Peter Schmidt - Erfindergeist

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Um das zu verhindern, ersinnt der von seinem Außenposten aus dem Ausland abgezogene MAD-Agent Känder – ein «unbekanntes Gesicht» – eine Operation, die ein Ausbund an Verwicklung und Raffinesse ist. Nur eines der süffisant mitgeteilten Details: Als wichtigster Mitarbeiter für das Komplott wird der Insasse einer Irrenanstalt engagiert. Ohne sich in allgemeinen Reflexionen ergehen zu müssen, ist damit schon alles über die Geheimdienstarbeit gesagt. Eine Geschichte voller Boshaftigkeiten gegen die bekannte Bunkermentalität der Geheimdienste. – PRESSESTIMMEN: «Vielleicht das Bösartigste, was von einem deutschen Autor in diesem Genre geschrieben wurde» (Jürgen Kehrer)

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«Bist du Polizist?», fragte er, während er weit vorgebeugt seine Bandnudeln verzehrte.

«Bewahre, nein.»

«Sondern?»

«Ich bin … hm, das ist eine heikle Angelegenheit. Ich weiß nicht, ob ich dir jetzt schon etwas davon ...?»

«Denk an unsere Abmachung», sagte er.

Ich blickte mich ausgiebig und für ihn unübersehbar um – die Nachbartische waren unbesetzt, der Wirt reparierte draußen auf einer Leiter stehend seine Sonnenmarkise, nur aus der Küchendurchreiche drangen gedämpfte italienische Stimmen –‚ und Traphan beobachtete mich aufmerksam dabei.

«Bist du gern im Westen?», fragte ich.

«Gern, sehr gern, ja. Die ostdeutschen Anstalten waren scheußlich, ganz scheußlich.»

«Du weißt, dass man drüben allerlei windige Tricks anwendet, um dieses Land auszuhorchen, um es zu unterwandern, zu sabotieren, ihm seine Arbeit zu stehlen und in den Augen der eigenen Bevölkerung schlechtzumachen? Denen ist keine Schandtat zu dreckig.»

«Tatsache?», fragte er.

«Das reicht bis in die höchsten Stellen.»

«Geheimdienst?», erkundigte er sich und horchte dem Klang des Wortes wie der Beschwörung einer unbekannten Welt nach. Sein melancholischer Ausdruck war der witternden Kopfbewegung eines Hundes gewichen, den man aus dem Mittagsschlaf aufgeschreckt hatte.

Erst jetzt bemerkte ich, dass seine Augen etwas schief standen. Traphans Stimme, in der sonst ein eigenartiges Tremolo wie von schwer unterdrückter Nervosität mitschwang, klang plötzlich völlig klar. «In München?»

«Hier bei uns gibt es zwei große Dienste – Köln und München. Sie konkurrieren miteinander, obwohl ihre Aufgabenbereiche klar getrennt sind … aber das gehört nicht zur Sache», berichtigte ich mich. «München ist seit langem in den Verdacht geraten, von der anderen Seite unterwandert zu sein – vom Osten», fügte ich hinzu, weil ich nicht sicher war, dass er mich verstand.

«Tatsächlich? Nie was drüber gehört. Ich lese nämlich regelmäßig die Anstaltszeitungen», erklärte Traphan mit treuherzigem Augenaufschlag.

«So was steht nicht in den Zeitungen.»

«Hm ... nein, natürlich nicht. Nur wenn wieder einer dieser Burschen aufgeflogen ist?»

«Wir würden gern einigen von ihnen mit deiner Hilfe das Handwerk legen.»

«Wieso mit meiner Hilfe? Habt ihr keine eigenen Leute?»

«Du bist unverdächtig. Niemand würde dir zutrauen, das zu bewerkstelligen. Und in die Anstalt kann man dir nicht folgen, dort bist du sicher.»

«Ist es so gefährlich?» Seine Stimme blieb überraschend klar; ein ganz vernünftiger Ausdruck hatte sich seiner Züge bemächtigt. Ich dachte an die noch vor Jahren unvorstellbare Erkenntnis (die auch meiner eigenen Geistesverfassung nicht ganz fremd war), dass Psychotiker manchmal eine Sucht nach ihrer eigenen Krankheit aufweisen: dass sie ihre seelischen Katastrophen nur aus Langeweile und Öde am Dasein produzieren und dass sie auch bei als geheilt entlassenen Patienten wieder auftreten, sobald sie der grenzenlosen Fadheit und Leere des Alltags überlassen werden.

Andererseits handelten Geisteskranke bei einem Brand oder einer anderen Katastrophe oft sehr besonnen. Die äußere Lage ersetzte ihnen ihr inneres Desaster, nahm ihren Platz ein, und sie wirkten ganz vernünftig.

Etwas von dieser Klarheit schien seit meiner Demonstration mit der Nullacht und dem Wort Geheimdienst auf ihn übergegangen zu sein, als ahne er, dass die Verrücktheiten draußen in der Welt für ihn in so greifbare Nähe geraten waren, dass er auf seine eigene Verrücktheit verzichten konnte.

«Trinkst du keinen Alkohol?», fragte er und zeigte auf mein Mineralwasser.

«Im Dienst nur selten.»

Alkohol bekam mir nicht, schon nach dem halben Liter Bier verspürte ich wieder jenes eigentümliche Unbehagen, das die altbekannten Symptome ankündigte. Seit Stankowitz mich von meinem Außenposten in Bulgarien zurückgerufen hatte, rührte ich keinen Tropfen mehr an. Nicht weil ich alkoholabhängig war und einen Rückfall befürchtete, sondern weil Alkohol eine eigentümliche Wirkung auf mich ausübte. Er machte mich anfällig für gewisse unangenehme Phantasien …

«Im Dienst?». sagte Traphan versonnen. «Aber ich bin doch jetzt auch im ...?» Er schob das Weinglas mit gespreizten Fingern zur Tischmitte. «Oder?»

«Meine Hand darauf.»

«Werde ich ... ich meine, weil ich doch für euch arbeite – werde ich nun öfter Freigang bekommen?»

« Versprochen. »

«Unser Anstaltsleiter ist ein schwieriger Mensch», sagte er zweifelnd. «Er hält jeden, der einmal in seine Klinik eingeliefert wurde, für verrückt. Er ... glaubt nicht wirklich, dass er Verrückte heilen kann. Deshalb misstraut er allen, die vorgeben, wieder gesund zu sein. Er behauptet, sie verstellen sich nur oder sie werden rückfällig.»

«So ist die Welt», bestätigte ich.

«Wirst du mir helfen?»

«Wo immer ich kann.»

ZWEITES KAPITEL

Die Stimme des Dirigenten

Ich ging durch die Einkaufspassage, fuhr in dem von Spiegelglas und Kupfer strotzenden Schacht mit der Rolltreppe zur zweiten Ebene hinauf und betrat eine Kaufhaustoilette. Jemand hatte in fünfzig Zentimeter großen schwarzen Lettern seine Telefonnummer auf die Wand geschmiert, als könne er damit allen anderen Angeboten an Türen und Fliesen den Rang ablaufen.

Vor dem kleinen Spiegel hinter der Waschraumtür zog ich die beiden Silikoneinlagen heraus, die meinem Gesicht das Aussehen eines dicklichen älteren Mannes verliehen, löste die dichten rötlichen Brauen ab und legte meine beiden getönten Haftschalen in das dazugehörige Plastikkästchen zurück. Dann wischte ich mir mit einem Papierhandtuch den rötlichen Schimmer von den Wangen; aus einem halben Meter Entfernung hatte er wie das Adernetz eines Menschen mit Bluthochdruck gewirkt.

Irgendwann würden sie Traphan Fotos zur Identifizierung vorlegen, vielleicht erst in einem sehr späten Stadium aber es würde geschehen. Ich hielt es für unwahrscheinlich, dass sie dabei an das Kölner Amt dachten. Wenn überhaupt jemand auf diese abwegige Idee verfiel, dann würde es Rieder sein, die allmächtige zweite Hand des Münchener Dienstes

Seine Phantasie war schon immer etwas «absonderlicher» Art gewesen …

Stankowitz hatte mich aus Bulgarien zurückbeordert, weil ich für München ein unbekanntes Gesicht war, er ahnte nichts von dieser Verkleidung und es war von größter Wichtigkeit, dass er es nie erfahren würde. Ich kämmte mein Haar in gewohnter Weise aus der Stirn nach hinten, zog die dünne Überjacke aus, verstaute sie in der Plastiktüte, die sich in meiner Innentasche befand, und musterte mich im Spiegel. Känder, du bist alt geworden, dachte ich. Und du wirst noch älter aussehen, wenn dein Plan misslingt.

Trotzdem fühlte ich mich in meinem Element: Ich brauche das Gefühl des Risikos, wie andere ihre Rentenversicherung oder die Sicherheit einer zentral beheizten Vier-Zimmer-Etagenwohnung mit Frau und Kind. Und das ist kein leeres Gerede.

Ich ging durch die Marienstraße und am Valentin-Museum vorüber in Richtung Isar. An der Ludwigsbrücke nahm ich sicherheitshalber die Treppe zum Wasser hinunter, um zu prüfen, ob mir jemand unter den Brückenpfeiler folgte. Aber in dieser Phase würde ich kaum überwacht werden.

Dass Stankowitz sich persönlich nach München bemühte, zeigte seine Nervosität. Wenn einem Mann in seiner Position der Geduldsfaden reißt, ist das entweder ein Zeichen äußerster Bedrängnis oder ein Hinweis darauf; dass man ihn besser austauschen sollte, weil seine Nerven versagen; vielleicht auch beides.

Auf der anderen Isarseite wandte ich mich hinter dem Bürgerbräukeller nach links. Das Haus Nummer dreiundzwanzig stand leer und wurde zur Vermietung angeboten. Ein gelbes Schild im Fenster der ersten Etage zeigte die Telefonnummer des Besitzers.

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