Nila Wolfram - Resa

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Resa muss von Berlin wegziehen, ihre Freunde zurücklassen und das alles nur, weil ihre Mutter mit ihrem neuen Ehemann ein neues Leben anfangen will. Aber muss dabei ihr Leben auf der Strecke bleiben?
Und in dem Dorf, in das sie ziehen muss, erwarten sie so einige merkwürdige Bewohner …

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Dabei hatte Victor das nie gesagt, ihm war es wichtig, was andere über ihn dachten.

Er ballte die Hand zur Faust und sah zum Fenster hoch. Irgendwann würde er nicht mehr feige sein und dann würde er es ihnen allen heimzahlen.

Ein Herr Liebe

Resa

Es weckte sie ein Flattern. Resa stöhnte, blinzelte in die morgendliche Dunkelheit und setzte sich auf der Matratze auf. Biest neben ihr fauchte irgendeinen Schatten in der Luft an, der gegen die Balken flog und sich in den Stoffbahnen verfing. Es war eine Fledermaus, die sich durch das offene Fenster auf ihren Dachboden verirrt hatte, angezogen von dem Licht der Kerze auf dem Regal, die gerade dabei war, zu verglühen. Ihr Wachs war beinahe komplett geschmolzen auf dem Teller, den sie als Unterlage benutzt hatte.

»Na, fang Biest«, sagte sie zu der Katze.

Die Katze, die wie hypnotisiert von dem fliegenden Geschöpf wirkte, das sich in ihre vier Wände eingeschlichen hatte, ignorierte sie und drehte ihr den Rücken zu.

Die Kuckucksuhr an der Wand zeigte 4:58. Es war noch früh. Sie musste erst in zwei Stunden fertig sein, um mit dem Bus in die nächstgelegene Stadt zu fahren, in der sich die Gesamtschule befand, in der sie von heute an die zwölfte Klasse besuchte.

Ob sie früher losfahren sollte? Mit dem Fahrrad?

Den Weg konnte sie mit ihrem Smartphone ausfindig machen. Sie schlüpfte unter der Bettwäsche hervor, sprang barfuß auf den Boden und spürte, wie kalt es im Zimmer geworden war. Dennoch ließ sie das Fenster weiterhin offen, damit die Fledermaus den Ausgang fand.

In ihren Schlafsachen schlich sie die Treppenstufen hinunter, öffnete die Tür zum Badezimmer und putzte ihre Zähne. Sie wusch sich ihr Gesicht unter eiskaltem Wasser, was die letzte Restmüdigkeit vertrieb.

Nachdem sie sich auf dem Dachboden umgezogen hatte - sie entschied sich für eine schwarze Hose und eine Flanellbluse über einem bauchfreien Top - und ihren Rucksack eingepackt hatte, hauchte sie der Katze einen Kuss auf die Stirn, den diese mit einem schockierten Japsen in Kenntnis nahm und unter die Bettlaken flüchtete. »Bis später, Biest«, sagte sie, »und pass auf unseren Besuch auf.« Sie winkte der Fledermaus zu, die sich unter die Balken gekrallt hatte und sich offenbar ausruhte von ihrer Panik.

In der Küche bereitete sich Resa ein Brot zu, belegt mit dunkler Schokolade (inspiriert von den Brötchen mit Schaumküssen, die es in ihrem alten Schulkiosk gab), packte es ein in ihren Rucksack.

Sobald sie die Tür nach draußen öffnete, schlug ihr ein eisiger Wind entgegen.

In ihren Wildlederstiefeln stolperte sie über das Gras. Die aufgehende Sonne tauchte den Himmel in eine blassviolette Farbe.

Daniel hatte ihr Fahrrad in der Scheune verstaut. »Für die Schule brauchst du es ja eh nicht«, hatte er gemeint.

Die Scheune der Bruchbude war vollgestellt mit Müllsäcken, Holzlatten, Brennholz. Von der Decke hing eine Kette, an der alte Bilder hingen, Polaroidfotos.

Von einem Mann in Holzfällerhemd mit einer Angel, der griesgrämig in die Kamera starrte.

Von zwei Kindern an einem See, deren Klamotten mit Schlamm verschmiert waren. Sie konnten sich nur mit Mühe ihr Lachen verkneifen und schauten schüchtern Hand in Hand auf die Schuhe des Fotografen.

Von einer Frau mit einem Koffer vor einem Hubschrauber, die ihren Hut festhielt und lachte.

Resa kam es vor, als hörte sie ihr schallendes Lachen durch das Polaroidfoto heraus.

Sie schlurfte weiter durch die Scheune und neigte den Kopf, um nicht an die Decke zu stoßen, die auf der anderen Seite immer niedriger wurde. Sie zog eine Plane beiseite, auf der sich Ameisen tummelten. Darunter kam ihr verrostetes Fahrrad zum Vorschein. Es besaß kein Schloss, weil niemand so ein altes kaputtes Trümmerteil mitnehmen wollte.

Sie transportierte es nach draußen und schwang sich auf den Sattel, dessen lederne Oberfläche zerkratzt war. Doch bevor sie losfuhr, fiel ihr etwas vor dem Nachbarhaus auf. Sie stieg wieder ab und spazierte mit ihrem Fahrrad geradeaus.

Im Vorgarten unter der Trauerweide lag ein alter Mann in seiner Unterhose. Er atmete nur noch schwach. Die grauen Haare auf seiner Brust hoben und senkten sich, er schnarchte. Die Falten seines Gesichts zogen sich bis zu seinem Hals hinab, wie die Rillen des Baumstamms, vor dem er lag. Seine Haut war bleich angelaufen.

Resa stieß ihn mit dem Stiefel an.

Er wachte nicht auf.

Sie rief leise: »Hallo.«

Immer noch tat sich nichts.

Noch lauter: »HALLO.«

Er zuckte zusammen. Unter seiner Lippe hing ein Speichelfaden. Er schluckte und öffnete die Augen. Herr Liebe starrte sie mit weit aufgerissenen Augen an und sagte irgendwann nur: »Oh.«

»Guten Morgen«, sagte Resa, »Sie haben diese Nacht wohl draußen übernachtet.«

Er hustete und schnaufte. Mit seinem nackten Unterarm wischte er sich die Nase ab. »Liebling, Isa, hilfst du mir hinein?«

Resa nickte, auch wenn sie gar nicht Isa war. Sie ließ ihr Fahrrad auf das Gras fallen und beugte sich zu dem alten Mann hinunter. Er ächzte und zog sich an ihr hoch. Mit zitternden Knien schwankte er vorwärts zu seiner Haustür.

»Wo ist Ihre Pflegerin?«, fragte Resa.

Er zuckte mit den Achseln und legte den Kopf zurück, schien nachzudenken. »Die Roswitha hatte einen Unfall, glaube ich. Ist im Krankenhaus.«

»Hat sie für keinen Ersatz gesorgt?«

»Ersatz?« Herr Liebe runzelte die Stirn und drückte die Tür mit zitternden Händen auf, sie war nicht abgeschlossen. »Du bist doch da, Isa.«

»Ich bin aber nicht immer da«, sagte Resa und ahnte nicht, wie er auf diese Worte reagieren würde.

Herr Liebe begann hektisch zu atmen, zog sich die Wände seines Flurs entlang, dessen Teppichboden sauber und staubgesaugt war. Er stolperte über ein Paar alter Herrenschuhe und fiel beinahe durch die Flurtür in sein Wohnzimmer. »Du kannst mich nicht noch einmal verlassen, Isa. Nicht noch einmal.« Er hockte sich zwischen die Tür, verbarg den Kopf zwischen den Händen und begann, bitterlich zu weinen. »Ich habe dein Grab besucht und es hat wehgetan. Denn du hast nicht mein Grab besucht, hier, bei Roswitha. Ich bin so alleine, Isa, bitte.«

Resa huschte an ihm vorbei, blickte sich in seinem Wohnzimmer um.

Es wirkte wie ein Museum.

Die eingerahmten Bilder an den Wänden erzählten von einer Vergangenheit, die so nicht länger existierte.

Über einem sauberen Kamin, in dem schon lange kein Feuer mehr gebrannt hatte, hing ein großes Foto in Schwarz-Weiß, ein Hochzeitsbild. Darauf war Herr Liebe in jungen Jahren abgebildet, eine komplett andere Person äußerlich, mit tiefliegender Stirn, wachen Augen und einem Bart, der nicht zu bändigen war. Seine Frau schien schon damals abwesend zu sein. Ihr verträumter Blick reichte an die Decke, der Strauß in ihren Händen wirkte verwelkt und trocken. Sie ging in ihrem weißen Spitzenkleid unter, der Schleier ertränkte sie.

Statt einer Couch gab es nur ein Pflegebett auf einem angestaubten Perserteppich. Die Laken darauf waren eingenässt, verströmten einen unangenehmen Geruch nach Urin.

Die Regale an den weißen Tapeten beherbergten Porzellanfiguren, Trophäen, Geburtstagskarten, die umgefallen waren irgendwann, vielleicht beim Putzen, und die niemand mehr aufgehoben und gelesen hatte. Womöglich waren die Sender längst verstorben, wie Isa.

Auf einem Abstelltisch stand ein Glas mit etwas Wasser, das Resa nahm und Herrn Liebe reichte.

Er inhalierte beinahe das Wasser, kippte sich die Hälfte über die Unterhose und schluchzte weiter. Das Wasser auf seinem Gesicht vermischte sich mit seinen Tränen. Seine Wangen waren rot angelaufen. Er blinzelte Resa mit seinen blassen Augen an, die irgendwie die Farbe verloren hatten, so kam es ihr jedenfalls vor.

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