Kendran Brooks - Im Fegefeuer

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Drei voneinander unabhängige Handlungsstränge erzählen Geschichten in Grossbritanien, in Brasilien und in Kenia. Wir begleiten Sophie Shi und Fu Lingpo ein Stück weit. Die beiden bauen sich im Nordosten des Landes ein neues Leben auf. Doch die al-Shabaab Milizen und alte Bekannte aus Hongkong hängen wie Damoklesschwerter über ihrem zukünftigen Glück. In Brasilien erfahren wir endlich, warum und wohin Shamee Ling zweimal spurlos verschwand. Und wir begleiten die chinesstämmige Brasilianerin ein Stück auf ihren steinigen Wegen. In London ist Sheliza bin-Elik mit ihrer neugeborenen Tochter nur scheinbar sicher und dem Terror-Regime der ISIS entkommen. Denn Verblendete gibt es überall. Wer schützt die junge Mutter und ihr Kind vor den radikalen Islamisten in Grossbritannien?
Die drei Erzählungen werden vom Besuch einer katholischen Messen in Lausanne umrahmt. Jules begleitet Alabima und Alina an diesem Sonntagmorgen und macht sich seine ganz eigenen Gedanken zu dem, was er dort sieht und hört und fühlt.

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»Setz dich doch«, verlangte Afifa von Sheliza und deutete auf den freien Platz neben sich, »wann bist du denn zurückgekehrt? Warst du gar nicht in Syrien? Wie war es denn dort?«, und plötzlich misstrauisch geworden fügte sie hinzu, »warum trägst du keine Niqab? Nicht mal ein Kopftuch?«

Als sich Sheliza neben sie hingesetzt hatte, kamen weitere zu erwartende Fragen: »Ach, ich seh erst jetzt, du bist ja gar nicht mehr schwanger? Hast du dein Kind geboren? Ist es gesund? Was ist es denn? Knabe oder Mädchen? Wo lebst du? Wieder bei diesem Huxley und seiner Hure?«

Sheliza antwortete immer noch nicht, überlegte fieberhaft, wie sie aus dieser ihr so peinlichen Situation entkommen konnte. Da war die glühende Sunnitin, deren Denken verzerrt war und die es sich zur heiligen Aufgabe gemacht hatte, möglichst viele Alawitinnen zum sunnitischen Glauben zu führen, mit Hilfe dieses extremen Predigers aus Alexandria. Und da war sie selbst, eine aus eigennützigen Gründen nur scheinbar konvertierte Alawitin, die nun sogar das Christentum annehmen wollte. Das musste für Afifa wie eine schallende Ohrfeige sein. Gerne hätte Sheliza die Frau nie mehr in ihrem Leben getroffen, wollte nichts mehr mit ihr zu tun haben. Doch nun saß sie neben ihr im Bus und suchte nach Antworten und Auswegen.

»Ich war in Syrien«, begann die 15-jährige tapfer, »und es war schrecklich dort, ganz anders, als uns Imam al-Muzaffar erzählt hatte.«

Sie erntete von Afifa Mosul nur ein kurzes, ungläubiges Kopfschütteln.

»Die ISIS Kämpfer sind nichts anderes als gefühllose Mörder«, ergänzte die junge Mutter nun trotz des deutlich aufblitzenden Zorns in den Augen der Sunnitin, »und ihr Kalifat ist ein reines Terror-Regime, hat rein gar nichts mit dem Koran, Allah oder Mohammed zu tun. Ich konnte mit meiner Tochter dieser Hölle zum Glück entkommen. Und ja, ich wohne wieder bei Henry und Holly«, schloss sie ihre heftige Rede wie mit einer Entschuldigung ab, die sie dem zufälligen Zusammentreffen geschuldet glaubte.

»Aber…«, wollte Afifa irgendetwas der 15-jährigen entgegnen, doch die schnitt ihr das Worte sogleich ab: »Kein Aber, Afifa. Ich bin fertig mit dem Islam, restlos fertig. Das, was ich in Syrien erlebt und gesehen habe, hat mich für alle Zeiten kuriert. All dieses Geschwätz von Ehre und Kampf im Namen von Allah ist eine Lüge. Ich habe sie gesehen, die sogenannten Gotteskrieger. Fast alle sind jung, naiv und ungebildet. Sie rauben, plündern, morden und vergewaltigen. Weißt du, was mir passiert ist? Obwohl ich doch Sunnitin geworden bin, hat man mich verhaftet, ins Gefängnis geworfen und als Sklavin verkauft. Als Sklavin! Und später wollte man mich sogar töten oder gegen ein hohes Lösegeld verkaufen. Ist das etwa Allahs Wille? Hat Mohammed so etwas gewollt? Dass Sunniten andere Sunniten versklaven, umbringen oder mit ihnen Geld erpressen? Alles, was Chalid al-Muzaffar uns erzählt hat ist Lüge, Lüge, Lüge. Aber vielleicht weiß es der alte Mann es einfach nicht besser«, schloss sie erneut mit einer Beinahe-Entschuldigung.

Afifa Mosul blieb nun stumm, starrte die junge Mutter aus weit geöffneten Augen immer noch ungläubig und gleichzeitig zornig an, versuchte das Gehörte in ihr bisheriges Bild des Kalifats einzuordnen. Ihre erste Konsternation wurde alsbald von Misstrauen abgelöst, die sich rasch in Wut wandelte.

»Ich weiß nicht, wovon du sprichst, Sheliza. Doch Saif ad-Dín erzählt uns ganz bestimmt keine Lügen, denn er ist von Allah beseelt. Das hast du doch selbst einmal gesagt? Und Allah ist die einzige Hoffnung, Allah zeigt uns den Weg. Wahrscheinlich bist du gar nicht von den Kämpfern des großherzigen Kalifen gefangen genommen und verkauft worden, sondern von diesen kurdischen Hunden. Ja, so wird es gewesen sein«, redete sich die glühende Sunnitin aus dem zuvor Gehörten heraus. Sheliza schüttelte mitleidig ihren Kopf.

»Fahr selbst nach Syrien und sieh es dir an, wenn du mir nicht glaubst«, meinte sie verächtlich zur fast dreimal so alten Frau. Die schwieg einen Moment lang immer noch aufgewühlt und zornig. Doch dann fiel ihr etwas anderes aus der Rede der 15-jährigen wieder ein.

»Was hast du mit für alle Zeiten kuriert gemeint?«, fragte sie ahnungsvoll.

»Den Islam, selbstverständlich. Ich bin fertig mit ihm, endgültig. Er ist keine richtige Religion. Er ist bloß Unterdrückung und Terror. Und ich will nicht, dass meine Tochter unter der Fuchtel des Korans aufwachsen muss, der durch jeden verblendeten Idioten für seine Zwecke missbraucht werden kann«, und nur noch flüsternd fuhr die 15-jährige fort, »weißt du eigentlich, was ich in Deir ez-Zor alles erlebt habe? Um mit meiner Tochter diesem Terror zu entkommen, musste ich sogar eine Spionin der ISIS umbringen. Ich hab die Frau in höchster Not am Hals gepackt und habe sie erwürgt«, und Sheliza hob ihre Arme und zeigte der Muslimin ihre offenen Hände, deren Finger leicht zitterten.

Afifa Mosul schwieg betroffen. Doch in ihren Augen zeigte sich Unruhe und eine ansteigende Anspannung. Einen Moment lang wirkte die gläubige Muslimin wie ein Frettchen, das in der Falle saß und fieberhaft nach einem Loch suchte, durch das sie den Vorwürfen von Sheliza entschlüpfen konnte.

»Du willst deine Tochter ohne Allah aufziehen? Das geht doch gar nicht. Sie ist ihm doch bestimmt längst geweiht worden, gleich nach ihrer Geburt?«

Sheliza lächelte das erste Mal, zynisch und triumphierend.

»Nein. Niemand hat meiner Fadoua nach der Geburt den Gebetsruf in ihr Ohr geflüstert. Wenigstens das konnte ich verhindern. Fadoua ist immer noch rein und sie gehört weder Allah noch Mohammed und schon gar nicht dem Islam.«

Sie hatten Bayswater erreicht und Sheliza überlegte, an welcher Haltestelle sie aussteigen sollte. Die zur Kirche nächst gelegene kam für sie nicht in Frage. Denn sie wollte Afifa Mosul nichts von ihrer eigenen, in wenigen Wochen bevorstehenden Konvertierung zum Christentum erzählen. Deshalb entschied sich die 15-jährige, schon beim nächsten Halt auszusteigen und den Rest der Strecke zu Fuß zu gehen. Besser den Monsignore ein paar Minuten warten lassen und dafür Afifa Mosul abschütteln.

»Ich muss hier raus«, verkündete sie deshalb, als der Bus das nächste Mal stoppte. Rasch erhob sie sich und eilte zum Ausgang, stürzte sich förmlich auf den Gehsteig, drehte sich sogleich um und warf einen Blick zurück, registrierte befriedigt, dass die Sunnitin sitzengeblieben und ihr nicht gefolgt war. Zum Abschied hob Sheliza leicht ihre Hand, winkte jedoch nicht. Afifa saß nur da und starrte Sheliza zornig brütend an, während sich der Bus mit ihr entfernte.

Monsignore Barltrop erwähnte ihre um fünf Minuten verspätete Ankunft mit keinem Wort, vermutete vielleicht einen ausgefallenen Bus, fragte stattdessen sogleich nach den Hausaufgaben, die er ihr beim letzten Treffen vor drei Tagen aufgetragen hatte, nickte zufrieden, als er ihren kurzen Aufsatz über die Güte im Christentum überflog.

»Du hast auf jeden Fall verstanden, auf was es wirklich ankommt. Sehr gut, Sheliza, ich bin mit deiner Einstellung und deinem Eifer äußerst zufrieden. Wie läuft es in der Schule?«

Die Leistungen von Sheliza hatten nach ihrer heimlichen Konvertierung zu den Sunniten merklich nachgelassen. Holly Peterson musste sich als Erziehungsberechtigte sogar von der Schulpsychologin happige Vorwürfe anhören, die darin gipfelten, dass Sheliza bei anderen Pflegeeltern untergebracht werden sollte. Doch noch bevor es dazu kam, floh die damals 14-jährige aus London nach Syrien. Henry und Holly setzten unverzüglich einen Anwalt ein, der die Rechte der Muslimin während ihrer Abwesenheit vertrat und nach ihrer Rückkehr fand sich dank der Unterstützung von Monsignore Barltrop eine gütige Einigung mit der Schulleitung. Sheliza musste das letzte Schuljahr zwar wiederholen, durfte dafür aber bei Henry und Holly wohnen bleiben, zumindest, solange sie sich mit entsprechend guten Leistungen bewährte.

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