selbstverständlichkeit.

Henry kannte das Vorleben von Holly, hatte sich keinen Moment daran gestört. Ihre frühere Tätigkeit als Tages-, Freizeit- und Ferienbegleitung, Sex inklusive, hatte sie für ihren Henry selbstverständlich aufgegeben. Im Gegenzug fühlte sie sich als Hausfrau jedoch zu wenig ausgelastet, auch wenn sie in den ersten Wochen und Monaten die Ruhe und Beständigkeit ihres neuen Zusammenlebens durchaus genossen hatte. Irgendwann jedoch kam der Punkt, an dem es sie wieder nach mehr Aufregung im Leben verlangte. Doch der Brite mochte seine neue Lebenspartnerin unter keinen Umständen in seine weiterhin laufenden Geschäfte einbeziehen, wollte sie aus jeder Gefahr heraushalten. Denn Henry Huxley liebte immer noch das Nachspüren und Auflösen von Geheimnissen, besaß in London und Umgebung ein riesiges Beziehungsnetz, kannte in der Hauptstadt Gott und die Welt und hielt ständige seine Fühler ausgestreckt, zur Unterwelt der acht Millionen Einwohner zählenden Stadt ebenso, wie zu deren Oberschicht.

»Viel zu gefährlich«, lautete sein wichtigstes Argument gegenüber den Forderungen von Holly nach mehr Einbezug in seine Tätigkeiten, »aber meistens auch sterbenslangweilig«, gestand er ihr oft, wenn er spät abends von seinen meist ergebnislosen Treffen zurückkehrte, mit denen er seine Kontakte aufrecht hielt.

Gemeinsam mit Jules Lederer erlebte Henry Huxley in den vergangenen Jahren einige aufregende, aber auch aufreibende Abenteuer. In seiner Stadt London allerdings und ganz allein auf sich gestellt, ging der Brite eher wenig Risiko ein, spürte lieber irgendwelchen Gerüchten nach, die sich manchmal dank seinem Netzwerk in Informationen und später in Beweise verwandelten, die er verkaufen konnte oder noch öfters verschenkte, um neue und in Zukunft nützliche Bekanntschaften zu knüpfen. Denn das war das Angenehme an seiner finanziellen Unabhängigkeit. Er konnte sich auch in dieser Hinsicht großzügig zeigen.

Für Holly Peterson war das syrische Flüchtlings-Mädchen Sheliza bin-Elik eine willkommene Ergänzung in ihrem Leben gewesen. Eigene Kinder besaß Holly genauso wenig wie Henry. Und so hatte die 45-jährige noch so gerne die Rolle einer älteren Freundin für die damals 14-jährige, angehende Mutter übernommen und nur sehr selten den strengen Pflegeelternteil heraushängen lassen. Mit der kleinen Fadoua aber schien sich für die Engländerin ein weiteres, aufregendes und hoffentlich auch glückliches Kapitel geöffnet zu haben.

Sheliza bin-Elik hatte erst nach der Geburt ihrer Tochter erkannte, wie sinnlos ein Leben in Syrien war. Der damals 14-jährigen wurde angesichts des Bürgerkriegs und all der Not der Menschen bewusst, dass sie ihre Fadoua unmöglich in einem Land großziehen durfte, indem andauernde Unterdrückung und hässlichste Brutalität herrschten. Als sie und ihre Tochter von Henry Huxley und Jules Lederer aus den Fängen der ISIS gerettet wurden, hatte die junge Frau innerlich bereits den Entschluss gefasst, ihre Tochter nicht nur in den Westen und damit in Sicherheit vor Willkür und Tod zu bringen, sondern auch den christlichen Glauben anzunehmen und Fadoua gewissenhaft darin zu erziehen. Denn ihre Tochter sollte aus all den Zwängen des Islams befreit aufwachsen dürfen und unter ihresgleichen in London unbeschwert und von allen Menschen akzeptiert leben können.

Die heute 15-jährige stürzte sich nach ihrer Rückkehr mit viel Elan in die selbst gestellte Aufgabe, durchforstete das Internet nach passenden Angeboten und entschloss sich nach reiflicher Überlegung für die römisch-katholische Kirche St Mary of the Angels in Bayswater als Ort ihrer Konvertierung zum Christentum. Holly und Henry waren mit ihrem Vorhaben zwar grundsätzlich einverstanden gewesen, hatten die junge Syrierin trotzdem gefragt, warum sie denn ausgerechnet zur römisch-katholischen Glaubensrichtung und nicht etwa zu ihrer eignen, der anglikanischen, konvertieren wollte.

»Ich weiß nicht«, begann die 15-jährige und schien einen Moment lang verunsichert, »ihr habt zwar den Erzbischof von Canterbury als höchste geistliche Instanz. Doch ich denke, der Papst in Rom hat weit mehr Gewicht in der Welt, ist er doch das Oberhaupt von mehr als einer Milliarde Gläubigen, während die Anglikaner bloß achtzig Millionen zählen.«

»Ich sehe, du denkst recht praktisch«, meinte Holly etwas anzüglich und neckend, » ob aber die schiere Menge in Glaubensfragen wirklich alles ist, was zählt?«

»Ich will ganz einfach sicher gehen, dass Fadoua nicht nur innerhalb einer möglichst großen Glaubensgemeinschaft aufwächst, sondern diese Kirche auch von einer obersten Instanz geleitet wird. Denn ich denke, das ist das wahre Problem des Islams. Bei ihm gibt es keine Instanz, die Terroristen und Dschihadisten aus der muslimischen Kirche werfen könnte, egal, welch schreckliche Verbrechen diese Ungeheuer auch begehen und wie viele Menschen sie umbringen oder versklaven. Dieser oberste, religiöse Führer fehlt uns ganz einfach. Alle Muslime dürfen sich gleichermaßen auf Allah und Mohammed berufen und niemand kann sie in ihrem Irrglauben stoppen, weil niemand das dafür notwendige, übergeordnete Recht besitzt. Doch bei den Katholiken ist das ganz anders. Hat der neue Papst nicht erst vor kurzer Zeit alle Mitglieder der italienischen Mafia ex-kommuniziert und seine Priester angewiesen, diese Leute in Zukunft nicht mehr als gläubige Christen zu betrachten? Ihnen die heiligen Sakramente vorzuenthalten? Das ist doch ein überaus starkes Signal gegen das Unrecht?«

Henry, Holly und Sheliza wandten sich also an die Kirche St Mary of the Angels und wurden an Monsignore Keith Barltrop verwiesen, einen Mann von wohl Mitte fünfzig, der sehr ruhig und abgeklärt auf sie wirkte und gleichzeitig einen gewissen Schalk in seinen Augen zeigte und diesen keineswegs vor ihnen zu verbergen suchte. Er versprach, die junge Muslimin in den nächsten Monaten persönlich in die römisch-katholische Lehre einzuführen und sie bis zu ihrer Taufe anzuleiten und zu begleiten. Irgendwie schien der Geistliche begeistert von der Vorstellung, eine syrische Muslimin mit ihrer Tochter zusammen in den Schoss seiner Kirche zu führen. Allerdings verschwieg die 15-jährige dem Monsignore gegenüber ihr Kalkül bezüglich der Größe der katholischen Kirche mit ihrem Papst an der Spitze, also die eigentlichen Gründe für ihren Religionswechsel. Sie gab sich ihm gegenüber als aufgeschlossen und äußerst wissbegierig aus, sparte auch nicht mit Komplimenten zu verschiedenen Aussagen in der Bibel, die sie sich im Vorfeld herausgesucht hatte. Allerdings empfand sie viele der Passagen der Heiligen Schrift als eher naiv oder zumindest weltfremd, andere als viel zu lasch. Ständig wurde an das Gute im Menschen appelliert, während im Islam doch weit klarere Forderungen und harte Bedingungen gestellt wurden, die ein schwacher Erdenbürger zu erfüllen hatte, um Ewiges Leben erlangen zu können.

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