AUFGERISSEN DER ANEMONENTEPPICH. GRÄBEN SCHAUFELT MAN HINDURCH. GESTÖRT DER FRIEDEN IM EICHENWALD VON FÜNFEICHEN. GRÄBEN DURCH DIE MULDEN LEGEN KÖPFE FREI. GEBISSE FEHLERHAFT. GEBEINE UNTER ANEMONEN, EICHEN. LOCKER DER BODEN: LAUBWALDBODEN. LAUB VERMODERT. VERERDET. VON ERDE BIST DU GENOMMEN, ZU ERDE SOLLST DU WERDEN.
Was mach ich bloß? Was mach ich bloß mit dem Balch?! Die Mutter fragt die Leute im Laden. Die lachen. Susanne gefällt es, den Leuten im Laden zuzuhören, wenn die es nicht merken. Denn ist ein Kind dabei, reden sie anders. Susanne meinte, ein gutes Versteck gefunden zu haben: den Sägespäneofen. Der Schub für die Sägespäne ist zur Reparatur herausgenommen. Sie kletterte mit dem Badeanzug hinein, hat den Deckel über sich geschlossen. Die Arme dicht am Körper, horchte sie. Bis es ihr zu langweilig wurde. Da hat sie den Deckel sacht angehoben. Das Rumoren im Ofen machte die Leute unruhig. Sie sahen, wie sich Susannes Gesicht aus dem Ofen schob; der Ofendeckel schwebte ein Stück weit über dem Ofen, von Susannes ausgestreckten Armen gehalten. Die Leute kreischten vor Vergnügen. Rosie!, schrie die Mutter, stürzte auf den Ofen zu, hievte gemeinsam mit Rosie Susanne aus der Röhre. Susanne Ruß bedeckt, schmierig. Der schöne Badeanzug: Was mach ich bloß? Was mach ich bloß mit dem Balch? Der Mutter ist ganz und gar nicht zum Lachen zumute, aber den Leuten. De Purgert-Nanne, nee, off was for Ideen die kommt, der reinste Schung! Dass die Leute sich amüsieren, bewahrt Susanne zunächst vor dem Ochsenziemer. Doch noch kann Susanne nicht aufatmen. Eine winzige Ungeschicklichkeit, die Mutter wartet nur darauf, das Strafinstrument zu holen. Spätestens am Abend, wenn niemand mehr Zeuge ist, wird Susanne ihre Prügel beziehen. Sie wünscht sich einen Fliegeralarm, solche Angst hat sie. Warum aber treibt es sie immer zu Schabernack, wenn die Prügel doch vorausberechenbar sind? Am Abend gibt es Fliegeralarm. Susannes Wunsch ist erhört. Sie flüchtet sich zur dicken Frau aus dem Rheinland, eine der Evakuierten. Seit Wochen wohnen Evakuierte in den Eubener Häusern, Leute aus Hamburg, aus dem Ruhrpott. Bei Boehm-Otto und Tante Else leben zwei Kinder von entfernt Bekannten, dreizehn- und vierzehnjährig. Jede Nacht muss Tante Else die Laken vom Horscht, dem großen Jungen, wechseln. Da haben sie es mit der dicken Frau aus dem Rheinland gut getroffen. Ruhig sitzt sie bei den Angriffen. Wie voller Verachtung für den Krieg. Ich weeß nich, was de an der findest, sagt die Mutter jedes Mal, wenn Susanne der Rheinländerin zustrebt, sich von der Mutter entfernt. Susanne weiß es: Ruhig wird sie bei dieser Frau.
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