Elisa Scheer - Momentaufnahme

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Als sich ihr Freund, ihre Wohnung, ihr Auto und ihr Job sozusagen im Minutentakt als absolute Fehlgriffe entpuppen, steigt Bettina wutentbrannt in den nächsten Zug und landet in Wien. Beim Bummeln und Fotografieren der Sehenswürdigkeiten stolpert sie nicht nur über einen neuen Job, sondern auch über einen Mord, was sie allerdings so bald nicht bemerkt. Zurück in Leisenberg wird ihr aber schnell klar, in welcher Gefahr sie schwebt – und das, wo sie sich viel lieber auf den neuen Job und eine neue Liebe konzentrieren möchte!

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„Meinetwegen, aber eine Chiffonbluse drunter, und keinen BH.“

„Frances, spinnst du? Erstens hab ich keine Chiffonbluse, und zweitens kann ich doch so nicht herumlaufen!“

„Dann kauf dir in der Mittagspause eben schnell eine. Böhmelmann bringt seinen Sohn mit, und der scheint ziemlich viel Einfluss auf die Entscheidungen seines Vaters zu haben. Wir brauchen den Auftrag, sei ein bisschen nett zu ihm.“

Ich staunte nur noch. „Ich soll halbnackt auftreten? Und wie weit soll das Nettsein dann gehen? Was ist, wenn er mich auf sein Zimmer einlädt?“

„Gehst du natürlich mit“, antwortete Frances gelassen.

Mir blieb der Mund offen stehen. „Ich soll für die Firma mit einem ins Bett gehen? Bist du übergeschnappt?“

„Wenn wir pleite gehen, bist du deinen Job auch los“, drohte sie.

„Dann kann ich mir ja gleich was im Club Erotica suchen“, maulte ich.

„Nicht, wenn du dich so anstellst. Also, geh dem Sohn schön um den Bart, vielleicht reicht ja auch ein bisschen Gefummel, damit er seinem Vater rät, den Auftrag zu unterschreiben. Und die zwei Sänger fotografierst du möglichst sexy und so, dass zugleich die Zimmer im Atlantic gut herauskommen. Kann sein, dass du die ein bisschen in Stimmung bringen musst.“

Das wurde ja immer krasser!

„Kann es sein, dass du was verwechselst? Ich bin hier doch nicht als Nutte angestellt!“, kochte ich.

„Mein Gott, stell dich doch nicht so an, du bist ja wohl keine Jungfrau mehr“, antwortete Frances gelangweilt. Ich konnte es kaum glauben – von einem schmierigen mittelalterlichen Chef hätte ich so etwas zur Not noch erwartet, aber Frances war doch selbst eine Frau!

„Wie wär´s, wenn du selbst ein paar Knöpfe aufmachst und heute ins Esplanade gehst?“

„Wozu bezahle ich dich großzügig für das bisschen Arbeit, wenn du dann nicht bereit bist, dich wirklich für die Firma einzusetzen? Wenn ich alles selber machen muss, kann ich dein Gehalt auch einsparen.“

„Tu dir keinen Zwang an“, fauchte ich, „ich hab noch Urlaub bis zum Ende des Monats gut, du lässt ihn mich ja nie nehmen. Ich kündige, mit sofortiger Wirkung! Und ich denke darüber nach, ob dieser Auftrag den Tatbestand sexueller Belästigung erfüllt. Mach deine Drecksarbeit nur alleine!“

Ich warf ihr die Unterlagen zu und ging. Draußen schnappte ich mir meine Tasche, sammelte meinen übrigen Kram ein, wünschte Katrin noch viel Spaß und verschwand – türenknallend, zum zweiten Mal heute.

Draußen atmete ich erst einmal tief durch. Sehr gut, dieser Job war doch ohnehin das Letzte gewesen, wenn man genau betrachtete! Und diese Frances kriegte wirklich eine Klage an den Hals: mich sozusagen auf den Strich schicken zu wollen – die hatte sie doch wirklich nicht mehr alle!

Ich trabte die Carolinenstraße entlang in Richtung meiner Wohnung und ärgerte mich. Frances war wirklich zu weit gegangen, dieser Auftrag war eine Unverschämtheit! Ich sollte am besten einen Anwalt aufsuchen. Dafür ging dann wohl mein restliches Geld drauf... Und dummerweise war die Tür zu Frances´ Büro geschlossen gewesen, also hatte Katrin nichts davon gehört. Verblüfft genug hatte sie wirklich dreingeschaut, als ich an ihr vorbeigefegt war! Ohne Zeugen hatte ich keine guten Karten.

Und jetzt nach Hause? Sollte ich mir nicht lieber etwas gönnen? In der Stadt? Die Läden mussten doch schon aufhaben! Mir fiel ein, dass ich arbeitslos war. Da sollte ich vielleicht nicht unnütz Geld ausgeben, bevor ich wusste, was ich als nächstes machen würde. Was konnte ich? Ich war eine ziemlich gute Fotografin, wenn auch autodidaktisch, konnte tippen, am Telefon verhandeln, Leute zu Dingen überreden, die sie gar nicht machen wollten, und hatte einen mittelmäßigen Magister in Publizistik, Geschichte und Politik, dazu einige Zeugnisse über meine IT-Kenntnisse. Nicht übel – zu allem fähig, zu nichts wirklich zu gebrauchen. In dieser blöden Stadt gab es aber auch gar keine anständigen Jobs!

Ich trabte die Straße entlang und murmelte wie eine leicht Verrückte vor mich hin; die schrägen Blicke der Entgegenkommenden registrierte ich zwar, tat sie aber als das übliche Geglotze der üblichen dummen Spießer ab, von denen es in diesem Kaff ja nur so wimmelte. Manchmal wäre ich schon gerne stehen geblieben und hätte gekeift: „Was guckst du?“, weil mir der Satz so gut gefiel, aber ich hatte keine Lust, in einer Zwangsjacke abtransportiert zu werden.

Bilanz! Keinen Job, kein Auto, keine Wohnung – naja, schon, aber sie war allmählich wirklich zu furchtbar – und keinen Freund mehr. Würde Norbert mir eigentlich fehlen? Nicht übermäßig, überlegte ich, er war mittlerweile eher eine nette Gewohnheit geworden, die große Leidenschaft war es ohnehin nie gewesen. Aber wenn er plötzlich so herumspießte, dann konnte er meinetwegen auch zum Teufel gehen oder sich eine Brave suchen, die ihn heute Abend begleitete. Kurz schoss es mir durch den Kopf, dass ich ja nun Zeit dafür hätte – sollte ich ihn anrufen und ihm meine Begleitung anbieten? Nein, zu Kreuze kriechen wollte ich nicht, das war diese Beziehung nun wirklich nicht mehr wert. Und die hinreißende Geste mit dem Zehneuroschein wäre damit auch völlig ruiniert. Nix – Norbert war abgehakt, er sah das sicher auch so!

Wo war ich hier eigentlich? Schon fast am Marktplatz, an meiner Wohnung war ich längst vorbeigelaufen! Sollte ich doch etwas einkaufen? Nein, keine Lust. Na gut, einen Reservechip vielleicht, man wusste nie, wann man auf ein geniales Motiv stieß. Die Kamera hatte ich in der Tasche, weil ich heute ja mit verschiedenen einschlägigen Aufträgen gerechnet hatte. Ich bog in die Bahnhofsstraße ab, ohne zu überlegen, warum eigentlich. Ich wusste nur – diese Stadt ging mir heute tierisch auf den Geist, alle wuselten so betriebsam herum, alle hatten eine vernünftige Arbeit, nur ich mal wieder nicht. Manche gingen Arm in Arm, manche mit Kinderwagen – wer keine Arbeit hatte, war also offenbar wenigstens glücklich liiert! Dass das Unsinn war, wusste ich auch, aber in meiner selbstmitleidigen Stimmung kam es mir eben so vor: Alle hatten alles, nur ich hatte nichts. Gar nichts! Keinen Job, keinen Freund, keine Wohnung, kein Auto. Einen Strick sollte ich mir kaufen!

Nein, ich würde es ihnen allen noch zeigen! Und überhaupt, was hielt mich denn noch hier? Ich betrat die Bahnhofshalle und durchquerte sie. Nein, kein Käseblatt! Keine Zuckerbreze! Energisch stieß ich die Glastür auf, die zum Bahnsteig eins führte. Da stand gerade ein Zug, ein Eurocity, sehr gut, der fuhr wenigstens ordentlich weit weg! Der Schaffner hob schon die Pfeife zum Mund. Ich schluckte kurz, begann zu rennen, riss eine Tür auf und jagte die Stufen hoch, während die Tür hinter mir schon wieder zugeknallt wurde. Nach Atem ringend, lehnte ich einen Moment lang im Vorraum, dann setzte ich mich in Bewegung.

***

Der Zug hielt, und ich wachte auf. Aha, das also war Attnang-Puchheim – sehr interessant! Gut, dass ich das nicht als Ziel angegeben hatte, es lockte mich nicht übermäßig. Andererseits gaben Bahnhöfe und ihre Umgebung optisch ja nie viel her. Ich lehnte mich träge zurück und packte einen meiner beiden Äpfel aus. Solange ich genug Äpfel hatte, war ich immer glücklich, Hauptsache, sie waren grün und ordentlich sauer. Bei jedem Biss fühlte ich mich energiegeladen wie in dieser Zahnpastawerbung aus meiner Kindheit, Damit sie wieder kraftvoll zubeißen können . Ich guckte auch tatsächlich jedes Mal nach dem ersten Biss, ob es keine Paradontosespuren gab!

Was sollte ich in Wien tun? Ich hatte nicht einmal Gepäck dabei! Und niemand wusste, wo ich war. Das war eigentlich nicht wirklich schlecht, überlegte ich; wenn sie dächten, ich hätte mir etwas angetan, würde es allen noch Leid tun. Nein, Unsinn, wenn sie mich kannten, wussten sie, dass ich irgendetwas Albernes und Trotziges tun würde, aber doch nicht so was! Kannte Norbert mich andererseits gut genug? Na, ich könnte in einem Handyshop fragen, ob ich mein Handy mal schnell aufladen dürfte, dann würde ich ja sehen, wer hinter mir hertelefonierte – und wer nicht!

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