Hermann Brünjes - Mit Feuer und Geist

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Jens Jahnke stimmt widerwillig zu, eine Reportage über Pfingstbräuche in der Heide zu schreiben.
Was er zunächst als langweiligen Traditionsjournalismus einordnet, entwickelt sich schnell zum heißen Eisen – im wahrsten Sinn des Wortes.
Zuerst brennt ein Schuppen, dann eine Werkstatt und kurz darauf ein Vereinsheim. Ein Feuerteufel geht um.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es den ersten Toten gibt.
Dank pfingstlicher Recherche kommt der Reporter nicht nur einer tragischen Geschichte auf die Spur sondern begibt sich auch in Gefahr um Leib und Leben.
Begleiten Sie Jens Jahnke nach Himmelstal, einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide, das es in sich hat und diesmal auch nach Amrum, für manche die schönste der nordfriesischen Inseln.

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Plötzlich steht Enno neben mir.

»Kein Problem, Jens«, meint er. »Wir haben alles im Griff. Es gibt Sachschaden, aber der ist vermutlich versichert.«

»Ein Glück. Und ist es wieder Brandstiftung?«

Bevor er antwortet, ruft Enno den beiden Männern an der Spritze einige Anweisungen zu. Sie platzieren den Strahl etwas tiefer in den Brandherd. Dann nickt Enno.

»Ich vermute. Wie sonst soll so ein Schuppen Feuer fangen? Nein, da hat jemand nachgeholfen. Und wie du weißt, ist es jetzt bereits der vierte Brand seit dem Bootsschuppen im Februar.«

Ja, ich weiß – und das macht das Ganze jetzt langsam doch zur Story für einen Käseblattreporter. Zuerst der Bootsschuppen, dann ein Brand in einer Scheune direkt neben dem Tagungshaus. Der wurde zum Glück von einem jungen Mann aus dem Team dort entdeckt und der hat ihn dann auch eigenhändig gelöscht. Ich sehe Jonas nun auch hier, neben Gerd. Zusammen halten sie die Hochdrucklöschanlage. Allein könnte man diese nicht kontrollieren. Das Wasser wird mit Hochdruck in kleinste Tröpfchen zerteilt und diese auf die Flammen gesprüht. So ist der Effekt wesentlich größer als bei einem normalen Strahl.

Der dritte Brand konnte auch gelöscht werden, bevor es zu spät war. Ein Heuschober unten an der Brücke über den Bach hat gebrannt. Etwa zehn Rundballen waren dort aufgeschichtet worden und mit einer Schutzplane bedeckt. Selbstentzündung hat man eindeutig ausgeschlossen.

»Wenn du über dies hier schreibst«, meint Enno jetzt, »schreib ruhig, dass die Feuerwehr von Brandstiftung ausgeht. Schreib aber nicht , dass wir ab sofort nächtliche Streifen losschicken! Wir wollen den Feuerteufel nicht vertreiben, sondern ihn auf frischer Tat ertappen!«

Davon hatte ich bisher nichts gehört.

»Habt ihr das im Vorstand beschlossen?«

»Nein, ich habe das beschlossen, gerade eben!« grinst Enno mich an. »Aber ich bin sicher, meine Kameraden ziehen mit. Du kannst auch mitkommen, wenn du willst. Im Dorf gibt es schon jetzt Gerede. Viele Bauern und alle Hausbesitzer mit Schuppen im Garten haben Angst. Bald wird jeder jedem misstrauen. Wir müssen etwas tun!«

Das Dach bricht ein. Es kracht. Der Schuppen fällt mehr und mehr in sich zusammen. Dicker Qualm verdeckt inzwischen die meisten der Flammen.

»Komm etwas zurück«, weist mich Enno an, »das Dach besteht aus Toschiplatten. Da ist giftiger Asbest drin. Wenn der Wind nicht aus unserem Rücken käme, dürften wir hier überhaupt nicht stehen!«

Ich danke ihm, mache noch einige Fotos und ziehe mich dann zurück. Vielleicht sollte in der nächsten Redaktionssitzung eine Reportage über Freiwillige Feuerwehren im Landkreis vorschlagen. Wir berichten ja oft über Feuerwehren, es gibt unzählige Fotos von Uniformierten mit Auszeichnungen und in Versammlungen – aber über Einsätze und Gefahren, über private Motivation und Erfahrungen der Feuerwehrleute bei ihren Einsätzen habe ich bei uns im Kreisblatt noch nicht viel gelesen.

*

»Und, was war los?«

Ich erstatte Maren kurz Bericht. Sie nickt.

»Das wäre also das wievielte Mal?«

»Das vierte Mal. Also ist es eine Serie.«

»Genau. Und wir haben im schönen Himmelstal vermutlich einen inzwischen überaus aktiven Brandstifter, der unser Dorf zum Höllental machen kann.«

Wir sind uns einig. Maren steht bereits auf der Treppe nach oben. »Ich muss morgen früh raus. Du wirst jetzt vermutlich gleich deinen Artikel schreiben. Sei nachher leise!«

Ein kurzer Kuss und gute Nacht. Sie kennt mich.

Zurück am Schreibtisch notiere ich mir Orte, Daten und Zeiten der Brände. Es begann mit dem Bootsschuppen am 21. Februar. Am 3. März brannte die Scheune, die zum Glück gerettet wurde. Am 18. März wurden die Heuballen Opfer eines Feuers und heute ist der 28. April. Ein Muster erkenne ich nicht. Im April gibt es eine größere Lücke, sonst fällt mir nichts auf. Brandstifter kommen oft aus den Orten, die betroffen sind, das ist bekannt. Manchmal sind sie gar Mitglieder der Feuerwehr und gerne mal als Erste am Brandort. Aber das kann auch ein Klischee sein. Und wenn, träfe es hier auf viele zu, angefangen bei Enno selbst, über Gerd, Kerstin und andere bis hin zu Jonas aus der christlichen Gemeinschaft, der ja offenbar ebenfalls Mitglied der Jugendfeuerwehr ist. Na ja, kaum vorstellbar, aber »bei Gott sind alle Dinge möglich« heißt es ja sogar in der Bibel.

Donnerstag, 29. April

Bis Pfingstsamstag habe ich noch gut drei Wochen. Da mein Standardprogramm weiterläuft, will ich aber nicht allzu spät mit den Pfingst-Recherchen beginnen. Noch bevor ich am Morgen in die Redaktion fahre, rufe ich deshalb den Gemeindepastor an und melde mich danach auch im Tagungshaus. Ich will auch die jungen Leute dort zu Pfingsten befragen. Immerhin leben sie in einer christlichen Lebensgemeinschaft zusammen, da werden sie ja wohl etwas zum angeblichen »Geburtstag der Kirche« zu sagen haben.

Der Pastor hat erst in der nächsten Woche Zeit, sagt er. Das Team im Tagungshaus lädt mich bereits zum Abend ein. Nach getaner Arbeit und nach der Abendandacht soll ich sie auf ihrer Etage besuchen. Sie alle haben viel zu tun, da sie einen regionalen Kirchentag vorbereiten, der am kommenden Wochenende in Himmelstal veranstaltet wird. Schade. Ich hatte gehofft, heute Vormittag hier mit Recherchen zu verbringen und erst am Nachmittag in die Kreisstadt zu fahren. Nun also umgekehrt, erst in die Redaktion, dann die Pfingst-Recherche.

*

»Kein Problem! Deine Brandserie nehmen wir mit rein!« Mein Chef genehmigt 75 Zeilen und zwei Fotos. Das ist nun wahrlich nicht viel, aber immerhin ein Anfang.

»Wenn es wirklich eine Serie ist«, ergänzt Florian mit dem süffisanten Lächeln eines auflagefixierten Chefredakteurs, »hat sie ja noch Potential nach oben. Vielleicht brennt ja auch mal ein Wohnhaus oder ein Stall mit Tieren.«

Alles kann ich ihm natürlich nicht durchgehen lassen. Mein Chef war vor diesem Posten Redakteur bei der BILD in Hamburg. Die dort erworbenen Sitten und Denkweisen gehen leider manchmal mit ihm durch.

»Chef, du meinst das ja hoffentlich nicht ernst! Schon jetzt haben viele Leute in Himmelstal, besonders Bauern und Gartenbesitzer, große Angst. Und du weißt ja, wenn so etwas erst einmal grassiert, verdächtigt am Ende jeder jeden. In einem so kleinen Dorf wie Himmelstal kann das die Dorfgemeinschaft ganz schön beschädigen.«

Er lacht. »Jens, dann kommst am Ende auch du noch in Verdacht! Immerhin begann die Brandserie kurz nachdem du zugezogen warst, wenn ich dich richtig verstanden habe.«

Es haut mich fast um.

Dabei hat er recht, so etwas könnte man denken. Umso wichtiger ist es, dass ich Ennos Einladung folge und bei der Feuerwache mitmache, oder Bürgerwehr, oder wie auch immer sie das dann nennen werden.

Florian lehnt sich in seinen gepolsterten Bürosessel zurück. Seine massige Gestalt entspannt sich, seine bisher etwas schief herunterhängende graue Krawatte glättet sich ein wenig. Er könnte sie mal bügeln. Allerdings verbringt er die meiste Zeit entweder in der Redaktion oder bei Geschäftsempfängen, bevorzugt bei jenen, die ein Büffet enthalten. Vor einigen Jahren hat seine Frau ihn verlassen. Seitdem stellen sich bei ihm langsam mehr und mehr die mir aus vielen Jahren Singledaseins wohl bekannten Symptome von Junggesellen ein. Knitterige Kleidung ist davon noch eines der harmlosesten.

»Wenn aus der Brandserie auch eine Zeitungsserie wird, Jens, gebe ich einen Whisky aus.«

Mir schwant Schlimmes. Wenn Florian jemandem seinen im Schreibtisch versteckten Dimple einschenkt, ist ein Absturz vorprogrammiert. Ich sage lieber nichts mehr.

»Noch etwas Jens. Du schreibst am besten auch den Artikel vom regionalen Kirchentag. Eigentlich sollte ja Steini den machen, weil du als Neu-Himmelstaler befangen sein könntest. Aber dein geschätzter Kollege hat sich wieder mal krankgemeldet. Angeblich hat er sich im Dienst auf dem Sportplatz eine Erkältung zugezogen.«

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