Kendran Brooks - Il Principio

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Der Mord an einem ewigen Studenten in Lausanne wirft eigentlich keine hohen Wellen. Doch die Polizei findet Hinweise, die zu Alabima und zu Jules führen. Sind sie die Auftraggeber? Oder zumindest einer von ihnen? Ohne Wissen des anderen? Und während Jules sich vor einer Entscheidung drückt und mit Henry Huxley zusammen das Kloster Mor Gabriel im Süden der Türkei besucht, muss sich Alabima gegen einen Staatsanwalt wehren, der mit diesem Fall politische Karriere machen will. Der Mörder des Studenten ist längst wieder zurück in Hongkong und sucht dort nach Heimat, findet sie und versucht sie zu verteidigen. Doch kann sich ein ehemaliger Gangster gegen seine frühere Triade behaupten? Und wie steht die Nachbarin zu einem Verbrecher, der Blut an seinen Händen hat?
Während Henry Huxley auf Mor Gabriel verzweifelt versucht, die alawitischen Flüchtlinge vor dem Zorn der Schiiten und Sunniten zu schützen, muss sich Jules in der Schweiz gegen Behördenwillkür durchsetzen und in Hongkong eine Sexarbeiterin aufspüren. Am Ende stellt sich jedoch eine Frage: Hat Alabima ihre Heimat endgültig verloren oder neu gefunden?
Stolz und Ehre, aber auch Würde und Wissen/Können sind die vier Grundlagen unserer Persönlichkeit. Das «Lied über den Stolz und die Ehre» geht auf diese Charaktereigenschaften ein und interpretiert sie, stellt sie in einen Kontext zu unserem digitalisierten Leben.

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Und sie hatte ihm verziehen und großes Verständnis gezeigt, ihn sogar getröstet. Dabei war auch sie ihm untreu gewesen.

Nein, Jules dachte nicht einen Moment lang an das Wort Schlampe . Doch was war vor zwei Jahren oder etwas länger gewesen? Ägypten und Afghanistan kamen ihn in den Sinn, seine wochenlange Abwesenheit, sein spurloses Verschwinden. Hatte sie diesen Jean-Robert Babtiste vielleicht in dieser Zeit getroffen? Hatte sich womöglich sogar in den Kerl verliebt?

Ein Schauder überkam Jules, als er sich vorstellte, wie ein anderer Mann mit seiner Alabima…

Nein, er wollte keine Bilder in seinem Kopf sehen, verdrängte diesen Gedanken gleich wieder, lenkte sich ab, rief sich stattdessen die bestimmt verzweifelte Situation seiner Frau in Erinnerung. Sie war allein mit ihrer Tochter, der Ehemann spurlos verschwunden, zudem gefangen in einer Ehe, die bereits vor seiner Abreise nach Kairo angespannt war, nicht zuletzt aufgrund seiner häufigen Besuche bei der Sado-Maso Sklavin Monique.

Erneut klingelte das Telefon. Doch diesmal war es sein Festnetzanschluss. Diese Nummer kannten nur wenige Menschen. Frédérick gehörte selbstverständlich dazu, aber auch Toni Scapia aus Florida und Henry Huxley, sein britischer Freund aus London.

Jules ließ den Apparat klingeln, stand nicht einmal auf von seiner Liege, um die Nummer des Anrufers in Erfahrung zu bringen, wollte momentan mit niemandem reden, musste erst seine Gedanken ordnen und zu Ende führen. Doch das Klingeln nervte ihn gehörig, rief ihn zum Apparat, ließ nicht locker. Trotzdem versuchte er an seine Überlegungen von vorhin anzuknüpfen.

Ja, Monique und Vevey, Ägypten und Afghanistan, zuvor die häufigen, wenn auch kleinen Streitereien mit Alabima, seine Gereiztheit, auch sein sexuelles Abwenden von ihr und all seine Ausflüchte, warum er so selten mit ihr schlief. Jules konnte nicht alle Schuld auf seine Ehefrau schieben, das sah er nun klar vor sich. Das beruhigte seinen Gefühlssturm, wenigstens für den Moment.

Hatte der verdammte Kerl sie vielleicht zu den Fotos gezwungen? Sie mit irgendetwas erpresst, um sie so ablichten zu können? Sie unter Drogen gesetzt?

Jules fühlte sich beim letzten Gedanken noch elender, doch gleich darauf erleichtert, vor allem, weil das Telefon endlich verstummt war. Tief atmete er ein paar Mal ein und aus. Und ein weiterer Schauder schüttelte seinen Oberkörper durch. Doch danach fühlte er sich merklich besser, irgendwie leichter.

Er hatte damals Alabima fast im Streit verlassen, war von einem Moment zum anderen und ohne echten Abschied nach Kairo gereist, hatte viele Wochen lang keinen Kontakt zu ihr aufgenommen. Die Äthiopierin kam sich damals bestimmt sehr allein und von allen verlassen vor. Hatte dieser Babtiste diese Situation ausnutzen können?

Dass ihm Alabima nach seiner Rückkehr nichts über den Kerl und ihrem Fremdgehen erzählt hatte, schob Jules auf seine Krebserkrankung. Er wäre wohl kaum in der Lage gewesen, auch noch damit vernünftig umzugehen. Aber warum hatte sie ihm ihren Betrug an ihrer Lebenspartnerschaft weiterhin verschwiegen, nach seiner Genesung und sogar, nachdem er ihr seinen eigenen Verfehlungen mit Monique erzählt hatte? Hielt ihr Schamgefühl sie davon ab? Oder hatte die Affäre etwa weiter angedauert? Womöglich bis jetzt? War sie womöglich gar in den Tod des Studenten verwickelt? Hatte der Kerl sie vielleicht mit den Fotos erpresst?

Alles war möglich, nichts davon wirklich auszuschließen, selbst wenn vieles höchst unwahrscheinlich klang. Er würde sie zur Rede stellen müssen, um die Wahrheit zu erfahren. Fast war er entschlossen dazu, wolle schon aufzustehen, sein Büro zu verlassen, seine Frau im Haus suchen und sie über diesen gottverdammten Scheiß-Jean-Robert ausfragen, ihr den Betrug an ihm ins Gesicht zu schleudern, dabei alles vergessen, was er sich als Entschuldigung für seine Ehefrau längst ausgedacht und aufgelistet hatte. Jules fühlte den Zorn in sich weiter aufsteigen, diesen Jähzorn, den er je stärker verspürte, desto älter er wurde. Oder war es bloß seine Machtlosigkeit?

Wie nur hatte Alabima ihn betrügen können? Mit einer verdammten Wurst? Einem ewigen Studenten? Mit einem, der mit Ende zwanzig immer noch im staatlichen Schulsystem festsaß? Ein Versager vor der Welt? Ein Nichts?

Er krampfte seine Hände zu Fäusten zusammen, musste sich zwingen, sie wieder zu öffnen.

Der Festnetzanschluss klingelte erneut und wieder verspürte er keine Neigung, aufzustehen und den Hörer abzunehmen. Trotzdem hüpfte er nach einer Weile von der Liege herunter, ging zum Pult, sah sich die anrufende Nummer auf dem Apparat an und erkannte die Vorwahl von Großbritannien. Seine rechte Hand zuckte zum Hörer, zog sich noch einmal zurück. Wollte er mit Henry sprechen? In diesem Moment? Noch bevor er Alabima zu Rede gestellt hatte?

Jules griff plötzlich und entschlossen zu und hob ab.

»Hallo Henry«, begrüßte er seinen Freund auf Verdacht hin.

»Hi, Jules, my old house, how are you doing today?«

»I still know, how I used to do, but I don’t know, if I will be able to do so«, wandelte er einen alten Witz aus den Western-Romanen von G. F. Unger ein wenig ab.

»Bist du derzeit sehr im Stress?«, fragte ihn der Brite leichthin.

»Nein, nicht das ich wüsste«, schwindelte Jules und dachte dabei an die bevorstehende Auseinandersetzung mit seiner Ehefrau.

»Hättest du Lust, mich in die Türkei zu begleiten?«

»In die Türkei? Zu welchem Zweck?«

»Du kannst dich doch bestimmt noch an das Kloster Mor Gabriel erinnern?«

»Ja, selbstverständlich, Henry. Du hast doch damals für die Freilassung der entführten Heinz Strobel und Karin Huber gesorgt und auch für diesen Abt, diesen Timotheus?«

»Nein, nicht Timotheus war entführt worden, sondern Daniel Savci, der Abt des Klosters St. Jakob in Salah.«

»Aha, na gut«, meinte Jules geistesabwesend und dachte wieder an Alabima und ihren Betrug an ihrer Ehe und an die anstehende, mit Sicherheit äußerst hässliche Aussprache.

»Erzbischof Timotheus, der Abt von Mor Gabriel, hat mich zu sich eingeladen. Wenn du Lust verspürst, könnten wir doch gemeinsam hinfliegen.«

»Was will er denn diesmal von dir?«, scherzte der Schweizer.

»Nichts. Seit der Sache von damals lädt er mich regelmäßig zu sich ein. Doch bislang ergab sich einfach keine Gelegenheit dazu. Doch jetzt…?«

Weiterhin dachte Jules nur an Alabima und an diesen toten Drecksack von Studenten, an den Betrug von vor zwei Jahren an ihm, an die vulgären Aufnahmen, die Freddie wohl gesehen hatte, an seinen wilden Zorn und seine gleichzeitige Machtlosigkeit. Vielleicht darum entschloss er sich von einem Moment zum anderen.

»Das ist eine sehr gute Idee, Henry. Wann fliegst du? Wir treffen uns wohl am besten direkt in Istanbul, oder?«

Huxley hatte die Flugpläne von London und Genf bereits aufeinander abgestimmt, schlug Jules einen Flug am nächsten Morgen vor und der Schweizer willigte ein. Er würde Alina zwar erklären müssen, warum er den in wenigen Tagen stattfindenden Räbeliechtli -Umzug ihrer Schule nicht beiwohnen konnte. Das würde seiner Tochter bestimmt missfallen und womöglich musste sie darüber ein paar Tränen vergießen. Doch ein lauter Streit zwischen ihren Eltern oder gar ein eisiges Schweigen nach einer heftigen Auseinandersetzung wären bestimmt viel schlimmer für die Kleine.

An Trennung von Alabima dachte Jules nicht für eine einzige Sekunde. Zumindest in diesem Moment nicht. Doch er fühlte sich erleichtert, als er den Hörer sanft auf die Gabel zurücklegte, hatte er doch mit der Einladung von Henry jegliche Entscheidung auf unbestimmte Zeit verschoben.

*

Alabima hatte ihn an diesem Abend ein paar Mal seltsam angesehen. Konnte sie seine Gedanken etwa lesen? Oder war womöglich gar Verachtung in seinem Gesicht zu erkennen?

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