Kendran Brooks - Ägyptischer Frühling

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In den Wirren der Aufstände und Demonstrationen in Ägypten verschwindet eine junge Studentin. Ihre Eltern sind aufs höchste besorgt und so fliegen Mei und Chufu nach Kairo, um die Suche zu unterstützen. Derweil versuchen ein paar orthodoxe Juden sich in Jerusalem eine lebende Bombe gefügig zu machen und in Syrien führt ein Aufstand der Sunniten zum Bürgerkrieg.
Henry Huxley hilft Mei und Chufu in Kairo. Jules stößt wenig später hinzu. Doch die vier aus dem Westen stehen unter Beobachtung und jeder ihrer Schritte wird überwacht. Wie lange können sie in diesem Dschungel aus Staatsgewalt, Demokratiestreben und religiösem Fundamentalismus bestehen? Das Rätsel um die junge Frau lässt sich nur in Pakistan lösen. Doch der Showdown findet in Kairo statt. Und was passiert mit der einsam gewordenen Alabima, wenn sich Jules wochenlang nicht mehr bei ihr meldet und ihre gemeinsamen Eheprobleme immer stärker zwischen den beiden stehen?

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Walid Gomaa hatte nach dem Klingeln die Wohnungstüre aufgezogen, war dann erst einmal abwartend vor dem Eingang stehen geblieben, als Verteidiger seiner Wohnung, als skeptischer Vater einer vermissten Tochter, als Repräsentant der Oberschicht seines Landes, die ihren Einfluss in den Wirren der Revolution immer mehr zu verlieren begann und die das schmerzlich spürte.

»Dr. Gomaa?«, fragte Mei Ling unsicher und freudig zugleich.

Walid nickte, musterte die beiden Asiaten, ließ seine Augen von der Frau auf den bescheiden neben ihr stehenden Mann und wieder zurück zu ihr schweifen.

»Treten Sie bitte ein, Miss Ling, Mister Lederer«, und er gab die Türe endlich frei, machte auch eine einladende Armbewegung. Seine Augen blickten ernst und gefasst, wie Chufu und Mei feststellten. Sie zeigten eine Persönlichkeit, die sich von den Unbilden des Lebens nicht so leicht irritieren oder gar umstoßen ließ.

Walid führte sie ins Wohnzimmer für Besucher, ließ sie auf einem der breiten Plüschsofas sich setzen, fragte, ob sie etwas zu trinken wünschten, was beide verneinten.

Gomaa setzte sich ihnen gegenüber, auf das zweite Sofa, musterte sie ein paar Sekunden lang, bevor er mit leiser Stimme, doch ausgesprochen exakt formulierend zu sprechen begann, in einem Englisch, das von seinem Sing-Sang her an Oxford erinnerte.

»Warum sind Sie hier?«

»Weil wir in großer Sorge um Malika sind«, antwortete ihm Mei Ling heftig, »als ich von ihrem Verschwinden hörte, musste ich ganz einfach etwas unternehmen. Malika und ich sind sehr gute Freundinnen, müssen Sie wissen, Dr. Gomaa. Wir waren uns in Rio wie Schwestern.«

Walid warf einen etwas verunsicherten Blick auf Chufu, der bislang noch kein Wort gesprochen hatte, abgesehen von der Begrüßung. Dem Philippinen schien ein großer Kloß im Hals zu stecken.

»Das ist mein guter Freund Chufu Lederer«, erklärte ihm Mei Ling, den Blick des Ägypters richtig deutend, »wir sind ein Paar und wir leben zusammen, sind aber nicht verheiratet.«

Mei Ling wusste um die Sittenansprüche im Islam, dass eine Frau, die ohne Ehe mit einem Mann zusammenlebte, zwangsläufig als Hure galt. Malika hatte ihr darüber ausführlich erzählt, hatte ihr auch geschildert, wie in Ägypten Ehen zu Stande kamen, egal, ob unter dem Islam oder dem koptischen Christentum.

Über einen oder zwei Vermittler wurde die Angebetete im Vertrauen angefragt, ob von ihrer Seite her Interesse für den Mann bestand. Falls dem so war, ging man zu den Eltern der gewünschten Zukünftigen, bat sie um eine Besprechung. Man wurde von allen Seiten durchleuchtet, wobei die Familie, der Leumund, der Beruf, die Arbeit und vor allem die finanzielle Situation ausschlaggebend waren. Fiel die Untersuchung zur Zufriedenheit der möglichen Schwiegereltern aus, dann wurde man für ein Kennenlernen eingeladen, saß mit den anderen männlichen Familienmitgliedern beim Tee oder einer Speise zusammen. Gefiel man ihnen, wurde das Beisammensein regelmäßig wiederholt. Man tastete sich auf diese Weise über Monate hinweg ab, stellte sich gegenseitig im besten Licht dar, zeigte Bescheidenheit, wo angebracht, bewies Tatkraft, wo sinnvoll. Irgendwann wurde einem erlaubt, unter Aufsicht mit der erwünschten Braut spazieren zu gehen und dabei Händchen zu halten, Worte und flüchtige Küsse auf die Wange auszutauschen. Danach folgten die Monate oder auch Jahre der Bewährung, denn keine ägyptische Familie gab eine hübsche Tochter einem Habenichts. Ein Haus oder eine geräumige Wohnung musste her, vollständig eingerichtet und mit allem Notwendigen ausgestattet. Die Brauteltern kamen dann vorbei, inspizierten alles, lasen die Kaufverträge durch und gaben dann ihre Zustimmung zur Heirat. Vom Zeitpunkt der ersten Kontaktnahme bis zu diesem Tag waren in der Regel leicht ein paar Jahre vergangen und umso größer musste die Hochzeitsfeier ausfallen.

Eine wilde Ehe dagegen, wie sie im aufgeklärten Westen seit Jahrzehnten üblich war, gab es in Ägypten nicht, durfte es nicht geben, war gottlos und verwerflich.

Entsprechend finster blickte Walid drein. Die beste Freundin seiner Tochter war eine Hure. Sein Daheim schien ihm auf einmal beschmutzt von dieser Person, die frech in seine Wohnung eingedrungen war und nun auf seinem Sofa saß, zusammen mit ihrem Liebhaber. Unerträglich empfand Walid plötzlich die Tatsache, dass seine Tochter seit vielen Monaten nicht nur in diesem Sündenpfuhl in Brasilien lebte, sondern an jedem Tag ihres Studiums auch noch so direkt und unmittelbar in Kontakt mit all diesem Schmutz kam.

Ein Mann durfte die Blumen am Wegrand pflücken, machte sich dabei nicht dreckig. Doch eine Frau konnte dies niemals, unter keinen Umständen.

Plötzlich fragte er sich, wie gut er seine Tochter Malika eigentlich kannte. Hatte auch sie bereits sexuelle Erfahrungen gesammelt? War sie ebenfalls längst zur Hure geworden? Hatte sie die Ehre der Familie in den Dreck gezogen?

In einem ersten Anflug von Zorn wollte der Oberarzt aufbrausen, diese beiden sündigen Asiaten aus seiner Wohnung werfen, die Türe hinter ihnen zuknallen und damit die unsägliche Schmach wenigstens mindern. Doch dann dachte er an Malika, an ihr Lächeln, an ihre Standhaftigkeit in so vielen Fragen des Lebens, auch an ihren Trotz und ihren so eigenwilligen Kopf. Nein. Seine Tochter war bestimmt nicht vom rechten Weg abgewichen, besaß ihre Ehre noch. Sonst hätte sie ihm gegenüber und erst vor ein paar Tagen, am Küchentisch sitzend, nicht in dieser Weise von der armen Adilah Iswabad gesprochen.

Walid beruhigte sich wieder, sah in die beiden etwas bestürzt dreinblickenden Gesichter seiner Besucher, erkannte in ihnen, was in seinen Augen wohl zu lesen gewesen war, fühlte sich plötzlich wieder sicherer.

»Möchten Sie wirklich nichts trinken? Einen Tee oder ein Glas Wasser?«

»Nein, danke«, wehrten die beiden wiederum höflich ab. Die Stimme des Asiaten klang dabei rau, als müssten sich seine Stimmbänder erst wieder ans Sprechen gewöhnen.

»Ich weiß nicht, was Sie hier in Kairo für Malika bewirken könnten«, fuhr Walid fort, »oder kennen Sie jemanden in der Stadt? Jemand wichtigen, meine ich?«

Mei Ling und Chufu schüttelten beiden den Kopf.

»Nein, noch nicht«, meinte der asiatische junge Mann und seine Stimme gewann mit jedem der folgenden Worte an Festigkeit, »doch wir sind bereit, alles zu unternehmen, um Malika zu finden. Wir denken, dass wir als Studenten aus dem Westen einfacheren Zugang zu den revolutionären Kräften in Ihrem Land gewinnen können. Wir hoffen, dass wir auf diesem Wege etwas über den Verbleib von Malika herausfinden können.«

Walid Gomaa hatte mehr dem Klang der Sätze als ihrem Inhalt gelauscht, hatte die Betonung und die Intonation auf sich wirken lassen, ließ zu, dass sie sein Innerstes berührten. Er entschloss sich, die Unterhaltung noch nicht abzubrechen, spürte, dass die beiden Besucher wahrhaftig helfen wollten, dass sie es ehrlich meinten. Und er warf einen Anker aus, wartete gespannt, ob er auf Grund treffen würde.

»Vielleicht sollte ich Ihnen tatsächlich meinen Teil der Geschichte erzählen. Doch möchten Sie keinen Tee?«

Auf diese dritte Einladung hin reagierten nun beide Asiaten mit einem breiten Lächeln und nicken zustimmend.

»Ja, das wäre sehr nett, Dr. Walid.«

Chufu wusste von Jules und ihrem ersten Besuch des Landes, dass man in Ägypten als höflicher Mensch die ersten beiden Einladungen stets abzulehnen hatte. Sonst verlor man sein Gesicht vor seinem Gastgeber, galt als Profiteur und Egoist. Erst die dritte Einladung war entscheidend und auch wirklich herzlich gemeint. Walid registrierte ihre Zustimmung mit Wohlwollen. Überrascht fühlte er, dass er diese Mei Ling nicht mehr abwertend betrachtete, dass er sie zu respektieren begann, auch wenn sie mit diesem Chufu zusammen in Sünde lebte.

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