Ludwig Witzani - Karibisches Reisetagebuch

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Ludwig Witzani ist als Individualtourist durch die ganze Welt gereist, hat aber noch niemals an der Kreuzfahrt teilgenommen. Aber einmal erwischt es jeden, und nun ist es soweit. Er ist älter und ruhiger geworden und bucht auf der «AIDAdiva» und der «Mein Schiff 6» je eine Reise in die östliche und die westliche Karibik. Wie der Frosch auf dem Rücken eines Wals erkundet er auf Ausflügen und selbst organisierten Exkursionen die Kleinen Antillen, die Küsten Jamaikas, Mexikos, Belizes, Honduras´, Costa Ricas, Panamas, Kolumbiens und der Dominikanischen Republik. Als Passagier eines Luxus-Kreuzfahrtschiffes erlebt er sich aber zugleich auch als Objekt eines umfassenden Betreuungszusammenhangs, der die Illusion eines so genannten «Traumurlaubs» erzeugt, im Detail aber doch zahlreiche Anpassungsleistungen erfordert. Mit Sympathie und Humor wird diese doppelte Reise in dem vorliegenden Buch aus der Perspektive eines absoluten Kreuzfahrtnovizen beschrieben. Die ideale Einführung für Karibikliebhaber und Kreuzfahrteinsteiger, aber auch für Personen, die Kreuzfahrten weder verachten noch verherrlichen und nur wissen wollen, was es damit auf sich hat.

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Bei der im 17. Jhdt. entstehenden und im 18. Jhdt. blühenden Plantagenwirtschaft handelte es sich vor allem um den Anbau von Tabak und Zuckerrohr, wobei diese Nutzpflanzen ganz unterschiedliche ökonomische und soziale Implikationen besaßen. Tabak war „die Frucht des kleinen Mannes“, weil der Tabakanbau sich auf kleinen Plantagen vollzog, auf denen die Eigentümer selber mit Hand anlegten. Der Zuckerrohranbau, den die Holländer in die Karibik einführten, erforderte dagegen viel größeren Kapitaleinsatz, weil die teuren Maschinen und die Zuckermühle amortisiert werden mussten.

Die höhere Nachfrage nach Zucker führte zur sogenannten „Zucker-Revolution“ des 17. Jhdts., die zum Verschwinden von Kleinbesitz und zur Entstehung großer Plantagen führte. Es war nicht zuletzt diese ausgedehnte und profitable Plantagenwirtschaft auf den Kleinen Antillen, die die millionenfache Verschleppung afrikanischer Sklaven nach sich zog. Damit kommen wir zur Sklaverei, die untrennbar mit der Geschichte der Karibik verbunden ist, weil die Mehrzahl ihrer Bewohner aus den Nachkommen verschleppter Sklaven besteht.

3. Die Schwarzafrikaner

Der transatlantische Sklavenhandel der europäischen Mächte gehört zu den dunkelsten Kapiteln der europäischen Geschichte, und das ganz unabhängig davon, dass dieser transatlantische Sklavenhandel ohne die Mithilfe afrikanischer Reiche unmöglich gewesen wäre und dass es auch einen ähnlich umfangreichen Sklaventransfer in den islamischen Kulturraum gegeben hat.

Hinsichtlich der quantitativen Ausmaße des transatlantischen Sklavenhandels existiert mittlerweile eine zuverlässige Datengrundlage in Gestalt der Dokumentation „The Transatlantic Slave Trade“ aus dem Jahre 1999, die seit 2008 in einer erweiterten Fassung vorliegt. Sie dokumentiert 34.808 transatlantische Sklavenfahrten, das sind 77 Prozent aller vermuteten Fahrten. Auf diesen Fahrten wurden zwischen dem 16. und 19. Jhdt. insgesamt 10.125.456 Afrikaner eingeschifft und 8.733.592 ausgeschifft, was einen durchschnittlichen Verlust von 13,7 Prozent auf der Reise bedeutet. Zusammen mit einigen anderen Parametern ergibt sich eine geschätzte Gesamtzahl von etwa 12,5 Millionen Sklaven, die vornehmlich aus dem Westen und dem Südwesten Afrikas über den Atlantik verschleppt wurden.

Weitgehend unbekannt ist, dass der Großteil des transatlantischen Sklaventransfers zwischen Südwestafrika und Brasilien abgewickelt wurde. Etwa 45 % der 12,5 Millionen Sklaven gingen zwischen 1500 bis 1888 nach Brasilien. Rio de Janeiro und Salvador de Bahia waren die beiden größten Sklavenumschlagplätze der Welt, der Hafen von Recife in Nordbrasilien folgte auf dem vierten Platz.

22 % der 12,5 Millionen Sklaven, also fast drei Millionen Afrikaner, wurden in die englisch-französisch-niederländische Karibik verschleppt. Rechnet man die spanische Karibik mit Kuba und Hispaniola hinzu (12%), war die Gesamtkaribik der Zielort für etwa ein Drittel aller transatlantischen Sklaventransporte. Das spiegelt auch die Liste der bedeutendsten Anlaufpunkte des transatlantischen Sklavenhandels wieder. Nach Rio und Salvador de Bahia als größten Sklavenumschlagplätzen der Geschichte folgten Kingston auf Jamaika auf dem dritten, Brigdetown auf Barbados auf dem fünften und Martinique auf dem neunten Platz. Havanna auf Kuba belegte den fünften Platz vor Haiti auf dem sechsten Rang. Charleston in South Carolina, der größte Sklavenumschlagplatz Nordamerikas, taucht in dieser traurigen Liste erst an 10. Stelle auf.

Bei diesen Zahlen hätte man eigentlich von einer Explosion der Sklavenbevölkerung ausgehen müssen. Dem war aber nicht so. Die Sklavenbevölkerung in der Karibik (aber auch in Brasilien) stagnierte lange Zeit oder sank sogar, so dass eine unablässige Sklavennachfuhr erforderlich war. Das lag nicht nur an der hohen Sterblichkeit angesichts extremer Arbeitsbedingungen sondern auch an der geringen Zahl der Frauen und einer extrem hohen Kindersterblichkeit. Bemerkenswert auf der anderen Seite war, dass sich trotz der gnadenlosen Arbeit auf den Zuckerplantagen im Laufe der Zeit eigene kulturelle Strukturen herausbildeten, die das Leben der schwarzafrikanischen Bevölkerung bis heute mitbestimmen. (Candomble, Santeria, Voodoo etc., ebenso eigene Formen der Musik und der Instrumentierung).

Die unmenschlichen Arbeitsbedingungen auf den Zuckerrohrplantagen führten immer wieder zu Sklavenaufständen, die alle scheiterten – bis zum größten von ihnen, dem großen Sklavenaufstand auf Haiti, der zusammen mit dem anschließenden Bürgerkrieg zum Menetekel der karibischen Sklavenökonomie wurde. Die Vernichtung der weißen Pflanzerschicht auf Haiti am Beginn des 19. Jahrhunderts gehört zu den großen Rachedramen der Geschichte.

Der Rückgang der karibischen Sklaverei hatte aber auch noch andere Gründe. Eine wesentliche Rolle spielte die britische Anti-Sklavenbewegung, die man als die erste demokratische Massenbewegung der Neuzeit bezeichnen kann. Sie trug maßgeblich dazu bei, dass die Sklaverei im Britischen Empire ab 1833 verboten wurde. Das Ende der Sklaverei im Britischen Weltreich generierte allerdings bald neue demographische Effekte. Denn da sich viele der freigelassenen Schwarzen nach ihrer Emanzipation auf reine Subsistenzwirtschaft beschränkten und für den Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung standen, wurden Kontraktarbeiter aus Indien, China und teilweise auch aus Japan angeworben. Ein beachtlicher Teil der Einwohner der Karibik, Ostafrikas und Südamerikas sind die Nachfahren dieser Kontraktarbeiter. Auf den Kleinen Antillen spielen die Inder wirtschaftlich eine ganz maßgebliche Rolle, so dass ihnen im Prinzip ein eigenes Kapitel gewidmet werden müsste.

Denkmal des rebellischen Sklaven Barbados Blick über eine AyoLandschaft in - фото 15

Denkmal des rebellischen Sklaven (Barbados)

Blick über eine AyoLandschaft in der Inselmitte Aussichten auf den - фото 16

Blick über eine Ayo-Landschaft in der Inselmitte

Aussichten auf den EagleBeach im Inselwesten Das ostkaribische Reisetagebuch - фото 17

Aussichten auf den Eagle-Beach im Inselwesten

Das ostkaribische Reisetagebuch

Divi Divi und danki, danki auf ARUBA

Ganz im Gegensatz zu den Mitteilungen diverser Reiseführer kommt der Begriff „Antillen“ nicht von „Atlantis“, sondern vom lateinischen „ante illum“, was „Inseln vor der Küste“ bedeutet. Wirklich „vor der Küste“ aber lagen eigentlich nur die niederländischen Antilleninseln Aruba, Bonaire und Curacao (die sogenannten „ABC-Inseln“), die wir als erstes anlaufen würden. Erst danach würden wir in einem weiten Bogen die klassischen Antillen wie Grenada, Dominica, St. Lucia, Barbados, Antigua oder Guadeloupe besuchen, die sich keineswegs vor irgendeiner Küste, sondern am Rande des Atlantischen Ozeans befanden.

Ein „Info-Sheet“, das jeden Morgen unter der Kabinentüre hindurchgeschoben wurde, bot einige Basisinformationen. Entdeckt wurden die Niederländischen Antillen im Jahre 1499 durch den Spanier Alonso de Ojeda. 1634 besetzten die Holländer unter dem Kommando von Peter Stuyvesand die Inseln. Geschichtsinteressierten ist Peter Stuyvesand durch dreierlei bekannt: er besaß ein Holzbein, amtierte später als Gouverneur von Neu-Amsterdam (dem späteren New York) und war in den schrecklichen, vorökologischen Zeiten der Namensgeber einer Zigarettenmarke. Auf jeden Fall waren die Holländer auf Aruba, Curacao und Bonair seit fast vierhundert Jahren ununterbrochen präsent, so dass sich in dieser Zeit eine besondere Sprache, das sogenannte „Papiamento“ entwickelt hatte. „Danke, danke“ wurde mit „Danki, danki“ übersetzt, was ich mir gerne merken wollte, um die Einheimischen zu verblüffen.

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