Kendran Brooks - Menetekel

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Jules ist schwer erkrankt und kämpft mit dem Tod. Kann ihm die Wissenschaft helfen, obwohl der Schweizer Staat und seine Behörden dagegen sind? In Brasilien beherrscht die Wirtschaft alles und hat sich zu diesem Zweck mit dem Staat gegen die Ureinwohner verbündet. In Äthiopien kämpft ein Entwicklungsprojekt gegen die Religion. Und in Indien muss die Wirtschaft religiöse Schranken überwinden.
Viel zu häufig übersehen wir in der Flut der täglichen Pressemeldungen die eigentlichen Hintergründen von Geschehnissen. Denn nicht immer steht der Mensch mit seinen Trieben und seinen Zielen im Zentrum der Handlung. Oft genug sind es die drei mächtigen Säulen der Menschheit, der Staat, die Religionen und die Kultur, die einen gehörigen Beitrag zur weltweiten Unruhe leisten.

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Khaled Salama nickte eifrig: »Ja, wir denken, dass ein rascher Freispruch des Schauspielers die religiösen Extremisten klar in ihre Schranken weisen wird.«

Abdala schüttelte ablehnend den Kopf: »Das wäre bestimmt eine Möglichkeit, lieber Khaled Salama. Doch wir vergeben damit auch eine große Chance.«

Pressechef Salama sah sein Gegenüber erstaunt an, dachte über dessen Aussage erst gründlich nach.

»Bevorzugen Sie etwa eine Verurteilung?«, fragte er sicherheitshalber nach und als Abdala ihm sogleich zustimmte, fuhr er fort, »Sie wollen die Stimmung in der Bevölkerung gegen die Salafisten weiter schüren?«

Es war mehr Feststellung als Frage.

»Ja, Sie haben unsere Gedanken erraten. Der Schauspieler Adel Imam ist in weiten Teilen der Bevölkerung äußerst beliebt, ja, er wird gerade von den unteren Schichten als ihren Helden verklärt. Wie würde es Ihnen gefallen, lieber Khaled Salama, wenn eines ihrer Vorbilder vor Gericht gezerrt und aufgrund einer an sich lächerlichen Anklage verurteilt wird?«

Die Augen von Salama leuchteten kurz, aber freudig auf und seine Lippen zeigten ein schmales, smartes Lächeln.

»Ausgezeichnete Idee. Aber gegen das Urteil werden die Anwälte von Adel Imam bestimmt Rekurs einlegen?«

»Damit rechnen auch wir«, meinte Naguib Abdala und lächelte dazu süffisant, »so können wir gleich dreimal Punkten.«

»Dreimal?«

»Über alle drei Instanzen hinweg, meine ich«, fügte der PR-Profi erklärend hinzu, »Sie müssen nur dafür sorgen, dass die Berufungsgerichte das Urteil bestätigen.«

Salama nickte nachdenklich, legte sich wohl seine Vorgehensweise gegenüber dem Militärrat und den zuständigen Behörden in Gedanken zu Recht.

»Sollten wir Adel Imam nicht einweihen? Immerhin ist er Schauspieler?«

»Auf keinen Fall, lieber Khaled Salama. Auch der beste Darsteller kann einmal aus seiner Rolle fallen. Wir sollten kein Risiko eingehen.«

Salama stimmte ihm zu.

*

Als der junge Regisseur in sein Büro an der Talaad Harb zurückkehrte, begrüßte ihn seine Assistentin Samira mit mühsam unterdrückter Wut in ihrer Stimme.

»Sie verweigern uns den Dreh, diese Idioten.«

Marwan blickte die hübsche, junge Frau ruhig, aber ohne Verständnis an, denn in seinem Kopf schwirrten immer noch die Bilder zum skandalösen, kulturfeindlichen Gerichtsurteil.

»Welche Genehmigung meinst du?«, meinte er darum zerstreut.

»Na, in der Omar Makram Moschee. Der zuständige Imam lässt dir ausrichten, dass er keine Filmaufnahmen mehr wünsche oder dulde und weitere Anfragen darum zwecklos seien.«

Ohne Erwiderung und ohne sichtbare Reaktion ging Youssef müde an Samira vorbei und setzte sich hinter sein Pult, lehnte sich weit im alten Ledersessel zurück, legte seinen Kopf in den Nacken und verschränkte seine Arme vor der Brust, starrte stumm zur Decke hoch.

»Youssef, was ist?«, fragte Samira leise, Unheil ahnend.

Doch der junge Regisseur antwortete nicht.

Kapitel 1

Sein Anruf über Skype war überaus enttäuschend ausgefallen. Nicht nur ging es Jules, seinem Adoptivvater, immer noch schlecht. Alabima, seine Adoptivmutter, hatte ihn und seine Freundin für den Sommer unmissverständlich ausgeladen. Die Äthiopierin wollte Chufu und Mei nicht sehen, versprach sich von einem Besuch der beiden auch keine Besserung für Jules auf seinem langen Weg zur erhofften Genesung.

Vor drei Monaten war der Schweizer auf dem Flughafen in Genf bei seiner Ankunft zusammengebrochen. Im Universitätsspital Lausanne fand man den eher harmlosen Grund für den Kollaps rasch heraus. Ein Fettwulst hatte zunehmend auf die Aorta gedrückt und unterbrach je nach Körperbewegung die Blutzufuhr zum Gehirn, was zur sofortigen Bewusstlosigkeit führte. Mit einer kleinen Operation konnte das Problem behoben werden. Die Ärzte fanden bei ihrem Scan jedoch auch noch Tumorzellen im Gehirn des Schweizers. Der Krebs war noch nicht weit fortgeschritten und wurde operativ entfernt. Zudem bestrahlte man ihn sorgfältig und unterstützte die Therapie mit einer zusätzlichen Chemo. Doch wenige Wochen später hatte das MRT neue Ableger gefunden.

Womöglich war der Kampf des Schweizers gegen die Krankheit bereits verloren. Doch die Ärzte beruhigten weiterhin, wollten Chemo und Bestrahlung wiederholen, wussten sich wohl auch keinen besseren Ratschlag. Auch Jules Lederer schien sich mittlerweile aufgegeben zu haben. Doch Alabima wollte um ihren Ehemann kämpfen, wie sie ihrem Adoptivsohn am Bildschirm mehrmals versicherte.

Chufu schrak auf, als die Wohnungstüre ins Schloss gedrückt wurde.

»Hallo. Bin zurück«, meldete sich seine Freundin Mei aus dem Flur.

»Hi, Schatz«, antwortete er matt und lustlos aus dem Wohnzimmer.

Ihre Schritte entfernten sich in Richtung der kleinen Küche.

Chufu, ein philippinischer Waisenjunge, war von Jules und Alabima vor ein paar Jahren als bereits Fünfzehnjähriger adoptiert worden. Sie förderten den aufgeweckten Jungen so gut sie konnten und er holte verpasstes Schulwissen rasch nach, studierte mittlerweile das zweite Jahr an der Universidade Federal do Rio de Janeiro Psychologie. Hier hatte er sich in Mei Ling verliebt und die beiden wohnten seit ein paar Monaten in dieser Zwei-Zimmer-Wohnung. Familie Ling stammte aus China. Doch der Großvater wanderte vor fünfzig Jahren nach Südamerika aus, eröffnete in Rio ein Restaurant, das rasch erfolgreich wurde. Der Vater von Mei entwickelte daraus eine ganze Kette von Gaststätten und Familie Ling kam zu großem Wohlstand, galt auch für brasilianische Verhältnisse als sehr reich.

Auch die Lederers besaßen ein ansehnliches Vermögen. Jules hatte es sich als Problemlöser für wohlhabende und einflussreiche Klienten über die letzten zwanzig Jahre erarbeitet. Als studierter Ökonom arbeitete er ein paar Jahre lang für eine große Anwaltskanzlei in Zürich, machte sich dann selbständig, übernahm Aufträge in aller Welt, die stets verwickelt, manchmal auch gefährlich waren. Durch Umsicht, aber auch dank seines Durchsetzungsvermögens blieb Jules am Leben, bekam so die Chance, vor ein paar Jahren in einem kleinen Dorf im Osten von Äthiopien Alabima zu finden, eine stolze junge Frau aus dem Stamm der Oromo, die Kommunikationswissenschaften studiert hatte. Sie verliebten sich ineinander, heiratete, adoptierten Chufu und bekamen vor fünf Jahren ihre Tochter Alina.

Doch das Familienglück wurde schon ein paarmal von stürmischen Ereignissen überschattet. Die Lederers gerieten in bedrohliche Situationen, teilweise aufgrund der Vergangenheit von Jules, vor allem jedoch auch durch Selbstverschulden. Und so musste der Schweizer seiner Ehefrau bereits vor geraumer Zeit versprechen, mit dem Problemlösen endgültig aufzuhören. Er sollte sich nur noch seiner Familie widmen und das Abenteuerleben für immer ablegen, was er auch versprochen hatte und bislang einhielt.

Doch Jules hatte sich seitdem verändert, stand öfters neben sich selbst, reagierte manchmal auch gereizt, wollte sich jedoch von niemandem helfen lassen. Sein zu ruhiges Dasein als Frührentner mochte schuld an seiner Fahrigkeit sein. Doch auch in seiner allzu großen Furcht um das Leben und die Gesundheit seiner Familie konnte am Anfang seiner Persönlichkeitsstörung stehen. Sein Sohn Chufu jedenfalls diagnostizierte Angstzustände und eine begonnene Schizophrenie. Die Diagnose Hirntumor war für sie vor drei Monaten dann zwar erschreckend gewesen, barg jedoch gleichzeitig auch die leise Hoffnung, dass die Veränderungen von Jules direkt mit dieser Krankheit zu tun hatten.

Die Gehirnoperation mit anschließender Bestrahlung hatte das Sprachzentrum des Schweizers stark beeinträchtigt. Dank wochenlanger Therapie konnte er diese Fähigkeit jedoch genauso wiederfinden, wie seine früher stets aufgeräumte Laune. Aber nach der erneuten Krebsdiagnose schien er innerlich gebrochen zu sein, lag meist wie ein weidwundes Tier im Krankenbett, wollte weder seine Frau noch seine Tochter noch irgendjemand anderen sehen. Vielleicht schämte er sich seiner Hilflosigkeit angesichts der tückischen, tödlichen Krankheit, die nur mittels Computer-Tomographie zu entdecken war, ihn sonst jedoch bislang kaum beeinträchtigte. Gegen den Krebs konnte er selbst nicht direkt ankämpfen, musste sich auf die Ärzte verlassen, war ihrem Handwerk hilflos ausgeliefert.

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