Angelika Beltz - Daphne und der Kaiser

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Daphne und der Kaiser: краткое содержание, описание и аннотация

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Daphne, Tochter des römischen Senators Titus Orestes und seiner Frau Olympia, lebt im Jahr 286 n.u.Z. in Rom.
Sie lernt in Sizilien auf dem Gut von Kaiser Maximian Gaius Antonius Rufus Vitruv und den zukünftigen Kaiser Konstantin kennen. Aus Abenteuerlust, heiratet Daphne Vitruv und geht mit ihm nach Trier. Aber die Ehe wird unglücklich, ihr Ehemann liebt schöne junge Männer.
Daphne verliebt sich unglücklich in den Presbyter Gaius Philippus Paulus und bekommt von ihm einen Sohn.
Sie nimmt den christlichen Glauben an und wird die Beraterin von Kaiser Konstantin in Fragen des christlichen Kultes in den römischen Residenzstädten Trier und Konstantinopel.

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In dieser Nacht konnte Daphne nicht schlafen. Viele Jahre hatte sie sich gewünscht, nach Augusta Treverorum zurückzukehren. Jetzt war endlich der Tag gekommen, und sie fragte sich, warum sie sich nicht freute. Sie war eine reiche Aristokratin, geachtetes Mitglied des Hofes und der Christengemeinde, aber Befriedigung fand sie seit vielen Jahren nur in ihrer Tätigkeit für Arme und Kranke. Nicht nur Geld, Nahrung und Kleidung hatte sie zur Linderung der Armut zur Verfügung gestellt, sondern zum Entsetzen ihrer Familie und ihrer Freunde mit ihren eigenen Händen Kranke gepflegt, wie es ihr Glaube ihr eingab. Die Arbeit wird mir fehlen, dachte sie. Jetzt wird etwas Neues beginnen, und das macht mir Angst. Sie fiel auf die Knie und betete zu Gott, dass er ihr in seiner Güte den rechten Weg weisen würde.

Früh am nächsten Morgen übergab Erzbischof Antonius Daphne Empfehlungsschreiben an die christlichen Gemeinden der römischen Provinzen, durch die sie ihre Reise nach Augusta Treverorum führen würde. Er hatte sie eigenhändig am Vorabend aufgesetzt, in der augenblicklichen Situation war er sich der Loyalität seines Schreibers nicht mehr gewiss.

„Daphne, wir werden uns in diesem Leben nicht wiedersehen. Bis Gott mich in seiner Güte des Himmelreichs für würdig erachtet, werde ich dich nicht vergessen und für dich beten. Du hast die Armen und Kranken von Constantinopolis nicht nur an deinem Reichtum teilhaben lassen, sondern ihnen den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus gelehrt. Im Namen unseres Herrn danke ich dir. Diese Empfehlungsschreiben schützen dich auf deiner langen Reise. Unsere christlichen Brüder in den römischen Provinzen werden dich mit frischen Pferden versorgen und dir Unterkunft und Nahrung gewähren. Meine Tochter, gehe in Frieden.“ Der Bischof zog Daphnes Kopf zu sich herunter und küsste sie auf die Stirn. Dann bestieg die kleine Reisegesellschaft die Wagen, und die Pferde setzten sich in Bewegung. Wehmütig warf Daphne einen letzten Blick auf das geliebte Marmarameer und die vertrauten Straßen und Plätze. In der Nacht hatte der Bischof den Wachmann eines Nebentors der Stadtmauer, ein Mitglied der Christengemeinde, informieren lassen, dass Christen die Stadt ohne Kontrolle verlassen müssten. Ein nicht zu geringes Geldgeschenk tat das Übrige. Das Tor wurde geöffnet und die Wagen ohne Kontrolle durchgewinkt.

Nach ein paar Stunden, in denen Daphne und Germanicus kaum miteinander gesprochen und Daphne lediglich nachdenklich die vorbeiziehende Landschaft betrachtet hatte, wandte sie sich Germanicus zu.

„Ich weiß jetzt, warum Constantiana mich aus dem Mausoleum hat weisen lassen - damit es den Soldaten, die vor meinem Haus warteten, möglich sein würde, mich ohne großes Aufsehen festzunehmen. Constantiana ist bekannt, dass ich Zeit meines Lebens täglich meine Gedanken und Erlebnisse aufgeschrieben habe. Sie hat Angst, das Volk erfährt etwas, was den Ruhm und das Ansehen ihres Vaters schmälert.“

„Herrin, durch das traurige Schicksal meiner Eltern und meines Volkes weiß ich, dass es mehr als genug im Leben Kaiser Konstantins gegeben hat, was nicht für die Ohren des Volkes bestimmt ist. Konstantin war ein Meister der Verstellung und des Schweigens. Warum habt Ihr mir nicht gestern von Euren Aufzeichnungen erzählt, ich hätte sie aus der Villa geholt.“

„Das wäre für dich zu gefährlich gewesen. Außer dem letztem Buch, und das darf jeder lesen, liegen alle an einem Ort, den niemand finden wird, Germanicus. Ich brauche die Aufzeichnungen nicht, mein Leben ist fest in meinem Kopf und in meinem Herzen. Wir werden auf unserer langen Reise nach Gallia (Gallien) viel Zeit miteinander verbringen. Ich habe beschlossen, dass ich sie dazu nutze, dir mein Leben zu erzählen. Falls ich Augusta Treverorum nicht lebend erreiche, wirst du alles aufschreiben, wenn du in Sicherheit bist.“

„Herrin, ich danke Euch für Euer Vertrauen. Aber wir beide werden gesund in Augusta Treverorum einfahren, und Ihr werdet im Kreise Eurer Enkel und Urenkel hundert Jahre alt.“

Nach der nächsten Rast lehnte sich Daphne bequem in die weichen Polster des Reisewagens zurück, und ihre Geschichte begann.

Reise nach Sicilia 286 n. u. Z

„Mutter, ich bin schrecklich aufgeregt, wann reisen wir endlich?“

Daphne rannte in das von der Abendsonne matt erleuchtete Zimmer und warf sich auf das Bett.

„Ich kann es kaum erwarten, Kaiser Maximian, seine Frau Eutropia und Maxentius, seinen Sohn, kennenzulernen. Philomena sagt, die Familie stammt von Herkules ab, und der Kaiser sieht auch aus wie er: groß wie ein Riese, mit kräftigen Muskeln an Armen und Beinen und vielen Haaren überall am Körper.“

Olympia Licinia, eine Frau mittleren Alters, lag blass in den Kissen. Gestützt auf ihre abgemagerten Arme richtete sie sich mühsam auf und umfasste lächelnd das Mädchen.

„Kind, was für Gedanken in deinem kleinen Kopf kreisen. Du solltest die Einladung auf das neue Landgut von Kaiser Maximian ernster nehmen. Sie ist für unsere Familie eine große Ehre; in die Provinz Sicilia werden nur wenige Getreue des Kaiserhauses eingeladen.“

Ungeduldig streifte Daphne die Arme ihrer Mutter ab und sah suchend im Zimmer herum.

„Mutter, hat Philomena deine Truhen gepackt? Das alte Weib lässt doch keinen anderen Sklaven an deine Gewänder heran. Sie wird bis morgen früh nicht fertig werden, wie letztes Mal, als wir ans Meer nach Baiae (Ortsteil von Bacoli) gereist sind.“

Olympia sank mit qualvollem Stöhnen in die aufgeschichteten Kissen zurück.

„Daphne, sprich nicht ungehörig über Philomena, sie braucht meine Kleider nicht einzupacken, ich fahre nicht mit. Ich habe deinem Vater mitteilen lassen, dass ich in Roma bleibe. Meine angegriffene Gesundheit würde keinen vorteilhaften Eindruck von unserer Familie hinterlassen; ich behindere euch nur auf der beschwerlichen Reise. Du bist die richtige Begleitung für deinen Vater und wirst mich würdig vertreten. Philomenas Enkelin, Philomena minor, reist mit dir zu deiner persönlichen Bedienung.“

Daphne sah ihre Mutter besorgt an und streichelte ihr liebevoll über die Wange.

„Mama, sind die Schmerzen qualvoller als gestern, hat der Arzt dich heute schon besucht?“

„Sorge dich nicht um mich, ich habe hier in meinem Haus alles, was ich brauche. Meine Philomena leistet mir Gesellschaft.“

Schwungvoll öffnete sich die Tür. Mit hochrotem und vor Wut verzerrtem Gesicht stürmte Senator Titus Cornelius Orestes an das Bett seiner Frau.

„Dieses eine Mal könntest du dich zusammenreißen, deine eingebildeten Krankheiten vergessen und mich nach Sicilia begleiten. Du bist die Tochter eines Kaisers, Eutropia, die Ehefrau Kaiser Maximians brennt darauf, dich kennenzulernen.“

Olympia zog die leichte Decke aus feinster Wolle und Seide bis an den Hals und sah ihren Mann kühl an.

„Mein lieber Cornelius, du kennst meine Meinung zu diesem Thema. Ich lasse mich nicht von jeder hergelaufenen Kaiserin zur Audienz in die Wildnis befehlen. Ich fühle mich dieser Reise bei Gott gesundheitlich nicht gewachsen. Ihr beide liebt es, beieinander zu sein, ich störe euch nur. Mehr sage ich nicht in dieser Angelegenheit.“

Olympia warf einen letzten liebevollen Blick auf Daphne, drehte den Kopf zur Seite und schloss die Augen. Wütend starrte der Senator auf seine Frau herunter, zuckte resigniert die Schulter und winkte seiner Tochter, mit ihm das Zimmer zu verlassen. Daphne folgte ihrem Vater in sein Arbeitszimmer, wo er sich missgelaunt auf den Stuhl am Schreibtisch fallen ließ. Wie häufig in den vergangenen Jahren fragte er sich, ob Olympia noch einmal ihre melancholische Stimmung verlieren würde.

Olympia war die illegitime Tochter von Kaiser Puplius Licinius Egnatius Gallienus. Der Kaiser hatte sich in Graciella, die Mutter von Olympia verliebt, als ihr Vater, Senator Decimus Aurelius Drusus, sie ihm bei einem Pferderennen vorstellte. Das frische vierzehnjährige Mädchen mit den blonden Haaren und der zierlichen Figur hatte Gallienus entzückt. Salonia Pipara, die schöne Ehefrau des Kaisers, eine hochgebildete Griechin aus Bithyna, liebte ihren Ehemann. Häufig begleitete sie ihn auf seinen Reisen durch die römischen Provinzen und auf Kriegszügen. Zu ihrem Kummer gelang es ihr nicht, die Liebesbeziehung zu verhindern. Graciella erlebte mit Gallienus nur eine kurze Zeit der Liebe und Zärtlichkeit. Sie genoss die Gespräche mit ihrem kaiserlichen Liebhaber, der sie in die griechische Philosophie einführte. Und sie liebte die wenigen leidenschaftlichen Nächte, die ihnen vergönnt waren. Das Liebesverhältnis dauerte erst drei Monate, als Graciella zu ihrem Entsetzen bemerkte, dass sie ein Kind erwartete. Versteckt auf einem Landgut nahe Karthago in der Provinz Africa proconsularis, das Orania Clepsina, einer Freundin ihrer verstorbenen Mutter gehörte, gebar sie ein kaum lebensfähiges Mädchen, Olympia. Am Tag der Geburt verblutete Graciella - die Plazenta löste sich nicht aus der Gebärmutter.

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