Liane Sanden - Freier um Brigitte

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"Ich bin zu alt um noch zu spielen, zu jung, um ohne Wunsch zu sein." Getreu diesem Faust-Zitat räumt in diesem ergreifenden Schicksalsroman der General Konsul Eberhard von Wittinghausen sein Privatleben auf. Der 56-Jährige trennt sich mit viel finanzieller Überredungsqual von seiner langjährigen Freundin, der Komödiantin Renate, die bis zuletzt auf eine Heirat gehofft hatte. Er entdeckt sie eng umschlungen mit einem Regierungsrat und Diplomaten und entscheidet deshalb, eine solche Beziehung nicht nötig zu haben. Als am Abend seine 25-jährige Hausdame Brigitte von Pahlen den Tee bringt, entschließt er sich spontan, ihr einen Heiratsantrag zu machen, den sie annimmt. Da der Generalkonsul auf die Etiketten achtet, muss Brigitte zu ihren Eltern ziehen, denn sie darf nicht gleichzeitig als Braut und Hausdame in seinem Haus leben. Doch an dem Tage, als Eberhard von Wittighausen seine Braut besuchen will, um die Eltern kennenzulernen, verunglückt der Bräutigam tödlich. Das Testament im Schreibtisch des Konsuls macht sie zur Generalerbin von Devisen, Geld und Grundstücken in Deutschland, einem Refugium in Tirol und von riesigen Latifundien in Brasilien. Brigitte, in der Liebe unerfahren, in Geschäftsdingen dieser Größenordnung ungeübt und lediglich mit einem gesunden Menschenverstand ausgestattet, zieht die potenziellen Freier an, wie das Licht die Motten.-

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Der Herr Generalkonsul war auf alles gefasst, aber auf diese Situation war er nicht vorbereitet. Im Augenblick schien es ihm, als sei sie der Vorgeschmack der Ehe. Man hatte ihn also doch richtig unterrichtet.

Er seufzte erregt. Und als der Kellner ihm die Suppe brachte, schlug er heftig Wellen im Bereich des Tellers. Er rief den Kellner zurück:

„Herr Ober, ich mag keine Suppe, nehmen Sie sie wieder zurück!“

Der Ober sah ihn erstaunt an:

„Der Herr sind wohl nicht damit zufrieden?“

„Mit der Suppe, ja, aber nicht mit der Umgebung!“

Dann überlegte er.

„Es ist immer gut, wenn man die Situation richtig erfasst.“ Er stand auf, rückte die Krawatte gerade, hüstelte nervös, strich über seine angegrauten Schläfen und ging an den Tisch der beiden Glücklichen.

Die Glücklichen waren so miteinander beschäftigt, dass sie zuerst seine Anwesenheit gar nicht bemerkten. Er räusperte, aber die beiden merkten immer noch nichts. Dann legte er die linke Hand auf die Schulter seines Freundes. Beide schreckten auf.

„Du!?“

„Du!?“

Der Weltmann lächelte: „Jawohl, ich! Ich habe mir erlaubt, heute hier zu essen.“

„Eberhard,“ sagte sie verlegen.

„Nun ja, Zufall, dass man sich trifft.“

Der junge Regierungsrat fand sich rasch in die Situation. Er hatte ja nicht umsonst die diplomatische Karriere eingeschlagen.

„Eberhard, du siehst, wenn man nicht mit jungen Damen ausgehen will und immer … Wir haben uns beide zufällig getroffen, und weil wir beide gerade heute unseren freien Tag hatten, sind wir hierher geschlendert.“

Eberhard war klug genug, nicht etwa den Eifersüchtigen zu spielen, und er gab seinem jungen Freund recht.

Renate spielte nach wie vor die Erstaunte.

„Nein, so ein Zufall, Berlin ist doch wie ein Dorf.“ Dann wandte sie sich ihm etwas zärtlicher zu, tätschelte seinen Arm und meinte:

„Eberhard, Hardi, du bist doch ein vernünftiger Mensch. Ich glaube, ohne dich könnte ich nicht leben.“

Hardi ward etwas spöttisch.

„Aber Renate, ich bin sicher, dass Franz Wilhelm mich ganz und gar ersetzen könnte. Sieh mal, Franz Wilhelm ist jung, ist fesch und ein ausgezeichneter Gesellschafter — wie ich vorhin bemerken konnte.“

Renate sah ihn gross an.

„Was heisst vorhin?“

Sie wurde etwas verlegen, denn ihre Selbstbeherrschung war schon etwas ins Wanken geraten.

Eberhard schien die Worte zu überhören, und er sagte:

„Meine Herrschaften, amüsieren Sie sich gut, ich möchte nur bezahlen, und dann will ich gehen.“

„Wo sitzt du denn, Eberhard?“ fragte sie möglichst unbefangen.

„Dort drüben.“

Plötzlich entschloss sich Renate, ihren Freund zu begleiten. Kurz erklärte sie:

„Ich gehe mit.“

Er hob die rechte Hand.

„Renate, du wirst nicht mitgehen. Du hast hier Verpflichtungen.“

Dem jungen Freund wurde die Sache etwas unbehaglich.

„Aber lieber Konsul, ich bitte Sie, verfügen Sie doch ganz über Renate. Sie haben ja ältere Rechte, und ich trete in den Hintergrund.“

„Sehr diplomatisch gedacht,“ erwiderte Eberhard. „Ein solches Opfer kann ich von Ihnen nicht annehmen.“

„Meine Herrschaften, ich empfehle mich!“

Er nahm Renates Hand und führte sie zum Mund.

Dann gab er dem jungen Freund die Rechte und mit festen Schritten entfernte er sich.

Renate konnte nicht umhin, sich umzudrehen. „Ob er wohl allein hier ist?“ dachte sie. Peinlich war ihr aber doch der Vorfall.

Draussen in der Budapesterstrasse dachte Eberhard über Renate nach. Sicher würde das eine sehr flotte Ehe werden, meinte er. Doch besser, man heiratet nicht. Man hat wenigstens keine Herzbeschwerden.

Die Sache hatte ihn aber doch mehr erregt, als er sich eingestehen wollte.

Renate, diese schöne Frau, diese ausgezeichnete Künstlerin auf der Bühne, diese entzückende Gesellschafterin, hatte er doch im Laufe der letzten drei Jahre ganz lieb gewonnen.

Er, der Einsame, hatte mit ihr schöne Stunden verbracht, und manchesmal schien es ihm, als sei er restlos glücklich in ihrer Nähe. Tag und Nacht beschäftigten sich seine Gedanken mit ihr, und wenn sie nicht bei ihm war, so fehlte ihm etwas. Es fehlte ihm nicht nur dieses Etwas, mit allen Nerven und Gedanken sehnte er diese interessante Frau herbei. Das Leben ohne sie schien ihm inhaltlos.

Dieser Abend aber warf alles auf Stunden über den Haufen. Er dachte: „Sie ist treulos und falsch, wie sie alle treulos und falsch sind, diese Frauen von heute.“ Seine Gedanken kreisten um sie, und eine Bitterkeit stieg in ihm auf. Plötzlich war er wie ein junger Liebhaber erregt und bewegt. „Man müsste den Kerl niederschiessen,“ sagte er, „man müsste die Waffe auf ihn richten, auf ihn, auf sie und auf mich.“ Dann aber lachte er hellauf: „Das sind ja die Allüren eines Studenten oder eines jungen Künstlers. Sie hatte ja alle Freiheit.“

„Du sollst nicht töten, Eberhard. Töten ist Sünde. Morden ist das Vorrecht der geistig Minderwertigen.“

Er überlegte hin und her, schaltete das Herz aus, und seinen Verstand ein. „Sie sollen alle leben und glücklich werden,“ entschied er.

„Vielleicht sind die beiden das richtige Paar. Man kann nicht wissen.“ Dann wurde er realistisch in seinen Reflaktionen.

„Ich werde Renate, wenn sie damit einverstanden ist, ausstatten, damit sie ein sorgenloses Dasein führen kann.“

Plötzlich aber wieder kam es ihm zum Bewusstsein, dass es doch besser wäre, wenn ein Mann wie er, ein Mann in den allerreifsten Jahren, doch eine Frau hätte. Er kam sich vor wie ein von der Herde abgeirrtes Tier, das den Familienanschluss verpasst hat.

In diesem Augenblick klopfte es.

Wie aus Träumen geschreckt, rief er:

„Herein, Herein!“

Vor ihm stand Brigitte. Brigitte, die Hausdame, Brigitte, das feine, zartempfindende Wesen, das über alles im Hause schaltete.

Brigitte brachte heute selbst den Tee. Der Generalkonsul war bass darüber erstaunt. Freundlich fragte er sie:

„Fräulein Brigitte, Sie bringen mir selbst ...“

„Jawohl, Herr Konsul.“

Wohlwollend betrachtete er das hübsche Mädchen mit den vornehmen, edlen Gesichtszügen.

Seine Blicke weilten länger auf ihr als je zuvor.

Erst heute bemerkte er, wie ihre Augen leuchteten, und wie der Mund zu lächeln verstand. Blendend weisse Zähne hinter frischem Rot. Ihre Wangen hatten den zarten Hauch von Pfirsichen. Und die ganze Gestalt verriet einen Charme und eine Grazie, wie man sie selten sah.

Immer mehr hatte sein Gesicht sich aufgehellt. Renate schien plötzlich vergessen zu sein. Das Seelenbarometer stieg von schlechtem Wetter urplötzlich auf Schön.

Und mit dem Steigen dieses Barometers kam Eberhard von Wittinghausen der Gedanke, dass diese Frau in ihrer Jugendfrische und Reinheit begehrlicher war als all diese mondänen Frauen mit ihrer auffälligen Eleganz und ihren gezierten Manieren, und die nur den Zweck verfolgten, Männer zu betören und sich ihnen botmässig zu machen.

Und was war Renate? In diesem Augenblick fiel ihm der letzte Schleier von seinen Augen. Renate hasste er in dieser Minute. Ihm kam die Erkenntnis, dass sie nichts anderes war als mondäne Dutzendware. Das Bild des Abends im Eden-Hotel erschien ihm und mit einem gewissen Unwillen warf er diese Erinnerung von sich.

Brigitte, die Hausdame, hatte entschieden das Uebergewicht bekommen.

Sie sah ihn fragend an:

„Herr Konsul, Sie haben wohl etwas Schönes erlebt?“

Und der Herr Konsul nickte wohlwollend.

„Allerdings!“

„Darf man wissen, um was es sich handelt?“

Es war keine Neugier von ihr, es war ein gewisser Grad von menschlicher Teilnahme und von Interesse.

Eberhard machte ein überkluges Gesicht. In seinen Zügen lag Frohheit, Wohlbehagen und auch Güte. Lag etwas, was sie noch nie bisher bemerkt hatte.

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