Kendran Brooks - Im Fegefeuer

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Drei voneinander unabhängige Handlungsstränge erzählen Geschichten in Grossbritanien, in Brasilien und in Kenia. Wir begleiten Sophie Shi und Fu Lingpo ein Stück weit. Die beiden bauen sich im Nordosten des Landes ein neues Leben auf. Doch die al-Shabaab Milizen und alte Bekannte aus Hongkong hängen wie Damoklesschwerter über ihrem zukünftigen Glück. In Brasilien erfahren wir endlich, warum und wohin Shamee Ling zweimal spurlos verschwand. Und wir begleiten die chinesstämmige Brasilianerin ein Stück auf ihren steinigen Wegen. In London ist Sheliza bin-Elik mit ihrer neugeborenen Tochter nur scheinbar sicher und dem Terror-Regime der ISIS entkommen. Denn Verblendete gibt es überall. Wer schützt die junge Mutter und ihr Kind vor den radikalen Islamisten in Grossbritannien?
Die drei Erzählungen werden vom Besuch einer katholischen Messen in Lausanne umrahmt. Jules begleitet Alabima und Alina an diesem Sonntagmorgen und macht sich seine ganz eigenen Gedanken zu dem, was er dort sieht und hört und fühlt.

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»Und? Was hat sie dir zur Antwort gegeben?«, fragte der Vater spöttisch zurück.

»Äh, selbstverständlich Ja.«

»Dann soll das etwa ein Verlobungsring sein?«, fragte der Chinese nun mit strenger Stimme und mit gerunzelter Stirn, deutete mit dem Zeigefinger in Richtung Mei.

»Ja, ein Verlobungsring.«

»In chinesischen Familien ist es üblich, zuerst die Eltern um ihr Einverständnis zu bitten und erst danach die Tochter zu fragen«, verlangte der Restaurantbesitzer nach Einhaltung der Tradition und fügte tadelnd hinzu, »und ich nehme an, das ist in deiner Heimat, den Philippinen, nicht viel anders?«

»Durch Adoption bin ich Schweizer geworden«, warf Chufu gereizt ein, durch den verbalen und ziemlich herablassenden Tonfall des Chinesen tatsächlich mit einer innerlich weiter ansteigenden Wut kämpfend. Er spürte nun, wie Mei seinen rechten Oberarm umfasste und sich an seine Seite schmiegte, achtete jedoch nicht darauf, wollte sie im ersten Moment mit einer unwillkürlichen Bewegung wie ein lästiges Insekt abschütteln, sah dann aber doch das amüsierte Aufblitzen in den Augen von Zenweih und schalt sich einen Narren.

»Ihr Beiden erlaubt euch wohl einen Scherz auf meine Kosten?«, brauste er auf, doch nicht wirklich verärgert und darum auch nicht echt.

»SMS«, meinte Mei lakonisch neben ihm, »als du noch auf dem Klo saßt, kurz bevor wir von Zuhause wegfuhren.«

Der junge Philippine verdrehte seine Augen, warf auch einen raschen Blick über seine rechte Schulter zurück auf Carlos, der zwar unverschämt grinste, aber so unschuldig tat, als hätte er nichts gehört oder verstanden. Und auch Zenweih strahlte nun glücklich über sein flaches und rundes Pfannkuchengesicht.

»Herzlich willkommen in unserer Familie, lieber Chufu.«

Warmherzig schüttelten sich die beiden Männer die Hände, während Mei glücklich lächelnd danebenstand und Carlos aus der Küche den kalt gestellten Champagner mit vier Gläsern brachte. Geschickt öffnete der junge Brasilianer die Flasche mit einem leisen Plopp, schenkte ein und zu viert stießen sie auf das Wohl des Paares an. Dass Zenweih seinen Hausdiener in ihre private Feier einbezog, war für brasilianische, wie für chinesische Verhältnisse mehr als ungewöhnlich, ließ Mei und Chufu erahnen, wie einsam sich der vielfache Millionär in seinem neuen Appartement fühlte.

Big Ben erschallte und durchdrang dröhnend die weite Zimmerflucht der Penthouse-Wohnung. Carlos entschuldigte sich bei ihnen und ging strammen Schrittes hinüber zur Sprechanlage, fragte hinein, erhielt Antwort und drückte dann den Türöffner, wenig später die Knöpfe zum Aufzug. Zwei Köche aus einem der Chinarestaurants der Lings traten ein, trugen Warmhaltekisten mit sich, steuerten gewohnt und direkt den Esstisch mit den acht Stühlen an, begannen zügig auszupacken und aufzudecken, hatten die beiden Lings und Chufu weder begrüßt noch mit neugierigen Blicken bedacht, versuchten sich in der Kunst unsichtbarer Helfer. Doch als sie mit Aufdecken fertig waren und gehen wollten, rief Zenweih sie zu ihnen herüber und hieß Carlos, zwei zusätzliche Gläser aus der Küche zu holen, informierte seine beiden Köche über die Verlobung seiner Tochter mit dem Philippinen und gemeinsam stießen sie ein weiteres Mal auf das junge Glück an. Auch diese neue Leutseligkeit registrierten die beiden Studenten der Psychologie zwar ohne äußere Reaktion, jedoch mit vielen inneren Gedanken und ersten Mutmaßungen über den seelischen Zustand des chinesischen Millionärs.

Die beiden Köche wurden wenig später verabschiedet und die drei setzten sich an den Tisch, während Carlos die Gläser und den Eiskübel abräumte und sich diskret in die Küche zurückzog. Niemand hätte noch vor einem Jahr darauf gewettet, dass sich aus dem ungehobelten und oft genug recht unverfroren auftretenden Brasilianer ein echter Major Domus entwickeln würde, der feinfühlig spürte, wann seine Anwesenheit erwünscht war und wann er sich zurückzuziehen hatte.

Zenweih, Mei und Chufu plauderten miteinander, während sie sich aus den dampfenden Schüsseln bedienten und mit großem Appetit aßen. Zwischendurch kam Carlos aus der Küche und reichte Grüntee oder räumte leeres Geschirr ab, betreute die drei wie ein wachsamer, aber zurückhaltender guter Geist.

Währenddessen saß Sihena Ling allein an der langen Tafel in ihrer Villa, wurde von Naara recht ungeschickt bedient, zog ein griesgrämiges Gesicht, während sie von ihrem Teller eher naschte als aß. Das Essen allerdings schmeckte ausgezeichnet und Köchin Marta hatte sich mit der italienischen Pasta nero di seppia con frutti di mare diesmal selbst übertroffen. Doch der Appetit schien der Chinesin heute zu fehlen. Womöglich lag es an diesem Briefumschlag, der neben ihrer rechten Hand ungeöffneten lag. Ein eigentlicher Absender fehlte, wie Naara wusste, adressiert war er an Zenweih und Sihena Ling und auf seiner Rückseite standen die Worte Von Ihrer Tochter . Das wusste die Haushaltshilfe, weil sie ihn am frühen Morgen persönlich vom Postboten erhalten und der Hausherrin nach dem Frühstück übergeben hatte.

Naara beobachtete Sihena Ling unauffällig. Doch immerzu schweiften ihre Augen hinüber und auf den Umschlag, über den sie mit Marta nicht nur gesprochen, sondern auch in alle möglichen Richtungen spekuliert hatte. Dass er immer noch verschlossen da lag, war bestimmt Ausdruck des harten Bruches zwischen der Mutter und ihrer jüngsten Tochter. Denn dass dieser Brief nur von Shamee Ling stammen konnte, war für die Köchin wie für das Dienstmädchen von Anfang an klar gewesen.

Was aber mochte in Sihena Ling vorgehen? In dieser so stolzen Frau, die von ihrem Mann schmählich verlassen worden war und von ihren Söhnen und den beiden älteren Töchtern nur noch selten besucht wurde, sich mit der jüngsten verkracht hatte? In dieser alternden Chinesin, die angeblich zahlreiche brasilianische Freundinnen besaß, die sie jedoch nie in ihr Haus einlud und von denen sie auch nie spontan besucht wurde? Eine zunehmend einsame Frau, deren Lebensjahre vorüber strichen und sie verwelken ließen, während sich ein eigentlicher Lebenssinn, ob im Beruf oder in der Familie, immer mehr verflüchtigte.

Naara fühlte, wie sich die Härchen auf ihren Unterarmen aufrichteten, als sie erneut auf den unberührten Umschlag blickte. Was mochte im Brief stehen? Welche menschlichen Abgründe und Tragödien darin zu erfahren sein?

Keiner der Hausangestellten hatte Shamee gemocht, solange sie hier wohnte. Zu hochnäsig und unnahbar, zu unverfroren und gemein war die 17-jährige stets zu allen gewesen. Ihr erstes Verschwinden vor einigen Monaten hatte den Haushalt der Lings zudem gehörig durcheinandergeschüttelt, ebenso ihr plötzliches Auftauchen und ihre erneute Flucht nach dem heftigen Streit mit ihrer Mutter. Und dann war auch noch Senhor Ling ausgezogen, von einem Tag auf den anderen, ohne ein Warnsignal, zumindest ohne erkennbares für Köchin Marta und Dienstmädchen Naara.

Seither trat Sihena Ling noch ungerechter und herrischer auf, tadelte und nörgelte den halben Tag über, ließ kein gutes Haar an ihnen beiden. Das allerdings hätten die zwei Frauen noch problemlos aushalten können. Weit schlimmer war die große Stille, die sich seit dem Auszug des Hausherrn immer weiter in der Villa auszudehnen schien, von einem Raum zum nächsten, angefangen im Zimmer von Shamee im Obergeschoss, hinüber zum Schlafraum des oft schnarchenden Zenweih, hinunter in die Bibliothek und immer mehr auch ins Wohnzimmer hinein und nun sogar bereits hier spürbar, im großen und täglich benutzten Esszimmer.

Naara schauderte innerlich, vor der Kälte, die sie auf einmal körperlich zu spüren vermochte, diese Abwesenheit von guten Gefühlen in den meisten Räumen der Villa.

Sihena legte die Gabel auf dem noch zu Zweidritteln gefüllten Teller, nahm mit der Linken den Brief auf und steckte entschlossen die Spitze der mit etwas Soße und winzigen Stücken Nudeln verdreckten Klinge in die eine Ecke des Umschlags, zog sie ratschend durchs Papier, legte das Messer weg und entnahm dem Kuvert ein einzelnes weißes Blatt, faltete es auf und begann zu lesen.

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