Elisa Scheer - Momentaufnahme

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Als sich ihr Freund, ihre Wohnung, ihr Auto und ihr Job sozusagen im Minutentakt als absolute Fehlgriffe entpuppen, steigt Bettina wutentbrannt in den nächsten Zug und landet in Wien. Beim Bummeln und Fotografieren der Sehenswürdigkeiten stolpert sie nicht nur über einen neuen Job, sondern auch über einen Mord, was sie allerdings so bald nicht bemerkt. Zurück in Leisenberg wird ihr aber schnell klar, in welcher Gefahr sie schwebt – und das, wo sie sich viel lieber auf den neuen Job und eine neue Liebe konzentrieren möchte!

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Nach dem Frühstück trieb ich mich ein wenig in der schäbigen kleinen Hotellobby herum. Es gab an einem Drehständer ziemlich alberne T-Shirts, die wahrscheinlich bloß Amerikaner und Japaner kauften (schön, wie vorurteilsfrei ich doch war), Postkarten, den Bildband, den ich schon hatte (Mist, hier kostete er zwei Euro weniger als im Museumsshop) und auch recht instabil aussehende Minischirme. Schwarz mit einem Rand aus Edelweiß – naja. Etwas älplerisch, aber nicht allzu teuer. Und diese Minis überlebten ja nicht lange, sie pflegten bei heftigen Böen durchzubrechen oder sich unwiderruflich umzustülpen. Jedenfalls würde er halten, bis ich zu einem richtigen Schirmladen kam. Also opferte ich fünfzehn Euro (Wucher, so ein schrottiges Ding) und zog Richtung Innenstadt davon.

Wohin zuerst? Zum Karlsplatz, entschied ich. Im Untergeschoss gab es anständige Schirme, aber ein ganz übler Geizanfall überkam mich und ich beschloss, dass das Edelweißding den Tag wohl doch überstehen würde. Und wer wollte schon mit zwei Schirmen herumlaufen? Lieber gab ich das Geld für weitere Museumsführer und ein schönes Nachthemd aus. Oder für einen Pullover, kalt genug war es ja!

Das Museum der Stadt Wien lag ziemlich versteckt neben der Karlskirche und bot wahre Schätze, wie Modelle der Stadt zu verschiedenen Jahrhunderten, eine Sammlung Mode der Jahrhundertwende, mehr als schräge Gemälde und allerlei Kurioses. Ich studierte aufmerksam die Modelle, fotografierte sie auch, wenn ich mich unbeobachtet fühlte, und lernte alles über den Bau der Ringstraße. Das war noch ein richtiges Großprojekt!

Der Museumsshop hielt weitere Kostbarkeiten bereit, etwa einen schmalen Bildband mit einem wunderschönen Jugendstildetail auf dem Umschlag. Ich zog es aus dem Ständer. Otto Wagner? Nie gehört! Als ich es durchgeblättert hatte, beschloss ich, es zu kaufen. Noch einige Postkarten, und ich konnte mich in die Schlange vor der Kasse einreihen. Gelangweilt starrte ich zu Boden, während ich darauf wartete, dass die Schlange weiter vorrückte.

Hässliche Schuhe trugen die Leute, abgetreten, grauschwarz, mit Schneespuren vom Winter – noch nie was von Schuhcreme gehört? Diese grauenvollen, vorne aufgebogenen Klumpfußtreter, schmuddelige Turnschuhe, lila Kunstleder, grünes Wildleder, verschossen – lila Kunstleder? Langsam ließ ich meinen Blick nach oben wandern: tatsächlich, der Typ aus dem Volksgarten. Wo hatte er denn Franz Joseph gelassen? Ich sah mich unauffällig um, aber Franz Joseph war nirgendwo zu sehen. Ärger im Paradies? Obwohl, die mussten ja kein Paar sein. Ich spürte den abschätzenden Blick von lila Schuh, ohne hinzusehen, und ließ meine Augen nun betont gleichgültig über ihn hinweg auf den Postkartenständer auf der Kassentheke gleiten. Lieber eine Sissi-Karte anstarren als den Kerl. Aber dass man in einer so großen Stadt einen Typen gleich zweimal traf? Schon ein eigenartiger Zufall!

Endlich konnte ich meine Ausbeute bezahlen und das Museum verlassen. Lila Schuh stand draußen und rauchte, wie ich im Vorbeihasten feststellte. Ich wandte mich lieber der Karlskirche und der prunkvollen Fontäne davor zu. Immerhin, der Regen hatte aufgehört, und am Himmel wurde zwischen den weißgrauen Wolkenfetzen sogar ab und an ein Stückchen Blassblau sichtbar. Eine Zeitlang umrundete ich das Bassin, bis ich einen Standplatz gefunden hatte, von dem aus die Kuppel und die minarettartigen Türme der Karlskirche durch den Wasserschleier der Fontäne hindurch funkelten. Die Kamera vor dem Auge, wartete ich, bis die Sonne kurz durch eine Wolkenlücke blitzte, und schoss dann mehrere Fotos. Der Motor der Kamera kam mir heute so laut vor – ich brauchte doch hoffentlich nicht ein Akkuladegerät? Zur Not hatte ich ja einen Reserveakku, aber das Ladegerät war natürlich daheim.

Ich wusste mir für mein Geld etwas Schöneres, als ein zweites Ladegerät zu kaufen, aber ohne Kamera würde mir Wien nur halb so viel Spaß machen.

Ich drehte mich um und entdeckte die Stadtbahnpavillons im reinen Jugendstil; das kostete mich wieder eine Menge Platz auf dem Chip, vor allem, weil ich die grüngoldenen Details der Verzierungen festhalten musste. Hier könnte man auch mal in Schwarzweiß... das brächte die eleganten Strukturen sicher noch besser zur Geltung!

Mein Magen knurrte; außerdem wollte ich in Ruhe nachlesen, wer Otto Wagner nun gewesen war. Ich ging auf die Suche und fand in einer Seitenstraße ein gemütliches Café, wo ich mir eine Melange und einen Apfelstrudel bestellte und das Buch aufschlug, sobald die Bedienung den Rücken gekehrt hatte.

Traumhafte Bilder! Und eine Herausforderung für jeden Fotografen! Ich riss eine Seite aus meinem Zeitplaner und notierte mir die Adressen, die ich unbedingt noch aufsuchen musste, vor allem die Postsparkasse und die Häuser an der linken Wienzeile. Auch andere Architekten als Wagner hatten hinreißende Bauten hinterlassen - das gab noch ordentliche Laufereien, es war ja nicht so, als lägen die schönsten Bauten der Jahrhundertwende ordentlich entlang der Ringlinie aufgereiht! Egal, ich hatte schließlich Zeit – und zu Hause schien mich auch niemand zu vermissen, jedenfalls hatte außer Judith niemand mehr angerufen.

Ich wühlte das Handy aus der Tasche. Kunststück, es war ausgeschaltet! Hastig sah ich mich in dem kleinen Café um: fast leer, dann würde ich wohl niemanden stören, wenn ich kurz meine Mailbox und den SMS-Speicher abrief.

Die Mailbox war leer. Mitteilungen waren zwei eingegangen. Also war es doch nicht so, dass mich niemand lieb hatte. Ich rief die erste auf. Der Netzbetreiber informierte mich über einen günstigen neuen Firmentarif. Sehr spannend – ich tippte auf Löschen und nahm mir Mitteilung 2 vor. Von Frances, aha!

Sie konnte ja immer noch nicht korrekt schreiben! dU bist GEFEUERT. GELD auf KontO. ZEUG IN kiSTE

Sehr aufschlussreich! Gut, gefeuert war kein Problem, wenn ich das schriftlich bekam, hatte ich sogar Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung. Geld auf Konto bedeutete hoffentlich, dass sie mir mein letztes Gehalt überwiesen hatte; das konnte ich in einem Internet-Café leicht feststellen. Zeug in Kiste? Welches Zeug denn? Alles Wichtige hatte ich doch schon mitgenommen? Typisch Frances, keiner kapierte ihre kryptischen Anmerkungen!

Ich schrieb zurück. OKAY. KÜNDIGUNG BITTE SCHRIFTLICH. WAS FÜR ZEUG? und schickte es ab. Dann zahlte ich und machte mich wieder auf nach draußen. Es sah schon wieder so nach Regen aus - und bei diesem Sauwetter hatte ich keine Lust, nach Wagners Meisterwerken zu suchen! Außerdem hatte ich keine Zigaretten mehr. Ich rauchte wirklich nicht viel, aber die angebrochene Schachtel von der Reise neigte sich ziemlich ihrem Ende zu. Wo war denn hier eine Trafik?

Schließlich fand ich eine, klein, dunkel und voll mit alten Damen, die ihren Schein fürs Mittwochslotto abgeben wollten und dabei offenbar intensive Beratung brauchten. Ich reihte mich brav in die Schlange ein, sah mich in dem unordentlichen Laden um und studierte schließlich die Zeitschriftentitel. Ein Boulevardblatt titelte Rätsel um den Volksgartenmord , ein anderes Sprengt Haider die Koalition? Vergebliche Hoffnung, dachte ich mir und wandte mich den Frauenzeitschriften zu. Großer Test: Leben Sie so, wie Sie wollen? Die zehn Lieblingstricks der Männer im Bett. Tausend neue Frisuren. Das wird ein Spitzensommer! Bestimmt, die Tussi auf dem Foto daneben trug nur Spitze, und davon ziemlich wenig. Das könnte den Kerlen so passen! Zurück in den Beruf. Das Richtige essen und schlank werden. Zwanzig originelle Urlaubsziele . Die Zeitschriften waren mit unseren identisch, es gab außer der Wienerin keine spezifisch österreichischen Frauenmagazine. Ich zog den Spiegel aus dem Regal und das Heft mit dem Großen Test , obwohl ich nur zu genau wusste, dass ich nicht so lebte, wie ich wollte.

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