Kendran Brooks - Elendiges Glück
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Nach ihrem siebzigsten Geburtstag ließ Misses Myers keine Männer mehr an sich heran. Nicht etwa, dass sie sich für ihren Körper hätte schämen müssen. Der war immer noch recht gut im Schuss gewesen. Auch die leichte Zellulitis an den Oberschenkeln und die ersten Falten am Bauch ließ sie seit ihrem vierzigsten Geburtstag regelmäßig kosmetisch entfernen, um sich wieder völlig wohl in den Armen der meist viel jüngeren Männer zu fühlen. Denn Gleichaltrige waren für sie eigentlich nie in Frage gekommen, zumindest nicht, seit sie die dreißig überschritten hatte. Denn Sex mit alten Männern führte zu nichts. Viele bekamen keinen richtigen Ständer mehr, und wenn doch, dann wollten sie möglichst rasch zum Abschluss kommen, solange sich ihr bisschen Manneskraft in Form von Viagra & Co noch aufrechterhalten ließ. Nein Danke. So was hatte sie nie nötig gehabt.
Jüngere, interessierte Männer gab es zudem reihenweise. Viele wollten mindestens einmal in ihrem Leben mit einer echten Cougar anbändeln, einer Milf, einer erfahrenen Frau über vierzig oder fünfzig, die noch ganz gut im Schuss war und den Sex liebte. Und wer erst einmal auf den Geschmack einer älteren Frau gekommen war, suchte immer wieder ähnliche Abenteuer.
Misses Myers schwelgte in ihren Erinnerungen, sah viele schöne und aufregende Bilder gleichzeitig oder in rascher Abfolge vor sich im Spiegel.
»Alles in Ordnung?«, riss sie die Stimme von Tom aus ihrem Tagtraum.
Der verdammte Roboter.
»Ja, alles okay«, rief sie zurück und sah endlich prüfend in ihr Gesicht, während sie gleichzeitig ihre Hände mit der Flüssigseife wusch und danach zum Waschlappen griff. Normalerweise stellten sich heutzutage alle Menschen mindestens einmal pro Tag in die Komfortdusche, ließen sich von oben unten und den Seiten rundum einseifen, abspülen und abtrocknen. Doch Misses Myers liebte diese altmodische und gleichzeitig so sinnliche Methode mit dem Waschlappen. Er fühlte sich einfach gut auf der Haut an, vor allem, wenn er nicht zu weich war, sondern sich noch ein wenig rau anfühlte, am besten von Sonne und Wind getrocknet. Ja, das einfache Leben auf dem Land. So wie sie es als Kind nie kennengelernt hatte, jedoch als Erwachsene über Jahrzehnte suchte und fand.
Sie kam in Stimmung, als sie sich ihre alte Möse wusch und gleichzeitig massierte. Dildos und andere Hilfsmittel waren in diesem Heim leider nicht erlaubt. Sie passten nun mal nicht zur puristischen Vorstellung eines Himmels auf Erden. Und so blieb Misses Myers nur ihre Hand, der Waschlappen und die Seife, um wenigstens ab und an wieder das zu spüren, was sie über so viele Jahre ganz bewusst und oft täglich genossen hatte, mit so vielen und immer wieder wechselnden Partnern. Sie dachte zurück an diese eine Nacht mit der Orgie, bei diesem spanischen Modefritzen in Miami Beach. Bestimmt waren fünfzig Gäste anwesend gewesen, die allesamt zu viel koksten und zu viel soffen, immer ausgelassener feierten, bis sich endlich die ersten Frauen die Kleider vom Leib rissen und ein stundenlanges Gruppenvögeln begann.
Misses Myers keuchte vor dem Spiegel, starrte hoch zur Decke, sah über sich wieder das feiste Gesicht des fetten Modepapstes, wie er schwitzend und grunzend über ihr lag und sie mit seinem riesigen Gemächt heftig stieß. Weh hatte er ihr mit seinem immensen Prügel getan, denn sein dicker und langer Schwanz stieß mit der Spitze immer wieder irgendwo tief in ihr drinnen an und drohte sie gleichzeitig zu sprengen. Doch diese Art der Folter war auch in höchstem Masse erregend und so feuerte sie den Kerl immer weiter an, es ihrer Fotze doch so richtig zu besorgen. Und tatsächlich, als der Bastard seinen Penis plötzlich aus ihrer Scheide zog und ihr eine volle Ladung Samen ins Gesicht spritzte, kam sie selbst heftig und voller Wollust und Misses Myers stöhnte vor dem Spiegel und ihr faltiger Bauch krampfte sich zusammen, ließ ihre Beine zittern und ihre Hängebrüste wabern.
Doch nur kurz dauerte ihr Höhepunkt, auch dieses Mal, wie so oft, seit sie die Neunzig überschritten hatte. Aber immerhin. Wie viele über Hundertjährige genossen denn noch Sex? Misses Myers war auch in dieser Hinsicht stolz auf sich.
»Alles in Ordnung?«, fragte Tom erneut und besorgt aus dem Wohnraum mit Schlafstelle.
»Ja, zum Teufel, ich hab mir bloß selbst einen runtergeholt, Tom.«
»Ist das nicht eher ein früherer Ausdruck für die Selbstbefriedigung von Männern?«, tönte es weniger fragend als vielmehr tadelnd und belehrend durch die geschlossene Badezimmertür.
»Sei nicht so spitzfindig«, beschwerte sich die alte Frau, »wie steht es eigentlich«, sie fühlte sich aufgekratzt, »kannst du eigentlich Liebe machen? Hast du einen Penis?«
»Ich bin überdurchschnittlich ausgestattet«, kam es unverblümt zurück, »verglichen mit den allermeisten männlichen Menschen«, stellte er den Vergleich sicher, »und voll funktionsfähig.«
Misses Myers sagte nichts darauf, wartete jedoch gespannt auf die weitere Ansage des Roboters und wurde nicht enttäuscht.
»Wollen Sie meine diesbezüglichen Dienste in Anspruch nehmen? Ich kenne verschiedene Praktiken, wahrscheinlich sogar alle. Sie müssen mir nur mitteilen, was sie sich wünschen.«
Da hatte sie es. Ein blöder Blechheini bot ihr seine Sexdienste an. Selbstverständlich wusste Misses Myers, dass die meisten Menschen seit Jahrzehnten fast ausschließlich Sex mit Robotern pflegten. Keine Infektionsgefahr, keine Aussetzer, garantierter Lustgewinn waren die drei entscheidenden Vorteile. Kinder wurden im Reagenzglas mit genetisch sinnvollen Spendersamen gezeugt und wuchsen in künstlichen Mutterleib-Maschinen heran. Man holte es ab, wenn es neun Monate alt war. Doch es gab wohl immer noch Frauen, die ihre Frucht auf natürliche Weise empfingen. Die meisten von denen waren jedoch völlig durchgeknallte Hühner. Sie setzten die Gesundheit ihres Nachwuchses bewusst aufs Spiel, zeugten zusammen mit irgendeinem dahergelaufenen Kerl ein Kind, das genetische Defekte oder gar Erbkrankheiten aufweisen konnte. Eine völlig unsinnige Belastung der Gesundheits- und Sozialwerke.
Misses Myers war allerdings kinderlos geblieben, gewollt kinderlos. Denn für sie ergab es einfach keinen Sinn, bei einer Erdbevölkerung von zwölf Milliarden und bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von weit über achtzig Jahren für noch weniger Ressourcen pro Kopf zu sorgen. Nein, in diesem Punkt blieb sie ihr Leben lang starrsinnig, auch wenn ihre Eltern sehr enttäuscht über ihre Entscheidung waren. Überhaupt, ihre Eltern. Schon ein paar Tage lang hatte sie nicht mehr an sie gedacht. Beide waren sie vor Jahrzehnten kurz hintereinander verstorben, wurden nicht wirklich alt. Der Vater zweiundachtzig, die Mutter noch nicht einmal siebzig. Beide verweigerten standhaft die dringend notwendigen Organtransplantationen. Dabei hatten sie mehr als genug Geld, hätten sich Spitzenprodukte kaufen können. Doch irgendwelche ethischen oder moralischen Überlegungen hielten sie davon ab. Aber warum bloß? Das hatten ihr beide Elternteile nicht wirklich erklären können, selbst nicht während ihren letzten Tagen vor dem freiwilligen Tod.
Doch war es sinnvoll, der Natur das Sterben zu überlassen? Sich frei zu entscheiden, wann und wo man abtreten wollte, ganz bewusst den Tod zum richtigen Zeitpunkt zu suchen, das war nicht nur modern, sondern der einzig wirklich menschliche Weg. Stattdessen zu warten, bis der eigene, welke Körper die Strapazen des Lebens auch mit Hilfe von Maschinen nicht mehr zu bewältigen vermochte und darum von sich aus aufgab? Wie armselig, ja schmutzig und unwürdig ein solcher Tod doch war.
Auch in diesem Heim gehörten die meisten Insassen zu den Feiglingen. Sie klammerten sich an das Bisschen ihres verbliebenen Lebens, als besäße es auch nur noch den geringsten Wert. Dabei saßen die meisten den ganzen Tag über in ihren Rollstühlen, trugen Windeln und wurden von den Robotern regelmäßig gesäubert. Ein unwürdiges Leben ohne jeden Funken verbliebenen Glücks. Stundenlang saßen diese lebenden Toten unten an den Tischen, stierten vor sich hin, hatten sich längst alles erzählt, kannten keine neuen Themen oder Interessen mehr, waren nur noch da, ohne jeden Zweck oder Geist. Man setzte ihnen die Gedanken-Controller auf und sie schwelgten in irgendwelchen Bildern und Tönen. Der Mensch war keinen Deut klüger geworden. Weiterhin suchte er nach immer neuen Wegen, wie er den Körper und den Geist von anderen Menschen übertölpeln konnte. Das nannte er dann humanitär und rücksichtsvoll. Dabei war das Leben dieser atmenden Mumien nichts anderes als das Halten von Hühnern in einem Stall, wobei nur letztere etwas Produktives abwarfen.
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