Jade Y. Chen - Die Tränen des Porzellans

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Im Auftrag des Kurfürstentums Sachsen wird der Mineraloge Wilhelm Bühl 1763 nach China geschickt. Er soll für die angeschlagene Porzellanmanufaktur Meißen das letzte Geheimnis des zerbrechlichen Golds lüften, die Herstellung der himmelblauen Ru-Keramik. Schließlich gelangt er an den chinesischen Kaiserhof und wird schnell in Intrigen und Machtkämpfe hineingezogen. Doch dann kreuzt eine unbekannte Frau seinen Weg und Wilhelm will sie unbedingt wiedersehen, obwohl die Gefahren um ihn immer größer werden. Aber wie findet man eine Unbekannte in einer Stadt voller Mauern und Verbote?

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Der Teufel verführt die Menschen zum Bösen.

Die Jungfrau Maria zertritt den Kopf des Drachen.

Ich habe einen chinesischen Namen bekommen und kleide mich wie ein Chinese. Allerdings kann ich es nicht ertragen, meine Haare zu einem Zopf zu flechten, so dass ich immer einen Hut tragen muss. Ich habe einen chinesischen Schneider und einen Schuhmacher gefunden, die mir ein langes Gewand und Schuhe im chinesischen Stil herstellen. Aber die chinesischen Handwerksmeister fanden mich so übergroß, insbesondere der Schuhmacher, dass sie den doppelten Preis verlangten.

Mein chinesischer Name lautet Wei Han, ein chinesischer Literatus aus Macao hat ihn für mich ausgewählt. Als mich dieser angesehene Mann auf der Straße traf, bat er mich gleich zu sich herein. Leider spricht er Kantonesisch, einen starken südchinesischen Dialekt. Als er erfuhr, dass ich Chinesisch lernen möchte, fand er für mich einen jungen Mann aus dem Norden des Landes. Dieser Mann heißt Li Rubo und soll korrektes Mandarin sprechen. Er ist bereit, als mein „Bote“ zu arbeiten.

Ich lerne beflissen und mit beispielloser Geschwindigkeit Chinesisch. Nach dem Unterricht am Kolleg streife ich mit Li Rubo durch die Straßen und besuche Geschäfte. In mein Notizbuch schreibe ich alle neuen Wörter hinein und lerne viel über Dinge, die ich zuvor noch nie gesehen habe, wie Rohseide, Reibsteine, Pinsel und Moskitonetze. Oder chinesische Arzneien wie chinesischen Fingerhut, Ginseng, Fuling-Pilze und Engelwurz. Oder orientalische Blumen und Bäume wie Päonien, Chrysanthemen, Kamelien, Regenbäume, Banyanbäume und Kokospalmen. Ich habe Menschen gesehen, die auf der Straße rasiert oder denen die Zähne gezogen wurden. Uns auf den Fersen folgt zumeist eine Horde ausgelassen spielender Kinder und herrenloser Hunde. Oft steige ich auf den Hügel zur Kapelle Unserer Lieben Frau von Penha, um von dort aus in die Ferne zu schauen.

Macao ist eine außergewöhnliche Stadt. Die Portugiesen haben viele Straßen und Häuser errichtet, die sich mit den chinesischen Gebäuden und Tempeln zu einem wundersamen Stil verbinden. Portugiesische Lokale verkaufen chinesisches Essen, und es gibt ein paar Chinesen, die etwas Portugiesisch sprechen. Es gefällt mir sehr gut hier, und ich vermute, ich könnte mich allmählich an die Stadt gewöhnen, wie ich mich an die chinesische Kleidung gewöhnt habe.

Ich habe das St-Rafael-Krankenhaus aufgesucht, um meine Einreise nach China voranzutreiben. Dort gibt es einen belgischen Arzt, der engen Kontakt zu chinesischen Beamten pflegt. Dieser Wundarzt hat mal einige Beamte kuriert, die ihm seither seine guten Taten vergelten. Viele glauben, dass die Chinesen eine hohe Meinung von westlicher Medizin haben, eine wesentlich höhere als von den Missionaren. Ich hoffe, dass der Arzt ein gutes Wort für mich einlegen kann und ich nach China einreisen darf.

Ich füge dem Brief einige Bleistiftzeichnungen der hiesigen Landschaft und von farbenfrohem Porzellan bei. Die meisten Skizzen sind schwarzweiß und mit spezieller chinesischer Tusche aufgetragen, in dem Versuch, die Essenz einzufangen. Ich hoffe, diese Zeichnungen können Ihre Neugier befriedigen. Ich habe als Kind gern gemalt und diese Reise hat meine Begeisterung für das Malen wiedererweckt. Ich werde meine Technik weiter verbessern müssen, denn noch lassen die Bilder eine gewisse Könnerschaft vermissen. Trotzdem hoffe ich, dass Sie sich nicht darüber lustig machen.

Ich wünsche Ihnen Glück und Gesundheit. Möge Gott mit Ihnen sein.

Ihr Wilhelm Bühl

Macao, 3. September 1765

Heute Morgen wurden auf der Straße Gongs und Trommeln geschlagen und es wurden mehrere hochtönende Suonas, oboenähnliche Instrumente, geblasen. In der Nähe soll eine Hochzeit stattfinden. Bei einer chinesischen Hochzeit startet vom Haus des Bräutigams ein Zug, um die Braut bei ihrer Familie abzuholen.

Die drei Missionare, die mit mir auf die Einreise nach China warteten, hatten gute Nachrichten. Der Kaiser hatte erfahren, dass die Geschenke des französischen Erzbischofs eingetroffen waren, und so erhielten sie die Erlaubnis, diese nach Beijing zu bringen. An diesem Morgen war außerdem der Beamte, der die Geistlichen nach Beijing eskortieren sollte, aus Kanton gekommen und verlangte, dass sich die drei Missionare niederwerfen sollten, um das kaiserliche Edikt zu hören. Der Beamte zog aus seinem Stiefel ein Dokument, während die Missionare in einem Holzbau, den die Chinesen „Großer Tempel“ nennen, mit dem Gesicht nach Norden das Edikt vernahmen. Weil wir miteinander gereist waren, hatte Frater Attiret mich als Dolmetscher empfohlen und ich übersetzte ihnen also das Edikt.

Der Beamte hatte für die Missionare eine Dschunke vorbereitet. Die Geschenke, die schon vor vielen Monaten verpackt, aber noch nicht nach Beijing verbracht worden waren, wurden nun auf das Boot geladen.

„Um Ihre Sicherheit zu gewährleisten, hätte ich einen Rat.“ Der Beamte wollte, dass die Missionare sich auf dem Weg möglichst nicht zeigen sollten, da Chinesen nur sehr selten Fremde zu Gesicht bekommen. Er fürchtete, dass ihr Erscheinen sonst auf Schritt und Tritt Unruhe verursachen und sogar gefährlich sein könnte. Deshalb hoffte er, dass die Missionare auf der Reise an Land so viel wie möglich in den Sänften verborgen blieben. Er sagte, dass die Reise auf dem Wasser beginnen würde und dass es vom Süden in den Norden einen Monat dauere. Vielleicht sogar länger. Danach ginge es auf dem Landweg weiter. Sie müssten ganz China durchqueren, um die Hauptstadt im Norden zu erreichen. Was mich anbetraf, so war ich weder Missionar noch stand ich auf der Liste, so dass der Beamte mir kühl mitteilte, dass er mir nicht helfen könne, selbst wenn er wolle.

Macao, 8. September 1765

Nach langem, bitterem Warten habe ich endlich Erfolg. Weil ich nicht auf offiziellem Weg nach China einreisen darf, habe ich mich entschieden, dem Vorschlag eines portugiesischen Offiziers zu folgen und das Land illegal zu betreten. Dafür musste ich einen Bestatter samt Angestellten bestechen, einen Sarg zu präparieren und einen Beerdigungszug vorzutäuschen. Auf diese Weise werde ich nach China gebracht werden, was tatsächlich nur wenige Meilen entfernt ist. Ich halte das für eine gute Idee. Chinesen glauben, dass Tote einen sehr großen Einfluss haben, weshalb sich niemand traut, diesem Tabu zu trotzen und einen Sarg zu untersuchen. Der Abenteurer und Weltreisende Paul Burchell, der in Macao bereits mehrere Jahre vergeblich auf eine Einreisemöglichkeit nach Beijing gewartet hat, will den gleichen Plan verfolgen. Wir werden es nacheinander versuchen und uns dann in China wiedertreffen. Morgen werde ich eingesargt. Ich will gar nicht daran denken. Mir graut davor. Aber ich habe keine andere Wahl.

Perlflussdelta, 9. September 1765

Ich hatte geglaubt, dass es nicht wirklich schlimm werden würde, aber da hatte ich mich geirrt. Und wie ich mich geirrt habe! Fast wäre ich erstickt. Auf dem Weg habe ich unablässig nach Luft geschnappt. Auf diesem endlosen Weg ans Ende der Welt, unendlich verlassen. Jetzt weiß ich: Das Niemandsland ist eine Leiche.

Ich konnte die Gespräche und die Schritte der Sargträger hören. Die ganze Welt war auf die Größe des Sarges geschrumpft und ich existierte nicht mehr. Es gab nur noch das angestrengte Atmen, die Enge, die Hitze. Ich war kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren. Ich musste beten. Ich sagte zu mir: Wenn ich diesen Sarg lebend verlasse, dann werde ich mich nie wieder lebend in einen legen.

Perlfluss, 30. September 1765

Der Abenteurer Burchell stammt aus England. Er sagt, er habe vorher Japan bereist und wollte ursprünglich auf dem Seeweg zurück nach England fahren, aber dann geriet sein Schiff in einen Taifun und ging deshalb in Macao vor Anker. Als er nun schon so nah an China war, wollte er es auf jeden Fall auch erkunden, um auf dem Totenbett nichts zu bereuen zu haben.

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