Kendran Brooks - Ägyptischer Frühling

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In den Wirren der Aufstände und Demonstrationen in Ägypten verschwindet eine junge Studentin. Ihre Eltern sind aufs höchste besorgt und so fliegen Mei und Chufu nach Kairo, um die Suche zu unterstützen. Derweil versuchen ein paar orthodoxe Juden sich in Jerusalem eine lebende Bombe gefügig zu machen und in Syrien führt ein Aufstand der Sunniten zum Bürgerkrieg.
Henry Huxley hilft Mei und Chufu in Kairo. Jules stößt wenig später hinzu. Doch die vier aus dem Westen stehen unter Beobachtung und jeder ihrer Schritte wird überwacht. Wie lange können sie in diesem Dschungel aus Staatsgewalt, Demokratiestreben und religiösem Fundamentalismus bestehen? Das Rätsel um die junge Frau lässt sich nur in Pakistan lösen. Doch der Showdown findet in Kairo statt. Und was passiert mit der einsam gewordenen Alabima, wenn sich Jules wochenlang nicht mehr bei ihr meldet und ihre gemeinsamen Eheprobleme immer stärker zwischen den beiden stehen?

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Jules verspürte erneut ein Kribbeln beim Anblick des Mädchens, war sich bewusst, wie falsch seine Gefühle waren, wie sehr er das Vertrauen von Alabima missbrauchte, wie stark er seiner Seele mit jedem weiteren Besuch dieses Studios schadete. Und doch war ihm ebenso klar, dass er zurückkäme, in ein paar Tagen oder einer Woche, hierher, an den Ort, wo man ihn immer noch voll und ganz respektierte, wo man vielleicht sogar ein wenig Angst vor ihm spürte, wo man ihn aber vor allem als eines ansah, nämlich als ganzen Mann.

Fast zärtlich strich er der blonden Frau über die Wange. Sie lächelte ihn an, wirkte diesmal unschuldig wie ein Lamm.

»Bitte entschuldige den Faustschlag, Madeleine«, meinte er sanft, drückte ihr einen flüchtigen Kuss auf die Lippen, »ich mach’s wieder gut.«

Wenig später bezahlte er bei der Chefin des Etablissements die vereinbarten achthundert Franken für die Stunde und ließ seine Kreditkarte mit zusätzlichen zweitausend belasten als Schmerzensgeld für die tüchtige Madeleine. Sie würde sich bestimmt freuen, ihn bald wiederzusehen.

*

Hiam Foda war tagsüber ein gewöhnlicher Physikstudent, derzeit im dritten Semester. Am Abend und in der Nacht gehörte er dagegen zu den glühenden Sympathisanten für die gerechte, palästinensische Sache. Eine Gruppe junger Muslime hatte ihn vor ein paar Monaten angeworben. Sie nannten sich die Goldene Speerspitze Palästinas. Ihre Mitglieder gingen in Tel Aviv irgendwelchen Berufen nach, waren Taxifahrer oder Maurer, pflegten alte Israelis in Heimen oder füllten Regale mit koscheren Lebensmitteln auf. Von Hiam verlangten sie nichts Geringeres, als dass er an der Universität von Jerusalem eine eigene Zelle in ihrem Sinne aufbaute, eine Verbindung von Muslimen, die zu allem entschlossen sein sollten, die auch die Ziele der Goldenen Speerspitze mit aller Konsequenz vorantrieb.

Allerdings stritt sich die Gruppe in Tel Aviv weiterhin über den Zweck und die Inhalte ihres geplanten Terrors. Wollte man Israel vernichtet sehen? Oder sollte man bloß möglichst viele Juden töten? Ging es doch eher um die Festigung des palästinensischen Staates mit einer Hauptstadt Jerusalem? Die sechs Mitglieder stritten darüber fast jede Nacht. Entsprechend wenig kam dabei heraus. Nur in einem Punkt war man sich von Anfang an einig gewesen. Man hasste den Staat Israel mit all seinen jüdischen Hunden.

Hiam Foda ging auf dem Universitäts-Campus Givat Ram sehr vorsichtig ans Werk, sprach nur wenige der palästinensischen Studenten an, versuchte sie auszuhorchen. Als er einem um ein Jahr jüngeren Palästinenser das erste Mal jedoch deutlicher wurde, verpfiff ihn dieser sogleich an Professor Singer.

Natan Singer wunderte sich zuerst, als er von Hiams Versuch hörte, an der Universität Sympathisanten für ein freies Palästina zu sammeln und eine Bewegung zu gründen, die von Anfang an auf Verschwiegenheit und Geheimnissen beruhen sollte. Er lud Hiam Foda jedoch zu einer Besprechung unter vier Augen ein. Das Drehbuch für das geplante Verhör hatte ihm allerdings Moshe Zuckerberg geschrieben und auch die beiden weiteren orthodoxen Mitglieder ihrer konservativen Vereinigung fanden sich an diesem Dienstagnachmittag im Nebenzimmer seines Büros ein. Sie wollten gemeinsam die Aussagen des Studenten mit eigenen Ohren hören. Denn sie konnten ihr Glück noch kaum fassen, möglicherweise Zugang zu einer sich im Aufbau befindlichen, palästinensischen Terrorbewegung zu erhalten und sie womöglich für ihre Zwecke zu nutzen.

»Hiam, ich darf Sie doch Hiam nennen?«

Der Student, der sich mit gesenktem Kopf auf den Stuhl vor seinem Pult hingesetzt hatte, nickte ergeben. Der erste Schritt zur Vertraulichkeit war eingeleitet.

»Dann nennen Sie mich bitte Natan.«

Das erste Mal seit seinem Eintreten nahm der junge Palästinenser Augenkontakt mit seinem Professor auf, blickte ihn sehr erstaunt an, sagte jedoch nichts. In einem forschen Ton fuhr Singer fort.

»Wissen Sie, warum ich Sie zu mir gebeten haben, Hiam?«

Verunsicherung, die zweite Stufe der Verhörpraxis, war bereits erreicht.

»Nein«, flüsterte der Student und fügte nach einer Pause unsicher hinzu, »Natan.«

Dabei irrten seine Augen auf der Pultplatte vor ihm herum, vermieden peinlichst, dem Professor ins Gesicht zu blicken.

»Sie werden eines schweren Vergehens beschuldigt, Hiam, eines sehr schweren.«

Die Stimme von Singer hatte einen drohenden Ton angenommen. Sie ließ den Palästinenser noch stärker auf seinem Stuhl zusammensinken. Hiam Foda verfluchte bereits den Tag, an dem er sich hatte anwerben lassen, verfluchte seine Absicht, eine eigene Terrorzelle hier in Jerusalem aufzubauen, verfluchte diese dumme, palästinensische Sache, die angesichts der Stärke von Israel niemals Erfolg haben konnte. Natan Singer las den Gedankengang seines Studenten fast wortwörtlich in dessen Gesicht nach.

Es wurde Zeit für die nächste Stufe des Verhörs, für die Ablenkung.

Fast wohlwollend fügte Singer an: »Sie sollen versucht haben, hier an der Universität für die palästinensische Sache zu werben, wohl auch Geld zu sammeln?«

Nun blickte Hiam doch erstaunt auf und direkt in die Augen des Professors. Seine Lippen bewegten sich, versuchten Worte zu formen, die jedoch tonlos blieben, weil sein Gehirn noch raste und keinen klaren Gedanken zuließ. Doch dann senkte sich sein Blick wieder ergeben auf die Pultplatte.

»Wissen Sie, Hiam, die palästinensische Sache genießt auch unter uns Israelis viel Sympathie«, begann Singer zu schmeicheln, »und viele von uns sind mit den Maßnahmen unserer Regierung keineswegs einverstanden.«

Der nächste Zug, die Umpolung, war eingeleitet und Hiam Foda schaute nun wieder offen, wenn auch verblüfft, in die Augen seines Professors.

»Wie meinen Sie das, Professor?«, fragte er verunsichert.

»Natan«, korrigierte ihn Singer wohlwollend, »wie ich das meine? Ganz einfach, mein Sohn. Ich kenne einige Menschen, die sehr gerne die Anliegen des palästinensischen Volkes unterstützen möchten. Ihnen und auch mir sind jedoch die Hände weitgehend gebunden. Wir stehen zu sehr in der Öffentlichkeit, können darum nicht selbst aktiv unterstützen und zum Beispiel eigene Hilfslieferungen in die palästinensischen Gebiete durchführen.«

Und nach einer kurzen Kunstpause fuhr er fort.

»Israel hat sich in den letzten Jahren zum Schlechten gewandelt. Die Regierung hat es leider verstanden, die Stimmung im Volk so sehr anzuheizen, dass mittlerweile jedes Wort gegen ihre oft unmenschlichen Entscheide von der breiten Masse der Israeli als ein Verrat an unserem Land verstanden wird.«

Und nach einer weiteren Sekunde, in der man Hiam Foda ansah, wie er merklich wuchs und sicherer wurde, fügte der Professor an: »Selbst die Presse ist nicht mehr unabhängig, wird von maßgeblichen Parlamentariern fast vollständig kontrolliert. Israel ist in einer Regierungsdiktatur gefangen, gegen die keine größere Freiheitsbewegung mehr öffentlich aufzutreten wagt.«

Der palästinensische Student hatte seine Schultern nun gestrafft, sah seinen Professor aufmerksam an, erkannte, dass dieser von ihm einige klärende Worte erwartete.

Hiam war zuvor durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Zu Beginn ihres Gesprächs musste er eine Verhaftung durch die Polizei oder gar durch den Mossad befürchten. Nun aber sah es für ihn aus, als könnte er in der Person des Professors einen naiven Helfer für die gerechte, palästinensische Sache gewinnen. Diesen grundlegenden Wandel seiner Situation hatte der aufgeweckte junge Palästinenser in der Zwischenzeit verdaut.

»Es stimmt, Natan, ich habe tatsächlich versucht, unter den muslimischen Studenten ein paar Mitglieder für ein neues, palästinensisches Hilfswerk anzuwerben. Wissen Sie, ich verurteile die Haltung Israels nicht völlig. Ich sehe auch ein, dass die Hamas weit über das eigentliche Ziel der Palästinenser hinausschießen, nämlich einem friedlichen Nebeneinander unserer Staaten. Die Weigerung der Hamas, den Staat Israel als eine Tatsache zu anerkennen, ist im Grunde genommen doch lächerlich. Aber aufgrund der Repressionen gegen die palästinensische Bevölkerung und auch durch den anhaltenden Siedlungsbau wird es wohl auch auf absehbare Zeit keinen Frieden zwischen unseren Völkern geben können, ja, wir müssen sogar befürchten, dass gar niemandem etwas an einer wirklichen Verständigung zwischen Israel und Palästina liegt.«

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