Abbas Maroufi - Symphonie der Toten
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"Urhan? Welcher Urhan?", fragte der Alter
"Der Bruder von Ssoudji"
Der Alte warf ihm einen prüfenden Blick zu.
"Der Brudermörder?"
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Wir waren noch keine vierzehn Jahre alt, lungerten an der Gartenmauer herum und statteten den Eisverkäufern und Flötenschnitzern einen Besuch ab. In der Dämmerung fielen Scharen von Raben ein und stürzten sich auf die mit stinkendem Unrat gefüllten Mülltonnen. Und wir strolchten herum. Ich kratzte mit dem Absatz über den Boden und wirbelte Staub auf. „Warum gibst du denn keine Ruhe, Kleiner?“, fragte Aidin. Aber ich scharrte weiter. Da kam plötzlich eine schwarz angelaufene Münze zum Vorschein. Ich stieß sie mit dem Fuß weg, sie rollte ein Stückchen und blieb dann im Schatten einer Weide liegen. Djamshid sprang vor und hob sie auf. Wir lachten.
„Wer möchte diese Münze?“, fragte er.
Wir wollten sie nicht haben. Wir hatten noch keine solche Not kennengelernt, dass uns eine schwarz angelaufene Münze gekümmert hätte.
„Ich glaube, es ist ein Zwei-Rial*-Stück“, meinte Djamshid.
„Warum steckst du es dir nicht einfach in die Tasche?“, fragte ich.
„Bei uns zu Hause liegen noch größere Geldstücke rum, keiner nimmt sie.“
„Bei uns zu Hause liegt zwar kein Geld rum“, sagte ich, „aber Gottes Segen möge immer auf Vaters Verdienst liegen!“
Aidin schaute uns an und lachte. Er freute sich über meine Schlagfertigkeit. Er sagte immer: „Es gefällt mir, dass du dir nichts gefallen lässt!“
„So reich ihr auch sein mögt“, meinte Djamshid, „ich glaube nicht, dass ihr es mit uns aufnehmen könnt.“
Er warf die Münze in die Luft, ich schnappte sie mir und spielte damit herum. Sie fühlte sich dicker an als ein Zwei-Rial-Stück. Ich wusch sie an einem zementierten Hydranten, der immer lief, doch sie ließ sich nicht säubern. Ich scheuerte sie auf der Erde und hielt sie wieder unter das Wasser.
„Wir haben drei Gärten“, erklärte jetzt Djamshid. „Du brauchst drei Tage, um ans andere Ende zu kommen.“
Ich war ganz mit der Münze beschäftigt und sah nun, dass sie golden glänzte. Es war ein Pahlawi*. Ich fasste sie mit zwei Fingern und zeigte sie Djamshid und Aidin.
„Ist das Gold?“, fragte Aidin.
„Die gehört mir!“, rief nun Djamshid.
Er war lang aufgeschossen und mager. Mit einer gebogenen Nase und einem Mund, der immer gespitzt war, als wollte er „du“ sagen. Und wir nannten ihn „Djamshid Besenstiel“.
Wie eine Giraffe sprang er vor: „Ich hab sie zuerst aufgehoben.“
„Hättest sie halt eingesteckt!“, sagte ich.
„Die gehört mir!“
„Was dir gehört, ist in deiner Hose drin!“
„Ich hab sie gefunden!“
„Hättest du sie halt behalten!“
Wir fielen übereinander her. Doch wohin ich auch schlug, ich traf nur auf Knochen.
„Man streitet doch nicht um Geld!“, mischte sich Aidin ein. „Teilt‘s euch doch!“
„Warum das?“, meinte ich. „Dem werde ich einen Dreck geben!“, und wir kehrten nach Hause zurück. Abends traf ich Djamshid, der sich in der Umgebung der Ventilatorenfabrik Lord nach unserem Haus erkundigte.
„Was suchst du hier, Besenstiel?“, fragte ich ihn.
„Ich wollte nur sagen – gib mir doch die Münze!“
„Und warum?“
„Weil wir arme Leute sind. Mein Vater ist vor ein paar Jahren gestorben, und meine Mutter arbeitet in einer Bonbonfabrik.“
„Na ja, dann verkauft doch euren Garten und lebt von dem Erlös!“
„Gut also, wir haben keinen Garten.“
Ich war zu klein, um ihm ins Gesicht schlagen zu können, und boxte ihn in den Bauch. Als er zusammensackte, gab ich ihm noch ein paar Ohrfeigen. Seine Augen hatten allen Glanz verloren und er begann zu weinen.
„Warum haust du mich denn?“, fragte er.
„Du Schweinekerl, warum hast du gelogen?“
Daraufhin kam er öfter zu uns, und wir gingen zusammen weg. Nach der Münze aber fragte er nicht mehr. Später wurde er eingezogen und an jenem Freitag fuhren wir zusammen zum Salzsee. Bei dem Schwimmwettbewerb war er unter vierzig der letzte und nachher versuchte er, auf diesem ganz und gar untauglichen Schiff auf das Kajütendach zu klettern. Und die Froschmänner von Astara konnten ihn nicht finden.
Djamshid war mein einziger Freund. Zur Trauerfeier für seinen Onkel Ezat hatten sich nur siebzehn Personen eingefunden. Ich war der achtzehnte. Kurz nach meiner Ankunft sprachen sie schon die Schlussgebete, und dann kam natürlich keiner mehr.
„Warum kommen denn deine Verwandten nicht?“, wollte ich wissen.
„Wir haben nicht mehr. Nur diese da.“
„Und die Nachbarn?“ Da sah ich Aidin in einer Ecke der Moschee sitzen. „He, Djamshid, siehst du meinen Bruder?“
„Ja“, sagte er.
„Warum habt ihr die Trauerfeier nicht in der Moschee in eurem eigenen Viertel abgehalten?“
„Die ist zum einen sehr groß und zum andern auch viel zu teuer. Und die hier da ist eben sehr abgelegen.“
Djamshid Besenstiels Onkel war Straßenhändler gewesen, mit einem Handkarren. Im Winter verkaufte er gekochte rote Bete und dicke Bohnen, im Sommer frisches Obst. Ich hatte ihn öfter getroffen. Wenn ich mit Djamshid unterwegs war, aßen wir meistens was bei Onkel Ezat. Er nahm von uns kein Geld an.
„Hat dein Onkel denn kein Testament gemacht?“, fragte ich.
„Testament?“ Er lächelte säuerlich. „Er hatte nicht so viel Schulden, dass die Gläubiger jetzt dahinter her wären.“
„Wem hat er dann sein Hab und Gut vermacht?“
„Niemandem! Seinen Karren kann keiner gebrauchen. Bis sein Sohn alt genug dafür ist, vergehen zehn Jahre, und bis dahin ist der Wagen in Schnee und Regen verwittert.“
Der Alte stand auf, öffnete die Stalltür und betrachtete den Himmel. Frische Kälte strömte herein. Eine beißende, tödliche Kälte.
„Mach zu! Mach zu!“, rief Urhan, und der Alte schloss schnell und behände die Tür. „Der Himmel bezieht sich wieder!“, sagte er.
Urhan fielen die Augen zu. „Wie sollen wir denn hier schlafen?“, fragte er.
„Ich bleib nur hier, bis es hell wird. Dann brech ich auf“, entgegnete der Alte.
Er riss ein Streichholz an und schaute sich suchend um. Nochmals strich er ein Zündholz an und hielt es über die Futterkrippe. „Da kannst du dich zum Schlafen hinlegen!“, meinte er.
Urhan drängte sich zwischen den Lasttieren durch. Er spürte eine wohlige Wärme in der eiskalten Luft.
„Zünd ein Streichholz an!“, bat er.
Er schaute sich die Krippe an. Sie war mit Kies gefüllt. „Hier?“, fragte er.
„Ja, leg dich nur hin! Keine Angst!“
Urhan stieg auf die Krippe und setzte sich hin. Dann streckte er die Beine aus, sagte: „Eine Decke, irgendetwas …“, und er versuchte, die Dunkelheit mit seinem Blick zu durchdringen. Der Alte lachte trocken auf und Urhan zog die Beine wieder an.
„Womit soll ich mich denn zudecken?“
„Wenn dir‘s nichts ausmacht, es gibt zwei Packsättel.“
Zitternd steckte sich Urhan die Hände unter den Kragen.
„Machst du’s jetzt wie alle Schuldner?“, hatte ich ihn gefragt. Er glaubte wohl, wenn er den Kopf zur Seite drehte, würde ich ihn nicht sehen
Da sagte er: „Grüß dich, Urhan!“
Er war jetzt beim Militär. Sie hatten ihm die Haare abrasiert, und seine Augen lagen tief in den Höhlen.
„Djamshid ist bei den Soldaten!“, hatte Wachtmeister Ayas gesagt. „So langsam wird doch noch was aus ihm!“
Er war kein übler Mensch. Ich weiß nicht, von woher er plötzlich aufgetaucht war, nur um dann still und lautlos wieder aus dieser Welt zu verschwinden. Und warum er mein Freund war. Wenn er in seiner ganzen Länge vor unserem Haus wartete, fragte ich mich oft, warum er die Geduld nicht verlor. Da stand er, ein Bein gegen die Mauer gestemmt, bis ich herauskam. „Wenn du willst, dass ich mitkomme, musst du warten, bis ich gebadet habe“, sagte ich.
Er kratzte sich am Kopf und verzog den Mund. „Gebadet? Kannst du das nicht lassen?“
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