Kendran Brooks - Sapientia

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Jules Lederers Leben wird durch eine Kindheit mit einem kaum anwesenden Vater und einer Zärtlichkeiten ablehnenden Mutter geprägt, durch eine Pubertät im Knabeninternat, während der er von seinem Sportlehrer verführt und missbraucht wird, durch die einsame Zeit als Student und durch den turbulenten Eintritt in ein abenteuerliches Arbeitsleben. Beherrschung zwingt er sich auf, spielt ebenso mit ihrer Schwester, der Unvernunft. Trost und Ziel erhält er durch sein Sapientia, einem nicht fassbaren Land voller Klarheit und Vernunft, deren Pforten ihm aber oft verschlossen bleiben. Wer ist dieser Jules, dem wir uns in bisher zehn Romanen genähert haben? Was treibt ihn an? Wie kommt er mit sich selber zurecht?

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»Hi, einen Daiquiri, please?«

Jules hatte sich für Englisch entschieden. Zwar sprach er Französisch wie eine zweite Muttersprache. Doch eines hatte ihm Roger Spälti noch am Abend zuvor eingebläut: »Lass dich deine Feinde und auch deine Freunde stets so lange wie nur möglich unterschätzen. Mit offenen Karten spielen bloß Idioten, Bluffer und Verlierer.«

»War das eine Frage oder eine Bestellung?«, kam es in erstaunlich gutem Englisch zurück. Die Frau hinter dem Tresen lächelte nicht dazu, blickte ihren neuen Gast sogar recht abweisend oder missbilligend an.

»Eine Bestellung«, meinte Jules immer noch lächelnd, »doch ich hätte tatsächlich eine Frage«, wobei er seine Stimme senkte, um die Frau näher zu sich zu locken und vertraulicher mit ihr reden zu können. Doch sie blieb stehen, wo sie war, machte auch keine Anstalten, seinen Cocktail zu mischen, verschränkte ihre Arme vor der Brust.

»Ist Nelson Larue zu sprechen?«, fragte Jules deshalb lauter, als er es gerne getan hätte.

»Nelson Sloanne Larue«, berichtigte ihn die Barkeeperin und er nickte zustimmend.

»Um was geht es?«, kam die Gegenfrage nun scharf zurück.

»Das möchte ich nur mit Nelson direkt besprechen.«

Die Augen der Frau schweiften kurz hinüber zum Tisch mit den beiden jungen Männern, dann schwenkte ihr Kopf kurz in Richtung Ausgang. Die zwei erhoben sich sogleich und gingen hinaus, stellten sich jedoch links und rechts neben dem Eingang auf, so als müssten sie ihn bewachen. Jules schluckte trocken, fühlte ein mulmiges Gefühl im Magen, auch wenn er keine Gefahr oder Feindseligkeit spürte.

»Was wollen Sie von mir?«, fragte die Frau.

»Von Ihnen?«, meinte Jules erstaunt.

»Ja, Sie suchen nach mir?«

Der Schweizer starrte die Frau dämlich an, worauf sie das erste Mal lächelte, wenn auch spöttisch: »Nelson JOANNE Larue. Kapiert?«

Jules nickte.

»Also?«

Ohne seine Antwort abzuwarten, begann sie nun doch seinen Daiquiri zu mischen.

»Ich komme von Lenz & Karrer.«

»Sie sind wegen Heinz Keller hier?«

»Ja und nein«, wich der Schweizer aus, worauf ihn die Frau forschend musterte.

»Ich will zwar die Schwierigkeiten beseitigen, wegen denen Heinz sterben musste, aber auch seinen Mörder finden. War Heinz denn öfters hier bei Ihnen Gast?«

Nelson Joanne nickte: »Ja, das letzte Mal an dem Abend als er ermordet wurde.«

Die Frau schien bedrückt. Machte sie sich Vorwürfe? Hatte sie seinen Kollegen womöglich falsch beraten? Hatte sich an seinem Tod schuldig gemacht? Oder steckte sie weit tiefer in der Sache drin, als Lenz & Karrer vermuteten? War sie weniger Informantin als vielmehr Mitglied der lokalen Erpresser-Mafia? Eine Mittäterin?

Auch wenn Jules die Erfahrung fehlte. Von dieser Frau ging keine Falschheit aus. Er fühlte nur Anteilnahme und ein gewisses Interesse.

»Können Sie mir denn weiterhelfen? Wissen Sie, wer hinter der Ermordung steckt? Kennen Sie vielleicht sogar die Täter? Man hat mir gesagt, Heinz wurde im Aufzug im Hotel Oloffson erdrosselt. Sind seine Mörder dort zu suchen? Unter den Angestellten?«

Nun blickte ihn Nelson Joanne mitleidig an, nahm ihre Unterlippe zwischen die Zahnreihen, fragte sich wahrscheinlich, ob sie diesem so naiv wirkenden Europäer etwas erzählen sollte. Jedenfalls spürte Jules eine gewisse Abneigung, aber nicht unbedingt gegen seine Person, sondern eher gegen seine Frage.

»Das Oloffson besitzt gar keinen Aufzug«, gab sie ihm dann doch eine Information, auf die er bei einem Besuch des Hotels von selbst gestoßen wäre. Jules schaute irritiert.

»Wussten Lenz & Karrer wirklich nichts Besseres, als einen weiteren Welpen nach Port-au-Prince zu schicken und zu verheizen?«, fügte sie etwas boshaft oder womöglich auch frustriert hinzu. Der Schweizer fühlte sich gekränkt und gleichzeitig herausgefordert, warf sich in die Brust.

»Sie unterschätzen mich vielleicht.«

Nelson Joanne taxierte ihn noch einmal, sah ihm für Sekunden tief in die Augen, schien seine Seele zu erkunden oder auch nur seine Entschlossenheit.

»Ja, das ist möglich«, schloss sie ihre Untersuchung ohne konkretes Ergebnis ab. Doch zumindest war leichter Zweifel herauszuhören. Sie stellte den fertigen Daiquiri vor ihm hin, nahm sich selbst ein Wasserglas und füllte zwei fingerbreit Havanna Club ein, prostete ihm zu.

In der folgenden halben Stunde erfuhr Jules alles, was Nelson Joanne über den Verkäufer der drei Hotelanlagen wusste, über die örtliche Immobilien-Mafia und deren Verbindungen in die höchsten Kreise des Militärs. Auch über drei mächtige Straßengangs, bei denen man fast beliebig Auftragsmorde bestellen konnte, wurde er eingehend informiert.

»Ich weiß nicht, warum die Zentrale in Washington einen so unerfahrenen Mann wie Heinz Keller hierhergeschickt hat. Er war der Aufgabe schlichtweg nicht gewachsen. Mit seinem Auftreten verunmöglichte er von Anfang an jede vernünftige Lösung.«

»Mein Mentor bei Lenz & Karrer hat gemeint, Heinz wurde möglicherweise nur als eine Art Warnung ermordet«, stocherte Jules nach.

»Und wer ist ihr Mentor?«

»Roger Spälti. Kennen Sie ihn vielleicht?«

»Ich lernte ihn vor Jahren kennen, als ich noch in Washington arbeitete. Hätte ich gewusst, dass Spälti Ihr Mentor ist, ich hätte Sie wohl etwas freundlicher empfangen.«

Jules registrierte, dass sie seinen Mentor beim Nachnamen nannte. Wahrscheinlich hatten die beiden also nie ein Verhältnis miteinander, noch nicht einmal besonders engen Kontakt.

»Meiner Meinung nach wurde Heinz Keller ermordet, um den US-Investor zu einem raschen Nachgeben zu zwingen.«

»Und warum die Eile?«

Nelson Joanne lachte trocken, beinahe gehässig auf: »Unser neuer Präsident, Leslie Manigat, hat bereits damit begonnen, den Einfluss des Militärs zurückzudrängen. Falls ihm dies gelingen sollte, werden die örtlichen Mafia-Gruppierungen bald einmal nicht mehr an die Generäle zahlen…«

»…sondern an die neuen politisch Mächtigen?«, schloss Jules die Erklärung von Nelson Joanne gleich selbst ab. Sie nickte zustimmend.

»Der arme Heinz. Er kam zwischen Hammer und Amboss, geriet zwischen die Interessen der Armee und der Politiker. Zwei Tage vor seiner Ermordung schlug er sich mit einer Straßengang herum und verprügelte drei oder vier der Kerle. Er dachte wohl, damit hätte er sich erst einmal Respekt verschafft.«

»Hatten Sie und Heinz etwas miteinander?«, rutschte Jules ungewollt eine peinliche Frage heraus. Nelson Joanne war ihm aber nicht böse, lächelte sogar nachsichtig: »Heinz war ein feiner Kerl, aber nicht mein Typ.«

Fast hätte Jules sie nun gefragt, ob vielleicht eher er ihrer Vorstellung entsprach, konnte sich diesmal aber zurückhalten. Doch das amüsierte Lächeln von Nelson Joanne bewies ihm, dass sie den mit ihrer Antwort wohl bewusst provozierten Gedanken in seinem Gehirn von seinem Gesicht abgelesen hatte.

»Dann steckt Ihrer Meinung nach also das Militär hinter der Ermordung meines Kollegen?«

Jules erwähnte den Namen bewusst nicht mehr, versuchte so Distanz zwischen Nelson Joanne, Heinz Keller und sich selbst aufzubauen.

»Mit Sicherheit. Denn nur die Armee und der Geheimdienst verfügen über genügend Macht, um den Mord an einem Ausländer derart zu verfälschen. Und der Geheimdienst dürfte längst für Präsident Manigat arbeiten.«

»Und wer hätte beim Militär genügend Macht für eine Verfälschung? Können Sie mir einen Namen nennen?«

Nelson Joanne lächelte erneut mitleidig.

»Von wem wird denn die Armee befehligt?«, fragte sie anzüglich zurück.

»Namphy?«, vergewisserte sich Jules und die Frau nickte leicht.

Die Schultern des jungen Schweizers sanken etwas ein. Wie sollte er den Oberbefehlshaber der Armee zur Rechenschaft ziehen? An ihn heran kam er mit Sicherheit nicht. Falls aber General Namphy tatsächlich die Ermordung von Heinz Keller zu verantworten hatte, machte es kaum Sinn, an seiner Stelle irgendwelche untergeordneten, ausführenden Schergen aufzuspüren und zu bestrafen.

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