Kendran Brooks - Im Fegefeuer

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Drei voneinander unabhängige Handlungsstränge erzählen Geschichten in Grossbritanien, in Brasilien und in Kenia. Wir begleiten Sophie Shi und Fu Lingpo ein Stück weit. Die beiden bauen sich im Nordosten des Landes ein neues Leben auf. Doch die al-Shabaab Milizen und alte Bekannte aus Hongkong hängen wie Damoklesschwerter über ihrem zukünftigen Glück. In Brasilien erfahren wir endlich, warum und wohin Shamee Ling zweimal spurlos verschwand. Und wir begleiten die chinesstämmige Brasilianerin ein Stück auf ihren steinigen Wegen. In London ist Sheliza bin-Elik mit ihrer neugeborenen Tochter nur scheinbar sicher und dem Terror-Regime der ISIS entkommen. Denn Verblendete gibt es überall. Wer schützt die junge Mutter und ihr Kind vor den radikalen Islamisten in Grossbritannien?
Die drei Erzählungen werden vom Besuch einer katholischen Messen in Lausanne umrahmt. Jules begleitet Alabima und Alina an diesem Sonntagmorgen und macht sich seine ganz eigenen Gedanken zu dem, was er dort sieht und hört und fühlt.

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»Ja?«, meldete sich Zenweih so unverbindlich wie zuvor.

»Ich steh vor dem Aufzug zum Penthouse, Senhor Ling. Können Sie mir bitte öffnen?«

Der Chinese ärgerte sich, dass der stets vorwitzige Carlos so rasch die Lösung des Problems erkannt hatte. Deshalb drückte er nur widerwillig den Öffner zur Lifttür und wenig später den Knopf zum Heraufholen der Kabine.

Carlos trat freudestrahlend und blühend wie das junge Leben heraus, beugte artig den Kopf vor seinem früheren Arbeitgeber, schritt auf ihn zu, streckte seine Hand weit aus. Zenweih griff nach ihr, ohne Höflichkeit, sondern herablassend, denn der kaum zwanzig Jahre alte Kerl erinnerte ihn in diesem Moment zu sehr an sich selbst in seinen Jugendjahren, als er ebenso zuversichtlich und kraftstrotzend durchs Leben geschritten war, als er die ganze Welt hätte umarmen können, als es für ihn stets nur ein Vorwärts und niemals ein Stehenbleiben oder gar ein Zurückweichen gab. Wehmut überkam den Chinesen, während er immer noch in Gedanken versunken die Hand von Carlos in der seinen hielt.

»Weshalb kommst du zu mir?«

»Ich suche eine Anstellung«, gab der junge Brasilianer offenherzig zu.

»Bei mir?«

»Wo sonst, Senhor Ling«, bekannte Carlos ehrlich und ein wenig unterwürfig. Doch noch bevor sich Zenweih zu einer abschlägigen Antwort durchringen konnte, ergänzte Forano einnehmend lächelnd, »ein wichtiger Mann wie Sie, Senhor, kann doch nicht ohne Hausdiener leben? Wer kümmert sich denn um Ihre Wäsche, um den Haushalt, um Ihr Wohlbefinden?«

Das alles war selbstverständlich hinlänglich über den Vermieter geregelt, war in der recht hohen, monatlichen Pauschale bereits enthalten. Doch davon konnte ein dummer Bengel wie dieser Carlos selbstverständlich nichts wissen, hatte nie das Leben in den obersten Etagen der Gesellschaft kennengelernt, verstand den Spruch »Time is Money« noch nicht richtig, nämlich dass man sich als Wohlhabender mit seinem Geld problemlos Zeit erkaufen konnte. Und trotzdem. Die pure Lebenslust und die unerschütterliche Zuversicht im Gesicht von Carlos Forano, die der junge Brasilianer selbst im Moment seines demütigen Bittens ausstrahlte, auch das offene Lachen im Augenblick der persönlichen Erniedrigung, all das berührte Zenweih und machte ihn neugierig. Denn der Chinese fühlte sich durch die ganze Art des jungen Brasilianers wie verletzt oder verwundet. Hier der alternde Geschäftsmann, gut situiert, wenn nicht sattsam reich, dort der recht unverschämte und unbeschwert auftretende, stets positiv denkende kleine Angestellte, der das Leben annahm, wie es kam und daraus das Beste machte. Fast gegen seinen Willen und ganz bestimmt gegen seine Vernunft meinte Zenweih deshalb: »Ja, warum nicht? Dasselbe Gehalt wie früher?«

Carlos nickte glücklich lachend: »Gerne Senhor. Wann soll ich anfangen?«

»Komm morgen früh gegen sieben Uhr wieder her. Und besorge dir bis dahin angemessene Kleidung.«

Er holte seine Brieftasche heraus und entnahm ihr ein paar Hunderter, streckte sie Carlos vor, der sie freudestrahlend entgegennahm. Seine Zukunft schien dem jungen Brasilianer gesichert, zumindest für den Moment. Und wer dachte in seinem Alter schon über den Augenblick hinaus?

Schuldbekenntnis

»Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen,

und allen Brüdern und Schwestern,

dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe.

Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken,

durch meine Schuld, durch meine Schuld,

durch meine große Schuld.

Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria,

alle Engel und Heiligen,

und Euch, Brüder und Schwestern,

für mich zu beten, bei Gott, unserem Herrn.«

Die Gläubigen antworteten mit: »Herr, erbarme dich unser! Christus erbarme dich unser! Herr, erbarme dich unser!«

Warum wohl nur der Herr und Jesus Christus von den Gläubigen angerufen wurde, nicht aber der Heilige Geist des Dreigestirns? Jules wusste es nicht, hatte sich bislang auch nie mit dieser Frage geplagt. Doch an diesem Sonntagmorgen in der katholischen Messe in Lausanne fiel ihm diese Lücke auf.

Der Herr und auch Jesus Christus sollten sich der Gläubigen erbarmen, doch das Wohlwollen und die Unterstützung des Heiligen Geistes benötigten sie nicht? Wofür stand so ein Heiliger Geist? Er war zwar Teil der Trinität und damit Gott selbst, besaß jedoch im Gegensatz zu den anderen beiden keinerlei Körperlichkeit. War das vielleicht der Grund für das fehlende Flehen zu ihm? Dass der Geist keine Substanz besaß? War das womöglich auch das Übel der Menschheit? Dass sie gefangen war in der Körperlichkeit und deshalb Geist und Logik keinen allzu hohen Stellenwert besitzen konnten, zumindest wenn es wirklich darauf ankam?

Jules war weder bibelfest, noch hatte er sich jemals besonders stark für Religionen ganz allgemein oder das Christentum im Besonderen interessiert. Er wusste nur, dass die Jungfrau Maria ihren Sohn Jesus durch den Heiligen Geist empfangen hatte. Und in die Köpfe der Apostel war er nach der Auferstehung Jesus gefahren, auf dass sie sich aufmachten, um die Menschen zu missionieren, was ihnen im Rückblick betrachtet mit weltweit fast zwei Milliarden Christen doch ganz gut gelang.

Völlig ohne Macht war dieser substanzlose Heilige Geist also doch nicht, konnte zumindest Frauen schwängern und Apostel überzeugen. Doch er kam nur dann über einen, wenn man fest an den gekreuzigten Jesus glaubte, niemals jedoch nur aufgrund von guten Taten. So hatte man es ihm zumindest damals als Knabe im Religionsunterricht eingetrichtert. Auch das war mehr als seltsam, dass der Heilige Geist dem reinen, naiven Glauben den Vorzug gab, während gottgefälliges Verhalten eher wenig zählten. Zumindest ließen sich aus diesem Umstand viele Fehlentwicklungen in der Menschheitsgeschichte erklären, wenn man sich ein wenig Mühe gab.

Alabima und Alina saßen ganz ruhig auf ihren Stühlen, blickten wachsam zum Priester am Rednerpult hinüber, der nun zum gemeinsamen Vaterunser aufrief.

»...und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern...«

Dieser Satz hatte Jules schon als kleiner Junge nie behagt, hatte ihn immer als falsch und heuchlerisch empfunden. Denn wenn man die Nachrichten im Fernsehen, Radio oder den Zeitungen verfolgte, so fand man haufenweise schlechte Menschen, die sich mit riesiger Schuld beladen hatten. Warum jedoch auch er, als meistens völlig unschuldiges Kind, stets um dieselbe Vergebung bitten musste, das hatte in ihm damals schon einen großen Widerwillen gegen diesen allmächtigen Gott erzeugt.

Als Erwachsener hatte er dann den Trick mit der Erbsünde selbstverständlich erkannt und billigte der römisch-katholischen und auch der protestantischen Kirche durchaus ein großes Geschick bei der Entfaltung weltlicher Macht über ihre Gläubigen zu. Doch viel mehr als den Machtanspruch der Priester hatte er nie hinter diesen Worten gesehen, hatte sich deshalb umso mehr gewundert, als ihm Alabima nach der Geburt von Alina eröffnete, ihre Tochter im römisch-katholischen Glauben erziehen zu wollen und nicht etwa in ihrem eigenen, äthiopisch-orthodoxen, der ohne jede Erbsünde auskam und darum den Menschen weit freier in seinen Entscheidungen beließ.

»Amen.«

*

Sheliza fuhr auch an diesem Nachmittag zur Kirche St Mary of the Angels in Bayswater, war auf fünfzehn Uhr mit Monsignore Barltrop verabredet. Sie war direkt vor ihrer Schule in den Bus gestiegen und hatte mit den Augen einen freien Sitzplatz gesucht, blieb dabei unvermittelt an der Niqab einer Frau hängen, die sie erst anstarrte und dann das Tuch kurz lüftete und ihr Gesicht für eine Sekunde zeigte. Es war Afifa Mosul und sie blickte Sheliza bin-Elik immer noch verblüfft und zunehmend konsterniert an.

»Was machst du denn in London?«, fragte die Sunnitin und schien hinter Sheliza nach weiteren Bekannten zu spähen. Afifa Mosul überredete vor etwas über einem halben Jahr die junge Syrierin, ebenso wie sie selbst die alawitische Kirche zu verlassen und sich der sunnitischen Glaubensrichtung des Islams anzuschließen. Sheliza hatte dem Drängen von Afifa nachgegeben, als sie die Chance erkannt hatte, mit Unterstützung des Imams in ihr Heimatland zurückkehren zu können, um dort nach ihren Eltern und Geschwistern zu suchen. Für Afifa hingegen war allein die überragende Persönlichkeit von Imam Chalid al-Muzaffar, einem Salafisten aus Ägypten, entscheidend für den Wunsch von Sheliza nach Konvertierung. Höchst zufrieden hatte die Muslimin wenig später von der Abreise Shelizas nach Syrien erfahren, glaubte an eine zusätzliche Mitstreiterin für die gerechte Sache der sunnitischen Dschihadisten in ihrem Heimatland, die wenige Wochen später ihr Kalifat ISIS ausriefen. Umso mehr wunderte sich Afifa Mosul nun, die junge Muslimin so unvermittelt wieder in London anzutreffen.

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