Peter Schmidt - Erfindergeist

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Um das zu verhindern, ersinnt der von seinem Außenposten aus dem Ausland abgezogene MAD-Agent Känder – ein «unbekanntes Gesicht» – eine Operation, die ein Ausbund an Verwicklung und Raffinesse ist. Nur eines der süffisant mitgeteilten Details: Als wichtigster Mitarbeiter für das Komplott wird der Insasse einer Irrenanstalt engagiert. Ohne sich in allgemeinen Reflexionen ergehen zu müssen, ist damit schon alles über die Geheimdienstarbeit gesagt. Eine Geschichte voller Boshaftigkeiten gegen die bekannte Bunkermentalität der Geheimdienste. – PRESSESTIMMEN: «Vielleicht das Bösartigste, was von einem deutschen Autor in diesem Genre geschrieben wurde» (Jürgen Kehrer)

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Wenn man ihn anrief wurde allerdings niemals abgehoben. Deshalb würde das Haus noch in einigen Jahren unvermietet sein und schon bald – Gerüchte entstanden und vermehrten sich wie Bakterien, man mußte ihnen nur genügend Nährlösung bieten – aus irgendeinem dubiosen Grund als unvermietbar gelten. Dreimal in Abständen von einer Viertelminute klingeln bedeutete: Kontaktaufnahme .

Dann würde jemand aus der Kölner Zentrale noch am Abend desselben Tages im Hause erreichbar sein.

Ich trat in die Toreinfahrt. Der Eingang war von den gegenüberliegenden Häusern nicht einsehbar.

Auf der Rückseite, zwischen der S-Bahn-Station und den Fahrbahnen, lag ein winziger Park, deshalb konnten Beobachter nie sicher sein, ob ein Besucher das Haus oder den dahinterliegenden Park ansteuerte.

Nachdem ich aufgeschlossen hatte, horchte ich ins Treppenhaus. Eines von der Sorte aus Kaisers Zeiten, mit hohen, gipsverzierten Decken und losen Bodenfliesen. Die Glühlampen entweder defekt oder herausgedreht, um ungebetene Gäste im Dunkeln empfangen zu können, nahm ich an. Es war diese Art von Mätzchen, die Stankowitz‘ Schreibtischplaner austüftelten, wenn sie nicht gerade wieder von einem Skandal heimgesucht wurden.

Wie ein Blinder tastete ich mich durch das Dämmerlicht voran – und stieß prompt gegen die erste Treppenstufe ... ein polterndes Geräusch, das nur ein Schwerhöriger überhören konnte.

Meine verdammte Nachtblindheit!

Ich hatte sie so lange wie möglich vor Stankowitz und den anderen geheimgehalten. Aber er mußte trotzdem herausgefunden haben, dass ich gesundheitlich nicht auf der Höhe war. Er wollte mir einen «ruhigen Schreibtischposten» in der Kölner Zentrale verordnen (und ahnte dabei nicht, dass ich mit dem Rücken zur Wand kämpfte, weil Büros Gift für mich bedeuten).

In Bulgarien war es eine Kleinigkeit gewesen, den wichtigen Personen gegenüber zu verheimlichen, dass ich Telefonnummern und andere Daten auf Spickzettel notierte – diese Gedächtniskünstler in den Abteilungen hätten sich vor Lachen auf die Schenkel gehauen –- und nach Einbruch der Dunkelheit halbblind durch die Gegend tappte.

Ich teilte mir meine Arbeit selber ein, lernte das Programm auswendig und legte alle Treffen auf die hellen Tagesstunden. In Köln würde ich unter Neonlicht in einem dieser verdammten Büros von der Größe eines Schuhkartons sitzen und beim Nachhauseweg vor die Wand laufen, falls in der Tiefgarage das Licht ausfiel. Vom Autofahren bei Nacht und Nebel ganz zu schweigen. Aber alle diese Probleme waren harmlos gegen das, was mich nach ein paar Wochen zwischen vier Wänden erwartete: Ich brauche den Außendienst wie andere die Atemluft.

«Kommen Sie rauf», schallte Stankowitz‘ Stimme durch das Treppenhaus.

Ich nahm an, dass er auf dem obersten Treppenabsatz stand und schob meinen Kopf zwischen die Geländersprossen, um zu ihm hinaufzusehen.

«Sie blinzeln wie ein pensionierter Grubengaul …» murrte er prompt. «Wo, zum Teufel, ist Ihre Brille?»

«Hab nie eine getragen. Meine Augen sind in Ordnung …»

Als ich oben war, zeigte er in ein leeres Zimmer, in dessen Mitte zwei einsame Stahlrohrstühle standen, als habe man sie dort beim Auszug vergessen.

«Hinsetzen», sagte er und strich sich gedankenverloren durch das schlohweiße Haar (ich fragte mich, wie ein Mensch mit solcher Dirigentenmähne täglich den Kölner Berufsverkehr durchqueren konnte, ohne aufzufallen). Trotz seines militärischen Ranges bevorzugte er Zivilkleidung.

Es war sein knapper Ton, der mich immer in Rage brachte. Man munkelte, er verfalle damit unbewusst in die Sprechweise seines designierten Nachfolgers, eines Brigadegenerals.

Es sollte zwar noch nicht mehr als eine leere Drohung sein, konnte aber schon bald Wirklichkeit werden, wenn der militärische Abschirmdienst noch einmal in die Schlagzeilen geriet. Die Zeitungen hatten einen wahren Sturmlauf veranstaltet.

Für wahrscheinlicher hielt ich es allerdings – nach neuesten Gerüchten aus dem Kanzleramt –‚ dass sie den ganzen Laden der Münchener Führung unterordnen würden. Vor wenigen Monaten noch ein undenkbarer Zusammenschluss, nach den Fehlern und Schlampereien der letzten Wochen jedoch eine ganz reale Angstvision. In den Büros sprach man von nichts anderem. Ich glaube, Stankowitz fürchtete den Verlust seiner Selbständigkeit mehr als den Tod.

«Also?», fragte er und zeigte noch einmal auf den Stuhl. «Was haben Sie?»

Er selbst blieb stehen. Auf dem Boden an der Wand sah ich zwei zusammengerollte Tageszeitungen, eine Thermosflasche und seine lederne Umhängetasche, mit der er immer wie ein zum Boten degradiertes Vorstandsmitglied wirkte. Das Telefon und die Fernschaltung nach Köln mussten irgendwo in der Wand versteckt sein.

Ich ließ meinen Blick gedankenverloren über die Nähte der Tapeten schweifen, konnte aber nichts entdecken.

«Känder …», sagte er ärgerlich. «Ich rede mit Ihnen.»

«Positiv, ja, positiv.»

«Ich fragte, was Sie haben

«Wir finden etwas, ganz sicher.»

«Sie verschwenden seit zwei Wochen unsere Gelder und das Ergebnis ist negativ, absolut negativ.»

«Es war mager, ja. Aber dafür wird das Ergebnis um so fetter sein – der dickste Hund seit langem …»

«Ich wollte, Sie würden sich nicht bloß in Andeutungen ergehen», seufzte er. «Wie lange noch?»

«So was braucht Zeit.»

«Sie hatten nicht die Spur einer Spur.»

«Jetzt habe ich sie.»

«Auf einmal?»

«Sogar genau, was wir brauchen.»

«Also rücken Sie schon damit heraus ...»

«Ich würd‘s gern absichern. Lassen Sie mir noch etwas Zeit. Ein bis zwei Wochen.»

«So lange? Herr im Himmel ... Sie wissen, dass man mich dann schon wie einen feuchten Aufnehmer in die Besenkammer gehängt haben kann? Und den übrigen Laden dazu.»

«Wenn ich Erfolg habe, sind Sie und wir über den Berg.»

«Das alles sieht mir nicht nach weltbewegenden Erkenntnissen aus», meinte er kopfschüttelnd und begann unschlüssig im Zimmer auf und ab zu gehen. Seine Hände bewegten sich nervös in den Manteltaschen.

Schließlich blieb er stehen, bückte sich nach der Thermosflasche und goss sich Kaffee in den Schraubbecher ein. Er schien nicht auf die Idee zu kommen, mir auch etwas davon anzubieten.

«Sie sind kein schlechter Mann, Känder», sagte er, als er sich aufrichtete. «Nur etwas langsam. Arrogant, eigenbrötlerisch. Aber Ihr Verstand ist in Ordnung. Etwas langsam, wie gesagt ...»

Er kratzte sich voller Unbehagen.

Ich bin jetzt in der Aufbauphase, wenn Sie mir nur noch ein paar Tage ...?»

«Wir sollten Sie aus dem Außendienst nehmen und Ihnen die Leitung des Unternehmens anvertrauen, die Denkarbeit. Die Finten , Känder. Sie haben Phantasie. Im Planungsstab sind Sie ausgezeichnet. Aber leider Gottes benötige ich für diese scheußliche Geschichte ein unbekanntes Gesicht.»

«Mir liegt die Arbeit draußen besser.»

«Das glauben Sie natürlich nur ... wer weiß schon, was für einen gut ist? Nein, Sie sind ein Schreibtischhengst. Sie gehören in meine Nähe. Sie müssen Verantwortung tragen. Das Stehen an zugigen Straßenecken bekommt Ihnen nicht.“

«Bin prächtig in Form, wenn ich nur etwas Pflaster unter den Schuhen spüre.»

«Widersprechen Sie mir nicht», sagte er. Die Bläue um seine scharfen Nasenflügel nahm zu.

«Erasmie und Rieder schotten sich gegen alle Informationen nach draußen ab, seit es diese Pläne zur Zusammenlegung gibt» (ich sagte bewusst Zusammenlegung statt Unterordnung , um ihn nicht noch weiter gegen mich aufzubringen), «und ein zweitklassiger Mann könnte Sie durch einen Fehler in Teufels Küche bringen.»

«Das weiß ich, Känder. Da erzählen Sie mir keine Neuigkeiten. – Erasmie ...», meinte er versonnen. «Dieser barhäuptige Heilige unter all den Sündern! Ein Mensch, der nicht raucht, nicht trinkt, keine Frauen hat. Abgebrochenes Theologiestudium, wenn ich mich recht erinnere.

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