Beate Morgenstern - Tarantella
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Du warst ein guter Ehemann, sagte ich. Und du bist ein noch besserer geworden. Deine spätere Frau wird von jeder anderen beneidet werden.
Aber warum kannst nicht du bei uns bleiben, Gisela, erwiderte er.
Ich kann nicht. Ich habe mich entschieden.
Was habe ich falsch gemacht? Er sah mich aus seinen engstehenden dunklen Augen an. Ich war ganz unglücklich, dass es ausgerechnet ihn treffen musste, den gewiss besten aller Ehemänner, sieht man einmal davon ab, dass er in der Liebe etwas unbeholfen war.
Nichts hast du falsch gemacht. Es ist Schicksal, sagte ich.
Diese Schlampe, diese Hure, dieses verfluchte Weibsbild.
Wäre es dir lieber gewesen, es wäre ein Mann gewesen?, fragte ich.
Er dachte nach. Einem Mann gönne ich dich noch weniger, war seine Antwort.
Meinem Mann ließ mein Verhältnis zu Amanda keine Ruhe. Als er etwas gefestigt war, stellte er Fragen. Nun sag einmal, wie tut ihr es denn eigentlich? Hat sie den Mann gespielt? Aber ihr fehlt doch das Entscheidende! Oder macht sie es mit einem Gerät?
Ich lachte über seine Einfalt. Wir Frauen hassen Frauen, die wie Männer sind. Nichts ist uns mehr zuwider. Schon die, die sich wie Männer bewegen und sprechen, haben kaum eine Chance bei uns.
Aber wie tut ihr's dann?
Wozu haben wir unsere Hände, unseren Mund.
Das reicht dir?
Vollkommen.
Aber ich habe doch auch Hände, einen Mund.
Du hast nie viel damit angefangen, mein Lieber.
Ich sollte es vielleicht?
Du würdest jede Frau glücklich machen.
Aber wenn ich doch Hände, einen Mund habe, warum bleibst du nicht bei mir?
Ich kann nicht. Ich will nun Frauen haben.
Aber eine spielt den Mann. So ist es trotzdem!
Wir spielen allerhand, aber nicht den Mann. Da kannst du sicher sein. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Obwohl mir Amanda nie gestattet hat, sie anzurühren, wahrscheinlich, weil sie keine Lust hatte, eine Lehrmeisterin zu sein, sprach ich so zu meinem Mann, denn alles musste er nicht wissen.
Gegenseitig. Das ist nicht so übel.
Das sollte immer so sein, sagte ich. Auch zwischen Mann und Frau.
Ich bedauerte schon, dass mein Mann nicht eine Frau war.
Endlich bekam ich eine moderne Appartement-Wohnung. Man wollte mir eine ganz außerhalb der Stadt geben, in einem der Neubaugebiete wie Marzahn oder Hellersdorf. Da ich Fahrzeiten von vielleicht einer Stunde und dazu einen langen Fußweg hätte in Kauf nehmen müssen, protestierte ich so energisch, dass man einlenkte und ich in der Nähe vom Ostkreuz eine Zuweisung erhielt. Ich bestellte einen Gütertransport für das Wenige, das ich mitnahm. Es war eine schöne Zeit mit euch, ihr Kinder, sagte ich zu meinem großen Sohn, meiner kleinen Tochter. Aber nichts währt ewig. Ihr geht ohnehin eines Tages aus dem Haus. Jetzt gehe ich vor euch. Lasst es euch nicht einfallen, mich so bald zu besuchen. Ich will selbständig werden. Und ihr sollt mir darin nacheifern. Nichts ist verächtlicher als willenlose, tatenschwache Menschen, die einer Entscheidung keine Taten folgen lassen. Und du, mein lieber Mann, suche dir eine liebe, hübsche Frau und erinnere dich meiner Worte, die Liebe betreffend. Dann wird alles zum Guten ausschlagen. So redete ich und brach mit meiner Familie, ihr und mir zum Besten.
Es bedurfte einiger Anstrengung, dass meine Wohnung nicht aufs Haar denen meiner Nachbarn glich. Ich bin empfänglich für den Reiz von Neubauten. Puppenhäuser, in der Nacht erleuchtet. Hübsch ist es, hineinzusehen: die Schrankwände frisch aus dem Warenhaus, nur die Menschen darin einmalig. Ich war mir offenbar meiner Einmaligkeit nicht so sicher, so dass ich schweren Herzens auf die gängige und überaus praktische Anbauwand und die Couchgarnitur verzichtete, mit deren Anschaffung ich mit einem Schlag alle Einrichtungsprobleme gelöst hätte. Ich bin handwerklich geschickt. Dank der polytechnischen Ausbildung, die wir an den Schulen erhielten, scheue ich keine Arbeit. Und so baute ich mit Hilfe von Stangen bis zur Decke hinauf und Brettern ein Regal, das die Schrankwand ersetzte.
Ich kaufte über Annonce einige wenige alte Möbel, ließ mir Gardinen für die Fensterfront anfertigen, den Zementboden mit Teppichware auslegen.
Als ersten Gast lud ich meine Kollegin Ute in mein neues Heim. Sie kam an mit Blumen, einem selbstgebackenen Kuchen und strahlte. Wenn sie nur einen Grund finden kann und sei es den einer überraschenden Begegnung oder der Freude auf einen Besuch, kann sie nicht anders als lächeln, ja strahlen wie ein Morgen- oder - noch besser - Abendstern.
Ich habe dich nie verstanden, ein so freundlicher Mann, so nette Kinder, sagte sie. Von Taktgefühl ließ sich Ute kaum leiten, jedenfalls mir gegenüber nicht. Sie liebte es, mich zu zausen, wenn auch leider nur im übertragenen Sinn, und mir ihre Gedanken freimütig mitzuteilen.
Als sie in die Deutsche Galerie kam, den Platz am Schreibtisch in der Bibliothek einnahm, den ich Jahre innegehabt hatte, hielt ich sie für nicht mehr als ein nettes Blondchen, eben sehr jung noch. Ich änderte meine Meinung, als ich beobachtete, wie sie in aller Freundlichkeit beharrlich ihren Standpunkt verfocht und sich auch auf Sophistereien verlegte, um formal recht zu behalten. Aber nicht das stimmte mich in ihrer Beurteilung um, auch nicht, dass sie grundsätzlich einen anderen Standpunkt als ihr Gesprächspartner verfocht, sondern ihr Lachen nach einem solchen Streitgespräch. Oder es ist auch ganz anders!, sagte sie abschließend mit unschuldigem Gesicht. Anscheinend nahm sie weder sich noch andere ernst oder nur bis zu einem gewissen Grade, worüber ich mich wegen der Wirkung auf andere besorgte, die von solch Tändelei nichts hielten. Doch ich hatte keinen Grund. Sie konnte ihrem Gesicht immer die Ernsthaftigkeit, ja Strenge geben, wenn sich jemand auf ihr Spiel nicht einließ. Ja, sie konnte sogar gläubig schauen, ihr blondes Gesicht noch blonder, wenn sie dies für angebracht hielt. Ohne dass sie glaubte, wie sie mich hinterher lachend wissen ließ. Du spielst, sagte ich einmal verärgert. Nein, das nicht, antwortete sie. In dem Augenblick fühle ich so.
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