Kendran Brooks - Il Principio

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Der Mord an einem ewigen Studenten in Lausanne wirft eigentlich keine hohen Wellen. Doch die Polizei findet Hinweise, die zu Alabima und zu Jules führen. Sind sie die Auftraggeber? Oder zumindest einer von ihnen? Ohne Wissen des anderen? Und während Jules sich vor einer Entscheidung drückt und mit Henry Huxley zusammen das Kloster Mor Gabriel im Süden der Türkei besucht, muss sich Alabima gegen einen Staatsanwalt wehren, der mit diesem Fall politische Karriere machen will. Der Mörder des Studenten ist längst wieder zurück in Hongkong und sucht dort nach Heimat, findet sie und versucht sie zu verteidigen. Doch kann sich ein ehemaliger Gangster gegen seine frühere Triade behaupten? Und wie steht die Nachbarin zu einem Verbrecher, der Blut an seinen Händen hat?
Während Henry Huxley auf Mor Gabriel verzweifelt versucht, die alawitischen Flüchtlinge vor dem Zorn der Schiiten und Sunniten zu schützen, muss sich Jules in der Schweiz gegen Behördenwillkür durchsetzen und in Hongkong eine Sexarbeiterin aufspüren. Am Ende stellt sich jedoch eine Frage: Hat Alabima ihre Heimat endgültig verloren oder neu gefunden?
Stolz und Ehre, aber auch Würde und Wissen/Können sind die vier Grundlagen unserer Persönlichkeit. Das «Lied über den Stolz und die Ehre» geht auf diese Charaktereigenschaften ein und interpretiert sie, stellt sie in einen Kontext zu unserem digitalisierten Leben.

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»Ich verstehe, dass Sie nichts mit mir zu tun haben wollen, Madame Lederer. Doch ich werde nicht gehen…«

»Aber warum?«, Alabima schien ratlos, »Sie haben sich doch nicht etwa in mich verliebt? Das hätte keinerlei Sinn, verstehen Sie? Ich bin glücklich verheiratet, habe eine Tochter und einen Sohn. Mein Leben ist großartig, so wie es ist…«

Sie verstummte unbestimmt, denn der Chinese nickte kummervoll und beruhigend zugleich.

»Selbstverständlich, Madame, machen Sie sich bitte keinerlei Sorgen. Ich will bloß eine Zeit lang in Ihrer Nähe bleiben und Sie und Ihre Tochter beschützen, falls nötig.«

»Ich brauche keinen Schutz, Mister…?«, sie sah ihn nun doch fragend an und er antwortete: »Lingpo, mein Familienname lautet Lingpo, mein Vorname Fu«.

»Ich brauche wirklich keinen Schutz, Mister Lingpo.«

Diesmal waren ihr die Worte scharf und viel zu laut herausgerutscht und einige der Gäste drehten ihr Gesicht neugierig in Richtung ihres Tisches. Das sah allerdings nur Fu Lingpo, denn Alabima drehte ihnen den Rücken zu. Doch die Äthiopierin spürte wohl die fremden Augen auf sich ruhen, denn sie biss ihre Zahnreihen so hart aneinander, dass sich die Kiefermuskeln deutlich unter der Haut abzeichneten.

»Madame, Sie können mich nicht wegschicken. Bitte finden Sie sich mit meiner Anwesenheit ab. Ich werde Sie auch nicht weiter belästigen. Höchstens, wenn ich erneut eine Gefahr erkenne, vor der ich Sie warnen muss.«

Alabima schüttelte verneinend ihren Kopf, voller Unwillen und Unverständnis. Doch sie wusste nicht, was sie noch an neuen Gründen hätte anführen können.

»Was haben denn Ihre Gangsterkollegen gesagt, nachdem Sie mich einfach so freiließen?«, sprach sie dann doch noch einen Gedanken aus, der sie seit Wochen beschäftigte.

Diesmal lächelte der Chinese wenig glücklich.

»Sie wollten mich umbringen, selbstverständlich.«

Er sprach nicht weiter.

»Und?«, fragte sie deshalb nach.

»Sie ließen mich später dann doch laufen.«

»Warum?«

Die Brutalität dieser Frage war weder der Äthiopierin noch dem Chinesen bewusst.

»Ich habe meinen Bossen von Ihnen erzählt, Madame.«

Alabima wurde aus seinen Worten zwar nicht schlau, doch sie drang nicht weiter auf diesen seltsamen Asiaten ein. Jules hatte ihr einiges über die Mentalität chinesischer Gangster erzählt, das der Stolz und die Ehre für viele von ihnen alles bedeuteten und dass innerhalb einer Triade strenge moralische Richtlinien gelten würden, dass ihre Mitglieder in der Regel lieber in den Tod gingen, als ihre Kameraden zu verraten, dass sie ihre Art von Ehre mit einer zwar eigenwilligen Moral verbinden und daraus wohl ihren sonderbaren Stolz ableiteten, der sie untrennbar miteinander verband und auf diese Weise ein starkes Bollwerk gegen die Staatsmacht und gegen konkurrierende Banden schuf. Alabima glaubte deshalb zu spüren, warum dieser Fu Lingpo freikam und warum er in die Schweiz reiste. Denn als er sie damals laufen ließ, verstieß er zwar gegen den Ehrenkodex seiner Bande, hatte sich also gegen die Moral der Triade gestellt. Doch er hatte sich für Barmherzigkeit entschieden, die sich nicht wirklich gegen seine Triade, sondern nur gegen das höchst undankbare Schicksal einer Frau mit ihrer Tochter richtete, die ohne eigene Schuld in Todesgefahr geraten war.

»Es ist Ihnen also klar, dass ich keinerlei Hilfe von Ihnen möchte?«

Fu Lingpo nickte.

»Und ich will sie nirgendwo in der Nähe meiner Familie sehen.«

Wiederum das stumme Nicken, beinahe unterwürfig. Alabima schüttelte verständnislos den Kopf: »Das führt doch zu nichts? Sie vergeuden bloß Ihre Zeit.«

Er lächelte sie still an, schien dabei gar nicht unglücklich, ganz im Gegenteil.

Alabima kramte entschlossen aus ihrer Handtasche die Geldbörse hervor, zog daraus einen Zehner und legte ihn auf den Tisch neben das unberührte Glas Tee, stand auf und packte ihren Mantel, schlüpfte hinein und knöpfte ihn zu. Fu Lingpo hatte ihr wortlos zugeschaut, hatte keine Anstalten gemacht, sie vom Gehen abzuhalten oder aufzustehen und ihr in den Mantel zu helfen, war einfach sitzen geblieben und betrachtete sie stumm, vielleicht so, wie man fasziniert einem Tiger im Zoogehege zusah, wie er sich geschmeidig erhob und sich mit langsamen, aber wuchtig-kraftvollen Schritten entfernte, ein Kunstwerk der Natur, nicht zum Anfassen, nur zum Anstaunen.

»Also.«

Das war ihr Abschiedsgruß, bevor sie sich vom Tisch abwandte und das Lokal verließ. Fu Lingpo blickte ihr nach, soweit er sie auf dem Gehsteig mit seinen Augen verfolgen konnte, bemerkte nicht die Bedienung, die zu seinem Tisch trat, ihn fragend ansah und als er nicht reagierte, den Geldschein und das noch volle Glas Wasser mit dem Teebeutel daneben achselzuckend abräumte.

*

»Bin ich hier richtig? Auf dem Fundbüro für verlorene Kleidungsstücke?«

Sherif trat grinsend und mit einem gut gefüllten Wäschekorb auf den Armen in den schwül-warmen Kellerraum, wo die Maschinen ihre nassen Lasten wild herumwirbelten und die nach Waschmittel duftende, feuchte-schwüle Luft durch das laute Summen und Kreischen, Poltern und Scheppern zu vibrieren schien. Sheliza blickte von einem der Trockner hoch, aus dem sie gerade Wollsachen heraus und in einen Zuber schaufelte.

»Stell den Korb dort auf den Sortiertisch, Sherif«, meinte die Vierzehnjährige bestimmt, zeigte auf das Möbelstück und blies sich eine vorwitzige Haarlocke aus dem Gesicht, »ich teil sie gleich anschließend auf die nächsten Maschinen auf, sobald ich hier fertig bin. Sind auch sämtliche Stücke markiert? Wenn nicht, dann bring doch gleich die Wäschemarken an. Die Gelben. Du weißt, wie das geht?«

Der Sechzehnjährige war das erste Mal mit der dreckigen Wäsche aus dem sunnitischen Gebäudeteil unterwegs. Wahrscheinlich hatte er seinen bisherigen Küchendienst mit Omar getauscht, der sonst immer die schmutzigen Kleidungsstücke hinunterbrachte. Neben Sheliza arbeiteten an diesem Tag noch zwei weitere Frauen aus ihrem Wohnblock hier, denn der Frondienst in der Wäscherei war den Alawiten übertragen worden, während die Sunniten zunehmend die Küche übernehmen mussten und die Schiiten zusammen mit den Mönchen und Nonnen die Gärten und Felder bestellten, den Hof kehrten oder Ernten einbrachten. Diese Aufteilung hatte sich aufgrund der Menge an Arbeit und der Anzahl der Hände als höchst nützlich erwiesen. So schloss man mögliche Reibereien zwischen den verschiedenen islamischen Glaubensrichtungen weitgehend aus und konnte zudem die Verantwortung klar zuweisen. Nora und Estephania, wie die beiden Alawitinnen hießen, sahen den jungen Sunniten neugierig und gar nicht feindselig an. Sie hatten bereits vor Tagen bemerkt, dass nicht nur dieser Junge aus dem Westflügel Interesse an ihrer kleinen Prinzessin zeigte, sondern Sheliza seinen Annäherungsversuchen nicht abgeneigt schien. Vor allem die zweiundvierzig Jahre alte Nora hatte mit der Vierzehnjährigen daraufhin gesprochen und sich dabei nicht etwa als Ersatzmutter aufgespielt, sondern sich als Freundin angeboten, hatte Sheliza von ihren eigenen Irrungen und Verwirrungen in der Liebe erzählt, als sie noch jung und unerfahren war. Sheliza stellte ihr kluge und recht erwachsene Fragen, wollte mehr über die damaligen Gefühle der heute dreifachen Mutter wissen. Vielleicht lag es am Krieg, vielleicht an der offenen Erziehung ihrer Eltern. Doch die Vierzehnjährige war in ihrer Entwicklung viel weiter als die meisten Gleichaltrigen, hatte bereits viel über die Liebe nachgedacht, sich auch Fragen über das Leben und den Sinn gestellt. Nun bekam sie von Nora endlich Antworten, die sie wie Medizin aufnahm und verinnerlichte.

Überhaupt hatten die Frauen ihrer kleinen, alawitischen Flüchtlings-Gemeinschaft längst das heikle Thema einer Liebesbeziehung zwischen den beiden muslimischen Jugendlichen untereinander besprochen, ohne Wissen von Sheliza selbstverständlich und vor allem ohne Wissen der Männer. Die Mehrheit von ihnen hatte ihren vorläufigen Segen erteilt. Denn wie sollte Syrien jemals wieder zur Ruhe kommen, wenn die Menschen aus den verschiedenen Glaubensrichtungen sich feindlich gegenüberstanden und ihre natürlichen Gefühle füreinander durch Dritte unterbunden wurden? Die Frauen wollten selbstverständlich strickte über die Keuschheit von Sheliza wachen. Doch ein Gespräch, ein Kennenlernen, musste ganz einfach drin liegen. Andernfalls würde es auch für ihr Land keine Zukunft geben.

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