Elisa Scheer - Momentaufnahme

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Als sich ihr Freund, ihre Wohnung, ihr Auto und ihr Job sozusagen im Minutentakt als absolute Fehlgriffe entpuppen, steigt Bettina wutentbrannt in den nächsten Zug und landet in Wien. Beim Bummeln und Fotografieren der Sehenswürdigkeiten stolpert sie nicht nur über einen neuen Job, sondern auch über einen Mord, was sie allerdings so bald nicht bemerkt. Zurück in Leisenberg wird ihr aber schnell klar, in welcher Gefahr sie schwebt – und das, wo sie sich viel lieber auf den neuen Job und eine neue Liebe konzentrieren möchte!

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Donnerstag, 21. März

Immerhin schien die Sonne wieder, also konnte ich bis drei noch jede Menge Fotos machen und mich mit einem Schmöker zwischendurch in ein Café setzen, beschloss ich, als ich nach dem dürftigen Frühstück nach draußen trat. Und ein Nachthemd musste ich mir für die letzte Nacht auch nicht mehr kaufen, lieber noch ein paar schöne Bildbände.

Sollte ich zu Fuß zum Ring laufen? Nein, ich wäre später sicher noch plattfüßig genug, entschied ich und stellte mich an die Straßenbahnhaltestelle. Straßenbahnen waren etwas Herrliches, schade, dass es sie bei uns nicht mehr gab, wir hatten nur Busse und unsere Mini-U-Bahn. An der Oper stieg ich in die Ringlinie um und fuhr zum Schwedenplatz. Ach, der leiwandste MacDonald´s! Nein, den brauchte ich jetzt nicht, dort war das Frühstück genauso ekelhaft wie im Hotel.

Die Postsparkasse war traumhaft schön, außen wie innen. Ich fotografierte innen auch, bemüht unauffällig und immer darauf gefasst, hinausgeworfen zu werden, aber offenbar waren die Postbeamten an fotografierende Touristen gewöhnt, jedenfalls streiften ihre Blicke mich nur gleichmütig. Sogar die Schreibtische für die Kunden waren noch original, und die köstlichen Schaltereinbauten in dunklem Holz auch. Und in der Eingangshalle die Widmung an den Kaiser!

Dabei musste ich wieder an diesen Franz-Joseph-Verschnitt im Volksgarten denken. Komisch, den hatte ich nicht wieder getroffen, nur den Kerl mit den lila Schuhen. Und den mit der grauen Jacke, Schimanski eben. Aber der war ganz nett.

Schon wieder ordentlich was in der Kamera. Wohin jetzt? Linke Wienzeile? Dann könnte ich mir auf dem Naschmarkt auch einen Vormittagssnack besorgen. Aber zuerst den Franziskanerplatz, den Schimanski mir gestern empfohlen hatte! Den Blick fest auf den Stadtplan geheftet, trabte ich die Basteien entlang nach Südosten. Hier war nicht viel Weltbewegendes zu sehen, aber der Franziskanerplatz war wirklich reizend, nur leider total zugeparkt. Ohne die dämlichen Autos müsste er tatsächlich historisch einwandfrei sein, überlegte ich und setzte mich auf ein Mäuerchen, um zu warten. Endlich fuhr der schauerliche Lieferwagen weg, der die schönste Ecke dominiert hatte, und ich fotografierte hastig. Mehr war wohl nicht zu erwarten, die anderen sahen irgendwie nach Dauerparkern aus...

Unterwegs konnte ich noch die Kapuzinergruft mitnehmen, denn mir war eingefallen, dass ich für Judith noch ein Souvenir brauchte.

Ich umrundete in der feuchten, kalten Luft (ein bisschen verwest roch es hier schon, fand ich) die aufgereihten Särge und überlegte, ob ich fotografieren konnte, wenn ich auf den Blitz verzichtete und dafür entsprechend lange belichtete. Aber so dämmerig, wie es hier war? Und verboten war es auch. Ich beschloss, es trotzdem zu riskieren, und wählte ein Ensemble aus Kindersarg und Herzurne in einem möglichst abgelegenen Raum. Tatsächlich konnte ich ungestört belichten, aber hinterher zitterten mir doch die Hände – ohne Stativ war das eine sehr verkrampfte Angelegenheit. Na, ob das was geworden war? Wahrscheinlich nicht, aber das Risiko war es wert gewesen. Draußen im Hellen konnte ich ja mal nachschauen. Auf dem Rückweg zum Ausgang glaubte ich, hinter einem der Särge, die mitten im Raum standen, schon wieder diese lila Schuhe erspäht zu haben, aber als ich vorsichtig um den Prunksarg herumschaute (Franz Stephan lag drin), war doch niemand zu sehen. Wurde ich jetzt schon paranoid? Blödsinn, das lag sicher nur an dem trüben Licht hier unten.

Leider gab es keine brauchbaren Souvenirs, aber als ich an der Oper auf die Straßenbahn wartete, entdeckte ich das Allerschärfste: An den Zeitschriftenkiosks dort gab es T-Shirts mit aufgestapelten Särgen darauf und der Aufschrift I love Kapuzinergruft . Sofort kaufte ich eins für Judith und ein riesiges für mich - als Nachthemd. Bei dem Anblick musste doch dem feurigsten Liebhaber alles runterfallen!

Eine Fischsemmel kauend, hielt ich dann das Majolikahaus und die goldenen Ornamente des Eckhauses an der Linken Wienzeile fest, mit dem Tele auch die Ruferinnen oben auf den Eckpfeilern. Dabei stellte ich fest, dass die Haustür offen stand, und schlich mich hinein, immer in Angst, etwas zu hören wie „Sie, wos machen´s jetzt do?“

Unbehelligt fotografierte ich die elegant geschwungene Treppe und den reich verzierten Lift in der Mitte, erst danach tauchte eine putzkittelbekleidete und wischmopbewehrte Gestalt aus dem Hintergrund auf. Ich retirierte schon Richtung Haustür, aber sie sagte nur „Grüß Gott“ und schlurfte an mir vorbei. Angenehm, wie gelassen die hier waren, zu Hause war man viel misstrauischer, wenn man fremde Gestalten im Hausflur antraf! Gut, wenn in unserem Hausflur ein Fremder stand, konnte es nur einer von der Bauaufsicht oder von der Abrissfirma sein, ein Tourist wohl kaum. Die Bewohner hier wussten ja wohl, in welchem Juwel sie wohnten!

Ich wurde schon wieder müde, unglaublich! Was nun? Es war knapp halb zwölf, gegessen hatte ich gerade, der Fotoladen lohnte sich noch nicht und auf das naturhistorische Museum hatte ich heute keine Lust.

Ich lief über den Naschmarkt zurück zum Karlsplatz und fuhr mit der Tram zur Oper und dann ein Stück den Ring entlang bis zum Café Landtmann. Dort schien die Sonne gerade perfekt auf die draußen aufgestellten Tische, und ich ließ mich aufseufzend an einem der Tische nieder. Ein Mineralwasser mit Zitrone, eine Zigarette, eine To-do-Liste im Terminplaner – ich war rundherum zufrieden.

Am Freitagnachmittag würde ich zurückfahren... Am Wochenende sollte ich den Immobilienteil der Zeitung studieren, am Montagmorgen würde ich bei JobTime auf der Matte stehen, die hatten mich ja sowieso noch in der Kartei. Irgendein Ablagejob wäre sicher drin, etwas Solides, Hauptsache, ich musste nicht solchen Idioten wie Böhmelmann um den Bart gehen! Frances, die blöde Kuh.. Und an der Kirchfeldener Landstraße gab es jede Menge Gebrauchtwagenhändler, ich würde mir einen günstigen Polo oder so kaufen, der noch keine zehn Jahre alt war, und den alten verschrotten lassen. So, wie er mich in der letzten Zeit geärgert hatte, hatte ich auch gar keine sentimentalen Gefühle mehr, ich würde ihn, ohne mit der Wimper zu zucken, zum Abdecker bringen!

Damit war mein Leben aufgeräumt. Und was die Wohnung betraf – ein Zimmer genügte, solange Küche und Bad benutzbar waren. Irgendwelche romantisch vergammelten Altbauten kamen ja gar nicht mehr in Frage. Aber so ein Spießerambiente wie bei Norbert wollte ich auch nicht.

Ich schloss die Augen und genoss die Sonne. Recht warm für Mitte März...

Beinahe wäre ich eingeschlafen, im letzten Moment fing ich mich, bevor ich mit dem Gesicht in mein Mineralwasser fallen konnte. Hier war es einfach zu gemütlich! Energisch winkte ich der Kellnerin und zahlte.

Mit Hilfe des Otto-Wagner-Buchs fand ich noch einige hübsche Jugendstildetails und malerische Winkel und schoss weitere Fotos, die mir sehr gelungen vorkamen.

Halb zwei... Ich steuerte den Fotoladen an, speicherte alles auf den Stick, druckte die neuen Bilder aus, was ganz hübsch Zeit in Anspruch nahm, und verzog mich wieder. Nachher alles mal in Ruhe anschauen!

Ein ordentlicher Packen! Und jetzt? Nebenan war eine große Buchhandlung... Ich strich im Erdgeschoss ein wenig um den Tisch mit den Bänden zur Stadtgeschichte herum und fand schließlich einen gewaltigen Band über den sozialen Wohnungsbau der Zwanziger Jahre. Leider auf Englisch, aber voller interessanter Abbildungen! Und schweineteuer - als ich den Preisaufkleber sah, musste ich schon schlucken: 88 Euro, so viel hatte ich noch nie für ein Buch ausgegeben, aber ich musste es unbedingt haben!

Mit der dicken Schwarte und meinen zahlreichen Fototüten fiel ich im vereinbarten Café wieder auf einen Stuhl. Noch fast eine Stunde Zeit, umso besser, ich wollte erst einmal das Buch studieren. Bei einem weiteren Mineralwasser (allmählich begann ich innerlich zu gluckern) las ich mich genussreich fest und merkte erst, als ein Schatten über mich fiel, dass ich vier Zigaretten geraucht und schon das ganze Wasser ausgetrunken hatte. Ich sah auf und lächelte abwesend.

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