Kendran Brooks - Ägyptischer Frühling

Здесь есть возможность читать онлайн «Kendran Brooks - Ägyptischer Frühling» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ägyptischer Frühling: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ägyptischer Frühling»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

In den Wirren der Aufstände und Demonstrationen in Ägypten verschwindet eine junge Studentin. Ihre Eltern sind aufs höchste besorgt und so fliegen Mei und Chufu nach Kairo, um die Suche zu unterstützen. Derweil versuchen ein paar orthodoxe Juden sich in Jerusalem eine lebende Bombe gefügig zu machen und in Syrien führt ein Aufstand der Sunniten zum Bürgerkrieg.
Henry Huxley hilft Mei und Chufu in Kairo. Jules stößt wenig später hinzu. Doch die vier aus dem Westen stehen unter Beobachtung und jeder ihrer Schritte wird überwacht. Wie lange können sie in diesem Dschungel aus Staatsgewalt, Demokratiestreben und religiösem Fundamentalismus bestehen? Das Rätsel um die junge Frau lässt sich nur in Pakistan lösen. Doch der Showdown findet in Kairo statt. Und was passiert mit der einsam gewordenen Alabima, wenn sich Jules wochenlang nicht mehr bei ihr meldet und ihre gemeinsamen Eheprobleme immer stärker zwischen den beiden stehen?

Ägyptischer Frühling — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ägyptischer Frühling», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Jules brauste nun auf, als hätte er seit Wochen auf solch offen ausgesprochene Vorhaltungen gewartet und womöglich sogar gelauert. Denn er spie die nächsten Sätze Alabima geradezu ins Gesicht: »Hast du eigentlich eine Ahnung in welcher Gefahr wir alle immer noch schweben? Vertraust du etwa den Beteuerungen der Amerikaner, dieser falschen Bande? Sie bespitzeln uns doch weiterhin, schon seit Monaten. Dieses Haus, das ganze Dorf. Ich spüre das doch. Es riecht förmlich danach. Die CIA ist noch lange nicht fertig mit uns, glaub mir. Die warten bloß auf eine günstige Gelegenheit, auf einen Fehler von mir. Wenn ich nicht auf der Hut bleibe, dann vernichten sie uns.«

Wahn glänzte in seinen Augen. Speichelbläschen hatten sich auf seinen Lippen gebildet, platzten dort während seinen letzten Worten. Alabima schüttelte traurig ihren Kopf. Der Schmerz ließ ihr schönes Gesicht verzerren.

»Ach, wenn du dich doch bloß selbst sehen und hören könntest, Jules. Du gehörst in ärztliche Behandlung. Du hast Wahnvorstellungen.«

Zornig und drohend zugleich ging Jules auf sie zu, hob sogar seine Hand wie zum Schlag, war wütend, jähzornig und unbeherrscht. Alabima blickte gefasst zu ihm auf, erwartete seinen Hieb, sah ihren Gatten trotzdem voller Verständnis an. Ihre ruhigen Augen ließen ihn stocken, hielten seinen Blick einen Moment lang gefangen. Langsam senkte sich sein Arm und die Irrlichter in seinen Pupillen verschwanden.

»Verzeih«, rief er plötzlich erregt aus, drehte sich abrupt um, verließ fluchtartig das Wohnzimmer, nahm sich im Flur im Vorbeigehen den Schlüsselbund und die Brieftasche, auch eine seiner Jacken vom Hacken, zog die Haustüre auf und ließ sie hinter sich ins Schloss fallen.

Wenig später hörte Alabima den Motor des Geländewagens aufheulen und das Fahrzeug entfernte sich rasch. Von ihr unbemerkt schüttelte sie nachdenklich ihren Kopf, dachte mit Wehmut an Jules, an seine verzweifelte Lage, an all die Hirngespinste, die ihn wohl seit Monaten quälten, auch an sein Unvermögen, sich endlich selbst klar zu erkennen und sich helfen zu lassen. Wie sollte das bloß weitergehen?

Heute war es das erste Mal, dass er sie in seinem Jähzorn beinahe geschlagen hätte. Nur mit allergrößter Mühe hatte er sich noch einmal unter Kontrolle gebracht. Doch wie würde es das nächste Mal ausgehen? Verlor er dann den inneren Kampf vollends? Durfte sie ihre Tochter Alina und auch sich selbst überhaupt noch länger der Gefahr eines im Wahn gefangenen Vaters und Ehemannes aussetzen?

Sie liebte Jules immer noch von ganzen Herzen, sah in ihm nur die Krankheit und sein Unvermögen, sich aus ihr selbst zu befreien. Schon einmal, vor einigen Jahren, hatte sie ihn mit der Tochter verlassen, damals aus Sorge um ihre Sicherheit. Noch heute spürte sie eine tiefe Schuld in sich, wenn sie an die Wochen der Trennung dachte. Alabima gestand sich auch ein, dass sie bei ihrer Rückkehr einen veränderten Jules vorgefunden hatte. Der früher so selbstbewusste Mann war während dieser Zeit innerlich zerbrochen und aus der Bahn geworfen worden. Die Trennung mochte ihn womöglich sogar zu Selbstmordgedanken getrieben haben.

Damals musste ihm bewusst geworden sein, wie wenig ihm an einem eigenen Leben ohne seine Familie lag. Ja, damals begann wohl der Bruch zwischen seiner bislang aufregenden Leichtlebigkeit und seinem absoluten Verantwortungsgefühl gegenüber seinen Lieben. Die Sache in Mexiko und später in Somalia, die Wochen der allergrößten Gefahren für Chufu, Mei, Alina und für sie selbst. Dies alles musste sein Innerstes getroffen haben, höhlte ihn aus, ließ ihn schreckliche Dinge, menschenverachtend Handeln. Chufu hatte sich ihr erst vor wenigen Tagen, kurz, bevor er seinem Rückflug nach Rio antrat, anvertraut. Denn er hatte als angehender Psychologe erkannt, wie zerrüttet das innere Gefüge seines Adoptivvaters war. Schonungslos berichtete er ihr erstmals von Mexiko und dem Geständnis von Jules ihm gegenüber, von den vier bestialischen Morden. Später las Alabima im Internet die damals weltweit bekannt gewordene Geschichte nach, erzitterte immer wieder, wenn sie daran dachte, was Jules auf sein Gewissen genommen hatte, um Chufu und Mei zu retten. Und wenn sie sich an das Töten der Mexikanerin in Somalia noch einmal vor Augen hielt, mit welch brutaler Konsequenz Jules vorgegangen war, ohne jeden Gedanken an Schonung, nur mit dem Willen zur Vernichtung der Gefahr für seine Familie, dann kroch es ihr immer noch kalt den Rücken hinunter.

Ja, sie liebte Jules weiterhin und verstand auch sehr gut, in welch einer Spirale von Pflichtbewusstsein und Schuld er gefangen gehalten wurde. Eine Abwärtsspirale, die er selbst kaum mehr allein aufhalten konnte, deren Ende aber noch bei weitem nicht erreicht war.

Alabima versuchte, ganz ehrlich in sich hinein zu lauschen, auf jede Nuance ihrer Gefühle für Jules zu achten. War vielleicht gar ein Selbstmord der Ausweg, auf den sich Jules zubewegte? Oder würde er sich bei nächster Gelegenheit in allzu große Gefahr begeben, um auf diese Weise umzukommen, im falschen Verständnis, er opfere sich damit für seine Familie auf? Oder würde er, wie manch andere aus der Bahn geworfene Ehemänner, sich auf einmal gegen die eigenen Lieben wenden, sie in einem Anfall von Irrsinn umzubringen versuchen, um sie auf diese Weise vor noch Schlimmerem zu bewahren?

Sie kannte all diese entsetzlichen Geschichten aus der Presse, versuchte sich vorzustellen, wie all diese Verirrten und Verwirrten wohl bis zu diesem Endpunkt ihres Lebens getrieben wurden.

Letzteres konnte sich die Äthiopierin allerdings nicht vorstellen, wollte diese mögliche Konsequenz eines gestörten Geistes nicht wirklich in Betracht ziehen. Trotzdem würde sie so rasch als möglich Kontakt zu einem guten Psychologen aufnehmen müssen. Denn sie fühlte, sie brauchte den Rat eines erfahrenen Fachmanns, eine möglichst objektive Beurteilung einer möglichen Gefahr. Und vielleicht konnte sie Jules ja doch noch irgendwie zu einer Therapie überreden oder zumindest ein erstes Gespräch vermitteln? Endlich stand die Äthiopierin vom Sofa auf und machte sich für den Einkauf zurecht.

*

Sami ad-Dim wurde unsanft aus seinem Mittagsschlummer geweckt. Er schnappte durch den Mund nach Luft, sperrte seine Augen auf, kam dann erst richtig zu sich und sah in das spöttisch grinsende Gesicht eines ihm fremden Mannes.

»Was soll das?«, knurrte Sami angriffslustig und schlug die Hand weg, die seine Nase quetschte. Dann betrachtete er sich den abfällig grinsenden Mann eingehender. Als einer der erfolgreichsten Baccha Baazi Organisatoren kannte Sami viele mächtige Männer des Landes, erkaufte sich immer wieder ihr Wohlwollen mit einem seiner stets jungen und frischen, feingliedrigen und höchst beweglichen Knabentänzern. Er brauchte zum Beispiel bloß mit den Fingern zu schnippen und der örtliche Polizeichef nahm sich einer ihm frech daherkommenden Person an, schüchterte sie ein oder nahm sie eine Zeit lang in Gewahrsam. Gründe dafür ließen sich immer finden. Drogenhandel oder auch der bloße Konsum gehörten zu den einfacheren Mitteln der Behörden, unliebsame Personen zurück zu binden oder auch dauerhaft verschwinden zu lassen. Afghanistan war im Umbruch und staatliche Willkür für die Bevölkerung längstens zum Normalfall geworden.

Das Grinsen im Gesicht des Mannes verschwand jedoch keineswegs unter dem strengen Blick von Sami ad-Dim. Dies verblüffte ihn nun doch ein wenig. Wusste der Kerl vielleicht gar nicht, mit wem er sich anlegte?

Sami hatte sich nach dem reichhaltigen Mittagessen auf der Veranda seines Stadthauses zur Ruhe gelegt und im Schatten des Balkons über ihm ein wenig gedöst, hatte wieder von diesem einen Knaben geträumt, von seinem Idealbild eines Tänzers, wie er ihn bislang noch nirgendwo in dieser Perfektion hatte finden können. Ein äußerst zarter und gleichzeitig makelloser Knabenkörper, mit langen, dünnen und zerbrechlich wirkenden Armen, schmalen Fingern mit entzückend langen Nägeln, von schwarzen, dichten Locken und einem unergründlich dunklen Augenpaar, das jede Seele bewegte. Ein frischer Mund mit wollüstigen Lippen, mit hohen Wangenknochen und kräftigen, weißen Zähnen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ägyptischer Frühling»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ägyptischer Frühling» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Kendran Brooks - Retourkutsche
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Im Fegefeuer
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Elendiges Glück
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Sapientia
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Head Game
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Moskau und zurück
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Menetekel
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Justice justified
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Das entzweite Herz
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Tal der Hoffnung
Kendran Brooks
Kendran Brooks - Il Principio
Kendran Brooks
Отзывы о книге «Ägyptischer Frühling»

Обсуждение, отзывы о книге «Ägyptischer Frühling» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x