Ludwig Witzani - Karibisches Reisetagebuch

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Ludwig Witzani ist als Individualtourist durch die ganze Welt gereist, hat aber noch niemals an der Kreuzfahrt teilgenommen. Aber einmal erwischt es jeden, und nun ist es soweit. Er ist älter und ruhiger geworden und bucht auf der «AIDAdiva» und der «Mein Schiff 6» je eine Reise in die östliche und die westliche Karibik. Wie der Frosch auf dem Rücken eines Wals erkundet er auf Ausflügen und selbst organisierten Exkursionen die Kleinen Antillen, die Küsten Jamaikas, Mexikos, Belizes, Honduras´, Costa Ricas, Panamas, Kolumbiens und der Dominikanischen Republik. Als Passagier eines Luxus-Kreuzfahrtschiffes erlebt er sich aber zugleich auch als Objekt eines umfassenden Betreuungszusammenhangs, der die Illusion eines so genannten «Traumurlaubs» erzeugt, im Detail aber doch zahlreiche Anpassungsleistungen erfordert. Mit Sympathie und Humor wird diese doppelte Reise in dem vorliegenden Buch aus der Perspektive eines absoluten Kreuzfahrtnovizen beschrieben. Die ideale Einführung für Karibikliebhaber und Kreuzfahrteinsteiger, aber auch für Personen, die Kreuzfahrten weder verachten noch verherrlichen und nur wissen wollen, was es damit auf sich hat.

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Gegen Mittag spazierten wir zum alten Fort Amsterdam, das zu einem Luxusrestaurant umgebaut worden war. Gleich daneben begann wieder die Fußgängerzone von Punda, eine blankgewienerte Komfortzone, die sich so makellos darbot, dass man unwillkürlich den Impuls verspürte, die Schuhe auszuziehen.

Blick auf den Ortsteil PundaWillemstadt Curacao Authentisch oder touristisch - фото 20

Blick auf den Ortsteil Punda/Willemstadt, Curacao

Authentisch oder touristisch zubereitet – so schön hatte ich mir Curacao nicht vorgestellt. Blitzblanke Karibik unter ewiger Sonne. Die Stimmung war entspannt bis an den Rand der Schläfrigkeit. Die Einheimischen saßen tiefschwarz und allzeit freundlich grüßend den ganzen Tag auf Bänken und Simsen und palaverten mit Ihresgleichen. So vielfältig der karibische Menschenschlag auch sein mochte, das Element der Gelassenheit schien ihr gemeinsamer Nenner zu sein.

Allerdings waren auch hier die Geschäfte, Eingänge und Balkone sorgfältig vergittert. Man durfte sich also vom bunten Schein nicht täuschen lassen. Das wahre Ausmaß der Friedfertigkeit einer Gesellschaft zeigte sich am Ausmaß ihrer Vergitterung. Eine imaginäre Skala führt von wandlosen Fale-Fale-Häusern auf Samoa über die allseits offenen Haustüren im ländlichen Nordamerika bis hin zu den Wohnungs- und Hausfestungen Südamerikas. Wie sollte man es beurteilen, dass nun auch in Deutschland der Markt für Türschlösser und Sperranlagen florierte?

Der Tag auf Curacao klang aus mit einer rauschenden Karibik-Party auf dem Oberdeck. Es gab erstklassige Steaks, süffigen Wein und Reggae Musik. Auch der Kapitän war anwesend und mischte sich unter das Volk, während seine Offiziere beim Bierausschank halfen. Wir aßen und saßen im Strandkorb auf dem zwölften Deck und sahen rund um uns die funkelnden Lichter von Willemstad. Über uns der gestirnte Himmel, in der Hand der Punsch, erfüllte uns ein Gefühl der Unwirklichkeit. Reisen als Mitte zwischen Illusion und Rausch. War es das?

Das Schönste unter Wasser BONAIRE Ruhige Nacht ruhiger Morgen erster Kaffee - фото 21

Das Schönste unter Wasser: BONAIRE

Ruhige Nacht, ruhiger Morgen, erster Kaffee auf unserem Kabinenbalkon. Auch der Nachbar war schon aufgestanden, ein etwas älterer Herr, der mich jedes Mal überrascht ansah, als könne er gar nicht glauben, welche Figur sich neben ihm einquartiert hatte. Meine Versuche, eine lockere Konversation von Balkon zu Balkon zu beginnen, schlugen völlig fehl. Seine Frau war eine strenge, fast quadratische Dame, die sich nie zeigte und von deren Existenz wir nur wussten, weil wir hörten, wenn sie ihren Gatten zur Schnecke machte.

Die Insel Bonaire unterschied sich auf den ersten Blick in nichts von Aruba und Curacao. Kralendijk hieß die Hauptstadt der vierzig Kilometer langen und 288 qkm großen Insel. Hier lebten 1300 der 1600 Inselbewohner. Eine kleine Stadt mit dem unbestreitbaren Vorzug, nicht so überlaufen zu sein wie Oranjestad oder Willemstad, was aber einfach daran lag, dass es in Bonaire wenig zu sehen gab.

Unsere erste aidagebuchte Tour über den Norden von Bonaire kostete 25 Dollar pro Person und dauerte zwei Stunden. Sie war konzipiert nach dem Prinzip einer leeren Zahnpastatube, die nach allen Regeln der Kunst ausgequetscht wurde, ohne dass etwas dabei herauskam. Unser Fahrer war ein schlanker, gutmütiger Farbiger, dessen Englisch kaum zu verstehen war. Zunächst fuhren wir die staubige Küste nach Norden und begutachten eine Tauchstation nach der nächsten, denn wie zu erfahren war, befand sich das Schönste an Bonaire unter Wasser. Der Bonaire Marine Park, unter Tauchern eine der allerersten Adressen, erstreckte sich fast die gesamte Inselküste entlang.

Anschließend passierten wir große Öltanks, die sich gut in die staubige, völlig verbuschte Landschaft einfügten. Schließlich erreichten wir den „Flamingo Sanctuary Nationalpark“, dessen besondere Pointe darin bestand, dass das Betreten des Parks aus Vogelschutzgründen verboten war. Immerhin fuhr uns der Fahrer zu einem landschaftlich schön gelegenen Süßwassersee, auf dem mit Hilfe von Ferngläsern oder Teleobjektiven einige Flamingos in der Ferne zu erkennen waren. Höhepunkt unserer Inselumrundung war der Besuch einer Kaktuslikör-Fabrik in Rinsen, in deren Innenhof reichlich Hochprozentiges ausgeschenkt wurde. Das versöhnte allgemein, und leicht beduselt, brachten wir auch noch den Rest der Reise hinter uns. Sie bestand wieder im Anblick von Diwi Diwi Bäumen, aus Staub und Dunst und einem abschließenden Panoramarundblick vom Seroe Largu Hügel, von dem aus wir die Umrisse der Salzpfannen im Inselsüden sehen konnten. Alles in allem eine Erkundung, die man sich gut und gerne hätte sparen können. Findigere Reiseteilnehmer als wir hatten den Tag genutzt, um sich im Poolbereich der AIDAdiva einmal so richtig langzulegen.

Während des zweiten „See-Tages“ fuhr die AIDAdiva von Bonaire nach Grenada. Diese Distanz legte das Schiff mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von elf Knoten zurück, was 21 km/h entsprach, so dass wir für die 740 km zwischen Bonaire und Grenada sechsunddreißig Stunden benötigten. Es stand also reichlich Zeit zum Ausschlafen, Essen, Trinken, Lesen und Shoppen zur Verfügung. Den größten Teil des Tages lag ich in der Hängematte auf unserem Balkon und blickte über das Meer. Im Süden zog die Küste Venezuelas vorbei, jenes vom Sozialismus ruinierte Land, das inzwischen von den meisten Kreuzfahrtschiffen nicht mehr angelaufen wurde, seitdem vor zwei Jahren ein Kreuzfahrttourist auf Isla Margarita ermordet worden war. Irgendwo im südlichen Dunst mochte Caracas liegen, die kriminellste Stadt Südamerikas, in der die meisten Menschen hungern mussten.

In meiner Hängematte begann ich mit der Lektüre des Buches „Die Explosion in der Kathedrale“ des kubanischen Autors Alejo Carpentier. Die Hauptfigur dieses Romans war der karibische Abenteurer Victor Hugues, eine reale historische Gestalt, die im Rahmen der Französischen Revolution als Agent der radikalen Jakobiner auf den französischen Karibikinseln mit seiner Guillotine mächtig aufgeräumt hatte. Die harsche Kritik am Sozialismus und die überdeutlichen Anspielungen des Buches auf die aktuellen Zustände in Kuba hatten Alejo Carpentier von Seiten des Castro-Regimes übrigens wenig Beifall beschert. Ein nicht ganz einfaches, wuchtiges Werk mit philosophischem Anspruch und einer poetischen Sprache, das man während einer Kreuzfahrt an den Seetagen am besten nur vormittags lesen sollte, weil der Körper am Nachmittag zu stark mit der Verdauung des Mittagessens beschäftig ist.

Blick auf St George vom Fort Frederic aus Tanzvorführung im Spice Basket - фото 22

Blick auf St. George vom Fort Frederic aus

Tanzvorführung im Spice Basket Bis der Sarg voll ist GRENADA Der erste - фото 23

Tanzvorführung im „Spice Basket“

Bis der Sarg voll ist – GRENADA

Der erste Anblick der Insel Grenada war ein echter Augenöffner. Ein lückenlos grün bepelztes Bergmassiv im fahlen Morgenlicht, von dichten Wolken verhangen. Endlich das hinreichende Ausmaß von Vertikalität, ohne die man eine Insel nicht wirklich schön finden kann.

Etwa 100.000 Menschen lebten auf der 350 qkm großen Insel, davon waren 80 % Schwarze und Mulatten, 13 % waren Inder und nur 7 % Weiße. Was zu der Frage führte, wo denn die Inder herkamen. Antwort: Die Inder kamen als Kontraktarbeiter auf der Grundlage extrem harter Arbeitsverträge während des 19. Jahrhunderts auf die karibischen Inseln, weil die ehemaligen Sklaven nach ihrer Freilassung aus der Sklaverei keine Lust mehr gehabt hatten, weiter zu rackern und sich auf reine Bedarfsdeckungswirtschaft beschränkten. Da waren die Inder (und andernorts die Chinesen und Japaner) ganz anders. Sie kamen, blieben, vermehrten sich und beherrschen heute weite Teile der karibischen Wirtschaft. In Südafrika, in Kenia und Tansania und auf Fidschi war die Entwicklung übrigens ganz ähnlich verlaufen.

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