Kendran Brooks - Ägyptischer Frühling

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In den Wirren der Aufstände und Demonstrationen in Ägypten verschwindet eine junge Studentin. Ihre Eltern sind aufs höchste besorgt und so fliegen Mei und Chufu nach Kairo, um die Suche zu unterstützen. Derweil versuchen ein paar orthodoxe Juden sich in Jerusalem eine lebende Bombe gefügig zu machen und in Syrien führt ein Aufstand der Sunniten zum Bürgerkrieg.
Henry Huxley hilft Mei und Chufu in Kairo. Jules stößt wenig später hinzu. Doch die vier aus dem Westen stehen unter Beobachtung und jeder ihrer Schritte wird überwacht. Wie lange können sie in diesem Dschungel aus Staatsgewalt, Demokratiestreben und religiösem Fundamentalismus bestehen? Das Rätsel um die junge Frau lässt sich nur in Pakistan lösen. Doch der Showdown findet in Kairo statt. Und was passiert mit der einsam gewordenen Alabima, wenn sich Jules wochenlang nicht mehr bei ihr meldet und ihre gemeinsamen Eheprobleme immer stärker zwischen den beiden stehen?

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»Fourteen hundred«, bestätigte ihm Achmed lächelnd.

Chufu lächelte ebenso zurück, wandte sich mit Mei der Eingangshalle zu.

*

Walid Gomaa war an diesem Morgen unkonzentriert, redete eine der neuen Schwestern sogar mit falschem Namen an, stand neben sich selbst. Um zehn Uhr brach er die Visite ab, ließ seinen Stellvertreter die Rotte an Assistenzärzten weiter von Zimmer zu Zimmer und Patient zu Patient führen, setzte sich brütend in sein Büro und ließ sich von seiner Assistentin einen Tee bringen.

Die Sorgen um Malika zehrten den Mann auf Dauer. Wenn er doch bloß wüsste, ob sie sich aus Wut von ihnen fernhielt oder ob sie von der Polizei oder der Armee verhaftet worden war. Die Ungewissheit, ob seine Tochter noch lebte und ob es ihr gut ging, war für ihn auf Dauer schrecklicher als eine Mitteilung über ihren Tod.

Walid machte sich immer noch große Vorwürfe. Warum bloß musste er so sehr auf sie eindringen, musste ihre Beweggründe für die Revolution ins Lächerliche ziehen, musste ihre Gesinnung verurteilen? Er war doch auch einmal jung gewesen, hatte damals Ansichten vertreten, über die er heute nicht einmal mehr lächeln konnte, kämpfte doch damals auch gegen die Windmühlen der Welt an und gegen andere unüberwindliche Hürden.

Im Eingangskorb stapelte sich seit Tagen die Post. Walid fühlte sich zu matt, um auch nur eines der Schreiben zu sich zu ziehen und zu lesen. Er saß bloß stundenlang hinter seinem Pult, starrte brütend vor sich auf die Platte, nippte gedankenverloren am Tee. Seiner Sekretärin hatte er wie jeden Morgen aufgetragen, keine Gespräche zu ihm durch zu stellen und alle Besucher abzuwimmeln. Als es trotzdem leise anklopfte und sich das Türblatt aufschob, sah er missmutig, ja, fast schon zornig hoch.

Dr. Arschloch schob sich mit einem entschuldigenden Lächeln in sein Büro, drückte hinter sich die Türe gleich wieder ins Schloss. Für einen kurzen Moment hatte Walid durch den Spalt seine Sekretärin Emile gesehen und wie sie mit böse blitzenden Augen und einer wegwerfenden, fast schon obszönen Geste für das freche Eindringen des Assistenzarztes in sein Büro protestierte.

»Bitte entschuldigen Sie meinen Besuch, lieber Dr. Gomaa, doch ich bin in großer Sorge um Sie. Geht es Ihnen gut? Sie haben doch noch nie eine Visite abgebrochen? Macht Ihnen Ihre Tochter denn immer noch so sehr zu schaffen?«

Seine Stimme klang weich, einschmeichelnd und seine Augen blickten dabei treuherzig. Doch Walid erkannte dahinter die Falschheit eines Karriere-Reiters nur allzu deutlich.

»Kümmern Sie sich um Ihre Angelegenheiten und lassen Sie mich in Ruhe«, drohte er seinem Mitarbeiter darum überdeutlich und sah ihn dabei strafend an. Doch dieser freche Kerl drehte sich nicht etwa um und ging, nein, er trat sogar noch zwei Schritte näher an Walids Pult heran, beäugte sein Opfer wie ein Adler von oben, nein, eher wie ein Geier.

»Aber Dr. Gomaa, ich muss mich doch sehr wundern«, drang er schmierig auf seinen Vorgesetzten ein, »warum sind Sie so unfreundlich zu mir? Wir wollen doch alle nur Ihr Bestes. Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen und wir können es nicht ertragen, wenn es Ihnen schlecht geht. Schon im Interesse unserer Patienten darf ich nicht über Ihren derzeitigen Zustand hinwegsehen. Erzählen Sie mir doch, was Sie bedrückt. Öffnen Sie einem wirklichen Freund ihr Herz und es wird Ihnen danach bestimmt leichter sein.«

Walid sprang wütend von seinem Stuhl auf.

»Scheren Sie sich endlich zum Teufel, Dr. Hamal«, schrie er seinen Untergebenen an, »das ist ein Befehl.«

Dr. Arschloch lächelte ihn triumphierend an.

»Sie verlieren Ihre Contenance, Dr. Gomaa, und das steht Ihnen gar nicht gut zu Gesicht.«

Walid kam drohend um sein Pult herum, machte Anstalten, sich auf den aufdringlichen und aufsässigen Assistenzarzt zu stürzen. Auch wenn er gut zwanzig Jahr älter als dieser war, und bei einer körperlichen Auseinandersetzung sich kaum hätte durchsetzen können, so kümmerte ihn diese Tatsachen in seinem Zorn wenig.

»Verlassen Sie auf der Stelle mein Büro, Sie verdammter Wicht, oder ich werfe Sie eigenhändig hinaus«, polterte er den nun doch etwas ängstlich vor ihm zurückweichenden Mann an.

»Na gut. Ich werde bei der Klinikleitung meine Eindrücke über Ihren Gesundheitszustand schildern«, drohte er seinem Chef noch, bevor er sich fast fluchtartig zur Tür wandte, sie aufriss und hinausstürzte.

Emile stand betroffen an der Türe und sah Walid mit nicht gespielter Bestürzung an. So hatte sie den ansonsten stets so ruhigen und abgeklärten Chefarzt noch nie erlebt. Wütend warf Walid die Tür ins Schloss, ging mit dunklen Gedanken zu seinem Pult zurück und setzte sich dahinter.

Einen Moment lang dachte er über seine Position, über seine Situation an der Klinik nach, ob daran nun vielleicht gerüttelt wurde, tat dann die Angelegenheit mit einer wegwerfenden Handbewegung ab. Was sollte dieser Dr. Arschloch gegen ihn schon vorbringen können? Dieser Wurm von einem Christen, dieser Karrieremöchtegern? Den Klinikleiter kannte er seit fünfzehn Jahren und sie waren in dieser Zeit fast Freunde geworden, respektierten sich gegenseitig und hielten viel voneinander. Er würde Dr. Arschloch bestimmt zurechtweisen und damit die missliche Angelegenheit begraben. Und bestimmt fand sich rasch ein anderes Krankenhaus, in das man den Widerling versetzen konnte.

Das Telefon klingelte und auch wenn Walid seiner Sekretärin das Durchstellen verboten hatte, so kam ihm diese Ablenkung nun doch gelegen. Es war seine Frau Sana und sie teilte ihm mit, dass die Freundin von Malika, diese Mei Ling, eben angerufen hätte. Sie wäre mit einem Freund nach Kairo gekommen und würde gerne heute Nachmittag vorbeischauen und mit ihnen reden. Sana hatte sie bereits auf drei Uhr eingeladen.

Walid versprach, gleich nach Hause zu kommen, legte den Hörer nach einen zärtlichen »bis in einer halben Stunde, meine Blume« auf die Gabel, knöpfte sich den weißen Kittel auf und ließ ihn im Wandschrank verschwinden, zog dafür seine Jacke über, griff dabei wie immer kurz in die rechte Tasche und vergewisserte sich, dass der Schlüsselbund darin lag.

»Ich fühle mich nicht besonders, Emile«, verabschiedete er sich von seiner Sekretärin, »falls etwas Dringendes ist, ich bin zu Hause.«

*

Es war eine etwas seltsame Begrüßung, zwischen den Eltern von Malika auf der einen und Mei und Chufu auf der anderen Seite. Sie kannten einander nicht, hatten sich nie zuvor gesehen, ja, bis vor Kurzem noch kaum etwas voneinander gewusst.

Unten, am weit offenstehenden Hauseingang, hatte ein alter Ägypter gesessen, ein typischer Bawaab, der Türsteher, Hausmeister, Aufpasser und das Mädchen für alles in einer Person. Ein Bawaab war der mehr oder weniger ordentlich und regelmäßig bezahlte Angestellte eines Wohnhauses, der auch gerne Spitzeldienste für die Polizei oder für den örtlichen Imam übernahm. Er war der Zerberus der guten Sitten, der unterwürfige Diener bei guter Entlohnung, aber auch das hinterhältige Biest, wenn das von ihm erwartete Entgelt zu gering ausfiel. Mutig hatte sich Saleh den beiden Asiaten in den Weg gestellt, hatte sie unwirsch und auf Arabisch angeschnauzt und dafür bloß ein Schulterzucken des Jungen geerntet. Doch dann fiel aus dem Mund dieses Knaben der Name Walid Gomaa. Sein Fingerzeig auf die oberen Stockwerke tat das Übrige zur Verständigung. Trotzdem gab Saleh nur widerwillig den beiden Asiaten den Weg frei in den Flur und zum Treppenhaus, so ohne weiterführende Erklärung. Doch Familie Gomaa war zu angesehen, zu wichtig, zu einflussreich, als dass er, der kleine Bawaab einen Konflikt mit ihr hätte riskieren wollen. Wenigstens zollte ihm dieser gelbe, hoch aufgeschossene Ungläubige ein klein wenig Respekt, hatte ihm im Vorbeigehen eine fünf Pfund Note fast unauffällig hingestreckt, die sich Saleh mit einem raschen Griff geangelt hatte. Versöhnt mit Allah und seinem Schicksal ließ sich der Bawaab wieder auf dem alten Schemel links vom Hauseingang nieder, der zu dieser nachmittäglichen Stunde bereits in wohltuendem Schatten lag, betrachtete sich die an ihm vorbei hetzenden Passanten, hörte den Bruchstücken ihrer atemlosen Sätze zu und war mit sich und der Welt bald wieder im Reinen.

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