Hermann Brünjes - Mit Feuer und Geist

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Jens Jahnke stimmt widerwillig zu, eine Reportage über Pfingstbräuche in der Heide zu schreiben.
Was er zunächst als langweiligen Traditionsjournalismus einordnet, entwickelt sich schnell zum heißen Eisen – im wahrsten Sinn des Wortes.
Zuerst brennt ein Schuppen, dann eine Werkstatt und kurz darauf ein Vereinsheim. Ein Feuerteufel geht um.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es den ersten Toten gibt.
Dank pfingstlicher Recherche kommt der Reporter nicht nur einer tragischen Geschichte auf die Spur sondern begibt sich auch in Gefahr um Leib und Leben.
Begleiten Sie Jens Jahnke nach Himmelstal, einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide, das es in sich hat und diesmal auch nach Amrum, für manche die schönste der nordfriesischen Inseln.

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»Na Jens, das ist ja wohl das Mindeste: Du machst einen Artikel über Pfingsten, folglich liest du natürlich den Bibeltext dazu. Und nun?«

»Nun überlege ich, wie das gemeint ist. Sind das alles Metaphern oder ist es ein nüchterner Tatsachenbericht?«

»Oh, mein lieber Kollege, was macht denn da den Unterschied?« Elskes Lachen wird immer breiter.

Ich bin wieder einmal überfordert. Soll einer die Frauen verstehen! Da müsste es auch Pfingsten werden, der Heilige Geist müsste über uns kommen wie ein Sturmwind und uns gegenseitiges Verstehen zwischen Mann und Frau schenken. Das wäre echt ein Wunder! Flammen und Brausen bräuchten wir dann vermutlich nicht mehr.

Elske merkt, dass mich ihre Frage verwundert.

»Na, ich meine, eine Metapher ist doch der Ausdruck für etwas, das wirklich geschieht. Sie ist ja nicht nur ein Bildwort für etwas, das gar nicht stattfindet. Folglich stehen auch die Flammen, das Brausen und das Hörwunder für etwas sehr Reales.«

»Und was ist das, deiner Meinung nach?«

»Na, für das reale Wirken Gottes. Die erste Gemeinde wird gegründet. Leute kommen zum christlichen Glauben, lies nur weiter im Text! Über dreitausend Leute bekehren sich zu Jesus, lassen sich taufen und treffen sich regelmäßig in den Häusern und in der Gemeinde. Das ist nun wahrlich alles andere als ›nur‹ eine Metapher. Da passiert richtig was!«

Meine Kollegin ist von dem, was sie mir da erzählt, begeistert. Ihre blauen Augen strahlen, ihre schmalen Hände betonen die Worte mit dezenten aber klaren Gesten, ja, ihr gesamter schlanker Körper strahlt aus, was sie sagt: Der Geist von Pfingsten ist faszinierend und real zugleich.

»Du meinst also, Pfingsten ist so etwas wie ›Gott in Aktion‹? Also nicht nur einfach der Geburtstag der Kirche?«

»Na ja, das auch. Aber das ist ja nur ein Phänomen unter vielen . Gott wirkt. Predigten werden verstanden und gehen zu Herzen, die Leute treffen sich zum Gebet und zum Lesen in den alten Schriften, viele verkaufen, was sie haben und geben es den Armen, ganz normale Leute werden zu Missionaren, einer von ihnen namens Stephanus lässt sogar sein Leben für seinen Glauben, Heiden kommen zum Glauben ...«

Ich grinse innerlich und muss ein witziges Wortspiel loswerden, das ich irgendwann im Tagungshaus aufgeschnappt habe. »Also auch ›Lüneburger Heiden‹?«

Meine hübsche Kollegin lacht lauthals los. »Ja klar, auch Lüneburger Heiden – aber eben viel später. Damals hocktet ihr hier noch auf Bäumen und die wenigen Menschen in diesem Endlosdschungel verehrten Wotan und ich weiß nicht welche Germanengötter sonst noch.«

»Bis der Heilige Geist auch hierher kam ...«

»Genau. Bis hier die ersten Missionare auftauchten und Heidebauern, Schafhirten und Wegelagerer Christen wurden. Wusstest Du, dass in der Heide einige der ältesten Klöster Deutschlands stehen und bis heute erhalten sind?«

»Du meinst das Kloster Ebstorf mit seiner berühmten Weltkarte aus dem Mittelalter?«

»Genau, zum Beispiel. Ich glaube, es wurde schon im 12. Jahrhundert gegründet. Und damals gab es tatsächlich so etwas wie einen geistlichen, also einen durch den Heiligen Geist inszenierten Aufbruch. Man könnte also sagen, da erlebte diese Region so etwas wie Pfingsten.«

»Hört sich gut an, diese Inszenierung.«

Elske strahlt.

Ich spüre ihren Missionseifer fast körperlich. Sie wird mich gleich vermutlich erneut einem Test unterziehen, diesmal auf das Virus »christlicher Glaube«.

»Jens Jahnke! Das war keine ›Inszenierung‹ wie im Theater. Das war damals so real wie das Leben.«

Nun kommt es. Die hübsche entschiedene Christin schaut mich herausfordernd an und will es wissen.

»Und nun sag mal, wie sieht es denn inzwischen bei dir persönlich aus? Kann es sein, dass dich die Begegnung mit den Christen in Himmelstal, besonders mit deiner Freundin Maren, dem Glauben nähergebracht hat? Oder gehörst auch du immer noch zu den ›Lüneburger Heiden‹?«

Das ist direkt gefragt. Ich mag Elske ja sehr und wenn ich zwanzig Jahre jünger wäre, vermutlich sogar mehr als das ... aber nun wird mein Mund trocken. Ja, ich würde schon sagen, dass sich bei mir etwas Entscheidendes verändert hat. Vor zwei oder drei Jahren waren mir Religion, Kirche und so etwas völlig egal. Es hat mich einfach nicht tangiert. Der Glaube spielte absolut keine Rolle in meinem Leben, er war mir so fern wie, wie ... na ja, wie das Sammeln leerer Zigarettenschachteln oder wie die zwei Monde vom Mars.

Dann jedoch hatte sich dies geändert. Ich weiß gar nicht genau, wann und wie die Änderung begonnen hatte. Wenn es der Heilige Geist war, der sie bewirkt hat, dann ist er bei mir strategisch jedenfalls völlig anders vorgegangen als damals zu Pfingsten in Jerusalem. Da war kein Brausen, kein großes Wunder, kein spektakuläres Feuerwerk. Nein, da gab es eher alltägliche Erlebnisse und vor allem Begegnungen und Gespräche: Magda, eine junge Zweiflerin im Team vom Tagungshaus hat mich beeindruckt. Sie hat trotz vieler kritischer Fragen und Zweifel die Andachten für Gäste mitgestaltet. Ein Besuch bei meinem ehemaligen Pfadfinderführer hat mich noch lange beschäftigt. Der inzwischen über achtzig Jahre alte Mann hat felsenfest behauptet, unser Leben habe trotz des Sterbens eine Perspektive. Mein gewissermaßen Ziehsohn, der Ex-Nazi Lennart, war in der Lage, sich um 180 Grad zu drehen. Heute verprügelt er keine Ausländer mehr, sondern ist Sanitäter, rettet sie und arbeitet mit ihnen zusammen. Je länger ich überlege, desto mehr Menschen fallen mir ein, die etwas in mir haben wachsen lassen. Ja, das ist es! Wachsen. Es ist Frühling.

Elske schaut mich immer noch erwartungsvoll an, sie drängelt jedoch nicht. Es sind nur Sekunden, die meine Gedanken brauchen, um Worte zu formen. Aber der Moment zwischen Elskes Frage und meiner Antwort fühlt sich definitiv an wie ein Geist-Moment, da ich plötzlich Worte für das finde, was mit mir geschehen ist.

»Ach Elske, ich sage es mal so, vielleicht etwas kitschig: Bei mir ist es Frühling. Der Winter des Unglaubens ist vorbei. Jetzt wächst langsam etwas Neues. Die braune Erde wird grün. Ob es dann im Sommer zur Frucht eines festen Glaubens kommt – keine Ahnung!«

Sie legt ihre schlanke Hand auf meinen Oberarm und drückt leicht zu.

»Jens, schöner kann man es gar nicht sagen! Selbst nach über zwanzig Jahren Christsein ist auch mein Glaube eher ein Frühlings-, als ein Sommerglaube! Von ›fest‹ kann nicht die Rede sein.«

Der »Test« war also positiv. Mein Glaube und ihr Glaube unterscheiden sich nicht – sagt sie. Ich empfinde es anders. Sie scheint in ihrem Glauben verwurzelt zu sein wie eine deutsche Eiche im Boden, während ich noch gar nicht genau weiß, ob mein Miniglaube überhaupt richtig anwächst ...

Mein Handy vibriert und rutscht dabei langsam über die Tischplatte.

»Sorry Elske, da muss ich rangehen. Es ist eine Nummer mit meiner Vorwahl.«

Sie nickt. »Danke Jens, dass wir darüber reden konnten. Wir können das ja mal fortsetzen.«

Dann schwebt sie davon. Ob Elske so etwas wie ein blonder Engel für mich ist? Oder ein Geistwesen Gottes aus einer anderen Welt? Keine Ahnung. Am Telefon ist jedenfalls ein Mensch, Ortsbrandmeister Enno Diekmann.

»Jens, gut, dass ich dich erreiche. Bei dir Zuhause hat niemand abgenommen, da dachte ich, ich rufe mal auf deinem Handy an.«

»Ist okay. Ich vermute, du willst noch etwas zum Brand berichten?«

»Ja, auch. Viel gibt es aber nicht. Die Polizei hat einen verschmorten Benzinkanister gefunden. Also war es Brandstiftung. Aber deswegen rufe ich nicht an.«

Mein Gedächtnis notiert »Kanister« und »Brandstiftung«.

»Ich rufe wegen unserer Brandwehr an. Bist du dabei?«

Ich sage zu. Er freut sich und bittet mich, heute Nacht um zwölf am Feuerwehrhaus zu sein. »Geisterstunde« denke ich.

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