Elisa Scheer - Momentaufnahme

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Als sich ihr Freund, ihre Wohnung, ihr Auto und ihr Job sozusagen im Minutentakt als absolute Fehlgriffe entpuppen, steigt Bettina wutentbrannt in den nächsten Zug und landet in Wien. Beim Bummeln und Fotografieren der Sehenswürdigkeiten stolpert sie nicht nur über einen neuen Job, sondern auch über einen Mord, was sie allerdings so bald nicht bemerkt. Zurück in Leisenberg wird ihr aber schnell klar, in welcher Gefahr sie schwebt – und das, wo sie sich viel lieber auf den neuen Job und eine neue Liebe konzentrieren möchte!

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„Nein... ich staune nur. Ich hatte mir vorhin erst überlegt, dass ich am Montag mal zu der Zeitarbeitsagentur gehen müsste, für die ich schon öfter gearbeitet habe, und jetzt kommt ein Job angeflogen wie die gebratenen Tauben im Schlaraffenland. Ich kann´s nicht glauben. Ist nicht doch ein Haken dabei?“

„Klar gibt es einen Haken.“

Wusste ich´s doch! „Nämlich?“

„Ich bin der Haken“, erklärte er ernst, „ich bin ein unmöglicher Chef. Das haben wenigstens alle bisherigen Assistentinnen bei der Kündigung gesagt. Launisch, anspruchsvoll, ungerecht – und ich hasse weinende Frauen. Immer noch interessiert?“

Ich nickte. „Ich heule nicht. Wenn Sie mich anschreien, plärre ich zurück, knalle mit den Türen oder schmeiße Ihr teuerstes Objektiv an die Wand. Immer noch interessiert?“

„Klingt erfrischend. Das Objektiv schließe ich dann aber lieber weg. Was machen Sie heute noch?“

Ich sah auf die Uhr. Was, schon fast sechs? So lange hatten wir hier gesessen? Ich zuckte die Achseln. „Vielleicht noch mal Schnitzel essen gehen. Morgen Nachmittag geht schon mein Zug. Sagen Sie, eine Wohnung wissen Sie nicht zufällig auch noch?“

Er schüttelte den Kopf. „Nicht auf Anhieb. Kennen Sie den Figlmüller?“

„Klar, da war ich am Montag schon. Riesig!“

„Kommen Sie, gehen wir Schnitzel essen!“ Er winkte der Bedienung und zahlte. Ich protestierte ein bisschen, weil er auch mein Wasser übernahm, hatte aber keine Chance. „Das ist quasi der Einstand – das und das Schnitzel, ja? Wenn ich schon so schlecht zahle!“

„Warum betonen Sie das so?“, fragte ich, als wir quer über den Stephansplatz davongingen.

„Was denn?“

„Die schlechte Bezahlung. So wenig ist das doch gar nicht, mehr hab ich vorher auch nicht gekriegt.“

„Weil ich finde, dass ich bei meinen Chefallüren besser zahlen müsste, aber ich kann nicht, ich hab das Hinterhaus vor zwei Jahren gekauft und stehe fürchterlich bei der Bank in der Kreide. Wenn das Geschäft nicht einen gewaltigen Aufschwung nimmt, wird ihr Gehalt erstmal so bleiben, fürchte ich.“

„Damit kann ich leben. Haben Sie eigentlich schon mal so einen „Mal anders“-Band gemacht? Das wäre auch bei uns zu Hause eine Idee. Oder in Salzburg... Ich könnte mir eine ganze Reihe vorstellen.“

Erschrocken verstummte ich, als ich seinen Blick sah. „Sorry, ich wollte nicht aufdringlich sein. Sie wissen das natürlich besser, Herr Hellmann.“

„Oh Gott! Hab ich schon wieder so geschaut, ja? Das haben auch alle gesagt – ich würde immer ein Gesicht machen, als wollte ich meine arme kleine Assistentin gleich fressen. Also, erstens, wenn ich so gucke, denke ich meistens bloß nach und meine es nicht böse. Zweitens ist die Idee ausgezeichnet, bitte unterdrücken Sie so etwas nicht aus falsch verstandenem Respekt. Drittens werden Sie die erste meiner Assistentinnen sein, die wirklich fotografieren kann. Ein paar Dinge kann man sicher noch verbessern, aber die Basis ist gut, wirklich. Und viertens: Sagen Sie nicht Herr Hellmann zu mir, da komme ich mir vor wie mein Vater. Jan genügt.“

„Gut.“ Nicht gut, er kam mir immer noch so alt vor – ihn mit dem Vornamen anzureden, war mir ein bisschen unangenehm, aber ich konnte es nicht ablehnen, er war der Vorgesetzte. Mein Chef. Ich hatte wieder einen Chef! Schlimmer als Frances konnte er gar nicht sein.

Bei Figlmüller war es wie immer gesteckt voll. Der hohepriesterhafte Kellner wies uns eine Hälfte eines Vierertischs zu und nahm die Bestellung entgegen. Zunächst machten wir nur leicht verlegene Konversation, dann wandten wir uns erleichtert unseren Riesenschnitzeln zu. Mittendrin aber legte Jan das Besteck nieder. „Bettina? Warum wollen Sie den Job haben?“

Ich sah von meinem Schnitzel auf. „Weil ich einen Job brauche, weil ich gerne fotografiere und etwas auf diesem Gebiet machen möchte. Und weil ich glaube, dass Sie als Chef nicht so furchtbar sind, wie Sie tun. Bereuen Sie, dass Sie mir den Job angeboten haben?“

„Im Gegenteil. Ich glaube, dass wir gut zusammenarbeiten werden. Wir können das morgen testen, ja? Wir tun so, als bräuchte ich den Reumannhof für ein Projekt.“

„Gerne, wenn Sie berücksichtigen, dass ich manches noch nicht kann? Und wenn ich zwischendurch auch ein bisschen fotografieren darf?“

„Das müssen Sie sogar, vielleicht wird noch etwas für den Wien – mal anders – Band dabei herausspringen.“ Er winkte dem Zeitungsverkäufer, der sich zwischen den Tischen hindurchschlängelte.

Ich studierte die neuen Schlagzeilen, obwohl sie für mich auf dem Kopf standen. Volksgartenleiche identifiziert – Mordmethode weiter rätselhaft – Madonnenstatue verschwunden .

„Das mit der Volksgartenleiche ist seltsam“, bemerkte Jan, der beim Essen den Artikel überflog, „er ist vor einigen Zeugen zusammengebrochen und gestorben, an einer Stichwunde. Aber niemand stand nahe genug, um es gewesen sein zu können.“

„Eigenartig. Vielleicht hat jemand etwas geworfen?“ Mich interessierte das nur mäßig, Morde gehörten für mich zwischen zwei Buchdeckel, und dort sollten sie gefälligst auch bleiben. Jan schüttelte den Kopf. „Keine Waffe aufzufinden.“

„Das geht doch gar nicht!“

„Ja, das sagen sie im Sicherheitsbüro auch, aber ganz offensichtlich ist es eben doch gegangen. Komisch, wirklich. Und was hierzulande so alles aus den Kirchen geklaut wird! Na, das eine hat mit dem anderen wohl nichts zu tun.“

Ich antwortete nicht, denn mein gesenkter Blick ruhte auf einem Schuhpaar zwei Tische weiter. Lila Schuhe. Das gab es ja gar nicht – verfolgte mich der etwa? Es war schon wieder der gleiche Kerl. Jan sah mich irritiert an. „Was haben Sie denn?“

„Gucken Sie nicht hin, bitte, aber sehen Sie den Kerl mit den dunkelroten Schuhen an dem Fenstertisch da drüben? Den mit dem teigigen Gesicht?“

Jan spielte mit seiner Zigarettenschachtel herum, ließ sie fallen und guckte beim Aufheben. „Ich sehe ihn. Und weiter?“

„Den sehe ich jetzt zum vierten oder fünften Mal. Das kann doch kein Zufall mehr sein! Erst im Volksgarten, am Dienstag, gestern zweimal, im Museum und in der Trambahn, heute in der Kapuzinergruft – gut, da bin ich mir nicht sicher, und eben jetzt. Verfolgt mich der? Aber ich wüsste wirklich nicht, warum!“

„Vielleicht gefallen Sie ihm?“

„Na, er gefällt mir jedenfalls nicht“, antwortete ich missvergnügt. „Außerdem, dann könnte er ja wohl mal was sagen, nicht? Nur nachschleichen – so kommt er doch nie zu etwas! Ich finde das wirklich ein bisschen unheimlich. Bloß gut, dass ich morgen Nachmittag heimfahre!“

„Morgen schon? Ich fahre am Sonntag, ich bin mit den Ringstraßenfotos noch nicht fertig, mir fehlt noch der Stuben- und Schubertring.“

„Das ist ja noch ganz schön viel. Himmel, jetzt weiß ich, was ich die ganze Zeit machen wollte und vergessen habe – ins Kino gehen!“

Jan lachte ungläubig. Er lachte viel, fand ich, so ein böser Chef konnte er doch gar nicht sein. „Ins Kino? Hier?“

„Ich weiß, das klingt doof“, verteidigte ich mich, „aber Der Dritte Mann ? In der Originalversion? Das hat doch was, es direkt am Schauplatz anzugucken, oder?“

„Stimmt auch wieder. Wann fängt das an?“

„Um neun, glaube ich. Tja – wenn ich es nicht heute mache, kann ich es wohl vergessen.“

„Gehen Sie ruhig. Ach, wissen Sie was? Den hab ich auch lange nicht mehr gesehen, und noch nie im Original. Kann ich mitkommen?“

Ich sah ihn erstaunt an. „Klar, warum nicht?“

„Wer geht schon gerne mit dem bösen Chef ins Kino?“

„Ist das eine Masche von Ihnen? Man könnte meinen, Ihre Assistentinnen haben Ihnen ein Trauma beschert!“, neckte ich ihn, aber er lachte nicht mit.

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