Abbas Maroufi - Symphonie der Toten
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"Urhan? Welcher Urhan?", fragte der Alter
"Der Bruder von Ssoudji"
Der Alte warf ihm einen prüfenden Blick zu.
"Der Brudermörder?"
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Ganz in diesen Anblick versunken sagte Aidin mit leuchtenden Augen: „Wie das UNO-Gebäude!“
„Wo denn?“, fragte ich. Er zeigte mit der Hand hinüber.
„Wieso?“
„Diese Schilfrohre erinnern mich an die Fahnenmasten vor dem UNO-Gebäude.“
Früher einmal hatte Vater gesagt: „Ihr solltet den Salzsee zu schätzen wissen! Nach vielen Jahren wird auch hier nur noch eine Salzpfanne sein, ein wertloser, bitterer Salzsumpf.“
Wir waren damals noch bartlose Buben. Ich nahm den roten Eimer in die Hand, Aidin den grünen. Vater ging hinter uns her. Am Salzsee angekommen, zog er sich aus und sprang ins Wasser. Im Wasser sah er viel älter aus. Wir zogen uns auch aus und tauchten kopfüber in den See. Die Sonne schien warm, das Wasser schmeckte salzig und bitter. Schwärme von Wiedehopfen strichen über uns hinweg und verloren sich in der Ferne. Vater hatte die Arme weit ausgebreitet, nur sein dünn behaarter Kopf war noch zu sehen.
„Geht ein bisschen weiter rein und holt Schlamm rauf!“, sagte er zu uns.
Die Russen pumpten damals den Schlamm aus dem See und fuhren ihn tankerweise ab.
Vater pflegte zu sagen: „Dieser Schlamm da ist die beste Medizin gegen Rheumatismus.“
Er rieb sich mit den Händen ab, stieg aus dem Wasser und streckte sich am Ufer in der Sonne aus. Die stark behaarten, mageren Beine schlug er übereinander, stützte sich auf die Unterarme und schaute um sich.
„Bringt mir schnell ein bisschen Schlamm“, rief er, „bevor mir kalt wird.“
Aidin atmete tief ein, öffnete den Mund und tauchte unter. Kleine Luftbläschen stiegen hinter ihm auf. Dann tauchte er wieder über der Wasseroberfläche auf. Den Eimer hatte er zur Hälfte mit Schlamm gefüllt.
„Nimm!“, rief er und schwamm auf mich zu.
Ich nahm ihm den Eimer ab und brachte ihn Vater, der sich jetzt lang auf dem Boden ausgestreckt hatte. Wartend stand ich da. Aidin war wieder in der Tiefe des Sees verschwunden.
„Gut gemacht, mein Sohn“, sagte da Vater. „Reib mich ein, das tut gut!“
Ein mildes Lüftchen wehte und ließ die Schilfrohre drüben auf der anderen Seite tanzen. Ich beschmierte Vater mit einer Handvoll Schlamm nach der anderen. An den Beinen fing ich an.
„Schrubb mich nur tüchtig!“, sagte Vater.
Er war jetzt von oben bis unten schwarz. Als ob man eine Figur aus Teer von ihm angefertigt hätte. So verharrte er, dass der Schlamm auf seinem Körper antrocknen konnte. Wir rieben uns nur die Beine ein, setzten uns hin, bis die Schmiere erstarrte, und sprangen dann ins Wasser und wuschen uns ab.
„Nehmt auch was für Yussof mit!“, meinte Vater.
Yussof hatte sich nach seinem Sturz damals in ein nutzloses Stück Fleisch verwandelt, das von morgens bis abends pausenlos aß und sich entleerte. Er lag in einer Ecke in dem Zimmer unten, bewegungslos und stumm, den starren Blick auf die Tür gerichtet, immer etwas kauend. Es stank dort bestialisch und Mutter war stets damit beschäftigt, im Hof seine Laken zu waschen.
Aida hatte gesagt: „Wenn ihr im Hof einen Verschlag für ihn baut, haben wir alle unsere Ruhe.“
Aber keiner hörte auf sie. Um dem Durst vorzubeugen, biss Vater in eine Gurke. Es war ein schöner Sommer, und die Sonne brannte heiß. Der Schlamm auf Vaters Körper war jetzt getrocknet, und ein paar große Ameisen liefen über seinen Bauch.
Da stand er auf, sprang ins Wasser, wusch sich ab und rief: „Da seht ihr, wie die Medizin wirkt!“ Seine ganze Haut hatte sich gerötet. „Das macht Durst!“, sagte er und biss wieder in die Gurke.
Ganz gedankenlos hatte sich Urhan eine zweite Zigarette von dem Alten genommen und sie an der Glut der ersten angesteckt. Er nahm tiefe Züge. Seine Bein- und Armknochen ächzten unter unsäglichen Schmerzen.
„Was soll ich denn jetzt nur tun?“, fragte er. Er schaute sich um, von irgendwoher in der Dunkelheit kam ein monotones Geräusch. So wie das Ticken von Mutters Uhr auf dem Wandbrett.
„Woher kommt dieses Geräusch?“, wollte er wissen.
„Da tropft Wasser“, sagte der Alte und zeigte auf eine Stelle über den Lasttieren. Stumm betrachtete Urhan die Decke.
„Reg dich nicht auf, du wirst ihn schon finden!“, fuhr der Alte fort. Als Urhan immer noch schwieg, meinte er: „Er läuft wohl weg, nicht wahr?“
Urhan senkte den Kopf. Er wollte nicht hören, was der Alte da sagte.
„Vater“, fragte ich, „vor wem ist denn Aidin weggelaufen?“
„Lauf du doch auch weg“, sagte er. „Geh schon! Geht doch alle zum Teufel!“
„Ich will nicht weglaufen, ich bin nicht so wie Aidin und Aida. Heute ist doch Freitag. Ich möchte nur mit meiner Clique zum Salzsee!“
„Und wer soll sich um die Abrechnungen im Kontor kümmern?“
„Lass ihn doch gehen!“, sagte Mutter. „Es ist ja nicht Aidin oder Aida, die einfach den Mund nicht mehr aufmachen. Mit dem wirst du ja noch fertig!“
„Die sind doch alle aus dem gleichen schlechten Holz geschnitzt“, meinte Vater.
Mutter nahm Vater die Pfeife weg und legte sie aufs Wandbrett. „Was immer auch sein mag, dieser da ist dir nachgeraten. Außerdem – man raucht doch nicht von früh bis spät!“
Dann stemmte sie die Hände in die Hüften, oben im Zimmer war’s, und sagte ganz aufgebracht zu mir: „Geh schon! Worauf wartest du denn noch?“
Wir fuhren in einem Kombiwagen mit hölzernem Aufbau. Die Leute hier in der Stadt erinnern sich auch heute noch an dieses schreckliche Jahr. Wir waren vierzig. Ein paar der Kumpels waren Soldaten. Wir sangen und klatschten in die Hände. Zuerst stimmten wir die Fahnenhymne an, dann „Draußen in dunkler Winternacht“. Unterwegs, in einer Straße ganz am Rande der Stadt, hatte ein Haus Feuer gefangen. Qualmende Flammen schlugen aus den Fenstern heraus. Unser Fahrer hielt an, und wir sprangen alle aus dem Wagen heraus. Der Eigentümer des brennenden Hauses war ein alter, weißhaariger Herr, der sich mit beiden Händen auf den Kopf schlug und brüllte. Mal stand er vor dem Haus, mal setzte er sich hin, dann rannte er hin und her, kam wieder zurück, starrte in die Flammen und schlug sich auf den Kopf. Später erfuhren wir, dass er weder Frau noch Kinder hatte. Er hat sich aber fast umgebracht. Acht Wasserschläuche waren von allen Seiten auf das Haus gerichtet, und die Straße war ganz von schwarzem Schlamm bedeckt. Das Feuer hatte sich so schnell vorgefressen, dass nichts mehr von dem Haus übrigblieb. Als dann das Dach einbrach, erlosch auch das Feuer.
Auch das Mal zuvor, bei jenem großen Brand, hatte niemand den Flammen Einhalt gebieten können. Ein irrsinniges Feuer hatte einen Teil des Basars ergriffen, und eine schwarze Rauchsäule stieg gen Himmel. Alle Bewohner der Stadt starrten auf den Qualm, und niemand konnte etwas unternehmen. Der Strom war ausgefallen, und die Nachtwächter im Basar schossen mit Platzpatronen in die Luft, um Hilfe herbeizuholen. Laut schreiend rannten Leute umher. In jener Nacht floss in den Straßengräben nicht wie sonst Wasser. Soweit man sehen konnte, waren die Straßen voll von Leuten, die mit Laternen zum Basar strömten.
Vater war voller Angst. Er zitterte, nahm Aidin und mich fest an der Hand und betete ohne Unterlass. Der Wind hatte das Feuer zwar nicht bis zur Karawanserei vorgetrieben, es breitete sich jedoch im Basar weiter aus und war nicht mehr zu bändigen. Wir standen an einer Ecke des „Neuen Platzes“ und schauten nur zu – genau wie all die anderen. Damals hatte die Stadtverwaltung keinerlei Möglichkeiten zur Brandbekämpfung, und der Wind trieb die Flammen immer weiter.
So brannte der Basar bis zum Morgen. Und bis zum folgenden Abend loderten immer wieder neue Brandherde auf. Der ganze Teil des Basars, wo sich meist Konfiserien und Konditoreien, aber auch zwei Zuckerfabriken befanden, war abgebrannt. Als schließlich die Mauern einstürzten und so viele wirtschaftlich ruiniert waren, erlosch das Feuer allmählich ganz von selbst. Aber noch nach drei Tagen lag dunkler Rauch über der Stadt, der so dicht war, dass ihn der Wind nicht wegblasen konnte. Tags darauf fiel süßer Regen, und die Leute stellten Schüsseln und Wannen auf, um ihn aufzufangen. Als wir davon hörten, hatte der Regen schon aufgehört. Unsere Haare und Kleider waren klebrig, und was wir anfassten, blieb an unseren Händen haften. Vater schleckte sich die Hände ab und meinte: „Sharbatt*!“
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