Angelika Beltz - Daphne und der Kaiser

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Daphne, Tochter des römischen Senators Titus Orestes und seiner Frau Olympia, lebt im Jahr 286 n.u.Z. in Rom.
Sie lernt in Sizilien auf dem Gut von Kaiser Maximian Gaius Antonius Rufus Vitruv und den zukünftigen Kaiser Konstantin kennen. Aus Abenteuerlust, heiratet Daphne Vitruv und geht mit ihm nach Trier. Aber die Ehe wird unglücklich, ihr Ehemann liebt schöne junge Männer.
Daphne verliebt sich unglücklich in den Presbyter Gaius Philippus Paulus und bekommt von ihm einen Sohn.
Sie nimmt den christlichen Glauben an und wird die Beraterin von Kaiser Konstantin in Fragen des christlichen Kultes in den römischen Residenzstädten Trier und Konstantinopel.

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„Herrin, ließ man Euch vor, damit Ihr dem verstorbenen Kaiser die letzte Ehre erweisen konntet?“

„Es dauerte mehrere Stunden, bis man mich vorließ. Jeden Tag kamen die Höflinge und machten dem Leichnam erneut die Aufwartung, als wäre ihr Herrscher weiterhin unter den Lebenden. Während ich vor dem Todeszimmer wartete, erzählte mir flüsternd der Hofmarschall, wie schnell die Krankheit unseren Freund schwächte: Weniger als sechs Wochen Krankenbett, gerechnet ab den Osterfeiertagen bis 22. Mai, dem Pfingsttag, an dem er starb. Stell dir vor, eine unbedeutende Erkältung, von seinen unzähligen Leibärzten nicht ausreichend behandelt, führte zu einem quälenden Husten, der über mehrere Wochen sein ständiger Begleiter wurde. Konstantin setzte noch nach Kleinasien über. Auf Drängen des Hofpoeten, Eusebius von Caesarea, zog er wie häufig in der Vergangenheit mit kleinem Gefolge in die Pythia Therme nahe Yalova. Aber das Thermalwasser, es ist 65° Celsius heiß, kohlensäure- und schwefelhaltig, verschaffte ihm keine Linderung, die Schmerzen in seiner Brust nahmen zu. Hinzu kam ein grüner Auswurf. Nachdem keine Besserung eintrat und hohes Fieber ihn weiter schwächte, brachte man ihn nach Helenopolis (Hersik), in die Stadt, der er den Namen seiner geliebten Mutter Helena gegeben hat. Im Bethaus der Märtyrer, am Grab des von Kaiserin Helena verehrten Lucian von Antiochia schickte er flehentliche Gebete für seine Genesung zu Gott empor. Der Hof war inzwischen in heller Aufregung und sandte berittene Boten zum Caesar Constantius, seinem zweitgeborenen Sohn. Wie du weißt, hat Constantinus von den drei Söhnen am meisten Ähnlichkeit mit dem Kaiser. Konstantin liebte diesen Sohn mehr als die anderen. Jetzt war es an der Zeit, durch Reiter den Senat der Stadt Roma und seine beiden anderen Söhne, Constantinus und Constans, in ihren Residenzen in Augusta Treverorum und Mediolanum (Mailand) zu benachrichtigen. Inzwischen wurde die Situation am Hofe immer dramatischer; denn der Kaiser fühlte den Tod nahen. Sein innigster Wunsch, die Taufe im Jordan zu empfangen wie unser Herr Jesus Christus, konnte sich nicht mehr erfüllen. Für die beschwerliche Reise ins Heilige Land hatte unser Freund keine Kraft mehr. Auf sein Verlangen brachte man ihn in seinen Palast Ankyron, nahe von Nikomedia (Ismit).“

„Ist nicht Basiliana, die Frau von Konstantins Halbbruder Julius Constantius, eine Verwandte von Bischof Eusebius von Nikomedia“, fragte Germanicus.

„Ja, der Bischof ist ein kluger Mann“, antwortete Daphne lachend. „Er hat durch diese Heirat seine hervorragende Position bei Hofe als wichtiger kaiserlicher Berater in kirchenpolitischen Fragen weiter ausgebaut, obwohl er nicht der orthodoxen, sondern der arianischen Glaubensrichtung angehört, die Konstantin bisher offiziell nicht unterstützt hat. Wie du dir denken kannst, eilte der Bischof sofort an das Sterbebett und taufte Konstantin wenige Stunden später als ersten römischen Kaiser. Der fromme Caesar Constantius war bei der Nachricht über den kritischen Gesundheitszustand des Kaisers aus dem syrischen Antiochia (Antyka), wo sich das Heer für den persischen Feldzug gesammelt hatte, im Eilmarsch an das Krankenlager seines Vaters geeilt. Der Kaiser übertrug ihm die Besorgung seines Begräbnisses. Es war Constantius, der die Conclamatio ausführte – den letzten Hauch des Sterbenden auffing, die Augen dem Verstorbenen schloss und mehrmals seinen Namen rief. Die Trauer bei den Adjutanten und den Leibwächtern des Kaisers war überwältigend. Sie warfen sich auf den Boden, zerrissen ihre Kleider und beklagten den Verlust ihres Herrn und Kaisers, ihres Vaters. Der Leichnam des Verstorbenen wurde gemäß Konstantins Anweisung in einem Trauerzug nach Hause in seine Stadt Constantinopolis gebracht.“

„Waren die beiden anderen Söhne des Kaisers inzwischen in Constantinopolis eingetroffen?“

„Ja. Stell dir vor, zusammen ließen Konstantins Söhne die schon viele Tage auf eine Audienz wartenden römischen Senatoren vor. Unmissverständlich machten sie den stolzen Herren klar - Konstantin hätte seine Freude daran gehabt, dass sie nicht den Anspruch des Senats von Rom und des römischen Volkes erfüllen würden, die ein Begräbnis in den Mauern der Capitale Roma forderten.“

„Die Entscheidung ist aus Sicht der Söhne Konstantins und des Senats von Constantinopolis verständlich, aber sie wird beim Senat von Roma und den Bürgern auf kein Verständnis stoßen.“

„Konstantin hat Roma nie geliebt. Er hielt die Senatoren für hochmütig. Seit dem tragischen Jahr 326, als die Römer ihren Unmut über den Kaiser mit Schmähschriften an den Häusern kundtaten, war seine Liebe zu der Stadt am Tiberis (Tiber) gänzlich gestorben. Als er von den Schmierereien an den Häuserwänden erfuhr, tobte er tagelang. Und als der römische Stadtpräfekt die Schuldigen nicht schnell genug fand, enthob er ihn seines Amtes und konfiszierte seinen gesamten Besitz. Der Mann war froh, dass seine Mutter, eine nahe Freundin von Kaiserin Helena, sich bei der Kaisermutter für ihren Sohn einsetzte; er wäre sonst hingerichtet worden.“

„Herrin, wer wurde zum Leichenmarschall ernannt?“

„Du glaubst es nicht“, antwortete Daphne lachend, „Constantius ernannte Quintus Metilius Calvus, der stolz die Ehre annahm. Seine theologischen Differenzen mit Konstantin, er gehört der arianischen Glaubensrichtung an, waren auf einmal vergessen. Seine Ehefrau Claudia Serapia kann seitdem die Nase nicht hoch genug halten. Wenn sie ausfährt, ist die Anzahl ihres Gefolges um das Doppelte gestiegen.“

„Auf dem Weg hierher hörte ich, dass die Menschen in den Straßen erzählen, ihr verstorbener Herrscher hätte die Macht nach seinem Tod nicht abgegeben und weiterregiert.“

„Die Dauer der Aufbahrung von acht Tagen war lang. Heute ist der 30. Mai; auch getaufte tote Kaiser werden mit der Zeit nicht frischer. Ich denke, dass sein Körper nach Art der Ägypter präpariert wurde.“

Spielerisch gab Daphne dem Mann, der jetzt neben ihr auf einem Sessel saß, einen zarten Schlag auf den Arm und sagte:

„Wir reden wenig respektvoll über unseren Freund, der jetzt neben dem göttlichen Herrscher sitzt.“

„Erzählt Herrin, sah der Kaiser prächtig aus auf seinem Totenlager?“

„Wie du dir denken kannst, achtete der Hofmarschall streng auf die Einhaltung des täglichen Hofzeremoniells. So war es allen Senatoren, Rittern und nicht zu vergessen den „Spitzmäusen des Hofes“ möglich, unseren Herrscher prunkvoll gekleidet zu sehen, während sie ihm ihre Aufwartung machten. Stell dir vor, eitel hat er kurz vor seinem Tod die Anweisung für seine Aufbahrung geändert: Konstantin war nicht bescheiden gekleidet und aufgebahrt, wie es sich für einen getauften Diener unseres göttlichen Herrn gehört, sondern er lag auf einem Bett aus purem Gold. Die Farbe seines Gewandes war nicht reines unschuldiges weiß, er trug ein prächtiges mit Blumen und Perlen besticktes purpurfarbenes Totenkleid. Obendrein auf dem Kopf das große Diadem. Ich bezweifle, dass dieser Pomp unserem himmlischen Herrscher gefallen wird.“

„Oh sieh´, die Chalke öffnet sich.“

Daphne beugte sich über das Geländer, um besser sehen zu können. Ihr Herz begann schneller zu schlagen und ihre Hände wurden feucht, als der von acht Rappen gezogene Wagen mit dem mit Schlachtenszenen verzierten Sarg aus Porphyr (purpurfarbenes Gestein vulkanischen Ursprungs) in ihr Blickfeld kam. Der mächtige Mann, der zu seiner letzten Ruhestätte am Nordstrang der Mese, der Hauptstraße von Constantinopolis, gefahren wurde, hatte in den vergangenen vierzig Jahren ihr Leben wiederholt in Bahnen gelenkt, die sie nur widerwillig gegangen war. Bisher war es ihr nicht möglich sich vorzustellen, dass sie am Ende ihres Lebenswegs frei war. Kein allmächtiger Kaiser würde erneut in ihr Leben eingreifen und sie durfte endlich zu ihrer Familie nach Augusta Teverorum zurückkehren.

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