Kendran Brooks - Elendiges Glück

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Im Jahr 2116 treffen wir in einem Pflegeheim in Kalifornien auf Anna Myers. Ein Richter hatte die dunkelhäutige, sehr vermögende Frau dort eingewiesen, nachdem sie zuvor verwirrt auf den Strassen von San Francisco aufgegriffen wurde. Doch die 109-Jahre alte Frau ist nicht, wer sie zu sein scheint. Und sie beginnt uns ihre Lebensgeschichte zu erzählen, die 2007 und als Alina Lederer beginnt.

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»Taio schläft mit beiden«, meinte Susanne abfällig, »und Kaya soll im Ritz in Paris beim Sex so laut geschrien haben, dass die Leibwächter die Türe zur Suite aufbrachen, um nach dem Rechten zu sehen. Ich hab die Rechnung des Hotels für die Behebung des Schadens gesehen. Und Stella arbeitete früher für einen Escort-Service in Bukarest. Die dämliche Kuh kann noch nicht mal tippen.«

»Und warum wird das toleriert? Ich meine die übertriebenen Spesen und die Nutten?«

»Ach, da gibt es noch viel Schlimmere bei den Vereinten Nationen. Ich hab gehört, ein Amerikaner hätte vor drei Jahren in New York eine Party auf Kosten der UN geschmissen, die über zwanzig Millionen Dollar gekostet hat.«

Susanne klang bei diesem Vorwurf eher begeistert und keineswegs entrüstet. War sie selbst in irgendwelche Machenschaften verwickelt? Nein, dann hätte sie wohl kaum mit mir so offen darüber gesprochen. Oder bewunderte sie die Dreistigkeit dieser Spesenreiter? Auch das stimmte nicht, wie sie mich gleich anschließend belehrte.

»Der Amerikaner wurde wegen Veruntreuung angeklagt und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.«

Nun klang ihre Stimme zufrieden und das war sie wohl auch.

»Ist Taio Ouko denn auch sonst korrupt?«, fragte ich vorsichtig nach.

»Nicht mehr als andere, würde ich sagen. Selbstverständlich erhält jeder höhere Beamte ein paar Zuwendungen von Regierungen und Konzernen. Doch Taio übertreibt nicht, hält sich sogar eher zurück.«

»Woher weißt du das?«

Susanne schmunzelte wissend.

»Ich habe über einen guten Bekannten, der für die externe Kontrollstelle arbeitet, Zugang zu den internen Berichten. Darin findet man auch eine Korruptionsbewertung über jeden Direktor. Streng vertraulich, selbstredend.«

»Und warum tut die UNO nichts oder kaum was gegen korrupte Beamte?«

Sie zuckte mit den Schultern.

»Alles kleine Fisch, die selbst ja nur wenig bewegen können. Die Gelder für die Projekte werden über Ausschüsse gesprochen und die Kosten dafür separat überwacht und abgerechnet. Da ist nicht allzu viel Luft für Mauscheleien. Du darfst nicht vergessen, die UNO ist ein Weltkonzern und verschiebt jedes Jahr Dutzende von Milliarden Dollar. Das kann gar nicht ohne Korruption ablaufen.«

Sie sagte das so locker und leicht, als hätte sie eine Gehirnwäsche hinter sich. Die Buchhalterin war gut zehn Jahre älter als ich. Würde ich mit Mitte dreißig auch so denken? Wurde einem die Korruption, die persönliche Bereicherung auf Kosten der Allgemeinheit, irgendwann egal?

Ich war auch ein wenig enttäuscht. Denn ich hatte selbstverständlich gehofft, dass gerade in meiner Abteilung, die mit Industrie-Entwicklung zu tun hatte, die Bestechungsgelder ganz besonders reichlich flossen und darum sehr viel aufzudecken wäre. Doch Susanne Wolke war vom Gegenteil überzeugt. Trotzdem leistete sie mir gute Dienste leisten. Nur musste ich sie behutsam an ihre neue, zusätzliche Aufgabe heranführen. Denn wer jemals auf der Pirsch war, der wusste, dass man ein scheues Reh unweigerlich vertrieb, wenn man zu forsch auf das Tier zuging.

In Jahr 2032 begann die große Registrierung aller Menschen weltweit. Auch mir wurde der Chip in den Unterarm geschossen, auch meine Personalien landeten nebst einigen biometrischen Daten im Zentralcomputer der UNO, wo sie allen Nationen zur Informationsentnahme zur Verfügung standen, zumindest die Grunddaten wie Name, Geschlecht, Geburtstag, letzter bekannte Wohnort und Informationen zur Identifikation, ein Foto, die Fingerabdrücke und ein Scan der Iris. Die USA, Russland, China und einige kleinere Länder wie Kanada, Australien und Japan verweigerten sich dieser von Europa ausgehenden Aktion, bauten ihre eigenen, autonomen Datenbanken aus. Sie wollten vor allem nicht riskieren, dass ihre Bevölkerung für andere Nationen gläsern wurde. Entsprechend kompliziert gestaltetet sich daraufhin die Reisetätigkeit, vor allem für weltweit tätige Geschäftsleute und politische Funktionäre. Die mussten ihre persönlichen und biometrischen Daten spätestens bei der Einreise in die entsprechenden Länder abgeben. Bereits liefen Hunderttausende von Menschen mit mehr als einem halben Dutzend Chips im Unterarm herum. Die taten zwar nicht weh, führten auch nur selten zu Infektionen, bereitete aber den Lesegeräten immer wieder Probleme, falls sie zu dicht nebeneinandersaßen. Doch man rechnete damit, dass sich der UNO-Standard in einigen Jahren weltweit durchzusetzen vermochte und die nationalen Datenbanken mit ihren eigenen Chips irgendwann verschwinden würden. Denn da alle Länder, die sich dem UN-Konzept angeschlossen hatten, die Daten der reisenden Amerikaner, Russen, Chinesen und so weiter ebenfalls an den Zentralcomputer meldeten, war ein Abseitsstehen zumindest langfristig völliger Unsinn, weil die Daten reines Stückwerk blieben.

Auch ich hatte mittlerweile fünf Chips in meinem linken Arm. Doch sie störten und beeinträchtigten mich nicht. Und während sich autonome Gruppen lautstark und mit gewalttätigen Demonstrationen gegen die Zwangsregistrierung durch ihre Regierung wehrten, sich den Sicherheitskräften zu entziehen versuchten, manchmal sogar durch den Einsatz von Waffen, da dachte ich vor allem an die großen Vorteile für die Zukunft dieser anfänglichen Mehrfach-Registrierung mit Chips. Denn mit genügend krimineller Energie konnte man jede Vielfalt für eigene Zwecke nutzen.

Meine Analysen und Berichte kamen übrigens gut an und nicht lange, so interessierten sich höhere Führungskräfte für meine Bemühungen. Ich stieg ein paar Stufen auf der Karrieretreppe hoch, ohne dass ich auch nur mit einem der Kerle hätte schlafen müssen, ein sicheres Zeichen für die Qualität meiner Arbeit. Bald einmal leitete ich ein ganzes Analyse-Team, das sich geographisch auf Ostafrika konzentrierte. Und ich besuchte viele internationale Kongresse, knüpfte so weltweit Bekanntschaften, ging mit manchem Abgeordneten einer fremden Nation ins Bett, soweit er mir und meinen Zwecken dienen konnte und mir sympathisch war.

Ja, als Künstlerin in Paris hatte ich gelernt, wie man seine Haut zu Markte trägt und nutzbringend an den Mann oder die Frau brachte. Damals verlor ich öfters jede Hemmung, war nicht nur einmal nach einer wilden Nacht in einem ganzen Getümmel von Körpern aufgewacht, konnte mich an Einzelheiten zur jeweiligen Orgie auch später kaum mehr erinnern. Mit Meskalin versetzter Mezcal war Ende der 20er-Jahre die beliebteste Party-Droge gewesen. Er putschte nicht nur ungemein auf, er führte den Körpern unmittelbar in eine Art von Ekstase, in der man rasch den Überblick verlor, einfach abtauchte in eine Welt voller farbig visueller Halluzinationen. Und während alle anderen Sinne und selbst die Gefühle für Wärme oder Kälte gedämpft wurden, stieg das sexuelle Verlangen stark an. Dass manche Menschen bei einem Meskalin-Rausch Atemnot, Übelkeit oder Kopfschmerzen verspürten, war mir unverständlich geblieben, hatte ich selbst doch nur positive Erinnerungen daran oder ums exakt zu umschreiben, nur positive Aussetzer erlebt.

Die Staaten China, Japan und Australien hatte ich bislang noch nicht bereist, weshalb die entsprechenden Chips mit der Registrierung in meiner Unterarm-Sammlung noch fehlten. Doch diese drei Länder traten, seit dem militärischen Rückzug der USA aus dem westlichen Pazifik, derart aggressiv gegen ihre Nachbarn auf, dass man den Ausschluss von China aus dem Sicherheitsrat der UNO diskutierte. Noch zögerten die anderen Mächte. Würden sich allerdings die vielen Streitigkeiten und die bislang zum Glück noch unbedeutenden, militärischen Geplänkel um unbewohnte Inseln und um die Ausweitung der Seehoheitsgebiete weiter intensivieren, die Krise ließe sich auch bei den Vereinten Nationen kaum mehr unterm Deckel halten.

Auch die chinesischen UN-Mitarbeiter traten meistens ausgesprochen arrogant auf, waren im Grunde genommen bloß verlängerte Arme der Zentralregierung in Peking, fühlten sich dieser Rolle voll und ganz ihrem Staat und nicht der Welt verpflichtet. Auch zwei meiner Mitarbeitenden im Team stammten aus dem Reich der Mitte. Doch schienen sie loyal gegenüber den United Nations zu sein. Aber wer konnte schon wissen, was die Zeit brachte? Ich behielt beide ganz besonders im Auge, ließ auch einzelne ihrer Berichte auf eine mögliche politische Einflussnahme aus Peking von dritter Seite untersuchen. Ling Wembo und Huyn Jabba gehörten allerdings beide der ethnischen Minderheit der Uiguren an, waren von der UNO direkt angestellt worden und nicht etwa offiziell von Peking entsandt. Von den beiden lernte ich viel über das Land der großen Mauer und seine oft schmerzvolle Geschichte. Hätte ich allerdings damals gewusst, was das Schicksal Böses mit den beiden vorhatte, ich wäre wohl anders vorgegangen und hätte sie nicht in Lebensgefahr gebracht.

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