Abbas Maroufi - Symphonie der Toten

Здесь есть возможность читать онлайн «Abbas Maroufi - Symphonie der Toten» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Symphonie der Toten: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Symphonie der Toten»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

"Ich bin Urhan", sagte er.
"Urhan? Welcher Urhan?", fragte der Alter
"Der Bruder von Ssoudji"
Der Alte warf ihm einen prüfenden Blick zu.
"Der Brudermörder?"

Symphonie der Toten — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Symphonie der Toten», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Aber im nächsten Moment konnte er sagen: „Herr Bruder, ich habe gehört, dass es hier im Schnee viele Rebhühner gibt. Hättest du einen Sack mitgebracht, hätte ich dir hundert gefangen.“

„Jetzt gibt’s doch keinen Schnee!“, meinte ich. „Bis zum Winter ist’s noch lange hin.“

„Doch, doch. Da ist doch welcher. Du siehst ihn nur nicht. Voll von Rebhühnern. Dort auf dem Berg da!“

„Meinetwegen“, sagte ich. „Was willst du damit anfangen?“

„Weiß ich nicht!“ Und er blieb stehen, in den Anblick der Berge versunken, die die untergehende Sonne violett gefärbt hatte. Langsam ging er mir auf die Nerven. Auch war ich schrecklich hungrig.

„Red nicht so viel!“, sagte ich. „Komm schon, sonst hau ich...“

Darauf sprach er kein Wort mehr. Wie ein Kind lief er hinter mir drein. Und wir ließen den eingesunkenen Lehmbau des Teehauses hinter uns.

Die Dämmerung war hereingebrochen. Er freute sich schon darauf, sich im Teehaus aufzuwärmen. Wie er so darauf zuging, rieb er sich die Hände. Er versuchte, mit den Füßen auf den Boden zu stampfen und in die Hände zu hauchen, aber all das nützte nichts. Er musste dorthin gelangen; in der angenehmen Wärme neben dem Samowar* würde er es sich bei zwei Glas Tee mit Zucker wohl sein lassen und Kälte und Müdigkeit vergessen. Er stapfte weiter. Bei jedem Schritt sank er ein. Vor der Tür des Teehauses blieb er stehen.

„Komisch!“, sagte er leise.

Die Fensterscheiben waren zerbrochen, und bis halb in die Teestube hinein lag Schnee. Kein Samowar, keine Sitzbänke, auch nicht das geringste Anzeichen von Leben. Nichts! Es war wie eine verlassene Leichenwäscherei, wo die Aasfresser sich wegen des Geruchs, der noch an den Mauern hing, niedergelassen hatten. Die Wände waren mit Kohle bekritzelt. Über einer Plattform im Hintergrund der Teestube zogen sich die schwarzen Rauchspuren eines großen Brandes bis hinauf unter die Decke. Auf der rechten Seite häuften sich die Trümmer der eingestürzten Decke. Auf dem Sockel für den Samowar lag das Skelett eines Tieres und machte klar, dass Raubtiere bei ihrem Fraß dort oben gestanden hatten. Vielleicht hatte ein Wolf im Winter vor den hungrigen Augen seiner Jungen jenes Tier gerissen und dann dort oben in aller Ruhe die Knochen so abgenagt, dass man hätte meinen können, sie seien mit einer Feile bearbeitet worden.

Urhan sah sich um. Nein, keine Spur von Aasfressern. Er wandte den Kopf. Wozu also war er hierhergekommen? Was sollte er jetzt tun? Plötzlich hörte er einen Ton. Er lauschte; etwas bewegte sich. Er hörte noch genauer hin. Es war das Geräusch eines Tieres. Von Angst erfüllt ging er leise um das Teehaus herum. Jetzt hörte er deutlich ein Pferd wiehern. Quietschend öffnete sich die Stalltür, und da erschien ein verhutzelter alter Mann, der eine Pelzmütze trug. Wie auf einem altertümlichen Gemälde. Ganz mechanisch nahm Urhan die Mütze ab und hielt sie zwischen den Händen. Er fühlte, dass etwas Geisterähnliches seine Beine heraufkroch, seinen ganzen Körper durchzog und ihn durch den Kopf wieder verließ. Die Kehle war ihm wie zugeschnürt, die Knie wurden ihm weich, sein Blick war wie gebannt, bis sich der Alte bewegte. Jetzt spürte er das schnelle Schlagen seines Herzens.

Er fragte: „Wer bist du?“

„Dieser Schnee hat uns alle untergekriegt“, meinte der Alte.

Urhan trat einen Schritt vor.

„Man muss wirklich zäh wie Leder sein.“ Und er musterte den Alten von oben bis unten. Er trug einen Stutzer und an den Beinen schwarze, bis zu den Knien reichende wollene Wickelgamaschen.

„Wir sitzen hier fest“, sagte der Alte und trat zur Seite.

Urhan ging in den Stall hinein. Noch vor der Tür stampfte er kräftig auf. Der Schnee fiel von seinen Füßen und von seinen Mantelschößen ab.

„Feuer“, sagte er, „hast du denn kein Feuer angemacht?“ Er schaute überall herum. Es war dunkel, und es roch nach Tieren.

„Hast du keins angezündet?“

Ganz verwundert schaute ihn der Alte an. „Womit?“

Urhan zitterte. Die Beine schmerzten ihn und die Feuchtigkeit war ihm unter die Kleider gekrochen. Er hatte Mühe, seine Gedanken zusammenzuhalten.

Er sagte: „Hier war doch ein Teehaus. Oder nicht?“

Der Alte setzte sich auf einen Saumsattel. „Ich weiß es nicht.“

„Doch! Hier war ein Teehaus. Nachdem Mashd Abbass krank geworden war, ging es immer weiter bergab damit. Wer war noch der Pächter?“

Er schaute sich um. Da hinten standen ein Pferd und zwei Esel dicht aneinandergedrängt; die Köpfe hatten sie in einen Futtersack gesteckt. Der Alte hatte einem Esel den Saumsattel abgenommen, sich daraufgesetzt, und zündete eine Zigarette an der anderen an.

„Gehst du zur Stadt?“, fragte Urhan.

„Nein“, antwortete der Alte mit rauer Stimme. „Wohin dann?“

„Nach Ram-Assbi.“

„Aber doch nicht jetzt!“

„Jetzt käme ich in die Nacht. Ich warte, bis es wieder hell wird. Dann breche ich auf.“

Urhan schwieg. Er wollte nicht alleine bleiben und fürchtete, der Alte könnte seine Meinung ändern.

Er sagte: „Zu dieser Jahreszeit kennen die Wölfe keine Gnade.“

Der Alte zündete sich wieder eine Zigarette an.

„Die Wölfe kennen zu keiner Zeit Gnade. Im Dorf haben sie bei helllichtem Tag drei Menschen aufgefressen.“

Er erhob sich, nahm auch dem anderen Esel den Sattel ab und warf ihn dem anderen gegenüber auf die Erde. Urhan, der bisher im Stall hin- und hergegangen war und immer wieder mal fest aufgestampft hatte, setzte sich und schaute nach draußen. Weiß war es und kalt. Er rieb sich die Hände, löste die Schnürsenkel seiner Stiefel, zog die Füße heraus, schlüpfte aus den Socken und umklammerte die Füße mit den Händen.

„Ich bin Urhan“, sagte er.

„Urhan? Welcher Urhan?“, fragte der Alte.

„Der Bruder von Ssoudji.“

Der Alte warf ihm einen prüfenden Blick zu.

„Der Brudermörder?“

Urhan spürte etwas Kaltes, Spitzes im Rücken. Aber was nützte es, zu widersprechen, zu schreien? So schüttelte er nur wehrlos den Kopf. Dann stöhnte er auf und drückte mit den Händen gegen die Zehenspitzen.

„Ich handle jetzt mit Trockenfrüchten.“

„Melonenkerne?“

„Ja, Trockenfrüchte. - Wie kalt es hier doch ist.“

Er hatte das Gefühl, als ob die Zehen an den Gelenken auseinanderfielen.

„Zieh dir den Mantel aus“, meinte der Alte, „und wickle deine Füße ein!“

„Nein, nein! Ich bin sehr kälteempfindlich und hol mir noch ‘ne Lungenentzündung.“ Der Schmerz war in all seinen Knochen. Er fragte: „Tee hast du wohl auch keinen?“

Der Alte rauchte schweigend weiter.

„Gibt’s denn hier gar nichts, womit man ein Feuer anzünden könnte?“, wollte Urhan wissen.

Wieder gab der Alte keine Antwort. Er steckte sich nochmals eine Zigarette an und zertrat den Stummel der letzten mit dem Fuß.

„Ich bin jetzt ein Gefangener von Ssoudji“, sagte Urhan. „Den kennst du doch sicher!“

„Bind ihn doch an!“

Er konnte die Füße einfach nicht warm bekommen, nicht einmal die Knochenschmerzen lindern, und stöhnte: „Jetzt sind’s dann schon vierzehn Jahre, dass er mich zu seinem Gefangenen gemacht hat. Man kann ihn auch nicht einfach anketten, er ist doch kein Kind, ist zweiundvierzig Jahre alt.“

„Wirf ihn in ein Zimmer, stell ihm Brot und Wasser rein und schon bist du frei!“

„Genau das hab ich vor, wenn ich ihn finde. Aber mein Verrückter ist wie ein Vogel: Im Käfig stirbt er, ist er draußen, fliegt er weg. Er ist kein gefährlicher Irrer, tut niemandem was zuleide. Doch zur Welt ist er nur gekommen, um mich zu plagen.“

Urhan hatte Lust zu reden, war aber nicht sicher, ob ihm der Alte zuhörte. Er fühlte sich erniedrigt und gedemütigt.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Symphonie der Toten»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Symphonie der Toten» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Symphonie der Toten»

Обсуждение, отзывы о книге «Symphonie der Toten» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x