Elisa Scheer - Momentaufnahme

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Als sich ihr Freund, ihre Wohnung, ihr Auto und ihr Job sozusagen im Minutentakt als absolute Fehlgriffe entpuppen, steigt Bettina wutentbrannt in den nächsten Zug und landet in Wien. Beim Bummeln und Fotografieren der Sehenswürdigkeiten stolpert sie nicht nur über einen neuen Job, sondern auch über einen Mord, was sie allerdings so bald nicht bemerkt. Zurück in Leisenberg wird ihr aber schnell klar, in welcher Gefahr sie schwebt – und das, wo sie sich viel lieber auf den neuen Job und eine neue Liebe konzentrieren möchte!

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„Das ist ja ein berückendes Angebot.“ Einen so bescheuerten Heiratsantrag hatte ich auch noch nie bekommen! Wollte er mich vergraulen, oder warum war er heute gar so spießig? Gut, wir zankten uns immer über alles Mögliche, aber das heute hatte so etwas Grundsätzliches, und außerdem –

„Sag mal, war das eben so etwas wie ein Ultimatum?“

„Vielleicht. Du musst dich endlich entscheiden, was dir wichtiger ist.“

„Warum? Du musst dich doch auch nicht entscheiden, du hättest dann beides – deine Karriere und eine Tussi, die bei wichtigen Anlässen dümmlich grinsend neben dir steht und haucht Ich bin ja so stolz auf meinen Mann! Das willst du, was?“

„Wer will das nicht?“

„Ich nicht. Nur, wenn es auf Gegenseitigkeit beruht. Aber du bist auf mich ja auch nicht stolz, oder? Und was sollte das eben heißen, dein Beruf ernährt uns beide? Erklär mir das doch mal näher, bitte!!“

„Na, davon finanziere ich zum Beispiel diese Wohnung, und wir halten uns doch immer hier auf, wir essen hier, du schläfst hier...“

„Aber doch nur, weil du dich weigerst, zu mir zu kommen!“

„Deine Wohnung ist eine Bruchbude und gesundheitsgefährlich.“

„Blödsinn!“, fauchte ich, obwohl ich das eigentlich nicht ganz abstreiten konnte. „Aber wenn du von mir einen Heizkostenzuschuss oder Übernachtungsgebühren haben willst, dann sag´s nur, das werde ich mir gerade noch leisten können.“

Ich ließ die angebissene halbe Semmel fallen. „Was kostet eine Semmel bei dir? Ich lege aber Wert auf die Feststellung, dass ich keinerlei Aufstrich hatte. Also, ein Tee, eine halbe trockene Semmel – was macht das, bitte?“

„Sei nicht albern, Betty. Bleib doch bei der Sache!“

„Das tue ich doch. Du sagst, ich lebe auf deine Kosten, und das will ich ändern.“

„Ich habe nichts dagegen, dass du auf meine Kosten lebst, aber dann musst du eben auch für meinen Job etwas tun. Lass deinen Termin sausen, zieh dir etwas Anständiges an und geh mit mir heute Abend in den Russischen Hof, sonst -“

„Was sonst? Sonst muss ich für Übernachtung und Frühstück bezahlen? Sonst suchst du dir eine, die richtig hinter ihrem Mann steht? In seinem Schatten bleibt? Sonst bist du stinksauer? Ziehst dein ach so großzügiges Angebot für die Zukunft zurück? Was?“

„Warum keifst du denn so? Du bist doch kein Fischweib! Bleib vernünftig. Also, begleitest du mich heute Abend, im Sinne unserer gemeinsamen Zukunft?“

Die Drohung war recht dünn verschleiert, fand ich.

„Sag mal, du redest von unserer Zukunft, als sei sie eine geschäftliche Abmachung, ein Pakt zur Förderung deiner Karriere, deines Komforts und deiner Fortpflanzung – ach ja, und deiner Triebabfuhr. Liebst du mich eigentlich noch? Immerhin sind wir schon drei Jahre zusammen...“

„Warum müssen Frauen immer so gefühlsbetont werden? Ich möchte erst einmal die Fakten geklärt wissen. Bist du bereit, dich hinter mich zu stellen?“

„Liebst du mich noch? Bevor du das nicht beantwortet hast, ist doch alles andere sinnlos!“ Liebte ich ihn eigentlich noch, fragte ich mich in diesem Moment erschrocken. Das sollte ich vielleicht zu allererst herausfinden!

„Stehst du hinter mir?“ Sein Blick war unnachgiebig.

Ich stand auf. „Keine Antwort ist auch eine Antwort.“

Aus der Hosentasche fischte ich einen verknüllten Zehneuroschein und warf ihn auf den Tisch. „Das reicht wohl für Übernachtung und Frühstück – das Bett war nicht frisch bezogen und ich habe nicht geduscht.“

Dann schnappte ich mir meine Tasche und verließ die Wohnung. Als die Tür hinter mir mit beeindruckendem Krachen ins Schloss knallte, grinste ich befriedigt. Hoffentlich tadelten ihn seine spießigen Nachbarn ordentlich dafür!

***

Eine Durchsage ertönte; wir näherten uns der österreichischen Grenze, das Zugteam verabschiedete sich, von Lautsprecherknattern untermalt, und eine neue Zugbegleiterin tauchte in der Abteiltür auf, um die Tickets zu prüfen. Ich reichte ihr meins und sah aus dem Fenster. Freilassing... dann waren wir ja bald in Salzburg. Und es regnete, natürlich! Ich hatte nichts dabei, keinen Schirm, kein Gepäck, kein gar nichts – nur meine Umhängetasche. Vielleicht sollte ich mal Inspektion machen?

Ich leerte die Tasche aus. Tolle Ausbeute! Geldbeutel, mit Kreditkarte, ec-Karte, dreihundert Euro in bar, Personalausweis, Führerschein, Fahrzeugschein, Handy (mit fast leerem Akku und ohne Ladegerät), Terminplaner, Fotoapparat, eine halbleere Schachtel Zigaretten, drei Feuerzeuge, eins davon leer, zwei grüne Äpfel, ein fast aufgebrauchter Labello, Sonnenbrille, Handschuhe, Seidentuch, ein halbvolles Päckchen Papiertaschentücher, bei dem wie immer der Verschluss abgerissen war, so dass die verbleibenden Tücher am oberen Rand etwas angegraut wirkten, eine Rolle Pfefferminz ohne Zucker, ein kleiner Spiralblock und ein Kuli mit Werbeaufschrift. Wo hatte ich den denn her? Ich studierte ratlos den Schriftzug eines Brennstoffhandels in Zolling, Zollinger Hauptstraße 223 a. Da war ich noch nie gewesen, das wusste ich so sicher, wie ich wusste, dass Norbert, mein nunmehr Verflossener, mir erst heute Morgen von diesem bescheuerten Empfang berichtet hatte. Ich genehmigte mir ein Pfefferminz, räumte die Tasche wieder ein und lehnte mich lutschend zurück, während der Zug sich Salzburg Hauptbahnhof näherte.

***

Meine Gedanken wanderten wieder zurück. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, bei dem äußerst zufrieden stellenden Knall, mit dem ich Norberts Wohnungstür ins Schloss geschmettert hatte. Ich rannte in Anbetracht der frühen Tageszeit ungewöhnlich energiegeladen die Treppen hinunter und schloss mein Auto auf. Was hieß hier nicht fahrtüchtig? Gut, beim nächsten TÜV wäre es sicher aus mit uns, aber noch fuhr er, hustend und spuckend und eher langsam, aber er fuhr. Im Moment wenigstens – das Geräusch, das mein betagter Kleinstwagen auf dem Weg nach Hause von sich gab, beunruhigte mich doch etwas: Da war doch so ein seltsames Röcheln? Und dieses Klingelgeräusch, das er seit letzter Woche in den Kurven zu Gehör zu bringen pflegte? Verdächtig! Roland sollte ihn sich mal ansehen, Roland wohnte bei mir im Haus und war ein recht talentierter Autobastler. Für eine richtige Werkstatt war ich zu geizig, das war die Kiste auch schon längst nicht mehr wert.

Ich hoppelte auf den Hof und stellte den Wagen ab.

Viertel nach sieben, ich hatte noch Zeit, Frances kam nie vor neun. Die Holzstufen hatten sich schon wieder weiter gesenkt, jedenfalls kam es mir so vor, als ich die Treppen hinauf rannte, in den Kurven musste man sich wirklich gut am Geländer festhalten. Meine Wohnungstür, die ich eigenhändig – und mit vielen Farbnasen – türkisgrün gestrichen hatte, klemmte. Nichts Neues! Ich rüttelte, zerrte, schloss noch mal zu und dann wieder auf und drückte dann leicht nach links. Na, bitte!

In der Wohnung roch es wie immer – ein Teil Moder, ein Teil Schimmel, ein Teil mein Duschgel, das etwas penetrant nach Äpfeln duftete. Gut, der Schimmelgeruch war lästig, aber doch nicht gesundheitsgefährlich. Die Wände waren eben feucht.

Das Haus stammte aus dem Jahr 1911 und war 1954 so gründlich modernisiert worden, dass jede Chance auf den Städtischen Fassadenpreis für immer dahin war – glatte Front, dunkelbraun verputzt (mit Abplatzungen um die Fenster), über der kleinen, hässlichen Eingangstür eine Art Grafik, die wohl als abstrakt gedacht war, aber nur scheußlich aussah. Das Treppenhaus aus Holz, die Wände in hellgrüner Ölfarbe lackiert, in den Wohnungen Originallinoleum von 1954 – dunkelgrau mit dünnen bunten Kreisen, die einander schnitten. Man durfte eben nicht zu genau hinsehen.

Für den Hausbesitzer lohnte sich eine Renovierung auch nicht mehr. Letztes Jahr hatten einige Gestalten von der Bauaufsicht sich bei uns umgesehen, bedenkliche Gesichter gezogen und gedroht, wiederzukommen. So weit ich wusste, versuchte der Besitzer immer noch, Kapital für einen Neubau zusammenzukriegen. Solange wohnten wir hier billig – dreihundert Euro warm für zwei Zimmer, Küche, Bad – das ging doch! Fast in der Altstadt!

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