Elisa Scheer - Momentaufnahme

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Als sich ihr Freund, ihre Wohnung, ihr Auto und ihr Job sozusagen im Minutentakt als absolute Fehlgriffe entpuppen, steigt Bettina wutentbrannt in den nächsten Zug und landet in Wien. Beim Bummeln und Fotografieren der Sehenswürdigkeiten stolpert sie nicht nur über einen neuen Job, sondern auch über einen Mord, was sie allerdings so bald nicht bemerkt. Zurück in Leisenberg wird ihr aber schnell klar, in welcher Gefahr sie schwebt – und das, wo sie sich viel lieber auf den neuen Job und eine neue Liebe konzentrieren möchte!

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„Wienzeile, Postsparkasse, Engelapotheke, Kirche am Steinhof?“

„So etwa. Sie kennen sich gut aus!“

Er lachte wieder. „Das ist mein Job. Ich bin Fotograf – hab ich schon erwähnt, oder? – und vor allem für einen Verlag tätig, der Architektur-Bildbände herausgibt, entweder allgemein, für Touristen, oder spezieller, für Kunsthistoriker.“

„Schöner Job“, kommentierte ich neidisch, „das würde mir auch gefallen.“

„Was machen Sie denn?“

„Bis Montagmorgen war ich in einer PR-Agentur tätig, aber dann hab ich fristlos gekündigt und bin nach Wien gefahren.“ Ich erzählte ein bisschen über Frances´ Agentur und wir stellten fest, dass wir tatsächlich in derselben Stadt wohnten, nicht einmal weit auseinander. So ein Zufall aber auch!

Er erzählte, dass er, bevor er für ein Projekt über die Ringstraßenarchitektur nach Wien gekommen war, drei Wochen in Wales fotografiert hatte und davor in Istanbul. Ich wurde immer neidischer. Wieso hatte ich nicht richtig Fotografin gelernt!

Plötzlich sah er auf die Uhr. „Oh – ich hab gleich einen Termin. Vorschlag?“

Ich nickte.

„Morgen um drei, im ersten Café am Graben, vom Stephansplatz aus gesehen. Ich weiß nicht, wie es heißt. Draußen, wenn möglich. Einverstanden?“

Ich nickte wieder. Graben war prima, ich musste ja ohnehin Fotos speichern und drucken – und dieser Laden hatte einen sehr ordentlichen Eindruck gemacht. Er stand auf, lächelte noch einmal und war nach einem kurzen Stopp an der Kasse verschwunden. Ganz nett. Vielleicht konnte er mir verraten, wie ich in die Fotobranche hineinkommen konnte? Und wenn er sich wirklich noch als doof entpuppen sollte – er kannte meinen Namen gar nicht und ich seinen auch nicht. Gar nicht so schlecht. Sollte ich nun noch ein bisschen durch die Ausstellung bummeln?

Keine Lust mehr, entschied ich. Lieber machte ich noch einen Sprung in den Fotoladen und suchte noch nach einigen Otto Wagner-Bauten. Und dann wollte ich mich ja eigentlich mit dem albernen Test irgendwohin zurückziehen. Halb fünf...

Nach der Speicher- und Druckaktion (gute Bilder, auch wenn ich mich selbst loben musste) umrundete ich den Zeitungsverkäufer vor dem Dom ( Rätselhafter Mord im Volksgarten; Sprengt Haider die Koalition?; Wer ist der unbekannte Tote; Tod durch Zauberhand; Zimmerbrand in Mödling ) und machte mich auf die Suche nach der Engel-Apotheke, die ein Wagner-Schüler entworfen hatte. Ich irrte eine Zeitlang durch die Gassen hinter dem Kohlmarkt und dem Graben, bis ich die Bognergasse entdeckt hatte, und stürzte mich dann mit der Kamera in die Arbeit. Hinreißend!

Wenn ich schon sozusagen in der Gegend war – sollte ich doch gleich noch die Postsparkasse suchen? Nein, es wurde allmählich zu dunkel, und ich hatte auch keine rechte Lust mehr. Für heute war es genug, fand ich. Und essen gehen wollte ich auch nicht; lieber zog ich mich in mein Hotelzimmer zurück. Mittlerweile war ich sogar zum Laufen zu faul; ich schnappte mir an der Oper eine geeignete Straßenbahn und fuhr fast bis vor die Hoteltür.

Die Straßenbahn war proppenvoll, offenbar wurden die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien gut angenommen, überlegte ich, an einer Lederschlaufe hängend und meine mittlerweile recht schwere Umhängetasche zurechtrückend. Die Leute wirkten müde und lustlos. Kunststück, wenn ich hier leben und arbeiten würde, hätte Wien sicher auch nicht mehr den Reiz, den man als Tourist so deutlich empfand. Die meisten starrten einfach vor sich ihn; ich heftete die Augen auf den Boden und merkte auch, wie mein Blick glasig wurde und ich nicht mehr viel wahrnahm.

Plötzlich aber stellten sich meine Augen wieder scharf – lila Schuhe! Nicht schon wieder, gab es da ein Nest? Vorsichtig hob ich den Blick; es war der gleiche Kerl! Er las Zeitung ( Tod durch Zauberhand? ), aber es war unverkennbar der Typ von der Bank im Volksgarten, ich erkannte nicht nur die Schuhe wieder, sondern auch die braunen Cordjeans mit dem dunkleren Fleck am Hosenbein. Genau wie heute Vormittag im Museum der Stadt Wien ! Langsam wurde mir das unheimlich, natürlich konnte mir der Kerl total gleichgültig sein, aber warum traf ich ihn dauernd? Ich dachte doch, Wien sei eine Großstadt? War das Zufall? Bestimmt! Dann war es schon eher kein Zufall, dass ich Schimanski-Jacke wiedergetroffen hatte, der hatte mich immerhin angequatscht und sich für morgen mit mir verabredet. Aber lila Schuh machte gar keine Anstalten, mich anzusprechen, er war restlos in seine Zeitung vertieft. Wahrscheinlich arbeitete er im Museum und fuhr jetzt mit der Trambahn nach Hause, das war die einfachste Erklärung.

Hoppla, ich musste raus! Ich sprang aus dem Wagen und landete direkt vor dem Lebensmittelladen – ungemein praktisch. Die Tasche noch um zwei Literflaschen Diätcola und eine extra große Knabbermischung schwerer, trat ich dann wieder heraus und strebte direkt in mein Hotelzimmer.

Aufseufzend fiel ich auf mein Bett. Herrlich! Erst ein Schläfchen? Nein, erst wollte ich die Fotos in Ruhe ansehen. Langsam blätterte ich den Stapel durch. Gut, wirklich! Nicht alle natürlich, aber etwa zwei Drittel konnte man richtig für Profi-Fotos halten – so schlecht war ich gar nicht! Zufrieden steckte ich die guten Fotos wieder in den Umschlag und stapelte die schlechten auf dem Nachttisch auf. Vielleicht konnte ich sie diesem Fotografen morgen zeigen? Wenigstens ein paar? Vielleicht hatte er noch Tipps für mich?

Und die Schwarzweißfotos – die würde ich zu Hause als Graustufenbilder speichern. Mal sehen, was in Schwarz-weiß noch besser aussah als in Farbe! Da konnte ich die besten auch zu Hause an die Wand hängen, wenn ich erst ein vernünftiges Zuhause gefunden hatte. In meiner momentanen Wohnung würden die Bilder entweder auf der Rückseite sofort zu schimmeln anfangen oder der Bilderhaken brächte die halbe Wand zum Einsturz.

Jedenfalls wusste ich wieder mal, dass ich durchaus Talent hatte, dachte ich und legte den dicken Umschlag zufrieden zur Seite. Dann riss ich den Foliendeckel der Knabbermischung ab und griff beherzt hinein. Und wo war jetzt dieser Test? Und einen Kugelschreiber brauchte ich...

Ich holte den Stift aus meinem Zeitplaner, öffnete die erste Colaflasche, nahm einen tiefen Schluck, sammelte die verschütteten Erdnusscracker wieder ein und schlug den Test auf.

Großer Test: Leben Sie so, wie sie wollen?

Ich blätterte ein bisschen. Besonders groß kam mir der Test nicht vor, höchstens vier Seiten, inklusive Auflösung.

Das würde mir wohl kaum viel weiter helfen!

A) Ihr Privatleben

1.) Betrachten Sie sich ihren Mann. Was denken Sie sich?

a) Den würde ich sofort wieder heiraten. 10

b) Früher war unsere Beziehung leidenschaftlicher! 5

c) Was hab ich an dem eigentlich gefunden? 2

d) Welchen Mann? 0

Ich ärgerte mich, als ich d) ankreuzte und null Punkte notierte. Was war denn, wenn jemand total glücklich damit war, solo zu sein? Durfte man nur mit Mann glücklich sein? Einen Kerl loswerden wollen brachte mehr Punkte als ihn losgeworden zu sein? Verquere Logik! Vielleicht wurde es ja noch besser.

2.) Denken Sie an Ihre Kinder. Wie sind ihre Gefühle?

a) Manchmal nerven Sie schon fürchterlich! 5

b) Die Kinder sind mein ganzes Glück. 10

c) Eigentlich fühle ich mich als Mutter eingeengt. 2

d) Wir haben keine Kinder. 0

Schon wieder null! Und wenn man keine wollte? Außerdem kam mir c) durchdachter vor als a). Bis jetzt war ich der Totalloser, und so kam ich mir auch wieder nicht vor. Außerdem war es ziemlich einfach, zu erkennen, wie man zu guten Ergebnissen kommen konnte. Vielleicht wurde es bei anderen Bereichen sinnvoller?

3.) Eltern und Geschwister – wie ist Ihr Verhältnis zu ihnen?

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