Jürgen Petschull - Der fünfte Schatten

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August 1993: Auf einem norddeutschen Golfplatz finden Bauarbeiter das Wrack eines US-Bombers aus dem Zweiten Weltkrieg. Kurz darauf werden vier alte Freunde des Verlegers Malte von Mellin ermordet, in Hamburg, auf Sylt und Mallorca. Motive oder Zusammenhänge bleiben der Polizei ein Rätsel, bis in Lokalzeitungen seltsame Todesanzeigen erscheinen: «Von Beileidsbekundungen bitten wir abzusehen …». Der frühere Reporter und private Ermittler Jonas Anders, genannt «Bogey», findet schließlich Spuren, die zurück in die deutsche Vergangenheit führen: In jene Tage zwischen Krieg und Frieden, in denen ein furchtbares Verbrechen geschehen ist – ungesühnt, doch weder vergessen noch vergeben … Ein herausragendes Werk der Kriminalliteratur und ein spannendes Gesellschaftsporträt.-

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Irgendetwas war offenbar nicht in Ordnung. Wir liefen ihr entgegen.

»Was ist denn los, Jessica? Ist etwas passiert?«, fragte Irma.

»Wir sind überfallen worden!«

10

Die junge Golflehrerin zitterte am ganzen Körper. Sie schluchzte und putzte sich die Nase. Irma versuchte sie zu beruhigen. Schließlich erzählte Jessica Liedtke, was geschehen war: Ein Mann habe sie und ihren Partner überfallen. In der Nähe des alten Hochsitzes. Er habe wie ein Wilderer ausgesehen. Sie hätten ihn offenbar unbeabsichtigt überrascht, als er gerade seine Beute in einem großen Plastiksack wegschleppen wollte. Als ihr Begleiter den Mann verfolgte und zur Rede stellen wollte, habe der angehalten und dann sofort zugeschlagen. Ein brutaler Handkantenschlag habe ihren Begleiter am Hals getroffen. Wie tot sei er zu Boden gestürzt. Sie habe es noch zum Golfkarren geschafft und sei in panischer Angst davongerast, um Hilfe zu holen.

»Kommt, wir müssen Ansgar helfen. Vielleicht stirbt er. Oder er ist schon tot!« Sie weinte wieder.

»Wir rufen die Polizei!«, sagte Irma.

»Nein, bloß keine Polizei!«, sagte Jessica Liedtke sehr bestimmt. »Kommt jetzt. Wir müssen zu dem alten Hochsitz in der Nähe vom Walnussbaum. Da ist es passiert. Ich erklär euch alles nachher!«

Es war leichtsinnig, aber ich zwängte mich, ohne lange nachzudenken, mit den beiden Frauen in den Golfkarren und steuerte den kleinen Wagen durch die Dämmerung. Nach wenigen Minuten fanden wir im Halbdunkel den durch Bäume und Äste guten getarnten alten Hochsitz.

»Vorsicht. Bleibt zurück«, sagte ich, »vielleicht ist der Kerl noch hier.« Ich nahm ein kurzes Eisen 9 wie einen Schlagstock in die Hand und ging damit voran. Die Frauen folgten in einigem Abstand. Dann hörte ich ein Röcheln, als ob jemand erstickt.

Uns bot sich ein merkwürdiger Anblick: Vor einem der vier Standpfosten des Hochsitzes kniete ein Mann. Seine Arme waren nach hinten um den Pfosten gelegt und seine Handgelenke gefesselt. Mit Handschellen aus schmalem Plastikband, wie sie die Polizei verwendet. Der Mann hatte einen knallroten Kopf. In seinem Mund steckte ein Knebel. Ein dreckiges Tuch. Er verdrehte die Augen. Ein paar Minuten später wäre er wohl erstickt.

Als ich ihm den Knebel aus dem Mund zog, japste er wie ein Ertrinkender nach Luft. Jessica Liedtke hatte ein Schweizer Messer in ihrem Golfbag. Es war nicht einfach, damit die starke Plastikfessel durchzuschneiden, aber es gelang nach einigen Versuchen.

»Sollen wir einen Arzt rufen?«, fragte Irma.

»Nein, auf keinen Fall«, krächzte der Überfallene. Er trank in kleinen Schlucken aus der noch halbvollen Mineralwasserflasche, die in der Halterung des Golfkarrens gesteckt hatte.

»Es geht schon wieder besser. Es ist alles okay«, sagte er schließlich.

Er war ein gut aussehender Typ, das musste ihm der männliche Neid lassen. Groß, schlank, harmonisches Gesicht, dunkler Teint, braunes Haar mit grauen Schläfen.

»Ich habe Sie doch schon im Golfclub gesehen«, sagte Irma.

Mir kam er auch bekannt vor. Schließlich fiel es mir ein.

»Sind Sie nicht selber Arzt?«

»In gewissem Sinne ja«, sagte er und reckte und streckte sich. Es ging ihm offenkundig wieder ganz gut.

»Was heißt das – in gewissem Sinne?«

Jessica Liedtke brach in ein Gelächter aus, das ein wenig hysterisch klang.

»Darf ich vorstellen«, sagte sie dann, »das ist Landarzt Doktor Winterberg aus der Fernsehserie ›Landarzt Dr. Winterberg‹. Bei uns im Golfclub ist er unter seinem richtigen Namen Ansgar Eckhoff angemeldet. Er ist ein ziemlich bekannter Schauspieler.« Sie gebe diesem Herrn Eckhoff seit ein paar Wochen Trainerstunden.

Wir lachten. Wir verstünden sicher, so erklärte die Golflehrerin, dass der Zwischenfall auf keinen Fall bekannt werden sollte.

»Schaaade«, sagte Irma und dehnte das kurze Wort zur Überlänge, »dabei wäre das eine fabelhafte Geschichte für unsere Boulevardzeitung. Mit der Schlagzeile: ›TV-Landarzt bei Schäferstündchen mit Golflehrerin von Wilderer überfallen!‹ Das hat doch alles, was eine knackige Story braucht, einen Promi und eine junge Frau, Sex and Crime.«

»Wenn Sie sich schon über uns lustig machen, dann sollten Sie auch noch erwähnen, dass ich verheiratet bin. Das macht die Story noch interessanter«, sagte Eckhoff alias Dr. Winterberg.

Irma und ich versprachen, über das unglücklich verlaufene Liebesabenteuer zu schweigen.

Die Batterie des Golfkarrens war erschöpft. Wir hätten zu viert ohnehin nicht reingepasst, deswegen gingen wir zu Fuß über den Golfplatz zurück zum Clubhaus. Unterwegs erzählten die Golflehrerin und der Schauspieler abwechselnd, was passiert war.

Der Mann im Wald sei mittelgroß und sehr kräftig gewesen. Er hatte kurze Haare. Alter? Etwa vierzig. Seine Hose sei verdreckt und sein Gesicht verschwitzt gewesen.

Eckhoff alias Winterberg fasste sich an den Hals. Er habe den harten Schlag kaum gespürt, sondern sei sofort ohnmächtig gewesen. Offenbar könne der Mann Karate. Und er habe diese Plastik-Handschellen bei sich gehabt. Wie ein Polizist. Oder wie ein professioneller Kidnapper.

»Ist euch sonst etwas an dem Mann aufgefallen? Irgendwelche Besonderheiten?«, wollte Irma wissen.

»Nein ... Ja, doch ... Ausgesehen hat er wie ein Italiener oder ein Spanier und sein Haar hatte er hinten zu einem kleinen Zopf gebunden. Stimmt doch, nicht?«, sagte Jessica Liedtke und sah den Schauspieler fragend an.

»Und er hatte einen Dreitagebart – so einen wie Sie«, sagte der und zeigte auf mich.

Irma und ich blieben gleichzeitig stehen. Genau das hatten wir doch am Nachmittag schon einmal gehört.

Irma sprach aus, was wir beide dachten: »Erinnerst du dich, was Lena heute Nachmittag erzählt hat, als du sie nach dem Mann gefragt hast, der dem Hund den Menschenknochen gegeben hat ...?«

Natürlich erinnerte ich mich. »Der Mann hatte so einen kratzigen Bart wie du«, hatte uns Lena erklärt und dabei über mein Kinn gestrichen.

»Oh Gott«, sagte Irma, »es war derselbe Kerl! Erst hat er Lena den Menschenknochen gegeben, und vorhin hat er diesen Fernsehdoktor niedergeschlagen ...«

Sie wollte deswegen ihren Vater informieren.

Nachher fragte ich sie, was der denn dazu gesagt habe?

»Er wollte nur wissen, ob wir die Polizei benachrichtigt hätten. Und er war sehr erleichtert, dass wir das nicht getan haben.«

Wir starrten schweigend ins Dunkel.

»Das ist wirklich ein unheimliches Gefühl, dass hier so ein Kerl herumschleicht. Ich habe ein bisschen Angst.«

Irma drängte sich an mich. Sie zitterte, das konnte ich spüren. Ich legte meinen Arm um sie und zog sie an mich. Minutenlang standen wir so da. Regungslos.

Hinter einer Wolke tauchte ein halber Mond auf. Fledermäuse flatterten um uns herum. Der Ruf eines Käuzchens passte in diese Stimmung.

»Bitte bleib heute Nacht bei mir«, flüsterte Irma.

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