Peter Schmidt - Erfindergeist

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Um das zu verhindern, ersinnt der von seinem Außenposten aus dem Ausland abgezogene MAD-Agent Känder – ein «unbekanntes Gesicht» – eine Operation, die ein Ausbund an Verwicklung und Raffinesse ist. Nur eines der süffisant mitgeteilten Details: Als wichtigster Mitarbeiter für das Komplott wird der Insasse einer Irrenanstalt engagiert. Ohne sich in allgemeinen Reflexionen ergehen zu müssen, ist damit schon alles über die Geheimdienstarbeit gesagt. Eine Geschichte voller Boshaftigkeiten gegen die bekannte Bunkermentalität der Geheimdienste. – PRESSESTIMMEN: «Vielleicht das Bösartigste, was von einem deutschen Autor in diesem Genre geschrieben wurde» (Jürgen Kehrer)

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«Was sich schnell ändern könnte. Er gilt nur als harmlos, solange keine gegenteiligen Erkenntnisse vorliegen. Dieses Krankheitsbild zeichnet sich durch sprunghafte Veränderungen aus. Er mag Ihnen ganz normal erscheinen. Aber bei irgendeiner vom Normalen als geringfügig angesehenen Provokation kann es zur Katastrophe kommen.»

«Gilt das nicht für alle Ihre Insassen? Auch diejenigen, die täglich Freigang bekommen? Ich meine – ist nicht auch jeder Normale in diesem Sinne ein Risiko?»

«Also gut», sagte er zögernd. «Solange von außerhalb der Anstalt keine Klagen kommen ...»

«Vielen Dank. Ich glaube, mein Mandant wird Ihre liberalen Behandlungsmethoden zu schätzen wissen und sich dafür erkenntlich zeigen.»

VIERTES KAPITEL

Präparation

Ich war auf dem besten Wege, ein neues Kapitel in meiner Arbeit für den Dienst einzuleiten; und wenn ich zu jenem Zeitpunkt irgendwelche Skrupel besessen hatte, dann den sie bei weitem aufgewogen durch das, was mich im Fall der Erfolglosigkeit erwartet hätte: in irgendeiner drittklassigen Schreibstube zu landen.

Denn Stankowitz hätte mich vermutlich in den hintersten Winkel Bulgariens verbannt (aber ganz bestimmt nicht in seine Nähe, wie er mir jetzt avisierte).

Oder auf einen jener trostlosen Plätze im westlichen Ausland, die er mit kaum unterdrücktem Spott als «unsere Reserve im Ruhestand» bezeichnete: Kontaktstellen zu den Diensten der Verbündeten, deren Hauptaufgabe offenbar darin bestand, anwesend zu sein. Irgendeine muffige Baracke in Belgien oder Dänemark.

Ein klappernder Fernschreiber. Von anderen Behörden ausrangierte Büromöbel. Übungen zur Sicherheitsüberprüfung.

Etwas von jener grenzenlosen Langeweile mußte auch meine Mutter empfunden haben, ehe sie damals mit meinem Alten nach Ecuador gegangen war. Warum sonst hätte sie sich gleich nach seinem Tode jener zwielichtigen Tingeltangeltruppe anschließen sollen?

Sie war von Jugend an eine leidenschaftliche Tänzerin gewesen. Nur das strenge Regiment meines Alten hatte sie an der Ausübung dieser alten Liebe gehindert. Dabei störte es sie wenig, wenn sich die Männer mehr für ihren Körper als für ihren Tanz interessierten.

Ich habe nie erfahren, warum mein Alter ausgerechnet nach Quito gegangen war. Vermutlich waren es dieselben Gründe, die so viele Deutsche in den letzten Kriegstagen nach Südamerika trieben. Noch auf dem Totenbett hatte er sich darüber ausgeschwiegen.

Aus Ekel vor alledem trat ich damals dem katholischen «Orden der tätigen Nächstenliebe» bei. Ein Hirngespinst, zugegeben, wie es so leicht in einem gewissen Alter und unter bestimmten Voraussetzungen Nahrung findet. Anders als die weiblichen Mitglieder, die eigentlichen Novizinnen, wurden wir jungen Männer in die Elendsviertel geschickt. Auf diese Weise hielt man uns von den Mädchen fern (niemand kam in ungewollte Versuchung).

Wir reparierten armselige Behausungen aus Wellblech und Benzinkanistern, verlegten Kunststoffwasserleitungen, und der nächste Regenguss wischte alles wieder von den Hängen der Stadt und hinterließ eine Schlammwüste. Trotz dieser Sisyphusarbeit habe ich nie wieder in meinem Leben eine solche Zufriedenheit, einen solchen inneren Frieden empfunden.

Es lag wohl an dem Gefühl, etwas ernsthaft verändern zu wollen. Der Wille zählte, nicht das Resultat. Die kümmerlichen Ergebnisse verdrängte ich einfach.

Das Leben war hart und anspannend. Genau von jener Härte und Anspannung, die ich benötigte, um geistig gesund zu bleiben. Denn dass die Wände eines engen Zimmers auf mich einen anderen Einfluss ausübten als auf sogenannte «gewöhnliche» Menschen, hatte ich schon sehr früh herausgefunden.

Wenn wir auch alle aus demselben Holz geschnitzt sind, schien sich diese Eigenschaft bei mir doch in viel stärkerem Maße ausgeprägt zu haben – vielleicht die Reste jenes uralten menschlichen Erbes der Gewalttätigkeit, das einmal seinen Sinn besessen hatte, als wir Jäger und Krieger gewesen waren, die sich gegen angriffslustige Horden verteidigten – und das jetzt nur noch ein Appendix war, ein sinnloser und gefährlicher Appendix …

Nachdem ich ein fünf Tage altes polnisches Telegramm in eine Zigarettenschachtel gesteckt und das Ganze in der Aussparung hinter dem Abflussrohr der Regenrinne am Haus Nummer 8 nahe beim Alten Botanischen Garten verstaut hatte, machte ich mich auf den Weg zu meiner Wohnung.

Stankowitz hatte mir unter falschem Namen ein Zwei-Zimmer-Apartment mieten lassen. Es besaß einen zweiten Eingang von der gegenüberliegenden Blockseite aus – er führte durch die Toreinfahrt und den Gartenweg zwischen hohen Hofmauern – und lag genau über einem jener armseligen Stadtrandkinos, die sich nur noch mit Pornofilmen über Wasser halten (freitags und samstags begann pünktlich um zweiundzwanzig Uhr ein «dreiteiliges Filmmarathon mit Sektfrühstück um Mitternacht zum Preis von nur einem Film» was für mich bedeutete, dass ich wegen des Lärms kein Auge zutat).

Meine Vermieterin, eine alleinstehende Frau, die auch Verpächterin des Kinos war, hielt mich dazu an, den rückwärtigen Eingang zu benutzen. Es gab keine Namensschilder an den Haustüren. Offenbar hatte man ihr einen diskreten Hinweis gegeben, dass ich damit einverstanden sei. Auf diese Weise sparte sie die Steuer. Und ich wurde den Mietern im Nachbarhaus gegenüber kaum erwähnt und existierte auch nicht in der städtischen Meldekartei. Stankowitz erlaubte sich kein Risiko. Es ging schließlich um seinen Kopf.

Ein zu Boden gefallenes Haar, das im Türspalt geklemmt hatte, deutete auf heimlichen Besuch. Aber es brachte mich in diesem Stadium nicht weiter in Rage; ich hatte durch ein Flurfenster beobachten können, wie die Alte während der Abwesenheit einer Mieterin in ihrer Wohnung umhergegeistert war. Sie besaß wohl von allen Türen Nachschlüssel. Sobald Erasmies Leute den Köder angenommen hatten, würde ich in einem günstigen Augenblick mein Türschloss auswechseln lassen. Ich brühte Kaffee auf, legte die Füße über die Holzlehne der Couch und versank ins Grübeln.

Gegenüber Oster, einem langjährigen Mitarbeiter der Münchener Dechiffrierung, hatte ich in der vergangenen Woche schweres Geschütz auffahren müssen. Zu diesem Zeitpunkt bestand noch die Hoffnung, auf eine verwertbare Spur zu stoßen …

Diese Kontaktaufnahme konnte mir jetzt gefährlich werden. Oster wusste, dass ich für den Kölner Dienst arbeitete. Anfangs hatte er sich strikt geweigert, überhaupt mit mir zusammenzutreffen. Es bedurfte erst eines Hinweises auf die häufigen DDR-Reisen seines Bruders, um ihn zur Raison zu bringen. Eine Sicherheitsüberprüfung hätte ihn in Schwierigkeiten gebracht und wohl für einige Wochen oder Monate aus dem Verkehr gezogen. Aus unerfindlichen Gründen vermied er es, sie bei den Routinebefragungen anzugeben.

Ich hatte gehofft, ich könnte Rieder eine Verwicklung in den Fall Steglitz nachweisen. Wir nannten ihn so, weil der Leiter der Bundeswehrschule Münster im Westberliner Stadtteil gleichen Namens einen gut florierenden Callgirl-Ring unterhielt (so glaubte Köln damals). Er nutzte die Kontakte der Mädchen zu Erpressungsversuchen. Ein Fressen für den Militärischen Abschirmdienst. Nach allen Fehlschlägen der vergangenen Wochen endlich ein Fall, der die Existenzberechtigung unserer Organisation belegte. Ein solcher Mann würde für den Osten erpressbar sein. Über ihn konnte man leicht an sicherheitsrelevante Informationen gelangen …

Doch es war nur wieder einer jener tragikomischen Irrtümer gewesen, die uns seit einer Reihe von Monaten verfolgten und sich sofort wie üblich, nachdem die Presse davon Wind bekommen hatte, zum Skandal ausweiteten.

Tatsächlich sah der Mann ihm nur verteufelt ähnlich. Aber was uns eigentlich in die Irre geführt hatte, war der Umstand gewesen, dass er den gleichen Namen besaß und regelmäßig nach Münster zu seinem Erstwohnsitz reiste.

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