Kendran Brooks - Im Fegefeuer

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Drei voneinander unabhängige Handlungsstränge erzählen Geschichten in Grossbritanien, in Brasilien und in Kenia. Wir begleiten Sophie Shi und Fu Lingpo ein Stück weit. Die beiden bauen sich im Nordosten des Landes ein neues Leben auf. Doch die al-Shabaab Milizen und alte Bekannte aus Hongkong hängen wie Damoklesschwerter über ihrem zukünftigen Glück. In Brasilien erfahren wir endlich, warum und wohin Shamee Ling zweimal spurlos verschwand. Und wir begleiten die chinesstämmige Brasilianerin ein Stück auf ihren steinigen Wegen. In London ist Sheliza bin-Elik mit ihrer neugeborenen Tochter nur scheinbar sicher und dem Terror-Regime der ISIS entkommen. Denn Verblendete gibt es überall. Wer schützt die junge Mutter und ihr Kind vor den radikalen Islamisten in Grossbritannien?
Die drei Erzählungen werden vom Besuch einer katholischen Messen in Lausanne umrahmt. Jules begleitet Alabima und Alina an diesem Sonntagmorgen und macht sich seine ganz eigenen Gedanken zu dem, was er dort sieht und hört und fühlt.

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»Die Schule ist anstrengend. Doch vieles ist für mich eine Wiederholung und fällt mir entsprechend leicht«, bekannte die 15-jährige, während draußen und gegenüber dem Verwaltungsgebäude der Kirche St Mary of the Angels die glühende Sunnitin Afifa Mosul auf dem Gehsteig hin und her tigerte, immer wieder wütende Blicke zur anderen Straßenseite warf und leise murmelte: »Warte nur, du gottlose Verräterin, warte nur.«

*

Als Gärtnergehilfe war man Teil des Campus, gehörte zu ihm, wie die gepflasterten Plätze oder die Gebäude, war eher Gegenstand als Lebewesen, fand bei den Studierenden längst keine Beachtung mehr. Fu Lingpo fegte abgestorbene Blätter und Zweige auf einen der Gehwege zusammen, hielt den dicken Stiel des langen Reisigbesens fest in seinen Händen, hatte ein Ölfass auf Rädern neben sich stehen, in das er die zusammengefegten Laubhaufen immer wieder hinein schaufelte, bevor er mit seinem Karren ein Stück weiterging. Fu kam gut voran, spürte keine schleichende Müdigkeit, würde diese Arbeit trotz der herrschenden Hitze ohne Pause bestimmt bis zum Mittagessen durchhalten. Er liebte solche recht stupiden Tätigkeiten. Sie ging einem monoton und automatisch von der Hand, ließen Zeit zum Nachdenken und trotzdem sah man den Fortschritt der eigenen Bemühungen, musste sich dazu nur umdrehen.

Meter um Meter drang er vor, steuerte auf einen Platz mit steinernen Bänken zu, sah kaum einmal auf und die Studierenden an, wenn sie an ihm vorbeieilten, schaute selbst den meist hochaufgeschossenen, schlanken, jungen Dingern nicht nach, die auch auf einem Laufsteg gute Figur gemacht hätten. Grazil wie eine Antilope, selbstbewusst wie eine Löwin und stolz schreitend wie ein Strauß. Oder war es eher staksig wie eine Antilope, träge wie eine Löwin und doof in die Welt blickend wie ein Strauß?

Der Gehweg führte an der steinernen Sitzgruppe vorbei, auf der ein halbes Dutzend Studenten saßen und miteinander diskutierten. Fu Lingpo achtete nicht auf die jungen Männer und die sahen kaum zu ihm hinüber, sprachen lebhaft miteinander und gestikulierten gegeneinander in einer Sprache, die Fu Lingpo nicht kannte, die für ihn jedoch abgehackt und kehlig wie Arabisch klang. Nur wenige Brocken hörte er deutlich heraus, konnte sie klar vom Rest unterscheiden. Darunter tauchten die Namen »Mohamud Kuno« und wenig später auch noch »Dulyadin« auf.

Fu war bei der Nennung des zweiten Namens erschrocken zusammengezuckt und hätte beinahe mit dem Zusammenfegen des Laubs eingehalten, erkannte im selben Moment und aus den Augenwinkeln heraus jedoch die rasche Kopfbewegung zweier Studenten zu ihm hinüber, riss sich zusammen und fuhr mit seiner Arbeit fort, als hätte er nichts gehört oder verstanden. Die misstrauischen Augenpaare schwenkten bald einmal wieder von ihm weg und nahmen erneut an der Diskussion der andern jungen Männer teil, während Fu seine Ohren noch mehr spitzte und versuchte, weitere Worte oder Begriffe zu verstehen oder zu erraten oder sich wenigsten zu merken. Denn der Chinese war auf das Höchste alarmiert und innerlich aufgewühlt. Dulyadin war ein bekannter Anführer der verbrecherischen al-Shabaab Miliz in Somalia. Vor mehr als zehn Jahren jedoch war Mohamud Kuno noch Lehrer in Garissa gewesen und für kurze Zeit sogar Rektor an der Madrasa Schule für islamische Wissenschaften. Nun gehörte er zu den meistgesuchten Terroristen im Nachbarstaat.

Bevor Fu Lingpo die Stelle in Garissa angenommen hatte und mit Sophie Shi hierhergezogen war, erkundigten sie sich eingehend über die somalisch-islamische al-Shabaab-Miliz. Denn immerhin lag Garissa nur zweihundert Kilometer von der Grenze entfernt. Doch eine echte Gefahr schien von den islamistischen Mördern keine auszugehen. Zu unbedeutend war die Universitätsstadt. Doch die Nennung des Namens eines wichtigen Anführers der religiösen Fanatiker aus dem Mund von Studenten war für den Chinesen ein Schock und beängstigend.

Leider bekam Fu nichts mehr von der weiteren Unterhaltung mit, denn die sechs redeten nur noch leise miteinander. Als sie sich wenig später voneinander trennten, entschloss sich der Chinese, dem offensichtlichen Wortführer mit gehörigem Abstand zu folgen und ihn weiter zu beobachten, ohne dass der Kerl etwas davon bemerken sollte. Der Student war bestimmt schon gegen Ende zwanzig und eins neunzig groß, mit magerer Brust und hagerem Körper. Er strebte direkt dem Ausgangstor des Campus zu, blickte sich nicht ein einziges Mal um, überquerte draußen den Platz und stieg in den Fonds einer weißen Limousine, deren Motor lief, wahrscheinlich, um die Klimaanlage im Innern ausreichend mit Energie zu versorgen. Vorne saßen zwei Männer in sehr dunkeln, wahrscheinlich schwarzen Anzügen und mit Sonnenbrillen. Sie starrten beide hinüber zu Fu Lingpo, erkannten in ihm aufgrund seines grünen Anoraks einen der untergeordneten Angestellten der Universität, beachteten ihn nicht weiter, als Fu sich eine Zigarette aus der Brusttasche holte, sie ansteckte und genüsslich an ihr zog. Auf der Rückbank der Limousine war ein älterer Mann gesessen, in einem teuer wirkenden, dunklen Anzug, der so gar nicht zum einsteigenden Studenten in seinen schlabbrigen Jeans, dem aus der Hose hängenden, bunten Hemd und den Nikes an den Füssen passen wollte. Womöglich der reiche Vater, der seinen Zögling vom Campus abholte? Fu notierte sich in Gedanken das Nummernschild, als der Wagen anfuhr und sich in den Verkehr einfädelte.

Bereits auf dem Rückweg zu seiner Arbeit machte sich der Chinese die ersten Vorwürfe. Was sah er bloß für Gespenster? Beziehungsweise hörte von ihnen? Da saßen ein paar Studenten zusammen und redeten über Somalia und deshalb auch über die islamistische al-Shabaab Miliz. Vielleicht waren sie angehende Politwissenschaftler und diskutierten über den Vortrag eines ihrer Professoren? Und Arabisch oder etwas Ähnliches redeten sie womöglich nur, um diese Sprache untereinander zu üben und sich in ihr zu verbessern? Alles harmlos. Oder doch nicht?

Zumindest den Besitzer der weißen Limousine würde Fu herausfinden. Irgendein Vorwand ließ sich bestimmt finden, um sich bei der Polizei über den Namen des Halters zu erkundigen, ein unbedeutender Parkschaden vielleicht, den man am Fahrzeug angerichtet hatte und für den man aufkommen wollte. Und danach? Fu Lingpo dachte nicht weiter. Zumindest vorerst nicht.

*

Als Mei und Chufu das nächste Mal Zenweih in seinem Appartement besuchten, staunten sie nicht schlecht, als sie mit dem Aufzug im obersten Stockwerk angelangt waren, sich die Lifttür öffnete und ein eifriger Carlos möglichst smart lächelnd und doch innerlich strahlend vor ihnen stand.

»Guten Abend Senhora Ling. Guten Abend Senhor Lederer«, begrüßte er sie wie früher in der Villa der Lings und konnte nun ein freudiges Grinsen über die erstaunten Gesichter der beiden Ankömmlinge nicht länger unterdrücken.

»Du arbeitest für meinen Vater?«, fragte Mei neugierig und amüsiert zugleich und erhielt ein stummes, dankbares Nicken: »Ja, Senhor Ling war so freundlich, mich einzustellen.«

»Klasse«, meinte Chufu und klopfte dem jungen Brasilianer anerkennend auf die Schultern.

Zenweih saß auf dem Sofa und las in irgendwelchen Geschäftspapieren, hatte jedoch neugierig ihrer gegenseitigen Begrüßung zugeschaut.

»Hallo ihr beiden. Ihr kommt etwas früh. Das Abendessen wurde noch nicht geliefert.«

»Ja, Papai«, meinte Mei ganz und gar nicht schuldbewusst, »ich weiß, dass wir erst in einer halben Stunde verabredet waren. Doch wichtige Gründe ließen uns jeden Anstand vergessen und zu dir eilen. Schau…«, und damit streckte sie ihre rechte Hand vor, an dessen Ringfinger ein Brillant funkelte.

Zenweih lächelte nachsichtig, während Mei den plötzlich verunsichert blickenden Chufu in Richtung ihres Vaters drängte.

»Äh, Senhor Ling«, begann der Philippine viel zu förmlich, denn er war mit Zenweih schon seit langem per Du, erkannte das belustigte Lächeln des Chinesen und spürte, wie sein Gesicht rot anlief, was ihn ärgerte und ihn trotzig und damit selbstbewusster machte, »ich habe heute deine Tochter Mei gefragt, ob wir nicht heiraten sollten.«

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